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Najem Wali über den Buchpreis 2016 – Longlist im Bestand der SLUB

Najem Wali nennt die Longlist für den Buchpreis 2016 einen „auszeichneten Jahrgang“. Um zu diesem Urteil zu kommen, hat der irakisch-stämmige Autor und einzige Schriftsteller in der Jury sämtliche 156 nominierten Bücher gelesen. „Das war harte Arbeit“, gestand er im Interview mit dem Deutschlandradio Berlin. Dass der Börsenverein des Deutschen Buchhandels ihn als Schriftsteller für die Jury ausgewählt habe, sei ein besonderer Fall. Da er nicht auf Deutsch, sondern in seiner Muttersprache Arabisch schreibe, stelle er keine Konkurrenz für die nominierten Autoren dar und urteile unbefangen. Zudem habe der Börsenverein ein Zeichen setzen wollen – auch er selbst habe sein Leben in Deutschland vor 35 Jahren als Flüchtling begonnen, sagte der studierte Germanist.

Die SLUB hält nicht nur die 20 Titel der Longlist für Sie bereit, wie beispielsweise von Joachim Meyerhoff oder Thomas von Steinaecker, sondern auch die Bücher des Jurors Najem Wali. Er selbst wurde 2014 für sein Buch „Bagdad … Marlboro“ mit dem Bruno-Kreisky-Preis ausgezeichnet. Die Jury argumentierte: „In diesem Roman macht der aus dem Irak stammende und in Berlin lebende Autor Najem Wali die nationalen Traumata der kriegsgeschädigten Iraker zum Thema. Er erzählt die Geschichte zweier Soldaten, die zum Töten gezwungen werden [...]. In seiner doppelten Perspektive – aus irakischer und amerikanischer Sicht – strebt der Roman nach einer gerechten Perspektive auf die Vorgänge im Irak.“

 

Am 17. Oktober wird der renommierte und mit 25.000€ dotierte Buchpreis verliehen. Sie dürfen sich schon vorab Ihr Urteil bilden und die in Kürze erscheinenden Titel als Erstausleihe vormerken.

 

Foto: Ekko von Schwichow

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