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Archiv: May 2015

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Lies vor! ist wieder da!

Das Sommersemester ist im vollen Gange und auch die Planungen für das nächste Vorlesefestival des Studentenrates der TU Dresden und des Fachschaftsrates der Fakultät Sprach-, Literatur- und Kulturwissenschaften laufen auf Hochtouren. Den Impuls für das Festival 'Lies vor!' gab die SLUB mit den Lesenächten 2009 und 2010.

 

Am 1. Juli 2015 heißt es wieder: Augen zu und Ohren auf! Eure Kommilitoninnen und Kommilitonen lesen euch aus ihren Lieblingsbüchern vor.

Ab 18 Uhr werdet ihr im Victor-Klemperer-Saal im Weberbau am Weberplatz erwartet und um 18.30 Uhr startet die Lesung des Ersten der 10 vorzustellenden Bücher. Der Eintritt ist frei.

 

Für die Verpflegung sorgt der Fachschaftsrat Sprach-, Literatur- und Kulturwissenschaften.

 

 

Wollt ihr euer persönliches Lieblingsbuch selbst mal vorstellen, seid ihr dazu natürlich ganz herzlich eingeladen!

 

Schickt dafür eure Anmeldung bis zum 07. Juni an liesvor@stura.tu-dresden.de. Folgende Angaben dürft ihr nicht vergessen: Titel des Buches, Autorin/Autor, Genre, Verlag, ISBN; euer Name und ein paar Worte, warum dieses Buch euer Lieblingsbuch ist.*

 

Alle ausländischen Studierenden haben natürlich ebenfalls die Möglichkeit, aus ihrem Lieblingsbuch in ihrer Muttersprache vorzulesen. Voraussetzung dafür ist eine offizielle deutsche Ausgabe des Buches, denn der von euch vorgelesene fremdsprachige Teil soll auch in deutscher Sprache vorgestellt werden.

 

Aktuelle Informationen findet ihr auch auf der Homepage des StuRas und auf der facebook-Seite von Liesvor!.

Fragen und Anregungen könnt ihr gern an liesvor@stura.tu-dresden.de richten!

 


 

*Hinweis zum Datenschutz:

Eure Daten werden selbstverständlich vertraulich behandelt und niemandem außer dem Organisationteam zugänglich gemacht.

Wenn ihr ausgewählt wurdet, behalten wir uns aber vor, die Buchtitel und Autoren auf den genannten Seiten zu veröffentlichen und zur Veranstaltung auch euren Namen zu nennen. Wenn ihr damit nicht einverstanden seid, gebt uns ein kurzes Zeichen.

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Die schöne Elb-Brücke und andere Erlebnisse - Johann Andreas Silbermann in Dresden

Vom 3. Mai 1741 an hielt sich der Straßburger Orgelbauer Johann Andreas Silbermann auf seiner Reise durch Mitteldeutschland für etwa 3 Wochen in Dresden auf (digital.slub-dresden.de/werkansicht/dlf/111740/119/0/). Er besichtigte Kirchen, herrschaftliche Palais, Gärten und Kuriositätenkabinette, unternahm Ausflüge nach Pillnitz, Moritzburg und in die Sächsische Schweiz und nahm an einem reichhaltigen gesellschaftlichen Leben teil. Seine Erlebnisse hielt er in seinem Reisetagebuch fest. Manchmal notierte er nur kurz und knapp: „Kirchen in Dreßden / 1 Frauen Kirch. 2 Creutz Kirch. / 3 Sophyen Kirch. 4 Hoff Capelle. / In der Neustatt ist eine Kirche / Zu oster oder Fridrichs Statt auch eine Garnisons Kirche über der hauptwache. / Und in der vorstatt vor dem Pirnischen Thor sind die Waysenkirch, und bömische Kirch.“ (digital.slub-dresden.de/werkansicht/dlf/111740/180/0/

Manchmal dokumentierte er sehr detailliert und umfangreich – für die Beschreibung des Grünen Gewölbes benötigte er 22 Seiten –, manchmal ergänzte er seine Aufzeichnungen um Skizzen:  

oder um Kupferstiche:

 

 (digital.slub-dresden.de/werkansicht/dlf/111740/350/0/)

 

Über seinen Vetter Michael lernte er neben verschiedenen Honoratioren auch einige Musiker und Instrumentenbauer kennen, u.a. Johann Georg Pisendel, den Konzertmeister, und Johann Adolph Hasse, den Kapellmeister der Hofkapelle. Auf dessen Sofa beispielsweise erfuhr er einige private Details seiner Anstellung:

 

„d 19 May Machte ich dem H Kapellmeister Haßen eine visite, er ließ mich neben seine Frau die berühmte Faustina […] sitzen. Sie ist eine Venetianerin, und hat daselbst den Haßen geheurathet, welcher, wann ich mich recht besinne von Hamburg ist. Beyde bekommen monatlich vom König 500 Thlr., macht jährlich 6000 Thlr. Sie reist je zu weilen nach venedig und schleppet mit dahin was sie kan.“ (digital.slub-dresden.de/werkansicht/dlf/111740/184/0/)

