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SLUBlog

Autor: Thomas Haffner, Dr.

Der Fall ist spannend wie ein Krimi: 2011 erfuhr die SLUB durch einen Warschauer Kollegen von der unmittelbar bevorstehenden Versteigerung eines Prachtbandes mit dem Exlibris der Königlichen Öffentlichen Bibliothek zu Dresden in Paris. Mehrere Fotos, der Auktionskatalog und der Online-Nachweiskatalog der Kriegsverluste der SLUB ließen keinen Zweifel: Der Band ist Eigentum der heutigen SLUB, er wurde 1945 aus einem Auslagerungsort entwendet. Trotzdem dauerte es noch drei Jahre, bis er...

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Ob Diebstahl, Mord oder Totschlag – im Mittelalter wurden solche Delikte nicht nach einem einheitlichen staatlichen Gesetzbuch geahndet, sondern nach dem regional praktizierten Gewohnheitsrecht. Es war der rechtskundige Sachse Eike von Repgow, der zwischen 1220 und 1235 erstmals  das im östlichen Harzvorland mündlich tradierte Gewohnheitsrecht zunächst in lateinischer Sprache aufzeichnete und es dann ins Deutsche übertrug. So entstand der Sachsenspiegel, das bedeutendste Rechtsbuch des deutschen...

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Zu den Handschriftenschätzen der SLUB gehört ein Meisterwerk flämischer Buchmalerei, das als „Dresdner Gebetbuch“ in die Kunstgeschichte einging. Der anonyme Künstler, der von ca. 1470 bis ca. 1525 in Brügge tätig war, erhielt nach dieser Handschrift den Notnamen „Meister des Dresdener Gebetbuchs“. Das nur 13,6 × 10 cm große Andachtsbuch enthält auf 150 Pergamentblättern zwölf Kalenderbilder und 28 Bilder mit Szenen aus Mariens und Jesu Leben sowie Darstellungen einiger Heiliger. Die...

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Das berühmteste deutsche Rechtsbuch des Mittelalters, der Sachsenspiegel, enthält zu einem erheblichen Teil auch Normen, welche Reaktionen der Betroffenen und der Gesellschaft bzw. von deren Repräsentanten auf den Rechtsbruch festlegen. Sie verkörpern jenen Teil des Rechts, den wir heute als „Strafrecht“ bezeichnen. Der Reiz einer dezidierten Betrachtung dieses Rechtsbereiches auf der Grundlage des Sachsenspiegels ergibt sich unter anderem daraus, dass man grundsätzlich drei Quellengattungen zu...

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Zwar konnte der Maya-Codex schon seit der Mitte des 18. Jahrhunderts in der Kurfürstlichen Bibliothek zu Dresden bewundert werden – doch am Ende war es der amerikanische Regisseur Roland Emmerich und sein Film „2012“, der die Besucher in Strömen nicht nur in die Kinos, sondern auch in die Schatzkammer der SLUB in Dresden führen sollte. Anlässlich des deutsch-mexikanischen Kulturjahres, welches am 11. April von Bundespräsident Joachim Gauck und dem mexikanischen Präsidenten Enrique Peña Nieto...

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