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'Weimarer Verhältnisse' in Sachsen? Historiographische Perspektiven auf den 'gespaltenen Freistaat' - Buchvorstellung und Diskussion

Eine aktuelle Publikation des Leipziger Universitätsverlages verspricht neue Perspektiven auf die sächsische Geschichte in der Weimarer Republik. Wir haben die Herausgeber eingeladen, um darüber zu reden, was es damit auf sich hat und was wir daraus für die Gegenwart ableiten können.

Die Landtagswahl ist vorbei – nun schließt sich die Regierungsbildung im Freistaat Sachsen an. Eine der am häufigsten diskutierten Fragen vor der Wahl war die, ob uns heute wieder „Weimarer Verhältnisse“ drohen. Was waren diese „Weimarer Verhältnisse“ im Freistaat Sachsen? Eine in diesem Jahr erschienene Aufsatzsammlung zeigt in über 20 Artikeln in großer thematischer Breite die sächsische Geschichte zwischen Erstem Weltkrieg und Nationalsozialismus auf und erklärt, welche Perspektiven es für Politik und Gesellschaft gab.

„Der gespaltene Freistaat. Neue Perspektiven auf die sächsische Geschichte 1918 bis 1933“ heißt der fragliche Band. Zwei seiner drei Herausgeber werden in unserem Gespräch die neuesten Forschungsergebnisse präsentieren und den damit eingeleiteten Perspektivenwechsel erläutern: Das Bild, das sich die Forschung von der Zeit zwischen 1918 bis 1933 bisher gemacht habe, und welches stets vom letztendlichen Scheitern der Weimarer Republik und dem Abgleiten in die NS-Diktatur dominiert gewesen sei, habe sich inzwischen etwas aufgehellt. Die repräsentativen Fallstudien aus ganz unterschiedlichen Bereichen der Gesellschaft, die in diesem Buch zusammengefasst sind, sollen den Blick dafür schärfen, wie vielgestaltig und facettenreich, dabei zuweilen auch direkt widersprüchlich die Entwicklungen in der sächsischen Gesellschaft verlaufen sind.

Die beiden Gäste - Professor Dr. Mike Schmeitzner (HAIT) und unser SLUB-Kollege Dr. Konstantin Hermann - werden mit dem Moderator Werner Rellecke von der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung  darüber sprechen, ob und welche Bezüge es zum Heute gibt. Wenige Tage nach der Landtagswahl erwarten wir eine spannende Diskussion - und vielleicht eröffnen sich neue Perspektiven auf die sächsische Gegenwart...

Am Donnerstag, 05.09.2019 18:30 Uhr - 20:30 Uhr im Klemperer-Saal. Eine SLUB-Veranstaltung in Kooperation mit der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung und dem Hannah-Arendt-Institut für Totalitarismusforschung.

 

 

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