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Verlängert: Winckelmann-Ausstellung erwartet Sie bis 21. Oktober 2018 mit neuen Highlights

Sie haben es noch nicht geschafft unsere Ausstellung „Man denkt noch beständig in Dresden auf mich.“ Winckelmann – Bibliothekar und Altertumswissenschaftler in der Schatzkammer des Buchmuseums zu besuchen? Kein Problem! Denn wir verlängern bis zum 21. Oktober 2018 und warten mit neuen Angeboten zur Ausstellung auf Sie.

 

Kurator Dr. Thomas Haffner (TH) gibt im Interview einen Einblick in seine Winckelmann-Faszination und erzählt, worauf Sie sich noch freuen können.

 

 

Lieber Herr Dr. Haffner, zum Einstieg ein kurzer Satz: Winckelmann ist für mich...

TH: ... ein Lehrer, der uns gezeigt hat, wie wichtig es ist, Gegenstände mit den eigenen Augen ganz genau zu betrachten, sie in ihrem Kontext zu verstehen und sich davon ausgehend ein eigenständiges Urteil zu bilden. 


Was ist für Sie als Kurator der Ausstellung das Spannende an Winckelmanns Leben?

TH: ... dass er es als Schustersohn aus ärmlichen Verhältnissen durch seine Begeisterung für die Kultur der alten Griechen bis zum Oberaufseher über die Altertümer von Rom gebracht hat und dabei keinen Wohlstand anstrebte, sondern möglichst große Freiheit für seine Studien.

 

Welches Exponat fasziniert Sie besonders und warum?

Foto der Porträtbüste des römischen Kaisers Caracalla: Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Skulpturensammlung, H.-P. Klut/E. Estel TH: Eine Porträtbüste des römischen Kaisers Caracalla aus den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden. Diese um 220 n. Chr. entstandene Skulptur aus weißem Marmor und durchscheinendem Alabaster war eine der Antiken, die Winckelmann in einem der Pavillons im Großen Garten betrachten konnte und in seinem ersten veröffentlichten Werk "Gedanken über die Nachahmung der griechischen Werke in der Malerei und Bildhauerkunst" (Dresden 1755) erwähnte, das zum Bestand der SLUB gehört und in der Ausstellung zu sehen ist.   

 

Die Ausstellung wurde nun verlängert, worauf können sich die Besucher noch freuen?

TH: Wir sind gerade dabei eine "Magic Box" zu installieren - Über diese kann man virtuell in Winckelmanns Schriften blättern, kann die ausgestellten Briefe Winckelmanns (erworben mit Unterstützung der Ernst von Siemens Kunststiftung sowie der Kulturstiftung der Länder) in vollem Umfang betrachten, den "Apollo vom Belvedere" in alle Richtungen drehen und sich Winckelmanns Lebensstationen vor Augen führen lassen. Außerdem werden zwei weitere Kuratorenführungen angeboten: am 12. September und am 2. Oktober, jeweils um 17 Uhr.

 

Auch eine besondere Veranstaltung wartet noch im Begleitprogramm. Dr. Torsten Sander wird zu Gast sein. Der Titel seines Vortrages ist, sagen wir, ungewöhnlich: "zeitig zu Bette, und früh heraus"

TH: So formulierte Winckelmann gemäß dem alten englischen Sprichwort "Early to bed and early to rise makes a man healthy, wealthy and wise" seine bewährte Gewohnheit in einem Brief aus Rom an seinen Bibliotharskollegen und Freund Johann Michael Francke auf Schloss Nöthnitz bei Dresden. Der Dresdner Antiquar Dr. Torsten Sander, ein ausgewiesener Kenner der "Bibliotheca Bunaviana", wird über Winckelmanns Zeit als Bibliothekar und wissenschaftliche Hilfskraft beim Grafen Heinrich von Bünau sprechen. 

 

Haben auch Sie noch Fragen an Dr. Thomas Haffner? Dann stellen Sie diese gerne hier unter dem Blogbeitrag

 

Weitere Informationen zur Ausstellung finden Sie auf dieser Seite und in unserem SLUBlog.

 

 

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