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Sammeln – Musizieren – Forschen. Internationales Kolloquium zur Dresdner höfischen Musik des 18. Jahrhunderts

Seit Sommer 2013 werden in einem von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Projekt "Die Notenbestände der Dresdner Hofkirche und der Königlichen Privat-Musikaliensammlung aus der Zeit der sächsisch-polnischen Union. Erschließung – Digitalisierung – Präsentation" zwei zentrale Musikaliensammlungen der SLUB aufgearbeitet.

 

Während sich das Vorgängerprojekt "Schrank II"– benannt nach dem ehemaligen Fundort der Quellen – der Instrumentalmusik der sächsisch-polnischen Union (1697–1763) widmete, werden nun die Notenmaterialien der katholischen Hofkirche und die überwiegend durch weltliche Vokalwerke geprägten privaten Musiksammlungen verschiedener Mitglieder der Wettinischen Herrscherfamilie fokussiert. Nach Abschluss des Vorhabens im Sommer 2016 wird eine der an Qualität und Umfang bedeutendsten Sammlungen höfischer Musik dieser Epoche vollständig erschlossen sein und für Forschung und Musizierpraxis digitalisiert zur Verfügung stehen.

 

Das aus diesem Anlass initiierte internationale Kolloquium vom 21. bis 23. Januar 2016 beleuchtet Fragen der Bestandsgeschichte, wendet sich bedeutenden Sammlerpersönlichkeiten des Dresdner Hofs zu, erörtert Aspekte des geographischen Quellentransfers sowie Fragen der Repertoireforschung. Es thematisiert ferner Methoden der Erschließung und Präsentation von Musikalien. Mit einleitenden Beiträgen zu den Zusammenhängen zwischen Sammlungsgeschichte und musikwissenschaftlicher Fachgeschichte und zur historischen Überführung höfischer Sammlungen in moderne wissenschaftliche Bibliotheken bildet die Tagung zugleich einen Beitrag zum 200-jährigen Bestehen der Musikabteilung der SLUB Dresden.

 

Die Vorträge sind öffentlich. Der Eintritt ist frei. Ein Konzert mit Werken aus dem Repertoire der Dresdner Hofkirche und der Königlichen Privat-Musikaliensammlung findet am Freitag, den 22. Januar ab 19:30 Uhr
im Vortragssaal der SLUB statt. Am Konzertabend werden die Originalhandschriften der gespielten Werke präsentiert. Das Konzert wird veranstaltet in Kooperation mit der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ Leipzig.

 

Genaue Informationen zu den einzelnen Vorträgen finden Sie im Programm.

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