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SLUBlog

Autor: Cynthia Meißner

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Beruf und Familie: Alles unter einem Hut in der SLUB

Zertifikatslogo auditBeruf und Familie zu vereinen ist nicht immer einfach - jedes hat seine Priorität und manchmal überschneiden sich die Interessen: Man möchte einerseits die Arbeitsaufgaben gut erledigen, hat Freude daran und möchte gleichzeitig noch genug Zeit für die Familie haben, sei es für die Betreuung der Kinder oder für die Pflege von Familienangehörigen. Doch wie ist dies gut vereinbar? Die SLUB trägt das Zertifikat "audit berufundfamilie", das erst kürzlich wieder bestätigt wurde. Es zeichnet das Haus damit als attraktiven Arbeitgeber für seine familien- und lebensphasenbewusste Personalpolitik aus.

 

Vom audit profitieren

 

"Den oben beschriebenen Zwiespalt kennen unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nur zu gut", berichtet Sabine Pink, Beauftragte für Frauen und Gleichstellung in der SLUB. "Es war deshalb besonders wichtig, dass wir uns als familienfreundlicher Arbeitgeber weiter  verbessern und re-zertifizieren lassen. Lassen Sie mich das mit einem Beispiel  veranschaulichen: Die Kollegin kann zeitweise verkürzt arbeiten, um für ihre Familienaufgaben noch genügend Zeit zu haben. Sie muss dabei keine Angst um ihren Arbeitsplatz haben, auf die volle Anzahl ihrer Arbeitsstunden kann sie jederzeit zurückgreifen. Auch die finanzielle Unterstützung seitens des Arbeitgebers zu einem Jobticket findet sie toll, denn sie kann so mit Bus und Bahn ganz entspannt unterwegs sein. Beratungen und Weiterbildungen werden in der familienfreundlichen Kernarbeitszeit durchgeführt. So verpasst sie nichts Wichtiges bei ihrer Arbeit und kommt trotzdem pünktlich zur Kita. In ihrem Stundenkonto kann sie sich mit Mehr- und Minusstunden im vereinbarten Rahmen flexibel bewegen ohne eine schlechtes Gewissen zu haben."

 

Die SLUB und audit

Seit September 2016 setzt die SLUB Dresden verstärkt auf familien- und lebensphasenbewusste Personalpolitik, um es ihren Beschäftigten zu ermöglichen, sich gut zwischen Beruf, Studium und Familien- oder Pflegeaufgaben zu bewegen sowie Berufstätigkeit oder Karriereplanung umzusetzen.

 

Handlungsfelderb audit (beispielhafte Auswahl)

 

Das Zertifikat audit berufundfamilie wird von der berufundfamilie Service GmbH verliehen - dazu wurden im Vorfeld Handlungsfelder gemeinsam erarbeitet und Ziele festgelegt, die es zu erfüllen galt. Die erste Zertifizierung fand im vergangen Jahr statt. Kürzlich erfolgte nun nach einem ersten Maßnahmen-Umsetzungs-Bericht die Nachricht:

 

"Die Anforderungen zum Erhalt des Zertifikats der berufundfamilie sind weiterhin erfüllt."

 

 

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Die Mischung macht's: Musikbibliothekare treffen sich in Leipzig zur IAML

Vom 22. bis 27.7.2018 findet der Kongress der International Association of Music Libraries (IAML) - die Internationale Jahrestagung der Musikbibliothekare - in Leipzig statt. Sie wurde in diesem Jahr hauptverantwortlich von der Leipziger Hochschule für Musik und Theater (HMT), dem Bacharchiv Leipzig, der Musikbibliothek der Städtischen Bibliotheken Leipzig und der Musikabteilung der SLUB organisiert. Die Leiterin der Abteilung, Dr. Barbara Wiermann (BW), spricht im Interview über Besonderheiten und Bedeutung der Tagung für Musikbibliothekare und hält einen Veranstaltungstipp parat.

 

Liebe Frau Wiermann, der Slogan der Konferenz heißt "It's all in the mix - C’est le bon mélange qui compte. - Die Mischung macht's" und geworben wurde mit einer bunten Blumenmischung: Verraten Sie uns die Idee dahinter?

