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Kategorie: eBooks

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eBooks on Demand. EOD erhält heute internationale Auszeichnung

Sie suchen ein älteres Buch, das im Handel vergriffen ist, sich aber noch als Einzelexemplar im Magazin der SLUB befindet?

 

Falls dieses Buch keinem urheberrechtlichen Schutz mehr unterliegt bzw. wenn es vor 1900 erschienen ist, können Sie es ganz einfach zur Digitalisierung bestellen und bequem als PDF-Datei, mit hinterlegtem Volltext, oder auch als Reprint im Taschenbuchformat zuschicken lassen. Dieser Service ist kostenpflichtig. Sobald das Werk auf Ihren besonderen Wunsch digitalisiert wurde, wird es Teil der Digitalen Sammlungen der SLUB und ist fortan frei im Netz verfügbar. Sie decken mit Ihrem Geld somit einen termingenauen persönlichen Bedarf und helfen zugleich, das kulturelle Erbe dauerhaft für die Öffentlichkeit zu sichern und weltweit zugänglich zu machen.

 

Ermöglicht und organisiert wird der Service von dem europäischen Projektkonsortium EOD – eBooks on Demand, an dem die SLUB seit 2008 beteiligt ist. Das Projekt startete mit 13 Bibliotheken aus acht europäischen Ländern - mittlerweile bieten 35 große Bibliotheken EOD als Service an.

 

 

Nun wurde EOD, als eines von drei internationalen Projekten, für die diesjährige "Presidential Citation for Innovative International Library Projects der American Library Association (ALA)" ausgewählt. Die Ehrung findet heute während der Jahresversammlung der ALA in Chicago statt. Vielleicht regt Sie die Nachricht an, sich einmal mit diesem innovativen Digitalisierungsservice zu beschäftigen. Wir würden uns freuen!

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50.008 digitale Handschriften und Drucke! Retrodigitalisierung in der SLUB überschreitet nächste Wegmarke

Worauf wir seit einigen Tagen gewartet haben, ist heute mit dem Import der neuesten Digitalisate geschafft: Die Digitalen Sammlungen der SLUB umfassen nun über 50.000 Handschriften und Drucke (rund 60.000 Bände) aus dem Bibliotheksbestand. Mit den grafischen Dokumenten aus der Deutschen Fotothek und den digitalisierten Film- und Tondokumenten aus unserer Mediathek kann die SLUB damit eine medientypologische Vielfalt anbieten wie keine zweite deutsche Kultureinrichtung. Rein quantitativ rangiert die SLUB unter den Bibliotheken auf dem zweiten Platz – hinter der Bayerischen Staatsbibliothek, die dank einer wegweisenden Vereinbarung mit Google seit 2007 in dieser Hinsicht eine eigene Klasse bildet.

 

Auch die Dresdner Digitalisierungserfolge sind im Wesentlichen das Ergebnis der letzten fünf Jahre. Den vielen KollegInnen, die daran beteiligt waren und sind, gebührt unser herzlicher Dank, namentlich dem Team des Dresdner Digitalisierungszentrums, das sich mit großem Sportsgeist regelmäßig selbst übertrifft. Zu danken ist ebenso allen Förderen und MäzenInnen, hier allen voran der Deutschen Forschungsgemeinschaft, ohne deren großes finanzielles Engagement viele Projekte nicht möglich wären.

 

Zur Deutschen Digitalen Bibliothek, die in Kürze in einer Beta-Version erstmals öffentlich sichtbar werden wird, leistet die SLUB mithin keinen geringen Beitrag. Bei uns dürfen Sie bis zum Jahresende noch die Publikation von Illustrierten der 1920er Jahre erwarten, außerdem die offizielle Freigabe der ersten Version eines Portals zu historischen Adressbüchern Dresdens und anderer sächsischer Großstädte. Konsequent digital. Seien Sie dabei mit Fragen, Wünschen, Hilfe, Zuspruch, ... Wir freuen uns auf Sie.

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E-Books. Ein wichtiger Benutzungstipp

Anfang des Monats hatten wir Sie darüber informiert, dass wir unseren angemeldeten BenutzerInnen im Wege des sog. kundengesteuerten Erwerbs (patron-driven acquisition) über 200.000 zusätzliche E-Books anbieten können. Die Resonanz auf dieses neue Angebot ist begeisternd und übertrifft alle Erwartungen. In den ersten drei Wochen haben Sie bereits 6.500 Kurzausleihen ausgelöst, darunter 2.700 als "Read online" und 3.800 als "Download". Wegen mehrfacher Nachfrage haben wir 55 E-Books dauerhaft in unseren Bestand übernommen.

Als Schwierigkeit für den Dauerbetrieb erweist sich, dass Sie offenbar häufig selbst dann den "Download" auslösen, wenn für Ihren Informationsbedarf eigentlich "Read online" ausreichen würde. Denn "Download" bedeutet ja ebenfalls nicht etwa unbegrenzten Besitz auf Ihrem persönlichen Rechner, sondern kurz befristete Ausleihe in einem bestimmten Datei-Format (ACSM). Da finanziell zwischen den beiden Benutzungsarten durchaus ein Unterschied besteht, wollen wir in Zusammenarbeit mit unseren Lieferanten den Kundennutzen der einzelnen Zugriffsarten noch besser erklären und die Benutzeroberfläche verbessern. Ein Baustein zum besseren Verständnis ist dieses Blog-Post. Bitte prüfen Sie, was Sie mit einem aufgerufenen E-Book konkret anstellen wollen (Nachschlagen, Fußnote prüfen, Eindruck verschaffen, Durcharbeiten …) und entscheiden Sie sich im Interesse optimaler Wirtschaftlichkeit (d.h. konkret möglichste Schonung unseres begrenzten Bibliotheksetats) wo immer das geht für die "Read online"-Variante. Unser Ziel ist weiter, Ihnen den umfassendsten und zugleich liberalsten E-Book-Zugang zu bieten. Helfen Sie uns dabei.

