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"Scan Dich glücklich"? Digitale Kopien jetzt auch in der Bereichsbibliothek Dre.Punct

Ob dieser Claim einer jungen Softwarefirma (wie die SLUB 2009 Preisträger im Wettbewerb "365 Orte im Land der Ideen") für Sie zutrifft, müssen Sie selbst entscheiden. In jedem Fall gilt: Seit letzter Woche hat unser Vertragspartner ACRIBIT Copyshop SLUB in der Bereichsbibliothek Dre.Punct im Zelleschen Weg 17 einen Bookeye- Buchscanner in Betrieb genommen. Damit können Sie auch dort Dateien an Ihre Mailadresse versenden und auf einen USB-Stick speichern.

Der Scanner ist komfortabel zu bedienen.  Eine Anleitung ist auch via Internet erhältlich.

11 Comment(s)

  • Torsten
    27.01.2010 11:14
    DIY Book Scanner

    > Die Bookeyes scannen die entsprechend vorliegende Quelle, die
    > DIY Book Scanner fotagrafieren jede Seite ab.

    Wo ist das Problem? Am Ende hat man in beiden Fällen eine PDF-Datei mit eingebetteten TIFF-Bildern.

    > Die verwendeten Kameras, ein alltagtaugliches Gehäuse, ein
    > Garantieanspruch im Schadensfall, Weiterentwicklung der
    > Software zur Bildverarbeitung, ich denke wenn man dies voran
    > treibt, kommen auch recht schnell größere Summen auf.

    Wie wäre es denn, wenn die SLUB mal eine interdisziplinäre Diplomarbeit zu dem Thema ausschreibt/anregt?

    Die Mechatroniker und Elektrotechniker könnten die Dinger bauen, die Informatiker die Software zum Scannen und zur OC-Erkennung programmieren und die BWLer ein ökonomisches Modell zum Einsatz in der SLUB enwickeln.

    • Achim Bonte (SLUB)
      27.01.2010 13:32
      @Scantechnologie

      Hallo zusammen,

      vielen Dank für die interessante Diskussion. Alle, die sich für das Thema Hochleistungsscannen ernsthaft interessieren und denken konzeptionell beitragen zu können, bitte ich, sich mit direkter Mail bei uns zu melden. In unserem Digitalisierungszentrum gehen wir mit den aufgeworfenen Fragen täglich um, s. http://www.slub-dresden.de/digitale-bibliothek/digitalisierungszentrum (inkl. Geräteliste). Produktive Verbindungen zur Forschung sind bei Themen wie OCR rendering sehr erwünscht.

      Allerdings hat das nicht mehr viel mit der Frage zu tun, wie man einen Aufsatz von 20 Seiten im Lesebereich vervielfältigt ...

  • R.S.
    26.01.2010 20:58
    DIY Book Scanner

    Guten Abend.

    Der größte Unterschied zwischen den verwendeten Bookeyes und der DIY Book Scanner ist schon anhand der Fotos erkennbar: Die Bookeyes scannen die entsprechend vorliegende Quelle, die DIY Book Scanner fotagrafieren jede Seite ab.

    Die verwendeten Kameras, ein alltagtaugliches Gehäuse, ein Garantieanspruch im Schadensfall, Weiterentwicklung der Software zur Bildverarbeitung, ich denke wenn man dies voran treibt, kommen auch recht schnell größere Summen auf.

    Weiterhin ist die SLUB nicht direkt für die Geräte verantwortlich. Diese sind Teil der Auschreibungsanforderungen, welche der Kopierdienstleister zu erfüllen hat.


    Mit besten Grüßen

  • Torsten
    25.01.2010 15:43
    Scannen

    @Robert
    > Von daher halte ich den "finanziellen Selektionsdruck" für
    > gerechtfertigt und sinnvoll.

    Das sehe ich anders, schon deswegen, weil ich es problematisch finde, wie Du hier Deine Maßstäbe davon wieviel man kopieren darf anderen mit der Begründung aufzwängst, dass es eben natürlich sei, so zu selektieren. Es wäre doch schön, wenn jeder soviel kopieren könnte, wie es seinem /ihrem Lernstil entspricht.

    BTW. Hochgeschwindigkeits-Bücher-Scanner müssen nicht 10.000 Euro kosten. Einfach mal nach DIY Book Scanner googeln. Wäre mal interessant zu sehen was passiert, wenn man so ein Gerät in der SLUB aufstellt.

