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Kategorie: SLUBlog

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Neues Programm: Unsere Veranstaltungshighlights im Mai und Juni

Es stimmt: Alles neu macht der Mai! Auch unser Veranstaltungsprogramm ist neu und frisch erschienen und bietet eine große Themenvielfalt. Wir hoffen, auch Ihr Interesse ist geweckt und wir sehen Sie zu der einen oder anderen Veranstaltung.

 

 

So beleuchten wir die Künstliche Intelligenz (KI) in drei Veranstaltungen im Mai und fragen: Was ist KI eigentlich? Und kann KI tatsächlich besser werden als ihr Erschaffer, der Mensch? Kommt es wirklich zum Kampf zwischen Mensch und Maschine oder sind wir schon mittendrin? Zu dieser Diskussion laden wir gemeinsam mit der Konrad-Adenauer-Stiftung ein.

 

 

Ebenfalls Anfang Mai befragt Literaturkritiker Michael Hametner vier LyrikerInnen aus Sachsen zum Stand der sächsischen Poesie. Wir freuen uns auf Franziska Wilhelm, Kerstin Preywuß, Roza Domasczyna und Thomas Rosenlöcher, ihre Texte und ihre Meinungen zum aktuellen Literaturgeschehen.

 

 

Auch im Juni gehen uns die Fragen nicht aus. Zusammen mit Petra Köpping, Sächsische Staatsministerin für Gleichstellung und Integration, möchten wir herausfinden, warum sich Ostdeutsche zum Teil so wenig mit der jetzigen, gesamtdeutschen Gesellschaft identifizieren können. Brauchen wir Integrationsprogramme für den Osten?

 

 

Zwischen Europawahl und Landtagswahl befassen wir uns zudem mit den sogenannten Fake News: "What the fake?!" heißt die Veranstaltungsreihe, in der wir wissen wollen, was wir dafür tun können, damit wir selbst nicht auf "alternative Fakten" hereinfallen und ob es Möglichkeiten gibt, falsche Nachrichten zu verhindern. In vier Podiumsdiskussionen und Workshops bietet sich die Gelegenheit, diese Thematik zu ergründen.

 

Wenn Sie schon immer einmal einen Blick hinter die Kulissen der SLUB werfen wollten, dann bekommen Sie zur Langen Nacht der Wissenschaften am 14. Juni Gelegenheit dazu. Das gesamte Programm finden Sie bereits auf den Seiten der LNDW.

 

Waren Ihre Fragen zum aktuellen Zeitgeschehen nicht dabei? Welche Veranstaltung würden Sie gern bei uns sehen? Welches Thema diskutieren? Ihr Feedback nehmen wir gern unter oeffentlichkeitsarbeit@slub-dresden. de entgegen. Oder sprechen Sie uns einfach bei der nächsten Veranstaltung direkt an. Wir freuen uns auf Sie!

 

Schon gewusst? Der aktuelle Programmflyer der SLUB steht immer hier zum Download bereit. Sie möchten gern zuverlässig per E-Mail über unsere Veranstaltungen informiert werden? Dann kurze Nachricht an: oeffentlichkeitsarbeit@slub-dresden. de und wir nehmen Sie in unseren Verteiler auf.

 

Der Eintritt zu unseren Veranstaltungen ist frei.

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La Grande Bellezza - SLUB zeigt Sorrentinis Liebeserklärung an Rom

Am kommenden Donnerstag, den 24.1. um 19 Uhr, zeigt die SLUB im Begleitprogramm der Ausstellung „Blühe, Deutsches Florenz – Dresden und Italien“ im Klemperer-Saal den mehrfach preisgekrönten Film „La Grande Bellezza“ (Die große Schönheit) aus dem Jahre 2013. So gewann der Film des italienischen Regisseurs Paolo Sorrentini 2014 den Oscar® in der Kategorie „bester fremdsprachiger Film“.

Im Mittelpunkt steht die Kritik an der italienischen Society, die vor der atemberaubenden Kulisse Roms spielt, durchaus bewusst auf die Traditionen u.a. von Fellinis „Dolce Vita“ (Das süße Leben) von 1960 zurückgreifend. Die Kamera fängt Gebäude, Plätze, Springbrunnen und Landschaft ein, die schon Jahrhunderte zuvor Adlige ebenso angezogen hatten wie Musiker, Schriftsteller oder einfach nur italophile Reisende, die den geographischen „Stiefel“ besuchten. Zeugnisse dieser Italien-Begeisterung sind zur Zeit in der Schatzkammer des Buchmuseums zu sehen, die an diesem Tag bis 19 Uhr geöffnet ist.

Weitere Informationen zu unserer Ausstellung, Öffnungszeiten und Führungstermine finden Sie auch auf der Seite des Buchmuseums. Der Eintritt zu Film und Ausstellung ist frei.

