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Schlegels Hamlet-Übersetzung: Am 26.03. zeigen wir das Original-Manuskript!

Die SLUB verwahrt den Nachlass von August Wilhelm Schlegel, darunter das Manuskript seiner Hamlet-Übersetzung, welche den Titelhelden zur deutschen Symbolfigur machte und die Shakespeare-Rezeption im deutschsprachigen Raum entscheidend mitprägte. Dr. Kaltërina Latifi, Germanistin und Präsidentin der E.T.A. Hoffmann-Gesellschaft, hat diese Handschrift nun erstmals kritisch ediert: Am Dienstag, den 26.03. stellt sie ihr Buch bei uns vor, was wir gern zum Anlass nehmen, exklusiv das Original zu präsentieren!

 

 

August Wilhelm Schlegel übersetzte nicht weniger als sechzehn Shakespeare-Dramen, darunter auch "Hamlet, Prinz von Dänemark". Die Druckfassung erschien 1798. Es handelte sich damals nicht um die erste Übersetzung ins Deutsche, aber Schlegels Fassung setzte neue Standards und bleibt uns bis heute im Ohr: Schlagworte aus Hamlets 'deutschen' Monologen sind uns als Redewendungen in der Alltagssprache vertraut, zum Beispiel „Sein oder Nichtsein“ oder „Der Rest ist Schweigen“.

 

 

Schlegel bemühte sich sowohl um Werktreue als auch um eine gefällige und eingängige Sprache. Obwohl ihm gelegentlich vorgeworfen wurde, er habe Shakespeare für das deutsche Bildungsbürgertum übertrieben romantisiert, wurde jede nachfolgende Übersetzung an ihm gemessen. Jetzt ist im Georg Olms Verlag das Arbeitsmanuskript seiner Hamlet-Übersetzung - die "Dresdner Handschrift" - in kritischer Edition erschienen.

 

 

 

Mit dieser Ausgabe ermöglicht uns Dr. Kaltërina Latifi interessante Einblicke in Schlegels sorgfältige Herangehensweise und den gesamten komplexen Übersetzungsprozess. Die Edition gibt die Handschrift in Originalgröße wieder und stellt ihr eine gut lesbare und zeichengetreue Transkription gegenüber, die alle Änderungen nachvollziehbar macht. Hinzu kommen chronologisch durchgeordnete Dokumente zur Entstehungsgeschichte der Übersetzung. 

 

 

Schlegels Hamlet-Manuskript: Buchvorstellung und Gespräch mit der Herausgeberin, am 26.03.2019, 19:00 Uhr im Klemperer-Saal

 

 

 

Eine Veranstaltung mit finanzieller Unterstützung von Dresden Trust.

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