 

Einen besonderen Höhepunkt seines Dresdner Aufenthaltes dürfte der Besuch des höfischen Pfingstgottesdienstes dargestellt haben:

„Pfingst[sonntag] d 21 May Morgens um 8 Uhr gieng ich aufs schloß, und sahe den Hoff in Galla, um 9 Uhr gieng der Gottesdienst in der HoffCapelle an, sobald der König in dieselbe kam, fieng der lermen mit Paucken und Trompetten an und so gleich wurde vom Capellmeister Haasen die Musique auf geführt, es war dieselbe ungemein besetzt, und bestunde das gantze Orchestre aus 70 Personen. Es war das gantze Amt hindurch Musique, und vortreflich anzuhöhren wegen der besondern accuratesse und schönen Composition. einer von denen Castraten liesse sich gantz vornemblich biß ins g''' höhren. Unter der Verwandlung spielte der Virtuose Cataneo ganz allein ohne accompagnement ein Solo auf der Violin. Zu mittag speißte ich bey dem Clavesin Macher Gräbner zu mittag.“ (digital.slub-dresden.de/werkansicht/dlf/111740/187/0/)

 

Kurz darauf allerdings war die Zeit zum Abschied gekommen und lebhaft schildert Silbermann, wie schwer allen Beteiligten die Trennung fiel:

„Weilen ich mir vorgenommen auf den Mittwoch von hier wider abzureyßen, so nahm ich Pfingstmontag allenthalben wo ich bekand war, abschied, und muste ich beym Director Reinhold noch einmahl speißen […] Pfingstdienstag 23, Mittags hielte mein Vetter Michael Silbermann einen schmaus, und lude etliche meiner Bekanten dazu, das unser 20 Person waren, er machte sich grosse Unkosten, indem er nebst den delicaten und vielen Essenspeisen mit lauter Wein tractirte, und dazu mußten solange daß Schmausen währete nemblich bis Mittwoch morgens um 5 Uhr Musicanten mit Waldhörnern und anderen Instrumenten Music machen. War Herr Vetter recht bemüht alles so anzuordnen damit nur viel darauf gehen möchte, und soffen sich etliche nach hoffmanier 2 Mahl voll und wurden wieder nüchtern. […] Nun giengen die gäste um 5 Uhr da das Pirnaische thor aufgieng nach hauß. ich ruhete auch eine Stunde, um 6 Uhr stund ich wider auf, und packte meinen Coffre. da dieses meine frau baase gewahr worden, kam sie zu mir und bate mich mit weinenden augen um gottes willen noch zu bleiben. […] H vetter [ließ] eine Kutsche bestellen und um 11 Uhr saßen wir ein, den weder er noch seine Frau wolten mich schon verlaßen, und H Gräbner setzte sich an meinen platz auf den Postwagen, da wir dan über die schöne Elb-Brücke durch die Neustadt dem Holländischen Pallais vorbey fuhren, über den Drachenberg und durch neudorff. Zu Reichenberg stiegen wir aus, und speißten zu mittag. Um die Schwermut zu vertreiben, ließ H vetter Musicanten komen. Es erinnerte aber der Postillion vielfältig mich auf den Postwagen zu setzen, indem er ferners keine Zeit mehr übrig hätte. Mein Herr Vetter und Baase wolten mich aber noch nicht verlassen, und waren so nidergeschlagen als wan sie einen einigen Sohn begleiteten. um sie nur einiger maßen aufzumuntern versprach ich von Berlin wieder nach dreßden zu komen, um meinen Weeg nach Hauß über Nürnberg zu nehmen. endlich da wir nach dippelsdorff kamen, erinnerte der Postillion wider daß ich mich aufsetzen solte, indeme er was die Pferde lauffen könten, eilen müste, da gienge erst das lamentiren an, und hab ich mein lebtag kein solchen zustand gesehen. H Vetter, der vorher seine Frau aufgemuntert, und sich noch imer frölich erzeigte, fienge dermasen an zu weinen, daß ihm die tränen häuffig aus den augen flossen, er war beym abschied nicht im stand mir ein einziges wort sagen zu können, indessen stiege ich aus der Kutsche, setzte mich auf den Postwagen, und schieden also von einander.“ (digital.slub-dresden.de/werkansicht/dlf/111740/187/0/)

 

Von seinen Dresdner Erlebnissen zehrte Silbermann noch lange – seine Berichte versah er später mit Marginalien am Rand, um bestimmte Stellen schnell wiederfinden und noch einmal lesen zu können. Auch wir können seine Aufzeichnungen zum Nachvollzug nutzen, sie – wie einen Reiseführer – in die Hand nehmen und mit nur wenig Mühe das Dresden des 18. Jahrhunderts durch Silbermanns Augen erleben. Probieren Sie es aus! (digital.slub-dresden.de/werkansicht/dlf/111740/119/0/)

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Wanzen, Wahn & Wertewandel. Open Topic-Ringvorlesung der TUD

Unter dem Motto "Wanzen, Wahn und Wertewandel" werden ab Juni 2015 die Forschungsthemen der Open Topic-Professuren in einer Ringvorlesung vorgestellt. Die Vortragsreihe richtet sich an alle interessierten Zuhörer innerhalb und außerhalb der Universität.

