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Erdüberlastungstag – Wie die SLUB mit Buch-Scannern Ressourcen spart

Am heutigen Erdüberlastungstag zeigt sich einmal mehr, wie knapp unsere weltweiten Ressourcen sind. Doch wie lässt sich dieser Entwicklung im Kleinen etwas entgegensetzen? Ein Blick in den Bibliotheksalltag der SLUB zeigt, wie eine einfache Umstellung Ressourcen schont, Energie spart und warum nachhaltiges Handeln oft überraschend nahe liegt.

Ein Mann sitzt an einem Arbeitsplatz in der Bibliothek und bedient einen Aufsichts-Buchscanner (Bookeye). Er hält ein dickes, altes Buch auf der Scanfläche plan. Auf dem am Scanner befestigten Monitor ist das eingescannte Dokument live zu sehen. Im Hintergrund befindet sich ein weiterer Scan-Arbeitsplatz im warm ausgeleuchteten Bibliotheksraum.

Heute, am 30. Juli, ist Erdüberlastungstag. Die Menschheit hat bereits jetzt alle natürlichen Ressourcen verbraucht, die die Erde in einem Jahr regenerieren kann.

Das heißt, wir bräuchten 1,7 Erden, um unseren momentanen Ressourcenverbrauch zu decken. Noch deutlicher wird es bei Deutschland: Unser nationaler Erdüberlastungstag lag bereits am 10. Mai. Wenn alle Menschen so leben würden wie die Bevölkerung in Deutschland, bräuchte es 2,8 Erden. Deutschlands Wohlstand hat seinen Preis.

Aber wie lässt sich das ändern? Es braucht nicht immer große Systeminnovationen. Manchmal sind es die kleinen Entscheidungen im Alltag – auch in der Bibliothek.
 

Ein kleiner Beitrag der SLUB

Vor fünf Jahren haben wir beschlossen, etwas zu ändern. Früher gab es nur kostenpflichtige Kopien, die für Sie als Nutzerinnen und Nutzer teuer waren. Zudem war das Angebot schlecht für die Umwelt: Jedes Blatt Papier kostet Ressourcen, jede Kopie verbraucht zusätzlichen Strom.

Seit fünf Jahren stehen nun an all unseren Standorten kostenlose Buch-Scanner bereit. Zu den regulären Öffnungszeiten können Sie Bücher, Artikel und Dokumente vollkommen selbstständig digitalisieren – und die gescannten Dateien direkt auf Ihr Smartphone oder einen USB-Stick laden.

Das ist nicht einfach nur praktischer. Das ist nachhaltiger.

 

Die Statistik, die Hoffnung macht

In fünf Jahren wurden an den SLUB-Standorten über 5,6 Millionen Seiten mit den kostenlosen Scannern digitalisiert. Das klingt zu abstrakt?

560 Meter Stapelhöhe: Das entspricht einem Papierstapel, der höher ist als der Eiffelturm (ausgehend von einer Standard-Papierstärke von 0,1 mm pro DIN-A4-Seite).

Etwa 27.400 Kilogramm Papier gespart: Das entspricht mehr als 41 Fichten, die nicht gefällt werden mussten (berechnet auf Basis von 2,2 kg Holz pro Kilo Papier).

260 Haushalte ausgeglichen: Ein durchschnittlicher Privathaushalt verbraucht etwa 105 kg Papier pro Jahr (der gesamtdeutsche Schnitt liegt laut Umweltbundesamt bei 190 kg). Die SLUB hat somit den Jahresverbrauch von über 260 Haushalten eingespart.

Noch ein Detail, das oft übersehen wird: Ein klassischer Kopierer verbraucht im Betrieb mit etwa 1.580 Watt rund 12-mal mehr Strom als ein Buch-Scanner mit ca. 130 Watt. Wer digitalisiert statt zu kopieren, spart also nicht nur Papier – sondern auch erheblich Energie.

 

Ein Erfolg

Dass die Scanner-Technik so gut angenommen wurde, freut uns sehr! Aber noch nicht alle wissen von dieser nachhaltigen Möglichkeit. Weitere Informationen und die Standorte der Geräte finden Sie auf unserer Webseite zum Scannen und Digitalisieren.

Haben Sie Ideen zur Verbesserung? Anregungen, wie wir das Angebot noch besser machen können? Schreiben Sie uns gerne! Gemeinsam machen wir die SLUB noch nachhaltiger.

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