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Archiv: June 2017

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Openness in (Musik-)Bibliotheken und Archiven

Wie können Wissen und Kulturgut der Wissenschaft und Öffentlichkeit in der digitalen Welt möglichst barrierefrei und offen zugänglich gemacht werden? Die Themenkreise der konsequenten Anwendung und Durchsetzung von Open Access, Open Source und Open Data treiben auch die SLUB Dresden seit langem um – die Verleihung der Open Library Badge 2016 ist deutliches Zeichen der verfolgten Strategie größtmöglicher Offenheit.

 

Doch gerade im Bereich der Musik sind der digitalen Bereitstellung von Materialien als Teil dieser Openness-Strategie Grenzen gesetzt – Urheber- und Leistungsschutzrechte bilden eine komplexe Gemengelage. Nichtsdestotrotz fördert die Musikabteilung der SLUB mit verschiedenen Projekten den Grundsatz, relevante Forschungsquellen und Materialien – sofern rechtlich möglich – unter freien Lizenzen digital zugänglich zu machen und damit Kulturgut nachhaltig zu sichern und zur Verfügung zu stellen. Die Ergebnisse dieser Bemühungen können in den Digitalen Sammlungen und der Digitalen Mediathek sowie in der Deutschen Digitalen Bibliothek rund um die Uhr und weltweit genutzt werden. Das „Archiv der Stimmen“ der Mediathek stellt beispielsweise mehr als 18.000 Tonaufnahmen aus der Schellackära und damit erstmals ein umfangreiches Korpus zur Interpretationsgeschichte von E-Musik bereit. Insgesamt sind in der Digitalen Mediathek bereits mehr als 36.000 digitalisierte Tondokumente verfügbar. Und die Bereitstellung historischer Notenmaterialien erreicht internationale Resonanz: Als Folge der unlängst abgeschlossenen Hofmusikprojekte, in deren Rahmen mehr als eine Million Seiten historischer Noten aus dem Umfeld des Dresdner Hofes digitalisiert wurden, sind beispielsweise bereits mehrere neue Werkausgaben erschienen und wichtige Forschungsergebnisse zu verzeichnen. So titelte der Vivaldi-Forscher Michael Talbot gerade erst „Eine weitere Fehlzuschreibung (und Wiederentdeckung) zu Vivaldi in Dresden“. Er lobt explizit die Digitalisierungsbemühungen der SLUB, auf deren Grundlage die vorgestellten neuen Erkenntnisse beruhen.

 

 

Karolin Schmahl, Expertin für Metadatenmanagement und Standardisierung, ist an der SLUB für die Betreuung der Fachstelle Mediathek-Ton der Deutschen Digitalen Bibliothek zuständig. Sie hat sich unlängst über Möglichkeiten und Probleme von digitalen „offenen Musikarchiven“ im Rahmen der Sendung „SWR2 Cluster“ mit Martin Hagen unterhalten und damit einen wichtigen Aspekt der sogenannten „Openness“ in Bibliotheken näher beleuchtet. Die Sendung steht in der Mediathek des Senders – und auch in der SLUB– zum Nachhören bereit. Viel Spaß beim Hören!

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Prüfungszeit: erweiterte Öffnungszeiten und zusätzliche Lernorte

Mit den Sommerferien steht auch die Prüfungszeit vor der Tür. Um dem – während der „heißen Phase“ besonders großen – Nutzerandrang gerecht werden, öffnen wir in der Zeit vom 2. Juli bis zum 6. August länger für Sie: So steht Ihnen die Zentralbibliothek sonntags zwei Stunden länger (bis 20 Uhr) offen. Außerdem bieten die Zweigbibliothek Rechtswissenschaft sowie die Bereichsbibliothek DrePunct zusätzlich Sonntagsöffnungszeiten von 10 bis 18 Uhr an.

 

 

 

Auch die Zweigbibliothek Forstwesen hat in der Zeit von 3. Juli bis 11. August täglich zwei Stunden länger geöffnet. Die erweiterten Öffnungszeiten während der intensiven Prüfungszeit finden Sie hier im Überblick.

 

Unsere roten Klappstühle kommen ab nächster Woche ebenfalls wieder zum Einsatz. Auf diese Weise findet jeder, auch bei großem Andrang, in der SLUB noch einen Sitzplatz. Bitte nehmen Sie in dieser Zeit besonders Rücksicht auf Ihre Kommilitonen. Und nutzen Sie doch zum Lesen und Lernen auch einmal die Zweig- und Bereichsbibliotheken – sie bieten ebenfalls ideale Arbeitsbedingungen und sind als attraktive Lernorte eine echte Alternative zur meist stark frequentierten Zentralbibliothek.