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Von Dresden nach Moskau und zurück - kriegsbedingt verlagerte Werke aus der SLUB werden digitalisiert

 

Hochkarätige Konzerte, Ausstellungen, ein Jazz-Festival, Lesungen, Diskussionen und Kongresse - beim International Cultural Forum in Sankt Petersburg sind an diesem Wochenende tausende Kulturschaffende aus aller Welt und prominente Vertreter aus Wirtschaft und Politik versammelt. Mit dabei: die SLUB. Generaldirektor Achim Bonte und Vadim V. Duda, Generaldirektor der Russischen Staatsbibliothek Moskau, haben im Rahmen des Forums einen wegweisenden Kooperationsvertrag unterzeichnet. Erstmals werden dadurch kriegsbedingt verlagerte Dresdner Bibliotheksbestände digital allgemein zugänglich.

 

SLUB-Generaldirektor Achim Bonte und der Generaldirektor der Russischen Staatsbibliothek Moskau, Vadim V. Duda, unterzeichnen den Kooperationsvertrag. ©International Cultural Forum

 

Ein neues Kapitel in den deutsch-russischen Beziehungen

 

Infolge des Zweiten Weltkriegs beschlagnahmte die sowjetische Trophäenkommission ab 1945 zahlreiche Werke aus dem Bestand der Sächsischen Landesbibliothek. Die Objekte wurden zum größten Teil aus den Ausweichlagern in den sächsischen Schlössern und Rittergütern direkt über den Güterbahnhof Radeberg nach Russland gebracht. Ihr Verbleib ist bis heute nicht durchweg bekannt. Seit einigen Jahren arbeiten Vertreter deutscher und russischer Bibliotheken gemeinsam daran, die kriegsbedingt verlagerten Bestände zu lokalisieren und zu erschließen. Mit dem nun unterzeichneten Kooperationsvertrag zur Digitalisierung von 250 Musikhandschriften ist der SLUB und der Russischen Staatsbibliothek Moskau ein entscheidender nächster Schritt in der Zusammenarbeit gelungen.

 

„Damit gelingt es einer deutschen Bibliothek erstmals, in Folge des Zweiten Weltkriegs nach Russland gelangte Werke über den Weg der gemeinsamen Erschließung und Digitalisierung wieder allgemein zugänglich zu machen. Wir sind zuversichtlich, dass dieses erste Digitalisierungsprojekt für künftige Vorhaben strukturbildend wirkt.“, freut sich Achim Bonte. "Wir hoffen, weitere Musikalien, aber auch Texthandschriften, Inkunabeln und ausgewählte Drucke des 16.-18. Jahrhunderts gemeinsam erschließen zu können."

 

 

Über siebzig Jahre nach Kriegsende schlagen die beteiligten Stellen damit ein neues Kapitel in den deutsch-russischen Beziehungen auf. Nachdem der deutsche Überfall auf die Sowjetunion unendliches Leid über das Land gebracht und viele russische Kulturgüter zerstört hatte, bedeutete die Rückgabe verschiedener Museums- und Bibliothekssammlungen an die DDR zwischen 1955 und 1959 eine Geste der Versöhnung. Darunter waren die Kunstschätze der Dresdner Gemäldegalerie und des Grünen Gewölbes sowie ausgewählte Materialien der Sächsischen Landesbibliothek. Die nun beschlossene Digitalisierung wird begleitet vom beiderseitigen Wunsch nach einem vertieften wissenschaftlichen und kulturellen Austausch.

 

Musikalien des Dresdner Hofes

 

Bild: Kompositionsautograph der Kurfürstin Amalie von Sachsen (C) SLUB Dresden, Barbara WiermannBei den überwiegend aus dem 18. und frühen 19. Jahrhundert stammenden Handschriften, die nun digitalisiert werden, handelt es sich um Musikalien des sächsischen Hofes - unter anderem Aufführungsmaterialien des königlichen Musiklebens in Warschau, Handschriften aus der Privatsammlung der Musikmäzenatin Kurfürstin Maria Antonia Walpurgis oder Kompositionsautographe der Prinzessin Amalie von Sachsen.

 

Die entstehenden Digitalisate werden im internationalen Quellenlexikon der Musik, RISM, erschlossen und mit den in der SLUB überlieferten und bereits digital zugänglichen Hofmusikalien zusammengeführt. Wissenschaftler, Musiker und alle Interessierten erhalten somit einen nochmals vollständigeren Blick auf die Musikpflege des Dresdner Hofes. Erschließung und Digitalisierung werden in den nächsten Monaten in Moskau und Dresden durch gemeinsame öffentliche Veranstaltungen begleitet.

 

Auch an dieser Stelle halten wir Sie selbstverständlich auf dem Laufenden.

 

Empfehlungen zum Thema:

Fünf Tage – Fünf Nächte
, deutsch-sowjetisches Nachkriegsdrama - Leo Arnstam (Hauptregie), Heinz Thiel und Anatoli Golowanow, DEFA und Mosfilm 1961. Der Film behandelt die Übernahme der Werke der Dresdner Gemäldegalerie „Alte Meister“ durch die Sowjetische Trophäenkommission aus einem Blickwinkel des Jahres 1961. Exemplar der SLUB

Aktuelle Ausstellung der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden: Kunstbesitz. Kunstverlust. Objekte und ihre Herkunft (noch bis 25.3.2019). Weitere Informationen finden Sie hier.

