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5.014 digitale Drucke des 18. Jahrhunderts. Der Dresdner Anteil am VD 18 erreicht das Zwischenziel

Gestern mittag hatten wir die am Montag angekündigte Marke von 5.000 digitalen VD 18-Drucken überschritten. Innerhalb von zwei Werktagen haben die am Projekt beteiligten KollegInnen damit wieder einmal 64 neue Titel katalogisiert, digitalisiert, inhaltlich strukturiert und in den Digitalen Sammlungen präsentiert. Für diese anhaltend gute Leistung senden wir auch auf diesem Weg ein dickes Kompliment!

Im Rahmen des derzeit laufenden, von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten zweijährigen Pilotprojekts zum VD 18 (Verzeichnis der im deutschen Sprachraum erschienenen Drucke des 18. Jahrhunderts), werden die fünf beteiligten Bibliotheken wohl > 60.000 Titel produzieren. Die SLUB strebt an,  bis Ende 2011 rd. 17.000 Titel vorlegen zu können. Nach derzeit gültiger Schätzung beträgt das relevante Gesamtvolumen ca. 600.000 Titel. Weitere Informationen zu dem Großprojekt finden Sie in folgendem Fachaufsatz der beteiligten Bibliotheken.

Was wohl ein Aufklärer wie Gotthold Ephraim Lessing (1729-1781) zu all dem gesagt hätte? Zumindest über die völlig ungeahnte neue Reichweite seiner Publikationen hätte er sich vermutlich sehr gefreut.

3 Kommentar(e)

  • Konstantin Herrmann, SLUB Dresden
    09.09.2010 16:28
    "Geschafft!"

    Hallo Rene,

    "Wir arbeiten dran" hieß es noch vergangene Woche. Nun: "Geschafft". Wie am 2.9. angekündigt steht die " Historische Nachricht von des Churfürstenthums Sachsen" fertig digitalisiert im Netz unter
    http://digital.slub-dresden.de/id329603760 . Als Saxonicum und als Druck des 18. Jahrhunderts haben wir es vorgezogen. Und das besondere ist: Es ist ein "durchschossenes" Exemplar. Durchschossen heißt mit eingebundenen Leerseiten versehen, auf die der Besitzer handschriftliche Einträge machte. Im Fall dieses Buches war es ein Dr. Fleischer (siehe Titelblatt) und wir nehmen an, es handelt sich um den Dr. Christian Friedrich Fleischer, der 1775 als Ober-Steuer-Procurator in Dresden im Hof- und Staatskalender auftaucht. Bürgermeister war er in Dresden auch gewesen…
    Man sieht, wie solche Einträge Fragen aufwerfen, denen man sich widmen kann. Und wie die Digitalisierung uns Personen und Ereignisse aus früheren Zeiten wieder näher bringt, die sonst heute nur noch wenig bekannt sind.
    Viel Spaß mit diesem Buch!

  • René
    01.09.2010 17:43
    Großartige Leistung

    Das ist eine durchaus beachtenswerte Leistung, aber vermutlich hat die SLUB bereits wesentlich mehr als diese 5000 Werke digitalisiert. Beispielsweise gibt es einige Werke in den digitalen Sammlungen, die in der Sammlung Drucke des 18. Jahrhunderts und in der Sammlung Saxonica nicht jedoch in der Sammlung Projekt: Verzeichnis der im deutschen Sprachraum erschienenen Drucke des 18. Jahrhunderts (VD18) eingeordnet sind.

    Falls es möglich ist, würde ich noch einen Digitalisierungswunsch äußern, denn mit etwa 500 Seiten und somit 150 Euro liegt das Werk deutlich über meiner persönlichen Grenze, die man mal eben ausgeben könnte:

    Historische Nachricht von des Churfürstenthums Sachsen und derer dazu gehörigen Lande Jetziger Verfassung, der Hohen und niederen Justitz aus authentischen Urkunden abgefasset von Christian Gottlob Wabst

    Mit der Veröffentlichungszeit (1732) und Sachsen als Bezug ist es VD18- und Saxonica-tauglich. Interessanterweise hat die SLUB zwei Exemplare (Hist.Sax.I.3 und Hist.Sax.I.4), ein "sauberes" und eins mit Leerseiten zwischen den Druckseiten, die vor längerer Zeit jemand für handschriftliche Ergänzungen nutzte.

    • Michael Golsch, SLUB Dresden
      02.09.2010 12:24
      "Wir arbeiten dran!"

      Hallo René,

      zunächst herzlichen Dank für die Anerkennung, die uns natürlich sehr freut.

      Mit Ihrem Digitalisierungsvorschlag haben Sie (wie Sie ja selbst richtig vermuten) gleich in doppelter Hinsicht ins Schwarze getroffen: Als Saxonicum und für das VD 18 stand der Titel ohnehin schon in der Warteschleife. Wir ziehen ihn jetzt einfach vor. Wenn unsere „Robbies“ (Scanroboter QiScan RBSpro http://www.youtube.com/watch?v=dwX22raw0X8) „gut drauf“ sind, sollte das Buch im Laufe der kommenden Woche in der Präsentation zu finden sein – und zwar in der Kollektion „Drucke des 18. Jahrhunderts“ ebenso wie im Projektverzeichnis zum VD 18 Digital. Wir informieren Sie über diesen Blog, wenn es soweit ist.

      Dass sich Schnittmengen und Abgrenzungen zwischen den Kollektionen in unseren Digitalen Sammlungen noch nicht auf den ersten Blick erschließen, ist uns klar und resultiert aus dem dynamischen Wachstum unserer Digitalisierungssparte in den zurückliegenden beiden Jahren. Im Augenblick arbeiten wir an einer neuen Präsentation unserer Digitalen Sammlungen, die diese Konsolidierung leistet.
      Freischalten wollen wir das neue tool im Laufe des September. Auch hier halten wir Sie im SLUBlog selbstverständlich informiert.


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