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Kategorie: Konzert

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Von Hang zu Hang: Neue Musik aus der DDR und Ostdeutschland in Hellerau

Wenn am kommenden Donnerstag in Hellerau die TONLAGEN - Dresdner Tage der zeitgenössischen Musik eröffnet werden, rücken gleich zwei Themen in den Fokus des traditionsreichen Festivals: das diesjährige Motto "Stimme" ist, nicht explizit, aber in der Programmierung deutlich, inhaltlich gefüllt und verwoben mit etlichen Veranstaltungen, die sich Neuer Musik aus Ostdeutschland widmen.

 

 

Nicht nur das die Eröffnungsveranstaltung unserer eigenen Konzertreihe zur Neuen Musik aus Ostdeutschland ergänzende Konzert mit El Perro Andaluz und Werken von Friedrich Schenker, Georg Katzer, Annette Schlünz und Jörg Herchet am 16. März um 22 Uhr, sondern auch weitere Aufführungen von Werken Friedrich Goldmanns, Wilfried Krätzschmars, Christian Münchs und etlicher anderer "ostdeutscher" Komponisten stehen, wie auch mehrere Veranstaltungen mit AuditivVokalDresden, in ganz direktem Bezug zu unseren Archiven zeitgenössischer Musik - dem Dokumentationszentrum Neue Dresdner Vokalschule etwa oder dem Archiv für zeitgenössische Komponisten.

 

Die Kombination von "Stimme" und "Ostdeutschland" im diesjährigen Programm ist also ein Glücksfall für uns - und beschert uns hoffentlich einige eindrückliche Mitschnitte für unsere Archive.

 

 

Die Kooperation der Musikabteilung der SLUB mit Hellerau - Europäisches Zentrum der Künste trägt von Hang zu Hang Früchte, die zum Genuss einladen und ebenso zur diskursiven Auseinandersetzung mit den Besonderheiten Neuer Kunst und Musik aus Ostdeutschland.

Nach den TONLAGEN gibt es dafür dann übrigens wieder bei uns im Klemperersaal Gelegenheit, und zwar am 30.3., 19.30 Uhr mit Werken von Hermann Keller.

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Unerhörtes - Neue Musik aus Ostdeutschland III mit Werken von Hermann Keller

Grundsätzlich bedarf es gar keiner zusätzlichen Motivation, die Kompositionen Hermann Kellers in einer Reihe zu "Neuer Musik aus Ostdeutschland" zu programmieren: bieten seine Werke mit ihrem experimentellen Zugriff auf das Material doch aus sich heraus Grund genug, eine ganz besondere Facette der vielfarbigen zeitgenössischen Musik Ostdeutschlands vorzustellen.

 

Und doch drängen sich zusätzliche Anlässe auf, seiner Musik ein Konzert zu widmen:

 

Am 26. März 2019 jährt sich Hermann Kellers Todestag zum ersten Mal, am 30. März 2019 wäre er 74 Jahre alt geworden.

 

2019 feiert mit der Edition Juliane Klein ein Musikverlag sein 20-jähriges Bestehen, dessen Gründung vielfältig mit Initiativen Hermann Kellers verbunden und Teil der – wie wir in den vorangegangenen Veranstaltungen unserer Reihe gehört haben – von Ignoranz geprägten Geschichte ostdeutscher Neuer Musik nach 1990 ist.

Und: Im Frühjahr 2019 wird der künstlerische Nachlass Hermann Kellers an die Musikabteilung der SLUB Dresden übergeben und das Archiv für zeitgenössische Komponisten bereichern.

 

Nicht nur Grund also, sondern auch willkommene Anlässe genug, Hermann Keller ein Konzert zu widmen:

 

dem Mainstream so fremd wie dem Vogel die Fessel | Werke von Hermann Keller und Juliane Klein | Konzert – Erinnerung – Quellenpräsentation

 

30. März  2019, 19.30 Uhr Antje Messerschmidt (Violine), Cosima Gerhardt (Violoncello), Tomas Bächli (Klavier), Klemperer-Saal der SLUB Dresden, Eintritt frei

 

 

Hermann Keller, geb. 1945 in Zeitz, gestorben 2018 in Berlin, studierte in Weimar Komposition bei Johann Cilenšek und Klavier bei Ingeborg Herkomer. Seit 1971 arbeitete er regelmäßig mit Jazzmusikern zusammen. Sein Berliner Improvisations-Quartett bzw. -Trio erreichte internationale Bekanntheit. Seit 1981 war Hermann Keller freischaffend als Komponist, Pianist und Improvisationsmusiker tätig. Seine Kompositionen wurden u. a. im Gewandhaus zu Leipzig, im Künstlerhaus Boswil, bei der Musikbiennale Berlin, den Berliner Festwochen, der Klangwerkstatt Mannheim, dem MDR Musiksommer, dem Ultraschall-Festival Berlin und den Rheinsberger Musiktagen aufgeführt.

