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Musik und Welterfahrung – Gespräch und Quellenpräsentation mit der Gambistin Juliane Laake

„Vom Besehn der frembden Länder“ – so lautet das Motto des diesjährigen Heinrich Schütz Musikfestes. Die SLUB Dresden beteiligt sich am Programm mit einem Gespräch mit Quellenpräsentation, das im Nachgang eines Konzerts der Gambistin Juliane Laake (11. Oktober, Palais im Großen Garten) stattfinden wird. Das „Besehn der frembden Länder“ wird am 12. Oktober weitergesponnen: Zusammen mit Dr. Barbara Wiermann, der Leiterin der Musikabteilung, wird Juliane Laake am Nachmittag unter dem Titel „Musik und Welterfahrung“ in der SLUB auf eine Reise durch Vergangenheit und Gegenwart gehen. Unter anderem spüren sie den Wegen von Musik im 17. Jahrhundert nach und werfen Fragen zur Mobilität von musikalischen Ideen, Handschriften, Sammlungen, Gattungen, Musikern und Instrumenten auf. Neben der Frage, wie kultureller Austausch das Gambenrepertoire historisch bereicherte, wird jedoch auch die "Welterfahrung" der heutigen Interpretin anklingen. Die Herausforderungen beim Heben von unbekannten Schätzen der Gambenliteratur in den Bibliotheken der Welt spielen dabei ebenso eine Rolle wie Fragen zum interpretatorischen Umgang mit dem historischen Quellenmaterial.

 

Die dazu präsentierten originalen Quellen des 16. und 17. Jahrhunderts aus den wertvollen Beständen der Musikabteilung der SLUB knüpfen über das sogenannte "Berliner Gambenbuch" die Verbindung zum Konzert des Vortages. Entstanden im 17. Jahrhundert wohl in der Region Berlin-Brandenburg und heute aufbewahrt in der Französischen Nationalbibliothek, legt es Zeugnis von den weitgespannten musikalischen Kontakten im Europa des 17. Jahrhunderts ab. Diese verdanken sich vor allem der Initiative des Brandenburger Kurfürsten Friedrich Wilhelm, selbst Gambenspieler, der während seiner Regierungszeit – in die die Entstehung des Buchs fällt – die berühmtesten Gambenspieler aller Länder an seinem Hof versammelte und so für eine internationale Atmosphäre sorgte. Gerade, weil außerhalb Englands nur verschwindend wenige Sammlungen mit Werken für die Sologambe aus dem 17. Jahrhundert bekannt sind, ist die Sammlung des im Konzert vorgestellten Berliner Gambenbuchs so einzigartig. Das Digitalisat ist mittlerweile online verfügbar und wird im Gespräch mit Dresdner Quellen in Bezug gesetzt.

 

Kommen Sie mit uns auf die Reise!

 

Gespräch mit Quellenpräsentation mit der Gambistin Juliane Laake

Mittwoch, 12. Oktober 2016, 17 Uhr
Talleyrandzimmer, SLUB Dresden
Eintritt frei

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