 

Welche Orte bieten Ihrer Meinung nach die besten Bedingungen zur Vorbereitung auf die bevorstehenden Prüfungen? Welche Zeiten können Sie besonders empfehlen zum Lernen? Ihre Hinweise sind jederzeit herzlich willkommen – gern auch als Kommentar zu diesem Post.

 

Wir wünschen Ihnen eine produktive Lernumgebung und viel Erfolg bei den Prüfungen!

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Makerspace Meet up! am 06.07.: Erweiterung des Geräteparks

Ihnen fehlte bis jetzt im Makerspace die Möglichkeit Elektronikarbeiten durchzuführen? Das Warten hat ein Ende! Unser Makerspace wird um einen Elektronikarbeitsplatz erweitert. Damit bauen wir unser Serviceangebot nicht nur für Studierende der Fachrichtung Elektrotechnik aus, sondern auch für alle anderen interessierten Maker, die bisher auf der Suche nach einem Arbeitsplatz zum Durchführen von Elektronikarbeiten waren.

 

Zum nächsten Makerspace Meet up! am 06.07.2017 gibt es eine allgemeine Einführung in die Geräte und Ausstattung des Elektronikarbeitsplatzes. Anhand einer einfachen Blinkschaltung mit einem NE555-Timer werden die verschiedenen Geräte des Elektronikarbeitsplatzes wie Spannungsquelle, Oszilloskop und Lötstation vorgestellt.

 

Im zweiten Teil des Meet up! wird Jan Dohl den freien und quelloffenen Schaltplanlayouter KiCad zum Designen von elektronischen Leiterplatten vorstellen. Außerdem wird Alwin Weber (Circuit Circle) zeigen, wie die Platinen für die Blinkschaltungen geätzt wurden.

 

Sie sind herzlich eingeladen!

 

Was: Makerspace Meet up!
Wann: 06.07.2017 17:00 bis 19:30 Uhr
Wo: Makerspace M1

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Bücher nach dem Aussehen beurteilen? Vortrag zu typographisch gesteuerter Literaturrezeption

Die tschechische Avantgarde der Zwischenkriegszeit ist für ihre originellen Ansätze zur Gestaltung von Büchern als Gesamtkunstwerk bekannt. Sie zeichnete sich durch einen bemerkenswerten Erfindungsreichtum im Hinblick auf die ästhetische Aufmachung aus und rechtfertigte in dieser Eigenschaft besonders eingängig das berühmte Diktum Kurt Schwitters (1924), Typographie könne „unter Umständen“ eine eigenständige Kunstform sein.

 

Dieser Kerngedanke lässt sich eindrucksvoll anhand der Ausstellung „Tschechische Avantgardebuchkunst. Die Sammlung Vloemans“, welche noch bis zum bis 31. August 2017 im Buchmuseum der SLUB zu sehen ist, nachvollziehen.

 

 

 

Am Abend des 28. Juni wird PD Dr. Anne Hultsch (Dresden) dies zum Anlass nehmen, Reflexionen darüber anzustoßen, inwiefern die äußere Gestalt von Büchern und Texten deren Rezeption beeinflusst. Ihr Vortrag unter dem Titel „Buchumschläge lesen, literarische Texte betrachten. Typographisch gelenkte Lektüren“ widmet sich mittels konkreter Beispiele der interessanten Frage, auf welche Art und Weise unser Zugang zu Literatur nach den Maßgaben ihrer jeweiligen typographischen Oberfläche gefiltert und manipuliert wird.

 

„Das Buch […] enthält ein Kunstwerk: das Literarische. […] Ein schlechtes Buch wird nicht besser, wenn es auch noch so schön mit vielen Streifen, Stäben und Punkten aufgemacht wird. Es bleibt ein schlechtes Buch“ (Théo van Doesburg). Diese These wird der Vortrag zur Debatte stellen, ebenso wie ihre direkte Umkehrung: Kann ein gutes Buch durch schlechte Aufmachung auch nicht verdorben werden? Anhand der Gegenüberstellung verschieden gestalteter Ausgaben jeweils ein und desselben Textes sind in dieser Angelegenheit überraschende und spannende Aufschlüsse zu erwarten.

