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Unerhörtes - Neue Musik aus Ostdeutschland III mit Werken von Hermann Keller

Unerhörtes - Neue Musik aus Ostdeutschland III: dem Mainstream so fremd wie dem Vogel die Fessel

 

30. März  2019, 19.30 Uhr Antje Messerschmidt (Violine), Cosima Gerhardt (Violoncello), Tomas Bächli (Klavier) mit Werken von Hermann Keller

Unerhörtes - Neue Musik aus Ostdeutschland II: Dresdner Lieder

Dresdner Lieder - Konzert | 14.2.2019, 19.30 Klemperersaal der SLUB Dresden, Eintritt frei
Download Veranstaltungsflyer

 

Mit Liedern von Alexander Keuk, Manfred Weiss, Johannes Wulff-Woesten und Udo Zimmermann stehen Werke Dresdner Provenienz der letzten Jahre im Zentrum unserer Veranstaltung. Flankiert werden sie von Kompositionen Robert Schumanns und Karol Szymanowskis.

Kaum eine künstlerische Gattung lässt so viel persönlichen Ausdruck zu wie das Lied. In mehreren Dimensionen – der poetischen Textvorlage, ihrer Bearbeitung durch den Komponisten, der Interpretation durch die Ausführenden – ist es geeignet, auf besonders innige Weise ganz individuelle Seelen-Zustände zu ergreifen, zu verarbeiten oder auch anzuregen.

So bieten Lieder seit je Raum, neben einer groß besetzen „Publikums“-Musik im privaten Musizieren und kleiner Form innerer Bewegung Ausdruck zu geben.

Die Komponisten der Dresdner Lieder eint ihr Bezug zu Dresden – ihrer Herkunft, ihrer Generation, auch: ihrer Musiksprache nach jedoch können sie beispielhaft für einen je verschiedenen künstlerischen Umgang mit den elementaren Erfahrungen des Menschen: Liebe, Verlust und die Suche nach Geborgenheit stehen.

Unerhörtes - Neue Musik aus Ostdeutschland I: Neue Musik aus der DDR

Im Spannungsverhältnis zwischen kulturpolitischem Sollen und künstlerischem Wollen entfaltete sich eine eigenständige Sprache der Neuen Musik östlich des Eisernen Vorhangs. Dieses vielfältige musikalische Erbe der DDR wird 30 Jahre nach dem Mauerfall wieder interessant. Was aber motiviert dieses Interesse? Gemeinsam mit der Sächsischen Akademie der Künste, den Hellerauer TONLAGEN – Dresdner Tage der zeitgenössischen Musik und der Edition Peters widmen wir dieser Frage eine Reihe von Gesprächen und Konzerten: „Unerhörtes – Neue Musik aus Ostdeutschland“.

 

Wie klingt Herkunft? Schlägt sie sich in der Tonsprache nieder? In der Vorliebe für bestimmte Gattungen, Besetzungen, Themen und Bezüge? Welchen Einfluss hat ein besonders geartetes Spannungsfeld von Kunst und Gesellschaft auf die Werke? Als Ort des „Archivs für zeitgenössische Komponisten (der DDR)“ greifen wir diese Fragen auf, stellen Werke, Interpreten und Komponisten aus Ostdeutschland in Konzerten, Gesprächen und Quellenpräsentationen vor und suchen nach den Besonderheiten Neuer Musik aus Ostdeutschland.

 

Jüngst erschien die 100-bändige Reihe "Peters East German Library". Musik aus Ostdeutschland steht im Zentrum der Hellerauer TONLAGEN – Dresdner Tage der zeitgenössischen Musik und soll in den Programmen etlicher Konzerthäuser etabliert werden. Wir fragen: Was motiviert dieses Interesse? Liegt das (nur) am Jahrestag 2019? Oder ist da etwas, das - auf persönlicher Ebene, vergleichbar dem Bilderstreit im Albertinum, auf ästhetischer Ebene, auf gesellschaftlicher Ebene - Musik aus Ostdeutschland von anderer Neuer Musik unterscheidet?

Bei der Auftaktveranstaltung am 31. Januar diskutierten Vertreter aus Wissenschaft, Kunst und Verlag diese Frage. El Perro Andaluz spielte Beispiele aus dem SLUB-Archiv und es gab Gelegenheit, sich die dazugehörigen Quellen anzuschauen.

Haben wir Ihr Interesse am Thema geweckt? Dann kommen Sie vorbei und diskutieren mit uns! Die Veranstaltungsreihe findet in Kooperation mit der Edition Peters, der Sächsischen Akademie der Künste und Hellerau - Europäisches Zentrum der Künste statt.

 

Alle Veranstaltungen der Reihe finden Sie hier im Überblick.

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