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Koreanische Präsidentin wirbt in Dresden für die Wiedervereinigung ihres Landes

Die Juristische Fakultät der TU Dresden hat der Präsidentin der Republik Korea, Park Geun-Hye, die Ehrendoktorwürde verliehen. Damit wird ihr Einsatz für den Rechtsfrieden und für die Rechtskultur in ihrem Land und die Kooperation mit Deutschland gewürdigt.

 

In einer großen Rede, die live in das Abendfernsehen Südkoreas übertragen wurde, dankte die seit einem Jahr regierende Präsidentin Deutschland für die wirtschaftliche Aufbauhilfe unter Bundeskanzler Erhard und die seither enge Zusammenarbeit (PDF). Sie wandte sich direkt an ihre Landsleute: Nach dem Vorbild Deutschlands wolle sie die Wiedervereinigung ihres Landes anstreben. Dresden sei für eine solche Botschaft der richtige Ort, die Stadt sei ein Symbol für Freiheit, Wiederaufbau und die Wiedervereinigung.

 

 

Konkret schlug Frau Park ein Dreipunkteprogramm vor: Menschliche Begegnungen zwischen den getrennten Familien (Wandel durch Annäherung), atomare Abrüstung und Entmilitarisierung der Demarkationslinie zwischen Nord- und Südkorea unter Einbeziehung der Weltgemeinschaft, schließlich die Förderung von Infrastrukturen, kulturellen und wissenschaftlichen Projekten in Nordkorea, um die Entfremdung zwischen den Menschen aufzuheben.

 

Zum Schluss wandte sich Frau Park, die ihre Eltern bei zwei Attentaten 1974 und 1979 verlor, an die koreanischen Studenten in Dresden: sie freue sich, dass so viele Landsleute in Dresden arbeiten und studieren, und sie wolle sich für den Ausbau der Zusammenarbeit in Wirtschaft und Wissenschaft, Kultur und Bildung einsetzen. Herzlichen Glückwunsch an die koreanischen Freunde in unserer Stadt zu dieser mutigen und sympathischen Präsidentin.

 

Wer sich über Korea näher informieren will, findet dazu in der SLUB über 7.000 Medien. Eindrucksvoll sind die 2.500 historischen Fotografien der Deutschen Fotothek, darunter auch einige von den Massendemonstrationen im zerstörten Dresden gegen den Korea-Krieg 1951.

4 Kommentar(e)

  • Thomas Bürger
    31.03.2014 18:38
    Korea und SLUB

    Hallo Sam, heute berichtet der aktuelle Blog über die Freischaltung der ersten Vollversion der Deutschen Digitalen Bibliothek. Wenn man da nach Korea sucht, kommen fast alle bislang digitalisierten Bestände aus der SLUB, immerhin... Aber ehrlich gesagt habe ich mal über den Tellerrand geschaut, weil die Rede historisch und bewegend war, die Presse lausig berichtet hat und die SLUB selbst sich politischer Wiedervereinigung verdankt. Kommt ja eher selten vor, solch ein kleiner Ausflug in größere Geschichte, wenns nicht interessiert, bitte einfach übergehen.

  • Sam
    31.03.2014 08:59
    Korea und SLUB?

    Was hat dieser Beitrag mit der SLUB zu tun? Habt Ihr sonst nichts mehr ...?

  • Konstantin
    28.03.2014 18:43
    Bundeskanzler Erhardt?!?

    Falls im Text der Bundeskanzler Ludwig Erhard, Amtszeit 1963–1966, gemeint ist: Der wird ohne "t" geschrieben. ;)

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