Die Veranstaltungsreihe Unerhörtes - Neue Musik aus Ostdeutschland

Im Spannungsverhältnis zwischen kulturpolitischem Sollen und künstlerischem Wollen entfaltete sich eine eigenständige Sprache der Neuen Musik östlich des Eisernen Vorhangs. Dieses vielfältige musikalische Erbe der DDR wird 30 Jahre nach dem Mauerfall wieder interessant. Was aber motiviert dieses Interesse? Gemeinsam mit der Sächsischen Akademie der Künste, den Hellerauer TONLAGEN – Dresdner Tage der zeitgenössischen Musik und der Edition Peters widmen wir dieser Frage eine Reihe von Gesprächen und Konzerten.

 

Wie klingt Herkunft? Schlägt sie sich in der Tonsprache nieder? In der Vorliebe für bestimmte Gattungen, Besetzungen, Themen und Bezüge? Welchen Einfluss hat ein besonders geartetes Spannungsfeld von Kunst und Gesellschaft auf die Werke? Als Ort des „Archivs für zeitgenössische Komponisten (der DDR)“ greifen wir diese Fragen auf, stellen Werke, Interpreten und Komponisten aus Ostdeutschland in Konzerten, Gesprächen und Quellenpräsentationen vor und suchen nach den Besonderheiten Neuer Musik aus Ostdeutschland.

 

Haben wir Ihr Interesse am Thema geweckt? Dann kommen Sie vorbei und diskutieren mit uns! Die Veranstaltungsreihe findet in Kooperation mit der Edition Peters, der Sächsischen Akademie der Künste und Hellerau - Europäisches Zentrum der Künste statt.


Alle Veranstaltungen der Reihe finden Sie hier im Überblick.

 

 

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Adventsmusik aus den Beständen der SLUB Dresden: Konzert Collum und mehr

Mitten in der Adventszeit möchten wir Sie ganz herzlich zu einem Moment der Ruhe und Besinnlichkeit einladen: zu einem Adventskonzert mit Musik aus den Beständen der SLUB.

Am Mittwoch, den 12. Dezember 2018 bringen die 30 Sängerinnen und Sänger der Jugendkantorei des Wurzener Domes unter Leitung von KMD Johannes Dickert einige Motetten des Kreuzorganisten, Chorleiters und Komponisten Herbert Collum sowie Magnificat-Vertonungen u.a. von Andreas Hammerschmidt, Georg Philipp Telemann und Józef Šwider zur Aufführung. Es erklingt auch Collums „Kleine Messe“ für Orgelpositiv.

 

Herbert Collum und die SLUB

Bild: Über 250 Tonbänder, 60 Ordner mit Briefen und vieles mehr bietet der Nachlass des Kreuzorganisten Herbert Collum. © SLUB / Ramona Ahlers-Bergner1914 in Leipzig geboren, kam Herbert Collum 1935 nach Dresden und prägte von diesem Zeitpunkt an das Dresdner Musikleben über fünf Jahrzehnte hinweg als ausgezeichneter Cembalist, Pianist und Dirigent gemeinsam mit Musikern der großen Dresdner Orchester, aber vor allem als Orgelvirtuose und Organist der Kreuzkirche. Schon 1935 rief er die Collum-Konzerte ins Leben, 1946 gründete er einen eigenen Chor, den Collum-Chor, mit dem er Bach und Händel neben zeitgenössischen Kompositionen und eigenen Werken aufführte. 2016 konnte die SLUB seinen Nachlass erwerben, der neben zahlreichen Noten, Programmen und Rezensionen auch ungefähr 300 Tonbänder umfasst, auf denen sein Wirken klanglich festgehalten ist. Die digitale Kollektion seine Tonbänder ist der SLUBMediathek verfügbar.

