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SLUBlog

Kategorie: Openness

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Bibliotheken im Netz – Digitale Allmende!? Einladung zum WikiLibrary Barcamp in der SLUB am 3.12.

Wie werden wir in Zukunft in Bibliotheken und in der Wikipedia gemeinsam freies Wissen schaffen? Um diese Frage geht's beim ersten WikiLibrary Barcamp am 3. Dezember im Vortragssaal der SLUB. Die Anmelde- und Themenliste wird täglich länger.

 

Barcamp Citizen Science 05-12-2015 09

 

Foto: Ralf Rebmann, CC BY-SA 4.0

 

Das Besondere an Barcamps ist der Ablauf. Die einzelnen Arbeitsgruppen werden gemeinsam am Anfang geplant: Wer bei "one minute madness" ein Thema einbringt, stellt es allen vor, wirbt dabei für Neugier, Interesse und Teilnehmer und ist sodann Gastgeber für die Dauer einer Session. In mehreren Runden wächst so das Programm des ganzen Tages – Kaffeepausen inklusive, in denen meist die wichtigsten Gespräche des Tages entstehen. Wie bei Open Spaces gilt: Gute Gespräche entstehen bei Konferenzen meist am Buffet. Aus dieser Beobachtung entstanden neue Tagungsformate. Barcamps profitieren zudem von den Möglichkeiten (und Kommunikationskanälen), die Socia Media bietet: Kommentare, zusätzliche Verweise und Links, kollaborative Textdokumentationen oder Bildersammlungen.

 

Menschen aus Bibliotheken sind zum WikiLibrary Barcamp in der SLUB besonders willkommen! Bibliothekarinnen und Bibliothekare – und die NutzerInnen, denn in der Nutzerrolle sind die meisten auch unterwegs – sei es in der Bibliothek oder als Leser- und TeilgeberInnen in der Wikipedia oder ihrer Schwesterprojekte Wikisource, Wikicommons, Wikidata oder Wikivoyage. Zur Anmeldung bitte hier entlang!

 

Das Programm
9:00 Einlass und Registrierung
10:00 Begrüßung
10:30 "One Minute Madness" für Runde 1 (Sprecherinnen und Sprecher werben für ihre Workshops/Vorträge)
11:00 Runde 1 (parallele Workshops oder Vorträge in 7 Räumen)
12:00 One Minute Madness für Runde 2
12:15 Mittagspause
13:00 Runde 2 (parallele Workshops oder Vorträge in 7 Räumen)
14:00 One Minute Madness für Runde 3
14:15 Kaffeepause
14:45 Runde 3 (parallele Workshops oder Vorträge in 7 Räumen)
15:45 Führung durch die Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden,
alternativ weitere Diskussionsrunden (30 Min.)
16:30 Ergebnisse und Ausblick
17:00 Verabschiedung
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Mehr als die Spitze des Eisbergs - 3. Wikipedia-Sprechstunde geht freien Textquellen auf den Grund

Passend zur Open Access Week 2016: Die dritte Ausgabe der Dresdner Wikipedia-Sprechstunde findet am kommenden Freitag, 28. Oktober 2016, zwischen 16:00 und 19:00 Uhr statt. Erneuter Ort des Geschehens ist der Schulungsraum 0.47 in der Zentralbibliothek.

Der thematische Schwerpunkt liegt diesmal auf dem Schwesterprojekt Wikisource. Die Dresdner Wikipedianer-Community - hier im SZ-Interview mit Sandro Halank - der anwesende Wikisource-Experte Andreas Wagner und die SLUB freuen sich über reges Interesse und Austausch.

 

Zur Pressemitteilung

 

Die Wikipedia-Sprechstunde ist ein offenes Format, bei dem interessierte Leserinnen und Leser der Wikipedia Fragen rund um die weltweit größte Online-Enzyklopädie der Welt stellen können. Erfahrene Wikipedianerinnen und Wikipedianer geben einen Einblick in die Wikipedia, beantworten Fragen, helfen bei den ersten Schritten in der Wikipedia und zeigen, wie man selbst zu Wikipedia beitragen kann. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Der Eintritt ist frei. ...

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Open in Action. Das SLUB-Programm zur Open Acces Week 2016

Über den freien Zugang zu wissenschaftlicher Literatur im Internet wurde und wird intensiv diskutiert – nicht zuletzt, weil das Publizieren im Open Access zahlreiche rechtliche Fragen aufwirft. Um dem Thema international Aufmerksamkeit zu schenken und den Erfahrungsaustausch nicht nur in Fachkreisen, sondern mit allen Interessierten zu fördern, findet jährlich die weltumspannende Open-Access-Week statt – in diesem Jahr vom 24. bis zum 30. Oktober. Die SLUB lockt an den Tagen vom 24. bis zum 28. Oktober – getreu dem diesjährigen Motto "Open in Action" – mit attraktiven Veranstaltungen in den DrePunct, genauer: in den Makerspace M2.