 

 

 

Sie sind herzlich eingeladen: Die Veranstaltung im Vortragssaal der SLUB beginnt 19:00 Uhr, sie ist öffentlich und der Eintritt ist frei. Im Anschluss an den Vortrag besteht Gelegenheit zum Gespräch und zu einer öffentlichen Führung durch die Ausstellung. 

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„audit berufundfamilie“ – familienbewusste Personalpolitik als strategisches Ziel der SLUB offiziell anerkannt

Im legendären DDR-Premierenkino Kosmos in der Berliner Karl Marx-Allee fand die 19. Zertifikatsverleihung des „audit berufundfamilie“ durch Familienministerin Katarina Barley, Wirtschaftsstaatssekretär Dirk Wiese und die Hertie-Stiftung statt. Marlies Krause (als stellvertretende Beauftragte für Frauen und Gleichstellung) und Generaldirektor Prof. Dr. Thomas Bürger vertraten dabei die SLUB.

 

Rund 300 Arbeitgeber aus Wirtschaft, Wissenschaft und öffentlichem Dienst wurden in diesem Jahr ausgezeichnet: die Universität Trier als Pionier zum sechsten Mal, die SLUB (Kurzporträt zur Zertifizierung) mit renommierten Partnern wie z. B. FIZ Karlsruhe oder Rolls Royce Power Systems zum ersten Mal. Die SLUB ist in der Liste der bislang fast 1.000 Zertifikatsträger aus 20 Jahren die erste namentlich genannte Bibliothek (Universitätsbibliotheken sind vermutlich in die Auditierungsverfahren der Hochschulen einbezogen…) und wurde zunächst bis Ende Mai 2020 zertifiziert.

 

Prof. Bürger (hintere Reihe, links) mit anderen Zertifikatsträgern und den Verleihern Dirk Wiese (vorn links), Parlamentarischer Staatssekretär bei der Bundesministerin für Wirtschaft und Energie, und Oliver Schmitz (vorn rechts), Geschäftsführer der berufundfamilie Service GmbH. Foto: berufundfamilie Service GmbH, Thomas Ruddies/ Christoph Petras

 

Die gesellschaftliche Dimension verdeutlichte der Heidelberger Gerontologe (Wissenschaft vom Altern) Prof. Andreas Kruse: Ein gutes Leben zu ermöglichen, erfordert den Einklang von beruflicher und persönlicher Entwicklung in gesellschaftlicher Mitverantwortung für Familie, Freunde, Unternehmen und Gesellschaft. Nur so könne soziale Gerechtigkeit und Demokratie gelingen. Statt von Work-Life-Balance rede er lieber von lebensfreundlicher Arbeit und einem sich durch Arbeit miterfüllenden Leben, da die Arbeit die Lebensqualität und -zufriedenheit entscheidend mitbestimme. Die künftige Gesellschaft benötige neue Formen sorgender Gemeinschaften, die Weitergabe des Wissens an nächste Generationen sowie innovative, die persönliche Identität und das Gemeinwohl stärkende Arbeitsformen.

 

Ministerin Barley verwies auf praktische Fortschritte bei der beruflichen Arbeit von Frauen, bei der Beteiligung der Männer an der Kindererziehung, bei intelligenten Teilzeit- und mobilen Arbeitslösungen. Es sei gut, dass anerkannte Firmen und Einrichtungen neue Modelle erproben und Best Practice aktiv austauschen – denn es bleibe noch viel zu tun.

 

Am Ende rief Staatssekretär Wiese dazu auf, den Begriff Innovation nicht nur technisch, sondern zunehmend auch sozial (und ich füge hinzu: kulturell) zu verstehen. Das Auditierungsverfahren wird Zeit und Kraft binden, aber bei der Veranstaltung wurde deutlich: Es lohnt sich für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, für die Einrichtungen und deren Unterhaltsträger und das Gemeinwesen gleichermaßen.

 

Herzlichen Dank deshalb an alle, die in der SLUB an dem bislang Erreichten mitgewirkt haben und weiter mitwirken werden.

Comments

hak
20.11.2017 10:31
Mastodon
17.11.2017 13:10
Seid ihr auch auf Mastodon (ev...
17.11.2017 12:12
Zukunft?
08.11.2017 11:00
Kurs "Nordwest", dann: "Südost...
08.11.2017 08:11

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