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Kategorie: Lehr- und Lernmittel

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Mit einem Geheimschloss zum Sieg – Gewinnerteam der ersten Smart³Academy gekürt

Eigentlich ist es ein kleiner unscheinbarer Draht, doch dieser hat große Wirkung. Denn er ist aus dem Smart Material FGL (Formgedächtnislegierung) einem veränderlichen Material, das auf Temperaturänderungen reagiert und sich dadurch ausdehnt oder verkürzt. Die Idee dahinter ist simpel und doch hat sie die Jury gestern im Final der ersten Smart³Academy überzeugt und das Team Smart Lock zum Gewinner der ersten Smart³Academy gemacht. Das Team, das aus dem Architekt Stephan Lämmel, dem Konstrukteur Edgar Grüner und dem Student der Luft- und Raumfahrttechnik Nils Hensch besteht, hatte sich zum Ziel gesetzt, ein geheimes Schloss zu entwickeln, dass sich wie von Geisterhand öffnet, wenn beispielsweise eine Kaffeetasse auf die Schreibtischschublade gestellt wird.


Das Video zeigt das Prinzip. Hier wird die Öffnung durch einen Magneten ausgelöst:

 

In den letzten gut vier Monaten arbeiteten auch sechs weitere Teams in der Smart³Academy an innovativen Projekten mit smarten, veränderlichen Materialien, die sie gestern Abend im SLUB Makerspace vorgestellt haben. Von Verdunklungs- und Sonnenschutzlösungen, die auf Licht reagieren, über flexible, aber standfeste Zeltlösungen für Katastrophengebiete bis hin zu Material- und Konstruktionslösungen für dynamisch reagierende Flugzeugflügel war die Jury angetan von der Vielfalt der Projekte. So fiel den Vertretern aus Wissenschaft und Forschung, d.h. vom Fraunhofer IWU/Smart³, der HTW Dresden, von Dresden Exists, vom Technologie Zentrum Dresden sowie von der SLUB die Entscheidung sichtlich schwer, um schließlich das Gewinnerteam zu küren.

 

 

Impressionen vom Finale der Smart³Academy

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Zitieren und gute wissenschaftliche Praxis - SLUB-Handreichung zum wissenschaftlichen Arbeiten erschienen

Ein wesentlicher Bestandteil wissenschaftlicher Kommunikation im Allgemeinen sowie guter wissenschaftlicher Praxis im Besonderen ist das Zitieren. Sprichwörtlich "auf den Schultern von Riesen" wird durch Zitate die persönliche wissenschaftliche Arbeit mit den Erkenntnissen und Ergebnissen Anderer in direkte Beziehung gesetzt. Besonders Studierende sind oft unsicher, was und wie zitiert wird. Um mehr Sicherheit zu geben und Hilfestellung in diesem Prozess zu schaffen, hat ein Autorinnenteam der SLUB kürzlich eine umfangreiche Handreichung zum wissenschaftlichen Arbeiten mit dem Schwerpunkt auf das korrekte Zitieren erarbeitet. Diese ist auf dem Dokumenten- und Publikationsserver Qucosa veröffentlicht:

 

Heike Marschner, Katrin Bicher, Marlies Krause, Manuela Queitsch, und Daniela Zabel. „Zitieren : Handreichung zum wissenschaftlichen Arbeiten“. SLUB Dresden, 6. Februar 2018.

 

Die Handreichung soll vornehmlich zur Orientierung der Studierenden an der TU Dresden dienen, wendet sich aber auch an Forschende in anderen Qualifikationsstadien. Sie geht auf grundsätzliche Fragen und generelle Übereinkünfte des Zitierens ein und gibt einen Überblick über Sinn und Anwendung des Zitates: Was, warum und wie wird zitiert.

 

"Sie will und kann die Zitierempfehlungen der einzelnen Bereiche und Fakultäten nicht ersetzen, diese vielmehr unterstützen und zur Reflexion einiger Grundregeln wissenschaftlichen Arbeitens einladen." (Generaldirektor der SLUB Dresden, Prof Dr. Thomas Bürger, in seinem Vorwort)

 

Eingebettet ist die Handreichung zum Zitieren in vielfältige SLUB-Services zum Schreiben und Publizieren. Auf ihrer Basis entsteht beispielsweise unter dem Label SLUBcasts auch eine Reihe kurzer Videoclips zum Zitieren. Hier tauschen sich die (fiktiven) Studierenden Emma und Max zum Thema im SLUB-Kontext aus. Die erste Folge unter dem Titel "Warum ist Zitieren notwendig?" ist bereits erschienen:

