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Endlich zurück: Historisches Kino im Klemperer Saal!

Unsere Dresdner Kinokultur-Reihe mit großen Klassikern geht weiter: Wir freuen uns auf "Kuhle Wampe oder Wem gehört die Welt?" am 7.10.20! Am Drehbuch wirkte Bertolt Brecht mit, dazu Musik von Hanns Eisler - das Werk gilt als Höhepunkt des 'Proletarischen Films'.

Als die Bilder sprechen lernten. Dresdner Kinokultur zwischen Stumm- und Tonfilm - so heißt unsere Veranstaltungsreihe in Kooperation mit dem Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde (ISGV), die wir nach langer Unterbrechung jetzt unter Einhaltung hygienischer Vorgaben fortsetzen können. Wir zeigen im Klemperer-Saal nicht einfach nur Kino-Klassiker der Zwanziger- und Dreißigerjahre, im Mittelpunkt steht das Projekt 1918 als Achsenjahr der Massenkultur. Kino, Filmindustrie und Filmkunstdiskurse in Dresden vor und nach 1918 des ISGV. Das Team um Professor Winfried Müller beschäftigt sich mit dem Aufkommen und der Entwicklung des Kinos – seiner Wirkung auf die Gesellschaft am Beispiel Dresdens – die Stadt war um 1918 ein Zentrum der Filmindustrie und kann als Innovationsstandort gesehen werden.

An den Filmabenden werden entsprechend die Lichtspielhäuser porträtiert, in denen die jeweiligen Streifen in Dresden liefen. (Im Laufe der Kinogeschichte gab es übrigens mehr als 100 Spielstätten in und um Dresden, die im Stadtwiki verzeichnet sind).

Außerdem gibt das Projektteam Einführungen zu den Werken, die gezeigt werden und ordnet sie in den historischen Kontext von Zeitgeschehen, Kino- und Filmkultur ein.

Die Wiederaufnahme der Reihe beginnt mit Kuhle Wampe oder Wem gehört die Welt? von 1931/32.

Der unter Mitwirkung von Bertolt Brecht (Drehbuch) und Hanns Eisler (Musik) entstandene Film gilt als Meilenstein des Proletarischen Films. Im Mai 1932 in Moskau uraufgeführt, kam Kuhle Wampe nur in einer zensierten Fassung in die deutschen Kinos und wurde u. a. bereits im Juli 1932 in den Dresdner Vaterland-Lichtspielen am Freiberger Platz gezeigt. In der NS-Zeit wurde der Film im März 1933 verboten. Darin zu erleben sind Schauspiel-Größen wie Ernst Busch oder der junge Erwin Geschonneck sowie die Widerstandskämpferin gegen das NS-Regime Marta Husemann.

Mi, 07.10.2020 19:00 Uhr - 21:00 Uhr,

Klemperer-Saal

Zentralbibliothek, Zellescher Weg 18

Da nur eine begrenzte Anzahl an Besucher*innen zugelassen ist, melden Sie sich bitte an: Hier geht's zur Anmeldung! 

Weitere Veranstaltungen der Reihe finden jeweils am ersten Mittwoch im November und Dezember statt. Am 4.11.2020 gibt es den Streifen Der Sohn der weißen Berge (1930) mit Luis Trenker zu sehen. Am 2.12.2020 läuft Menschen am Sonntag (1930) von den Brüdern Siodmak und Billy Wilder, als besonderen Höhepunkt zum Abschluss der Reihe mit einer Live-Vertonung durch den Leipziger Stummfilm-DJ D’dread.

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