  • Robert
    18.01.2010 17:12
    Qualität statt Quantität

    Eine Kostenfreiheit kann und sollte es dafür nicht geben.
    Vielmehr sollte sich jeder Nutzer im Vorfeld überlegen, welche Materialien wirklich notwendig sind, um kopiert bzw. gescannt zu werden. Das pure "Sammeln" von Unterlagen ersetzt keine fundierte Quellenauswertung. Hier reicht es manchmal auch einfach aus, dass Buch etc. zu lesen und sich entsprechende Information herauszuschreiben.
    Von daher halte ich den "finanziellen Selektionsdruck" für gerechtfertigt und sinnvoll.
    Das Studium ist sicher nicht preiswert, aber manchmal ist es schwer vermittelbar, dass für die Vorlesung unbedingt das neueste iPhone benötigt wird, aber die Bereitschaft zählt, Geld für Literatur auszugeben.

  • bigbug21 (Peter)
    12.01.2010 22:06
    Positives

    Als ich heute in der Zentralbibo erstmals die "neuen" Bookeyes nutzte, sind mir die neuen Versandmöglichkeiten (Onlinehinterlegung für 20 Tage, PDF und gezipptes TIF) positiv aufgefallen. Im Vergleich zu den Bedingungen, die noch vor einem Jahr herrschten (Scans mussten abgeholt werden und eine Kopiergebühr von gut 1,50 Euro bezahlt werden; wer PDF und TIFF wollte, zahlte doppelt) sind das große Fortschritte.

  • R.S.
    12.01.2010 15:04
    Edit: Übernahme Anschaffungs-, Lizenz-, Software- und Unterhaltkosten?

    " im mittleren fünfstelligen Segment zu finden", besser gesagt im Bereich 1X.000 €.


    Mit besten Grüssen

  • R.S.
    12.01.2010 00:34
    Übernahme Anschaffungs-, Lizenz-, Software- und Unterhaltkosten?

    Man nehme einen Scanner, im mittleren fünfstelligen Segment zu finden, erwerbe zusätzlich eine Software für mehrere tausend Euro plus eine jährliche Lizenzgebühr im vierstelligen Bereich, einen PC mit M$-Lizenz, addiere Wartungs- und weitere Kosten wie Strom etc. hinzu, dies ergibt summa summarum ein großes Minus für den Inhaber solcher Geräte.

    Nun möge man mir gern mal erklären, wie dem Inhaber der Geräte der Zwang zur kostenfreien Bereitstellung dieser begründet werden würde...


    Und wir reden dabei über ein Gerät, in der SLUB nun an der Zahl fünf.

  • Scanner
    11.01.2010 23:29
    glücklich scannen?

    Glücklich scannen könnte ich mich, wenn's kostenlos wäre. So kann ich mich nur arm scannen ;)
    Aber zu dem Thema sollte ja bei sowieso noch ein update erfolgen.

    • Johannes
      12.01.2010 12:03
      Geld

      "die schlichte Tatsache, dass bessere Ausstattung i.d.R. mehr Geld kostet."

      Ganz richtig, und dieses Geld hat verdammt noch einmal die Politik für die Bildung zu investieren, und sich da nicht aus der Verantwortung zu stehlen und dabei ärmere Schichten zu benachteiligen, die bei der Notwendigkeit von Krediten eher vor einem Studium zurückschrecken (müssen).
      Es kann einfach nicht wahr sein, es wird seit Jahren gefordert, dass mehr Geld ins Bildungssystem investiert wird, und tatsächlich scheint die Entwicklung eher umgekehrt zu sein. Für andere Sachen werden hingegen locker Milliarden ausgegeben.

      Natürlich kostet gute Bildung, gute Forschung, gute Ausstattung Geld. Geld, das es der Gesellschaft Wert sein sollte!

    • Achim Bonte (SLUB)
      12.01.2010 08:59
      @Kostenfreies Scannen

      Hallo "Scanner",

      die Debatte hatten wir schon im letzten Oktober. S. Blog-Post vom 15.10. An der Sachlage hat sich seither nichts geändert. M.E. ist es unter den gegebenen Umständen Acribit sogar hoch anzurechnen, dass selbst dort Geräte aufgestellt werden, wo ein Gewinn zweifelhaft ist. Zur damaligen Diskussion um den Zusammenhang zwischen zusätzlichen Finanzmitteln (aus Studiengebühren oder anderen Quellen) und zusätzlichen Services möchte ich Sie auf die Ergebnisse einer jährlichen Umfrage hinweisen: http://www.gebuehrenkompass.de

      Dort finden Sie u.a. folgende Aussage: "Am zufriedensten sind die Studierenden dabei weiterhin mit der bisherigen Verwendung der Studiengebühren zur Verbesserung der Bibliotheksleistungen. Hier liegt die Zufriedenheit im Bundesdurchschnitt bei 3,2 (Vorjahr: 3,4)." Das ist kein Plädoyer für Studiengebühren in Sachsen, sondern lediglich der Hinweis auf die schlichte Tatsache, dass bessere Ausstattung i.d.R. mehr Geld kostet.

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