 

Insbesondere Doktoranden und Postdocs, aber auch Einsteiger, sind herzlich zu den beiden Themenschwerpunkten "Publizieren: Einführung in Open Access" in deutscher und englischer Sprache und "Open Access, Urheber- und Bildrechte für Herausgeber und Autoren eingeladen. Unter anderem steht am Nachmittag des 26. Oktober die Inhaberin der TU-Juniorprofessur für Bürgerliches Recht, Immaterialgüterrecht, insb. Urheberrecht, sowie Medien- und Datenschutzrecht – Jun. Prof. Anne Lauber-Rönsberg – Rede und Antwort. Im Anschluss werden "Elektronische Publikationsservices an der SLUB im Überblick" vorgestellt. Seien Sie dabei!

 

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Wir zeigen Flagge – für Weltoffenheit und Vielfalt.

Dresden ist die Stadt der Künste und der Wissenschaften und zieht seit Jahrhunderten Gäste und Neubürger aus aller Welt an. Wenn die positive Entwicklung anhält, kann die Stadt bald wieder so groß und so international sein wie in der Blütezeit um 1900.

 

 

In der SLUB sind Medien aus aller Welt für Besucher aus aller Welt zu Hause. Das ist nichts Neues. Neu sind die bunten, einladenden Fahnen. Ein herzliches Willkommen an alle, die hier lernen, sich informieren oder miteinander arbeiten wollen.

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Artikel bei ResearchGate und Co hochladen: Welcher Verlag erlaubt was? Und wie Open Access ist das eigentlich?

Akademische Netzwerke erfreuen sich großer Beliebtheit: Die sicher bekanntesten Plattformen sind ResearchGate und Academia.edu, die nach eigenen Angaben über 10 Mio. bzw. 40 Mio. Mitglieder haben. Das Prinzip ist einfach: Wie bei anderen sozialen Netzwerken auch kann sich jeder kostenfrei registrieren und ein eigenes Profil anlegen. Die Plattformen versprechen, man könne sich mit Kolleginnen und Kollegen vernetzen, Publikationen mit anderen teilen, Statistiken bekommen über Aufrufe und Zitationen der eigenen Publikationen, interessante Stellen finden, und vieles mehr.

 

„Publikationen mit anderen teilen“ legt den Gedanken nahe, dass akademische Netzwerke auch Open Access fördern, und dass wer seine Publikationen hier einstellt, Open Access publiziert. Die Verantwortlichen von Repositorien sehen das häufig anders, so auch wir: Es geht beim Open-Access-Publizieren um weit mehr als das Hochladen von PDFs! Wirklich Open Access ist ein Artikel, wenn er in einem gesicherten, standardkonformen und offenen Archiv zur Verfügung gestellt wird.

 

Einen informativen Vergleich von akademischen Netzwerken mit Open-Access-Repositorien hat das Office for Scholarly Communication der University of California erarbeitet. Deutlich wird, dass akademische Netzwerke eine ganz andere Funktion erfüllen als OA-Repositorien – Vernetzung und Profilbildung stehen hier im Vordergrund. Kritikpunkte an den bestehenden Netzwerken sind u.a. Fehlen von standardisierten Schnittstellen, auf Vermarktung der Nutzerdaten abzielende Geschäftsmodelle und ein zu lockerer Umgang mit den Nutzerdaten. Repositorien, die von öffentlichen Einrichtungen betrieben werden, haben im Vergleich die zentrale Aufgabe, Inhalte langfristig verfügbar zu machen. Inhalte erhalten einen dauerhaften, zitierfähigen Identifier (DOI oder URN) und sind auch noch nach vielen Jahren verfügbar. Die Betreiber der Repositorien stellen offene Schnittstellen zur Verfügung und arbeiten mit digitalen Langzeitarchiven zusammen.

 

Trotz aller Kritik an ResearchGate und Co: Wenn man akademische Netzwerke nutzt und auch die Artikel teilen will, was gilt es dann zu beachten? Wir haben uns die Bedingungen von fünf großen Wissenschaftverlagen* genauer angeschaut: Dürfen Autorinnen und Autoren ihre Artikel in akademischen Netzwerken verfügbarmachen?

Verlag
Preprint** Postprint** Verlagsversion
DeGruyter nein nein nein
Elsevier ja nein nein
IEEE nein nein nein
Springer ja ja, 12 Monate nach Erscheinen nein
Taylor & Francis ja ja, Embargo abhängig von Zeitschrift (12–24 Monate)  nein

[*] Die Angaben gelten für Closed-Access-Artikel; sind die Artikel Open Access und unter einer freien Lizenz erschienen, dürfen Sie zu den Bedingungen dieser Lizenz genutzt und dann sehr wahrscheinlich auch in akademischen Netzwerken eingestellt werden.