 

Außerdem bereiten wir ein Kursangebot zum Zitieren vor. Bereits im Rahmen der Langen Nacht des Schreibens (LNdS) am 1. März 2018 hier in der SLUB wird es einen Impulsworkshop zum Zitieren geben. Die Anmeldung zum Workshop erfolgt direkt vor Ort im Rahmen der Langen Nacht im SLUB-Vortragssaal ab 18 Uhr. Die Veranstaltungsankündigung und die Anmeldung zur LNdS 2018 selbst finden Sie in unserem Veranstaltungskalender. Für detaillierte und auch fortlaufend aktualisierte Informationen zum Thema Zitieren und gute wissenschaftliche Praxis schauen Sie doch mal hier vorbei auf. Auch eine curriculare Einbindung der SLUB-Services zum Zitieren ist denkbar.

 

Wir freuen uns sehr über Ihr Feedback zur Handreichung, zu den SLUBcasts über das Zitieren und natürlich auch auf Ihr Interesse an der Langen Nacht des Schreibens.

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Die Bedeutung von Open Education nimmt zu - ein Rückblick auf die ersten sächsischen OER-Tage

Die Community um Open Educational Resources (OER) ist noch klein. Aktiv ist sie jedoch schon seit langem und auch für die SLUB sind offene Bildungsressorcen kein neues Thema. Bereits 2014 sprach Jöran Muuß-Merholz von OERinfo im Vortragssaal über OER - noch mit wenig Zulauf, wie er selbst in seinem Vortrag letzte Woche erzählte. Vier Jahre später war derselbe Saal voll. Um die 200 Teilnehmer lauschten vor Ort oder im Live-Stream den Vorträgen zur Urheberrechtsreform, zu OER im internationalen Kontext und zur Stellung von OER in der deutschen Hochschullandschaft. Es war - kurzum - eine inspirierende Tagung mit interessantem Input und regem Austausch zwischen verschiedensten Akteuren der Hochschullandschaft.

 

Die SLUB selbst integrierte OER bereits letztes Jahr in ihren Open-Science-Service. Doch was könnten Bibliotheken noch zur Förderung von OER beitragen und was erwarten unsere NutzerInnen eigentlich von uns? Während des Workshops "OER als Service von Bibliotheken?" fielen Stichworte wie Schnittstelle zwischen OER-Anbietern, Beratungsangebote zu Recherche und Lizenzierung, formale Qualitätsprüfung u.v.m. Wir freuen uns sehr über diese bei den OER-Tagen gewonnenen Erkenntnisse und werden in diesem Jahr unsere Angebote dementsprechend weiterentwickeln. In jedem Fall wird die SLUB ihren Nutzern weitere freie Lehrmaterialien zur Verfügung stellen. Derzeit arbeiten wir bspw. am Geräteführerschein Styroporcutter, der unsere Kurse zum 3D-Kunststoffdruck und Lasercutter ergänzen soll.

Wer ein Fazit unter die vergangene Tagungswoche ziehen will, wird feststellen: OER sind in der Hochschullandschaft Sachsens angekommen. Dank des OERsax-Verbundprojektes konnten diese nun erstmals aufeinander treffen, neue Anknüpfungspunkte finden und weitere Ideen entwickeln.

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Bibliotheken nehmen mit OER Fahrt auf für mehr offene Bildung – mit Digitalisaten und Wissen der SLUB

Festivalstimmung in Berlin: Beim OERcamp Ost vom 27. bis 29. November 2017 diskutierten und tauschten sich Praktiker aus der Open Educational Resources (OER) - Bewegung zu ihren Projekten aus. Hervorragende Beispiele aus Schulen, Hochschulen und der Erwachsenenweiterbildung wurden mit dem OER-Award ausgezeichnet. Auch die SLUB stellt Kursmaterialien offen zur Nachnutzung zur Verfügung und berät bereits zu diesem Thema in der Wissensbar

 

Auch wir BibliothekarInnen - sowohl Einsteiger als auch Praktiker - waren in den Workshops aktiv und schlossen uns im neuen „OER Librarian Network, Chapter Germany“ zusammen:

 

„Ziel der Initiative ist es, Bibliothekarinnen und Bibliothekare, die sich für OER interessieren oder bereits mit OER arbeiten, zu vernetzen um Informationen und Erfahrungen auszutauschen und gemeinsame Antworten auf Fragen zu finden, die sich in der Schnittmenge von Open Education und Bibliothek ergeben.“

 

International sind Bibliotheken bei der OER-Bewegung wichtige Stakeholder. In Deutschland sind sie jedoch derzeit noch keine treibenden Kräfte. Hier wollen wir im Dienste unserer Nutzer in Studium, Lehre, Aus- und Weiterbildung aufholen. Über Lehrbücher und Internetfunde steht Lehrenden und Lernenden viel Wissen zur Verfügung, doch ist es mühsam, dieses Wissen im Informationsdschungel zu finden. Wir unterstützen Projekte, die OER erstellen, verändern, sammeln und benutzen. 