 

Jugendkantorei des Wurzener Domes

Bild: Chor der Jugendkantorei des Wurzener DomesDie Jugendkantorei des Wurzener Domes gastierte mit ihren anspruchsvollen Konzerten bereits in München, Leipzig, Berlin und Hamburg, aber auch in Österreich und der Schweiz. Die Erfolge haben den Chor stets zu neuen musikalischen Herausforderungen angespornt, die er durch konzentrierte Probenarbeit und nicht zuletzt durch Freude am Singen meistert. Für unser Konzert hat er sich einer weiteren gestellt und einige Motetten des Kreuzorganisten Herbert Collum einstudiert. Schon vor zwei Jahren waren die Sängerinnen und Sänger bei uns im Haus zu Gast und brachten beim damaligen Adventskonzert „Machet die Tore weit“ Motetten, Psalmen und geistliche Konzerte Dresdner Kreuzkantoren zur Aufführung.

 

Collum und mehr
Adventsmusik aus den Beständen der SLUB


Mittwoch, 12. Dezember 2018 | 19.00 Uhr | Klemperer-Saal in der Zentralbibliothek der SLUB

Der Eintritt ist frei.

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Schon jetzt in den Kalender eintragen: Die SLUB-Highlights der nächsten Monate

Das Jahr neigt sich langsam dem Ende, der Kalender für 2019 ist vielleicht schon gekauft, die Adventssaison ist eröffnet (zumindest hat der Dresdner Striezelmarkt seine Tore geöffnet) und in wenigen Wochen sitzen wir wie "alle Jahre wieder" mit unseren Familien und Freunden unter dem Tannenbaum. Aber natürlich gibt es auch Veranstaltungen jenseits des Heiligen Festes!

Die beste Medizin gegen vorweihnachtlichen Stress ist, so finden wir, ein Kinobesuch. Deswegen zeigen wir Ihnen am 20.12. zur Erholung vom Geschenke-Shopping das Kurzfilmprogramm "Made in Germany: Stadtleben". Die Veranstaltung findet im Rahmen des Kurzfilmtages statt.

Für alle, die sich aber durchaus gern in Weihnachtsstimmung bringen lassen wollen, denen sei unser Adventskonzert am 12.12. empfohlen. Dann interpretiert der Chor der Jugendkantorei des Wurzener Domes u.a. Motetten des Kreuzorganisten Herbert Collum. Seien Sie herzlich willkommen!

Ein Ausblick auf 2019

Bild: Qatar National LibraryAuch wenn 2019 noch weit entfernt scheint, so lohnt auch jetzt schon ein Blick in unser Programm für Januar bis März: Eine spannende Diskussion zur Rolle der Bibliotheken und ihrer Architektur im digitalen Zeitalter können Sie am 17.1. bei uns verfolgen. Auf dem Podium sitzen neben den Bibliothekaren Prof. Dr. Claudia Lux (HU Berlin) , Dr. Achim Bonte (Generaldirektor SLUB Dresden) auch die beiden Architekten Rem Koolhaas (Niederlande) und Georg Gewers (Stuttgart).

Ende Januar starten wir in eine vierteilige Konzertreihe zum Thema "Musik der DDR". Im Februar gastiert erneut der Geschichtsmarkt in unseren Räumen, auf den wir uns ebenso freuen, wie auf die Lange Nacht des Schreibens, die in diesem Jahr auf den 7. März fällt.

Immer sehenswert sind die Ausstellungen in unserem Buchmuseum und in der Schatzkammer: Aktuell präsentiert die Deutsche Fotothek einen Teil ihrer umfangreichen Fotoalben-Sammlung und in der Schatzkammer können Sie eine Auswahl von Zeugnissen des Kulturaustausches zwischen Dresden und Italien bewundern. Lassen Sie sich gerne auch durch unsere Ausstellungen führen und erfahren Sie die eine oder andere Geschichte hinter den Exponaten. Die anstehenden Termine unserer kostenlosen Führungen finden Sie hier.

Immer gut informiert

Bild: SLUB Veranstaltungskalender Weitere Informationen lesen Sie im soeben erschienenen Programmheft. Es liegt ab 1.12. in der Zentralbibliothek der SLUB, unseren Zweigstellen sowie an vielen Bunte Medien-Ständern aus. Achten Sie auf das rote Quadrat! Bitte informieren Sie sich auch auf unserer Website und auf Facebook über weitere Veranstaltungen oder kurzfristige Änderungen. Für 2019 sind bereits viele weitere Veranstaltungen und Veranstaltungsreihen in Planung. Sie dürfen gespannt bleiben!