[**] „Postprint“ steht für die akzeptierte Manuskriptversion, d. h. die Fassung des Beitrages, in die alle Änderungen aus dem Begutachtungsverfahren eingeflossen sind; im Satz und in der Seitenzählung jedoch nicht identisch mit der publizierten Verlagsversion. Dagegen meint „Preprint“ die ursprünglich eingereichte Fassung, sozusagen die Rohfassung des Artikels.

 

Die Vorgaben der Verlage im Detail:

  • DeGruyter erlaubt den Autorinnen und Autoren von Mehrfachautorenwerken (also für Beiträge in Fachzeitschriften, Anthologien, Sammelbänden oder Datenbanken) das Teilen der Manuskript- oder Verlagsversion auf der eigenen Webseite oder dem institutionellen Repositorium 12 Monate nach der Erstveröffentlichung. Die Beträge dürfen hingegen „nicht in öffentlichen und/oder kommerziellen thematischen Verzeichnissen“ (z.B. PubMed Central) eingestellt werden. Ebenfalls nicht gestattet ist das Einstellen von Volltexten in akademischen Netzwerken; dies wurde uns auf Anfrage vom Verlag bestätigt. (Quelle: DeGruyter Repository Policy, Open Access Policy, Auskunft Verlag)
  • Elsevier erlaubt, das eingereichte Manuskript eines Zeitschriftenartikels (Preprint) jederzeit und überall im Volltext verfügbar zu machen. Das finale Manuskript (Postprint) hingegen darf erst 12 bis 24 Monate nach erstem Erscheinen auf einem institutionellen oder disziplinären Repositorium eingestellt werden. Das Teilen in akademischen Netzwerken darf also nur für den Preprint, nicht für den Postprint oder gar die Verlagsversion erfolgen. (Quelle: Elsevier Sharing Policy.)
  • IEEE gestattet, eine Manuskriptfassung über institutionelle Repositorien online zu stellen. Die eingereichte Manuskriptfassung (Preprint) darf auch in bestimmten Fachrepositorien (insbes. arXiv.org) eingestellt werden; nach Erscheinen muss dies aber gegen das akzeptierte Manuskript (Postprint) ausgetauscht werden. Zum aktuellen Zeitpunkt ist das Einstellen von Volltexten in akademischen Netzwerken nicht gestattet; dies wurde uns auf Anfrage vom Verlag bestätigt. (Quelle: IEEE Electronic information dissemination policy, copyright form, FAQ on Authors‘ Posting of Accepted IEEE Papers, Auskunft Verlag)
  • Springer gestattet Autorinnen und Autoren von Zeitschriftenartikeln (Achtung, für Buchbeiträge gelten andere Regeln!), das eingereichte Manuskript (Preprint) jederzeit und das begutachtete Manuskript (Postprint) 12 Monate nach erstem Erscheinen online zu stellen. Die Beiträge dürfen in institutionellen oder disziplinären Repositorien oder akademischen Netzwerken eingestellt werden. (Quelle: Springer Self-archiving Policy, FAQ authors‘ rights)
  • Taylor & Francis gestattet Autorinnen und Autoren von Zeitschriftenartikeln (Achtung, für Buchbeiträge gelten andere Bestimmungen!), das eingereichte Manuskript (Preprint) jederzeit und das begutachtete Manuskript (Postprint) 12 bis 24 Monate nach erstem Erscheinen (abhängig von der Zeitschrift) online zu stellen. Die Beiträge dürfen in institutionellen oder disziplinären Repositorien oder akademischen Netzwerken eingestellt werden. (Quelle: Taylor & Francis Sharing your work, Open Access journal finder)

 

Unser Fazit: Nutzen Sie die Upload-Funktion in akademischen Netzwerken mit Bedacht – manche Verlage gestatten den Upload nicht für die Verlagsversion und für die Manuskriptfassung erst nach Ablauf eines Embargos; manche Verlage verbieten den Upload ganz und gar. Nutzen Sie akademische Netzwerke zum Netzwerken! Und nutzen Sie für das Open-Access-Publizieren nicht-kommerzielle, offene Plattformen (z.B. Qucosa, den sächsischen Dokumenten- und Publikationsserver für Wissenschaft und Wirtschaft), die eine langfristige freie Verfügbarkeit und Archivierung sicherstellen. Bei der Prüfung, welche Version Sie im Repositorium wann verfügbar machen dürfen, unterstützen wir TU-Angehörige gern!

 

Dieser Blogpost wurde von Michaela Voigt - ehemalige Mitarbeiterin im Open Access-Team der SLUB - im Blog der Universitätsbibliothek der Technischen Universität Berlin veröffentlicht und steht unter einer Creative Commons Namensnennung 4.0 International Lizenz.

 

Danke für diesen Hinweis: