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Europa erlebbar machen: Kooperationsvereinbarung mit Mährischer Landesbibliothek Brno/Brünn

Mit schwungvoller Musik, einem Gespräch mit der bekannten Schriftstellerin Radka Denemarková und Ehrengästen feierten wir gestern die Unterzeichnung unserer Kooperationsvereinbarung mit der Mährischen Landesbibliothek.

Mehr als 800 Kilometer Staatsgrenze verbinden Deutschland und die Tschechische Republik. Auch die Mährische Landesbibliothek Brünn
und die SLUB Dresden verbindet vieles: die reiche gemeinsame Geschichte der sächsisch-böhmisch-mährischen Region, ein vergleichbarer gesetzlicher Auftrag und wertvolle Sammlungen. Schon im vergangenen Jahr diskutierten Brünner und Dresdner Kolleg*innen bei Besuchen unter anderem Kooperationsmöglichkeiten bei der Digitalisierung und beim Austausch von Metadaten.

Kurz vor Abschluss des Tschechischen Kulturjahres haben wir nun unsere Zusammenarbeit besiegelt. Im Rahmen eines deutsch-tschechischen Festabends mit Sachsens Kunstministerin Dr. Eva-Maria Stange, dem Botschafter der Tschechischen Republik in Deutschland und anderen Ehrengästen haben wir eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet.

Im Interesse einer dynamischen Zukunftsentwicklung wollen wir künftig besonders in den Bereichen Retrodigitalisierung, Digital Humanities und Forschungsdatenmanagement zusammenwirken, aber auch Synergien und Drittmittelchancen bei Sondersammlungen wie Historischen Drucken, Karten oder Musikalien besser nutzen.

Sachsens Kunstministerin Dr. Eva-Maria Stange sagte anlässlich der Unterzeichnung: „Die sich auch im deutschen Bibliothekswesen immer deutlicher abzeichnende Notwendigkeit von Kooperationen suchen die Mährische Landesbibliothek Brno und die SLUB nun über ihre gemeinsame Landesgrenze hinweg. Das ist im heutigen Europa ein gutes Zeichen. Dabei sind es die intensiven Kontakte der Fachleute, die eine Zusammenarbeit auf der Grundlage von gegenseitigem Vertrauen und zum beidseitigen Nutzen erst ermöglichen. Dem heutigen Tag gingen in den letzten Jahren gegenseitige Besuche voraus, in denen sich Kollegen aus Brno und Dresden kennen und offensichtlich schätzen gelernt haben. Sie haben Gemeinsamkeiten im Aufgabenprofil jeweils als Landesbibliothek und Universitätsbibliothek, in den historischen Beständen, in den Herausforderungen der Digitalisierung, der Langzeitarchivierung und der Softwareentwicklung identifiziert. Ich wünsche eine weiterhin gedeihliche Zusammenarbeit.“

SLUB-Generaldirektor Dr. Achim Bonte: „Wir sind froh, die Mährische Landesbibliothek als Partner gewonnen zu haben. Mit der Vereinbarung führen wir nach den bereits fixierten Kontakten mit Breslau und Moskau unsere Internationalisierungsstrategie fort und gewinnen weitere Anknüpfungspunkte für fachlichen Austausch und Zusammenarbeit. Ich bin zuversichtlich, dass wir regelmäßig gemeinsame Projekte umsetzen werden. Denn auch für Bibliothekspartnerschaften gilt: Die Beziehung lebt, wenn sie von möglichst vielen Köpfen und Ideen getragen wird.“ 

prof. PhDr. Tomáš Kubíček, Ph.D., Direktor der Mährischen Landesbibliothek in Brünn, ergänzt: „Der Vertrag manifestiert die Zusammenarbeit zwischen unseren Bibliotheken und ist auch Ausdruck der Sympathie, die unsere bisherige Zusammenarbeit und unsere Gespräche bestimmt hat. In der Tat hat uns gerade die SLUB beim Tschechischen Kulturjahr im deutschsprachigen Raum sehr geholfen, u. a. durch die Realisierung einer Ausstellung über die tschechische bzw. tschechoslowakische moderne Typografie.“

Swing-Musik des Prager Orchestr ježkovy stopy und das inspirierende Gespräch mit der bekannten tschechischen Schriftstellerin Radka Denemarková machten den Abend perfekt.

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