 

Und das passiert hierzulande bereits aktuell im noch jungen Aktionsfeld "Open Education":

  • Unter dem Label HISTOdigitaLE – Geschichtslernen anders denken arbeiten mehrere Projekte der Universität Leipzig an einer Plattform für freie Unterrichtsmaterialien, welche auch von Studierenden erstellt wurden, z.B. für die Geschichtsdidaktik.
  • Das Thüringer Schulportal entwickelt mit Digitalisaten der SLUB Dresden Arbeitsblätter, bspw. zum Thema Erzbergbau im Mittelalter.
  • Einzelne Akteure und Projekte der TU Dresden sind in der OER World Map vertreten.


 

Eine bundesweite Übersicht über die Projekte und frei verwendbare OER bietet der zum OER-Camp veröffentlichte "OER-Atlas 2017 – Open Educational Resources – Deutschsprachige Angebote und Projekte im Überblick“. Die SLUB ist mit ihren Kursen "Geräteführerschein SLUB Makerspace" und "Von der Idee zur Facharbeit: ein Einstieg ins wissenschaftliche Arbeiten für Schüler" darin vertreten.

 

 

 

In Sachsen treibt die Initiative OERsax die Erschließung von OER für sächsische Schulen und Hochschulen voran. An dem Projekt sind maßgeblich die TU Dresden, die TU Bergakademie Freiberg und die Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden beteiligt. Gemeinsam mit der SLUB veranstaltet die Projektinitiative vom 15. bis 18. Januar 2018 die ersten sächsischen OER-Tage. Das Programm reicht von Fachvorträgen über Workshops bis hin zu Webinaren. Interessierte an offenen Bildungsmaterialien sind herzlich eingeladen!

 

Daniela Dobeleit und Jens Bemme

 

 

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OER Worldmap: Offene Lehrmaterialien aus Thüringen und Sachsen

Für Lehrende an Schulen, Hochschulen und in der Weiterbildung entsteht derzeit eine bunte Landschaft offener Bildungsressourcen, die frei genutzt, verändert und wiederverwendet werden dürfen: sogenannte Open Educational Resources (OER). Wir unterstützen die Produktion von neuen OER zum Beispiel mit digitalisierten Medien, die wir mit Creative Commons-Lizenzen veröffentlichen.

 

Seit einigen Monaten nutzt das Schulportal Thüringen Digitalisate der SLUB für Arbeitsblätter, die im Unterricht an allgemeinbildenden Schulen frei verwendet werden können. Darin geht es um den Erzbergbau im Mittelalter sowie um die Geschichte des Fahrrads und des Damenradfahrens. Auf diese Weise werden aus digitalisierten Werken, die bspw. im Landesdigitalisierungsprogramm entstehen, didaktisch aufbereitete Materialien für Bildungszwecke.

 

 

OER World Map

Eine Übersicht über die Lehrmaterialien anderer Institutionen, ihre Projekte und Veröffentlichungen bietet die OER World Map. Die SLUB ist auf dieser Karte mit einem Profil vertreten. Dort finden Sie nicht nur unsere Veröffentlichungen und Aktivitäten, sondern auch die der TU Dresden.

 

Die OER World Map ist sehr gut geeignet, wenn Sie OER suchen oder Ihre Lehrmaterialien als offene Bildungsressourcen weltweit sichtbar verknüpfen und verschlagworten möchten. Wir beraten gern bei OER-Recherche und Lizenzvergabe für eigene Veröffentlichungen auf den relevanten Plattformen.

 

Welche Ihrer schon bestehenden oder neuen Lehr- und Lernressourcen möchten Sie auf der Weltkarte veröffentlichen? Sind diese mit digitalen Quellen der SLUB entstanden? Dann verknüpfen wir sie dort gern. Neue OER-Links sind auch in SLUBlog-Kommentaren willkommen, bitte machen Sie mit!

 

Creative Commons Lizenzvertrag
OER Worldmap: Offene Lehrmaterialien aus Sachsen und Thüringen von Daniela Dobeleit, Jens Bemme / SLUB Dresden ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International Lizenz