 

Sie ist Teil der Vortragsplattform "Wissensbrücken". Dieses Veranstaltungsformat der TU Dresden will die verschiedenen Facetten der "Synergetischen Universität" erfassen und Lösungsansätze für die komplexen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts im Dialog zwischen Wissenschaft, Wirtschaft, Kultur und Politik aufzeigen. Die Vorträge beginnen jeweils 17.00 und enden 18.30 Uhr im Vortragssaal der SLUB, 1. OG der Zentralbibliothek:

 

  • Do., 04.06.2015, Lars Koch: Nach dem Menschen - Visionen des Posthumanen in aktuellen TV-Serien
  • Di., 30.06.2015, Daniel Balzani: Computersimulation atherosklerotischer Arterien - Neue Möglichkeiten in der medizinischen Diagnose und Therapeutik?
  • Mi., 05.08.2015, Klaus Reinhardt: Auf die Wanzen geschaut: aus dem Bett ins Labor
  • Di., 08.09.2015, Sebastian Diehl: Ordnung durch Unordnung in makroskopischen Quantensystemen
  • Mi., 07.10.2015, Andrés Fabián Lasagni: Großflächige Herstellung von Mikro- und Submikrometer Strukturen mittels Laserinterferenzstrukturierung – ein Werkzeug zur Oberflächenfunktionalisierung
  • Mi., 04.11.2015, Stefan Neukamm: Mikrostrukturen, Materialien und Mathematik
  • Do., 03.12.2015, Martin Rohrmeier: Sounds and Structures – Musikalische Strukturbildung, Kognition und Kompetenz
  • Do., 14.01.2016, Martin Keller-Ressel: Mathematische Modellierung von Herdenverhalten und Ansteckungseffekten in Finanzmärkten
  • Mi., 03.02.2016, Sabine Müller-Mall: Juridisches Urteilen zwischen Verstand und Gefühl
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Flurgespräche machen Druck. Morgen im Makerspace

FLURGESPRÄCHE machen Druck. Die monatliche Veranstaltungsreihe von und für Kunstpädagogikstudierende der TUD und interessierte Gäste findet morgen ab 17 Uhr im Makerspace statt.

 

 

Quelle: facebook.com/groups/kunstpaedagogik.tud

 

Zitat aus der Ankündigung zur 30. Ausgabe der Flurgespräche: "Dieser Ort, im DrePunct der SLUB, bietet Raum für neue Ideen und "Do-it-yourself" - Projekte, ob Band-Logo, Namensschild oder Leuchtanzeige - WE MAKE IT HAPPEN, YOU MAKE IT REAL! ... Seid dabei, wenn wir im Anschluss nachsinnen/ spekulieren & diskutieren: Welche Potentiale birgt der 3D-Druck? Wie kann man ihn für künstlerische Prozesse nutzen?"

 

22.5.2015: Fotos der FLURGESPRÄCHE_30 im Makerspace gibt es auf flickr.

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Mitreden: Masterplan für Südvorstadt und Campus

Welche Bedeutung hat der Campus für Sie in der Dresdner Südvorstadt? Auf mitreden.dresden.de können Sie sich jetzt zum Entwurf des städtischen Rahmenplans für die Südvorstadt informieren und bis zum 18. Juni 2015 Ihre Anregungen einbringen.

 

Quelle: mitreden.dresden.de

 

Die SLUB ist Teil der Südvorstadt: Die Zentralbibliothek und der DrePunct mit dem Makerspace sind viel besuchte Orte auf dem Campus. In den Sommermonaten verstärken unsere Liegestühle und die roten SLUB-Lounger aus Textilbeton die Anziehungskraft. Vielleicht sorgen ja eines Tages SLUB-Lounger im Blau der TU Dresden auf dem Campus für Entspannung?! Auch das Thema Verkehr bewegt uns ständig: Die neuen Fahrradbügel am Zelleschen Weg sind beliebt. Und, dass der Campus auf dem Zelleschen Weg in Zukunft wegen des großen Andrangs eine neue Straßenbahnlinie bekommen könnte, wird bereits geplant. Bis Ende des Jahrzehnts soll die Strecke umgebaut sein, prognostizierte der Vorstand der DVB erst kürzlich im Interview für den SLUB-Geschäftsbericht 2014 (S. 10-13). Was denken Sie:

 

  • Wie kann der Campus attraktiv und lebenswert gestaltet werden?
  • Wo sind die zentralen Eingänge zum TU-Campus? Woran sollen sie erkennbar sein?
  • Was wünschen Sie sich, für den Campus und für die Südvorstadt von der SLUB?

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