 

Sie möchten unser Programmheft bequem nach Hause bekommen?
Bitte schreiben Sie uns Ihre Postadresse an oeffentlichkeitsarbeit@slub-dresden.de.

Oder doch nur direkt ins Mailpostfach?
Teilen Sie uns dafür bitte Ihre E-Mail-Adresse mit und geben an, ob wir diese Adresse auch für die Zusendung weiterer Veranstaltungsinformationen (wie Einladungen zu Konzerten oder Ausstellungseröffnungen) verwenden dürfen. Vielen Dank!

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Banda Internationale mal Zwei: Seid dabei!


Anlässlich der Interkulturellen Tage in Dresden präsentieren wir die Banda Internationale gleich zweimal: Wir zeigen die Doku „Wann wird es endlich wieder Sommer?“ am 26.9. um 19:30 Uhr und haben am Folgetag die Band live zu Gast! Wir freuen uns, damit ein weiteres Zeichen für Weltoffenheit und Vielfalt setzen zu können.

slub.film: „Wann wird es endlich wieder Sommer?“

Dresden im Sommer 2015: In der Innenstadt marschieren allmontäglich Patriotische Europäer gegen die "Islamisierung des Abendlandes", während in Zeltlagern und Asylheimen in den Außenbezirken der Stadt tausende Flüchtlinge provisorische Unterkünfte beziehen. Die Banda Comunale, eine kleine Dresdner Demokapelle, hatte das ganze Jahr gegen PEGIDA angespielt. Aber PEGIDA verschwand nicht. Inzwischen protestieren die Wutbürger vor Flüchtlingsheimen. Genau dort beginnt die Banda Willkommenskonzerte zu spielen und sich für geflüchtete Musiker zu öffnen. Aus der Banda Comunale wird die Banda Internationale.

Der Film "Wann wir es endlich wieder Sommer?" von Barbara Lubich und Michael Sommermeyer begleitet die Musiker ein Jahr lang. Dutzende Konzerte, persönliche und gemeinsame Geschichten auf ihrem Weg vom Integrationsprojekt mit Geflüchteten zu einer in ganz Deutschland gefeierten Band. Zeitdokument, Porträt einer Stadt und eines Landes, Drama, Komödie und mitreißender Musikfilm in einem.

 


slub.musik: Banda Internationale live in concert

Sozio-kulturelles Engagement war und ist die Grundlage der Kernformation „Banda Comunale“, die aus professionellen Musikern und Amateuren seit 2001 besteht. Nach zahlreichen Beteiligungen an Demonstrationen und Veranstaltungen gegen PEGIDA in Dresden seit dem Winter 2014/15, engagierte sich die Band unermüdlich für eine Willkommenskultur und spielte u.a. zahlreiche Konzerte in Erstaufnahmeeinrichtungen. Hier entstand im Sommer 2015 die Idee eines längerfristigen Projektes mit geflüchteten Musikern: Die „Banda Internationale“ war geboren. Das mittlerweile fast 20-köpfige Kollektiv mit Musikern aus Syrien, Palästina, Burkina-Faso, Iran und dem Irak hat seit Projektbeginn 2015 zahlreiche Preise gewonnen und mehr als 150 Konzerte in Dresden, in Sachsen und Deutschland gespielt. Großes, gemeinsames Ziel ist es, Heimatmusik neu zu interpretieren, Herzen zu öffnen, Vorurteile und Ressentiments abbauen zu helfen und zur Verständigung zwischen neuen und alteingesessenen Sachsen, Deutschen, Europäern beizutragen.



Wir freuen uns, die Band live und (fast) unplugged präsentieren zu können. Der Eintritt ist frei. Um Anmeldung über die Veranstaltungsseite bitten wir dringend!

 

slub.film: Wann wird es endlich wieder Sommer?
Mittwoch, 26.09. 19:30 Uhr

slub.musik: Banda Internationale live in concert
Donnerstag, 27.09. 20:00 Uhr
(Anmeldung hier)

Beide Veranstaltungen finden im Klemperer-Saal in der SLUB statt. Der Eintritt ist jeweils frei.

Programm Interkulturelle Tage Dresden 2018