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Vormarsch der E-Books. Wie geht's Ihnen damit?

"Der Bücherbranche geht es so wie der Musikbranche Ende der Neunziger mit den Tauschbörsen, sie erlebt gerade ihr Napster". Mit diesen Worten zitiert das Magazin "Spiegel" diese Woche den Gründer von Readmill, eines neuen Social Reading-Portals, und stellt in Aussicht, dass elektronische Bücher im diesjährigen Weihnachtsgeschäft "den Durchbruch schaffen" könnten.

Nun ist der zitierte Vergleich schon deshalb ein wenig gewagt, da die freie Musiktauschbörse "Napster" nach rasantem Wachstum von der Musikindustrie zum Rückzug gezwungen wurde. Richtig ist freilich, dass der Anteil elektronischer Bücher stetig wächst und auch der deutsche Markt vermutlich den Weg gehen wird, den der Buchhändler Amazon USA bereits vorgezeichnet hat: Nachdem Amazon im November 2007 das Lesegerät "Kindle" eingeführt hatte, verkaufte die Firma im Juli 2010 erstmals mehr Kindle-Books als gebundene Bücher. Im April diesen Jahres übertraf die Zahl der von Amazon USA verkauften E-Books schließlich erstmals die Gesamtzahl aller verkauften gedruckten Bücher (Hardback und Paperback).

Wir haben Ihnen vor kurzem über 200.000 zusätzliche E-Books in den SLUB-Katalog gespielt. Was wir an Resonanz statistisch messen können, übertrifft unsere Erwartungen. Daneben interessiert uns aber auch, was Sie jeweils persönlich von derlei Entwicklungen halten und wie Sie damit zurecht kommen. Wie geht es Ihnen mit der neuen Welt der Digitalen Bibliothek? Was bedeutet Sie Ihnen? Was wünschen Sie sich für die Zukunft? Über Ihre Diskussionsbeiträge hier im Blog oder auf direktem Weg freuen wir uns.

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Über 200.000 E-Books neu im SLUB-Katalog. Patron-driven acquisition

Als angemeldete BenutzerInnen der SLUB können Sie seit heute auf über 200.000 (!) E-Books zugreifen, die wir im Wege eines neuen Konzepts, der sogenannten kundengesteuerten Erwerbung (patron-driven acquisition (PDA)) zusätzlich anbieten. Das Ganze funktioniert so: Wir nehmen von Verlagen oder Großbuchhändlern E-Book-Titel in unseren Katalog auf, für die wir nur zahlen, wenn sie von Ihnen tatsächlich benutzt werden. Bei geringer Nachfrage entrichten wir eine Gebühr, bei stärkerem Zuspruch übernehmen wir die Titel automatisch fest in unseren Bestand. Ob es sich bei einem E-Book um einen PDA-Titel handelt oder nicht, ist im SLUB-Katalog kaum feststellbar und für Sie auch nicht weiter relevant. Sie recherchieren Ihre Titel und Themen ganz wie gewohnt, finden relevantes Material, klicken drauf - das ist alles.

 

Wie ebenfalls fast schon gewohnt ;-), dürfen wir sagen, dass wir mit diesem neuen Service der Digitalen Bibliothek wieder einmal ganz vorne mitschwimmen. Während das PDA-Modell in den USA schon relativ weit verbreitet ist, gibt es in Deutschland - zumal mit diesem Volumen und ohne intellektuelle Prüffilter - bisher fast keine Anwender. Das Projekt setzen wir in Zusammenarbeit mit "Schweitzer Fachinformationen" und der Firma "Massmann" um. Innerhalb der SLUB hat sich der Kollege Matthias Harre ganz besonders darum verdient gemacht.

Was steckt nun drin im großen Paket, das immerhin zwei kompletten Jahresneuzugängen der Bibliothek entspricht? Alter Wein in neuen Schläuchen? Keineswegs. 17.550 Titel oder knapp 9% stammen aus dem laufenden Jahr, 21% sind nicht älter als 1 Jahr, 60% nicht älter als 5 Jahre. Auch weil die angelsächsischen Verlage bei der Distribution digitaler Fachinformationen weit fortgeschritten sind, überwiegen die englischsprachigen Titel derzeit noch klar (94%), gefolgt von deutschsprachigen (6%), andere Sprachen bleiben die Ausnahme. Es dürfte Sie zudem ebenfalls kaum überraschen, dass Content aus den Bereichen Naturwissenschaften und Technik dominiert. Wir sind aber zuversichtlich, dass speziell die großen geisteswissenschaftlichen Verlage in Deutschland bald aufschließen werden.

PDA. Falls Sie das bisher (wie auch wir bis vor kurzem) nur als Periduralanästhesie kannten, sollten Sie umlernen. An Ihrer Meinung sind wir stets interessiert.