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Finissage & Vortrag: Dr. Klaus Weschenfelder über "Propaganda für den Glaubenskampf - Bildpolemik der Reformationszeit"

Zu einem Vortrag von Dr. Klaus Weschenfelder im Rahmen der Sonderausstellung „Wie Luthers Worte fliegen lernten. Handschriften und Flugschriften der Reformationszeit“ am kommenden Mittwoch in der SLUB möchten wir Sie herzlich einladen.

Der Vortrag gewährt Einblicke in die „Propaganda für den Glaubenskampf – Bildpolemik der Reformationszeit“. Dr. Klaus Weschenfelder, der langjährige Direktor der Kunstsammlungen der Veste Coburg, kündigt seinen Vortrag wie folgt an:

„Vor dem Hintergrund von ‚Charlie Hebdo‘, ‚Titanic‘ und Jan Böhmermanns ‚Schmähgedicht‘ lohnt sich ein Blick auf die Zeit, als Luther den Begriff der Toleranz (‚mutua tolerantia‘) in die Glaubensdiskussion einführte. In der Auseinandersetzung mit Papstkirche und Mönchtum entwickelte die Reformation innerhalb kürzester Zeit den Streit mit Bildern zu einem Instrument von bis dahin nicht gekannter Schärfe.

Teilweise knüpfte die Polemik an tradierte Bildformeln an und entwickelte intellektuell anspruchsvolle satirische Züge. Doch die insbesondere von Martin Luther geförderte Tendenz zur teilweise obszönen Beleidigung gewann rasch die Oberhand. Das Medium der Druckgraphik leistete der raschen und teilweise auch anonymen Verbreitung der polemischen Bilder Vorschub.

(Abbildung: Eine Karikatur von 1529 zeigt den Reformator als siebenköpfiges Ungeheuer. Copyright: Deutsche Fotothek)

Der Vortrag gibt einen Überblick über reformatorische und gegenreformatorische Flugblätter, er geht den Fragen nach, wie die Bilder wahrgenommen wurden, und warum die katholische Kirche dieser Polemik kaum etwas entgegenzusetzen wusste. Ein kurzer Blick soll abschließend darauf geworfen werden, welche Wege die Bildpolemik im Glaubenskampf in anderen Ländern nahm.“

Die Veranstaltung beginnt am 24. Januar um 19 Uhr im Vortragssaal der SLUB. Seien Sie herzlich eingeladen!

Um 18 Uhr besteht die Möglichkeit, an einer Kuratorenführung durch die Sonderausstellung im Buchmuseum teilzunehmen.

Der Eintritt ist jeweils frei.

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