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Keine Angst vor digital – Gesichter der SLUB #4 – Sören Kubisch

Die SLUB ist eine der größten und leistungsfähigsten wissenschaftlichen Bibliotheken in Deutschland. Ihr Team besteht aus etwa 350 Mitarbeiter:innen der unterschiedlichsten Disziplinen. Manche wussten schon immer, dass sie in einer Bibliothek arbeiten wollten, für andere war die Bibliothek zuerst ein Buch mit sieben Siegeln. Regelmäßig befragen wir in der Reihe „Gesichter der SLUB“ Kolleg:innen zu ihrer Arbeit und aktuellen Projekten.

Diesmal an der Reihe: Sören Kubisch. Seit September 2020 unterstützt er im Rahmen eines freiwilligen sozialen Jahres den SLUB Makerspace.

Was sind deine Aufgaben an der SLUB?

Meine Aufgaben beschränken sich weitestgehend auf den SLUB Makerspace. Ich betreue dort die Nutzer:innen und organisiere alles Mögliche, was im Hintergrund organisatorisch anfällt. Ich helfe, wo ich kann. Meine Hauptaufgabe ist aber das FSJ-Projekt. Jede:r FSJ-ler:in kann sich ein freies Projekt wählen. Ich entwickle ein neues Spiel. Wenn es fertig ist, stelle ich es im Makerspace vor. Die Dateien, die zur Erstellung des Spiels notwendig sind, werde ich dann im Internet frei zur Verfügung stellen, sodass auch andere das Spiel herstellen können. Spielanleitung, Spielkonzept und Herstellung habe ich entwickelt. Der Name des Spiels ist „Put the Build“. Man zieht Karten auf denen sich ein Muster befindet. Dann muss man versuchen, dieses Muster in einem 16 x 16 Löcher-Feld mit Pins zu stecken. Es ist ein Eins-gegen-Eins-Spiel. Es wird abwechselnd gezogen und jede:r versucht, sein Muster zu bauen. Die Schwierigkeit besteht darin, dass ich nicht für dich spielen werde, sondern gegen dich. Meine Familie hat schon probegespielt. Alles, was zum Spiel gehört, habe ich im SLUB Makerspace produziert – von der Idee bis zur Spielfläche aus Kraftplex.

Was bedeutet dir Arbeit?

Für mich bedeutet Arbeit Freiheit. Nach meinem Realschulabschluss, also zehn Jahren nur Schule, habe ich mir gedacht, ich brauche Abwechslung, ich brauch‘ was Anderes. Ich wollte einfach mal ein Jahr arbeiten und ein freiwilliges soziales Jahr machen. Nach meiner Zeit an der SLUB geht es dann aber doch wieder an die Schule: ich mache mein Fachabitur auf den Gebieten Wirtschaft und Verwaltung an einer Fachoberschule in Radebeul.  

Was verbindest du mit der SLUB?

Das ist tatsächlich der Make-Gedanke. Ich verbinde mit der SLUB Eigeninitiative. Im SLUB Makerspace sehe ich täglich, wie viele Student:innen ihre Projekte verwirklichen. Dieser Wille, etwas zu machen. Etwas zu kreieren. 

Demnächst wird Sören den Instagram-Account der SLUB für einen Tag übernehmen und einen Einblick in seinen Arbeitsalltag im SLUB Makerspace geben. Fragen an ihn können auch vorab in den Kommentaren unter diesem Beitrag gestellt werden.

Was macht für dich die Bibliothek der Zukunft aus?

Die Bibliothek der Zukunft ist digital. Ich kann mich jederzeit einloggen und jederzeit jedes Buch lesen, jede CD hören. Alles digital, am besten auch in Virtual Reality. Ich bin ein Computerfreak, ich habe keine Angst davor, dass alles nur noch digital verfügbar ist. Aus den Bibliotheksgebäuden werden vielleicht Museen.  

Was machst du nach Feierabend?

Ich treffe mich mit meinen Freunden, spiele ein paar Spiele am Computer oder spiele ein bisschen Gitarre. Besser gesagt: ich lerne es gerade wieder. Ich konnte es schon mal, hab‘ aber alles wieder verlernt. Nach der sechsten Klasse hatte ich damit aufgehört, denn neben der Schule hab‘ ich auch noch Eishockey gespielt, da war für Gitarre erstmal kein Platz mehr. 

Was kann man von dir lernen?

Man kann von mir lernen, wie man im SLUB Makerspace die Geräte bedient. Sonst habe ich noch nicht so viel Erfahrung im Leben, um anderen etwas Tiefgründiges beizubringen. 

Der Makerspace der SLUB Dresden ist ein offener Kreativraum für Menschen, die ihre Ideen und Do-It-Yourself-Projekte realisieren möchten. Sie finden den Makerspace in der Bereichsbibliothek DrePunct. Dort können Sie neue Techniken ausprobieren, Erfahrungen austauschen und Mitstreiter:innen finden.

Das nächste virtuelle Makerspace MeetUp! zum Thema "Reparieren und Selbermachen mit 3D-Druck" findet am 10. Juni um 17 Uhr statt.

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