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Von weltweit vernetzten Daten und einer Digitalen Materialbibliothek – Sächsische Hochschulbibliotheken erhalten Millionenförderung

Der Freistaat Sachsen fördert die Entwicklung der wissenschaftlichen Informationsinfrastruktur im Land bis 2020 mit insgesamt sechs Millionen Euro aus dem EU-Strukturfonds EFRE. Wissenschaftsministerin Eva-Maria Stange übergab am Montag in der SLUB erste Zuwendungsbescheide über insgesamt 3,5 Millionen Euro. Damit werden die Hochschulbibliotheken ihre innovativen Werkzeuge und Dienste in den Bereichen Lizenzmanagement für digitale Inhalte, Datenintegration und Informationsrecherche ausbauen und so Forschung und Wirtschaft in Sachsen noch wirksamer unterstützen können.

 

 


Im Januar 2017 starten die ersten drei Projekte. In einem Verbundprojekt werden Bibliotheksdaten nach internationalen Standards so aufbereitet, dass sie weltweit frei verfügbar und nutzbar sind. „Das gibt uns die Möglichkeit, unseren Datenschatz mit anderen zu verknüpfen und so zum Beispiel Suchsysteme stärker semantisch zu organisieren“, so SLUB-Generaldirektor Thomas Bürger. Außerdem wird damit die Grundlage für den vermehrten Einsatz visueller Recherchehilfen wie Geodaten geschaffen.


Unter Federführung der Universitätsbibliothek Leipzig (UBL) schaffen die Hochschulbibliotheken daneben ein einheitliches System für eine effiziente Lizenzverwaltung elektronischer Informationsressourcen im Freistaat. Hier hat die UBL mit der Software AMSL bereits eine tragfähige Lösung entwickelt, die im Rahmen des nun geplanten Projektes weiterentwickelt und auf andere sächsische Hochschulbibliotheken übertragen wird.


Schließlich baut die SLUB in enger Zusammenarbeit mit der international profilierten sächsischen Materialforschung eine Digitale Materialbibliothek auf. Bislang sind Forschungsdaten, Herstellerinformationen und Anwenderbeispiele sehr heterogen strukturiert und müssen in verschiedenen Datenbanken aufwändig recherchiert werden. Die SLUB will den Schatz der materialwissenschaftlichen Daten nun in einem fachspezifischen Portal zusammenführen. Prof. Dr. Thomas Bürger: „Wir verstehen uns als Dienstleister für Spitzenforschung. Mit der Digitalen Materialbibliothek möchten wir Wissenschaftler, Anwender und Hersteller zusammenbringen, um weitere erstklassige Innovationsleistungen zu stimulieren und die Vermarktung von Ideen zu erleichtern.“
 

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