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Der Klang von 1719 – Kammermusik aus dem Umfeld des Dresdner Hofes

Wenn Karina Müller auf ihrer Violine die ersten Töne der Chaconne erklingen lässt, nimmt sie uns mit auf eine musikalische Reise in die Zeit um 1719.

Notenblatt der Chaconne für Violine und Basso Continuo

Es ist ein rauschendes Fest! Die besten Musiker Europas haben sich im barocken Dresden versammelt: darunter umjubelte Sänger und hochvirtuose Instrumentalisten, wahre Spezialisten auf ihrem Instrument. Nun ja, man könnte auch sagen, sie sind ausdrücklich engagiert worden, denn schließlich sollen sie Teil eines Jahrhundertereignisses werden – der Hochzeit Friedrich August II., seines Zeichens Sohn Augusts II., des Starken, mit der österreichischen Erzherzogin Maria Josepha. Und so zeigen die Künstler bei den mehrwöchigen Feierlichkeiten den Dresdner Hof von seiner prächtigsten Seite.

Johann Georg Pisendel, Jean Baptiste Volumier, Pierre-Gabriel Buffardin – die Reihe ließe sich noch lange fortsetzen mit Namen, die im 18. Jahrhundert weithin schillerten – sorgten dafür, den Ruf der Dresdner Hofkapelle als die beste in Europa zu bekräftigen. Angeregt haben die Dresdner Musiker dieser Zeit außerdem zahlreiche Komponisten: Georg Friedrich Händel und Georg Philipp Telemann, beide unter den Gästen 1719, schrieben unter den Dresdner Eindrücken Werke, die auf die speziellen Dresdner Möglichkeiten zugeschnitten waren. Und damit waren sie nicht allein, neben ihnen komponierte beispielsweise auch Antonio Vivaldi direkt für Pisendels Spiel.

Von 1719 zurück nach 2019. Solisten des Dresdner Barockorchesters präsentieren im „Macht Mittel Musik“-Kontext nun einige Stücke aus dem Umfeld der Kurprinzenhochzeit, so wie sie bei der Tafel oder zum allgemeinen Vergnügen erklungen sein mochten und ergänzen damit unsere Ausstellung um eine besonders sinnliche Facette.

Konzert
Solisten des Dresdner Barockorchesters spielen Kammermusik aus dem Umfeld des Dresdner Hofes um 1719

24.10.2019, 19:30 Uhr, Klemperer-Saal, Eintritt frei

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