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Fünf Jahre SLUB Makerspace - Happy Birthday!

Heute vor fünf Jahren wurde der SLUB Makerspace offiziell eröffnet - Zeit für einen Blick zurück...

Im SLUB Makerspace

Am 6. Februar 2015 war es soweit: als erste wissenschaftliche Bibliothek in Deutschland eröffnete die SLUB einen Makerspace. Vorausgegangen war eine Testphase und der Umbau des ehemaligen Atlantenlesesaals in der Bereichsbibliothek DrePunct.

Entstanden ist eine offene Werkstatt für praktisches Arbeiten in der Bibliothek, für Forschung und Entwicklung, Do-it-yourself-Projekte, interaktives Lernen und interdisziplinäre Wissensvermittlung. „Wissen kommt von Machen!“ ist das Motto. Hier treffen neugierige Menschen mit unterschiedlicher Expertise aufeinander, die den Austausch über Fächergrenzen hinweg suchen, durch gemeinsames Arbeiten an Objekten praktische Lösungsansätze entwickeln und so neues Wissen aufbauen.

Der u.a. mit 3-D-Druckern, Lasercuttern und Scannern ausgestattete Raum bietet Wissenschaftlern, Studierenden und Forschungspartnern eine technische Plattform, um im  Wissensnetzwerk von Bibliothek und Universität digitale Informationen und experimentelle Methoden zu teilen und innovative Projekte zu initiieren. Meet ups!, Kurse und andere Veranstaltungen laden regelmäßig zum Austausch ein und sind kostenfrei für jeden zugänglich. 

Vom Wirbelsäulenmodell über Piezzokristalle bis zum Formgedächtnisdraht sind in den letzten Jahren einige außergewöhnliche Projekte entstanden.

Medizintechnik aus der SLUB

Ein Punktionstrainer für Peridural- und Spinalpunktionen – klingt nach Hightech? Lässt sich aber durchaus auch im 3D-Druck herstellen. So konnten wir das Universitätsklinikum Augsburg bei der Herstellung von Lehrmaterialien für die Vermittlung manueller Fertigkeiten in der anästhesiologischen Fort- und Weiterbildung unterstützen. Entstanden sind zwei Herzhälften, die einen Vierkammerblick zeigen und mithilfe von Magneten zusammengehalten werden. Außerdem eine Lendenwirbelsäule mit Halterung, bei welcher der Spinalkanal mit einem wassergefüllten Silikonschlauch bestückt und die gesamte Box mit Gelatine gefüllt wird. Die Ergebnisse wurden beim Deutschen Anästhesiekongress für Ärzte und Pflegekräfte im Mai 2019 in Leipzig vorgestellt.

Von der Radierung in die dritte Dimension: ein Tastmodell für Blinde und Sehbehinderte

Für die SKD-Ausstellung "Begegnungen mit Rom: Druckgraphik des 18. Jahrhunderts" hat die Medieninformatik-Studentin Evelyn Zinnatova 2016 etwas ganz Besonderes im Makerspace hergestellt. Um das Dresdner Kupferstich-Kabinett barrierefreier zu gestalten, setzte sie eine der ausgestellten Druckgrafiken als Tastmodell für Blinde und Sehbehinderte um: die Radierung „Der Runde Turm“ aus der Serie der Carceri, 1761 geschaffen von Giovanni Battista Piranesi in Rom. Nachdem Evelyn Zinnatova mithilfe des Programms Blender das digitale Modell erstellt hatte, ging sie mit 3D-Drucker und Lasercutter ans Werk. HDF-Platten wurden geschnitten und geschliffen, Stützkonstruktionen bereinigt, alle Teile gefärbt... Seit dem Ende der Ausstellung im Januar 2017 nutzen die Staatlichen Kunstsammlungen das 3D-Modell weiter bei Führungen für Blinde. Anlässlich unseres Geburtstags-Meet-Ups! haben wir das Kunstwerk noch einmal an den Ort seiner Entstehung zurückgeholt: Heute (am 6.2.) könnt ihr es euch im Makerspace anschauen.

Probieren geht über Studieren - 3D-Druck in der Darstellungslehre

Von Beginn an gehören Studierende der Architektur und Landschaftsarchitektur zu unseren treuesten Nutzenden. Im Sommersemester 2019 war der Makerspace erstmals fester Bestandteil der Lehre in diesem Fach. Rund 200 Studierende der "Darstellungslehre I" unternahmen bei uns erste Schritte mit der 3D-Druck Technologie. Dabei ging es weniger um Perfektion, im Mittelpunkt stand das gemeinsame Ausprobieren. 40 ansehnliche 3D-Drucke sind entstanden und waren in der Ausstellung "Übergänge modellieren" im DrePunct zu sehen.

Mit Feuer und HighTech-Draht zum Ziel: Smart³Academy

Smart Materials passen sich selbstständig an veränderte Umweltbedingungen an. Dadurch ermöglichen sie trotz vereinfachter Strukturen eine hohe Funktionalität und somit völlig neue Perspektiven im Produktdesign. Kreative Tüftler, die mit solchen intelligenten Werkstoffen experimentieren wollten, trafen sich 2018 regelmäßig zur Smart³Academy im Makerspace. Die Veranstaltungsreihe wurde gemeinsam mit unseren  Kooperationspartnern, dem Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik IWU, dem Innovationsnetzwerk smart³ und der Wissensarchitektur der TU Dresden durchgeführt. Das Ziel: die Teilnehmenden in praktischen und vielseitigen Sessions mit Smart Materials und den Werkzeugen im Makerspace vertraut zu machen und dabei gleichzeitig eine neue Anwendung, einen Prototyp, zu entwickeln. Nach einem Meetup tüftelten die TU und HTW-Studierenden in sieben Teams an neuen Ideen für die Nutzung von smarten Materialien. Sie arbeiteten an intelligenter Verschattung, neuartigen Schlössern bis hin zu Formgedächtnislegierungen (FGL-Mechaniken) für Flugzeuge oder flexiblen Zelten. Beim Finale im Makerspace stellten die Teams schließlich ihre Projekte vor. Die Jury verlieh den "Smart³Academy Award" an das Team Smart Lock. Mehr dazu im SLUBlog 

Ihr wollt noch mehr über die Makerspace-Projekte der vergangenen Jahre erfahren und die Geräte direkt ausprobieren? Dann laden wir euch herzlich ein zum Geburtstags MeetUp - heute 15:00 Uhr im Makerspace!

Allen anderen empfehlen wir eine der weiteren zahlreichen Gelegenheiten, diesen kennen zu lernen, schaut doch einfach vorbei. Bis bald im Makerspace!

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