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Zwei musische Kurfürsten: Konzert und Quellenpräsentation mit Musik aus der Kammer Maria Antonia Walpurgis`und ihres Sohnes Friedrich August III.

"er [sei] so geschickt in der Musik [,] daß er auf dem Claviere sehr fertig und meisterhaft vom Blatte weg accompagnirte" - so lobte Charles Burney im Tagebuch seiner musikalischen Reisen Friedrich August III., Kurfürst in Sachsen und ein passionierter Klavierspieler. Niedergeschlagen hat sich Friedrich Augusts Vorliebe für Klaviermusik aber nicht nur in den Referenzen kunstverständiger Zeitgenossen, sondern vor allem in einer großen planvoll angelegten Sammlung von Musikalien für Tasteninstrument: in 150 Drucken und weit über 450 Handschriften sind Clavierkonzerte aus der privaten Sammlung des Kurfürsten in der SLUB überliefert. Etliche der über 340 Konzerte sind zudem für zwei Claviere bearbeitet - was darauf hinweist, dass regelmäßig in der Kammer in kleiner Besetzung groß dimensionierte Claviermusik erklang - nicht ausgeschlossen, dass Friedrich August selbst an einem der Instrumente saß.

 

 

Geprägt wurde Friedrich August III. durch die vielfältigen musikalischen Aktivitäten am Hof von früher Kindheit an, besaß doch schon seine Mutter Maria Antonia Walpurgis eine ausgesprochen hohe musikalische Begabung. Was Friedrich August III. das Clavier, das galt Maria Antonia Walpurgis die Stimme. Vor allem die Gattung der Oper nutzte sie, nicht zuletzt, um politisch wirksam zu werden. Neben dieser (hof-)öffentlichen Demonstration von Potenz über die Musik gehörte Musik aber auch fast täglich im intimeren Raum ihrer Kammer zum Hofleben dazu.

 

 

 

 

 

Diese kurfürstliche Kammermusik steht im Mittelpunkt eines Konzertes mit der Sopranistin Barbara Christina Steude und dem Leipziger CembaloDuo (Hildegard Saretz, Michaela Hasselt) am 13. April 2018, 19.30 Uhr im Vortragssaal der SLUB.

 

Auf historischen Instrumenten erklingen Werke von Peter August, Joseph Schuster, Johann Gottlieb Naumann, Giovanni Battista di Ferrandini, Nicola Porpora und Joseph Haydn, ausgewählte Quellen werden in Vitrinen präsentiert.

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Von nun an mit Gesicht: Sächsische Tageszeitungen jetzt auch als E-Paper mit Bildern einsehbar

Ab sofort können Sächsische Tageszeitungen, die an mindestens fünf Tagen in der Woche erscheinen, wie z.B. die Sächsische Zeitung, die Dresdner Morgenpost oder die Leipziger Volkszeitung ab dem siebten Tag nach Erscheinen der Originalausgabe in der SLUB eingesehen und gelesen werden. Durch die Verfügbarkeit der Zeitungen als E-Paper ist es nun auch möglich, die Artikel eingebettet in die Originalausgabe mit allen Bildern zu lesen und nicht mehr nur die reinen Textversionen zu finden. Wer einen bestimmten Artikel sucht, findet einzelne Zeitungstitel und Ausgaben im SLUB-Katalog, bzw. in der Zeitschriftendatenbank. Für eine inhaltliche Recherche steht die Datenbank WISO Presse, bzw. der Suchschlitz auf unserer Homepage zur Verfügung.
 

 

Mit der Bereitstellung der Sächsischen Tageszeitungen als E-Paper-Ausgaben erfüllt die SLUB ihren gesetzlichen Sammelauftrag, gemäß Sächsischem Pressegesetz (SächsPresseG §11, vom 01.01.2014). Die Sammlung von regionalen Tageszeitungen ist seit Jahrzehnten ein wichtiger Bestandteil der Sammeltätigkeit der SLUB als Landesbibliothek des Freistaates Sachsen. Tageszeitungen bieten u.a. Historikern und landeskundlich Interessierten einen großen Forschungsschatz.

Einen ähnlichen Sammelauftrag hat auch die Deutsche Nationalbibliothek, die bereits seit 2010 E-Paper-Ausgaben zur Verfügung stellt. In einem deutschlandweit gemeinsamen Projekt der DNB mit 12 Regionalbibliotheken und Zeitungsverlegern konnten Bearbeitungssynergien genutzt werden, um die Ablieferungspflicht von E-Papern in Sachsen kostengünstig zu realisieren. Dabei werden die gesammelten Zeitungen der DNB genutzt. Mittels eines virtuellen Sprunges in den "Service Regionale Bereitstellung" wird der Zugriff auf die jeweiligen regionalen Tageszeitungen in den Bundesländern ermöglicht. Die E-Paper-Ausgaben im PDF-Format ab ca. 2014 sind jedoch nur in Räumlichkeiten der SLUB an öffentlichen PC-Arbeitsplätzen zu lesen. Gleichzeitige Parallelzugriffe sind nicht möglich.