                                             

>>BW: Es ist üblich, dass bei dem Vor-Jahres-Kongress mit einem kleinen Give-away für den Folge-Kongress geworben wird. Häufig werden Kugelschreiber oder Kühlschrankmagneten ausgegeben. Wir suchten etwas Leipzig-Typisches. Die Leipziger Mischung wird vom Netzwerk Stadtnatur vertrieben, das zu den vielen bürgerschaftlichen Initiativen der Stadt gehört, die Leipzig so bunt machen. Zudem hofften wir, dass wir über die Blumenmischung mit den Teilnehmern über das Jahr in Kontakt bleiben würden - und das ist auch tatsächlich passiert: In diesem Frühsommer erreichten uns erste Blumenbilder von fremden Balkonen. Die Mischung macht's  - das gilt für den Kongress in vielerlei Hinsicht: viele Menschen verschiedener Länder, mit unterschiedlichen Blickwinkeln auf das Bibliothekswesen, mit unterschiedlichen bibliothekarischen Aufgaben, aber auch mit unterschiedlichen Musikkulturen (hier sind wir im Übrigen noch viel zu eurozentristisch unterwegs) kommen zusammen. Sowohl das Fachprogramm als auch das Rahmenprogramm bieten eine große Vielfalt. Mit knapp 500 Teilnehmern haben wir einen wirklich großen Zuspruch gefunden. Besonders freut es mich, dass es gelungen ist, die Tagung so niedrigschwellig zu gestalten, dass knapp 130 Erstbesucher angemeldet sind.  

 

Bei der Tagung kommen also 500 Musikbibliothekare und Musikwissenschaftler aus knapp 40 Ländern zusammen: Ein spannender Austausch auch über kulturelle Grenzen hinweg. Welches sind die zentralen Themen in diesem Jahr?

>>BW: Rund um den Globus spielt Digitalisierung im Bibliothekswesen natürlich eine ganz zentrale Rolle. Dabei geht es zunehmend nicht nur um Textquellen, sondern auch um audio-visuelle Medien, welche für Musikbibliotheken natürlich von besonderem Wert sind. Die Digitalisierung verändert unseren Umgang mit Quellen und die Möglichkeiten der Quellenarbeit, sie verändert aber auch grundsätzlich unser Verhältnis zu unseren Nutzerinnen und Nutzern. Gerade im Bereich der öffentlichen Bibliotheken ist durch die Vielfalt der Angebote auf dem freien Markt die Rolle unserer Einrichtungen zu hinterfragen und neu zu definieren.

 

Und mit welchen thematischen Schwerpunkten ist die SLUB vertreten?

>>BW: Ich freue mich, dass wir zum einen in der Opening session die Gelegenheit haben, das vom SMWK geförderte Landesdigitalisierungsprogramm für Wissenschaft und Kultur (LDP) vorzustellen. Damit können wir ein internationales Publikum mit einem einmaligen sächsischen Kooprationsprojekt bekanntmachen. Es steht für tolle Zusammenarbeit, es bietet Einblick in den Quellenreichtum in Sachsens Bibliotheken - von Zwickauer Textilmustern bis hin zu sorbischen Schulbüchern - und über das LDP konnten - für die Kongressteilnehmer ganz wichtig - viele Musikquellen zugänglich gemacht werden. Weitere Beiträge beschäftigen sich unter anderem mit dem von uns in Zusammenarbeit mit der Bayerischen Staatsbibliothek München betriebenen Fachinformationsdienst Musikwissenschaft oder mit unseren Aktivitäten für Audioquellen in der Deutschen Digitalen Bibliothek.

 

Was ist das Besondere am Standort Leipzig im Hinblick auf die Musikgeschichte?

>>BW: Wenn nun nach immerhin 26 Jahren der IAML-Kongress endlich mal wieder nach Deutschland kommt - er war zuletzt 1992 in Frankfurt am Main - wurde Leipzig bzw. Sachsen als Veranstaltungsort sicher bewusst gewählt. Man spürt es schon im Vorfeld, wie die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sich freuen, die Originalstätten der Musikgeschichte zu besuchen - das Bach-Archiv, das Mendelssohn-Haus, das Schumann-Haus etc. etc.  Auch bietet Leipzig zahlreiche herausragende Musikbibliotheken, in denen Führungen und Quellenpräsentationen angeboten werden.  

 

Aber auch die Stadt Dresden und die SLUB werden im Tagungsprogramm mit berücksichtigt...

>>BW: Ja, zum Abschluss der Veranstaltung wird es am 28.7. eine Post-Congress-Tour nach Dresden geben. Nach den kulturellen Highlights der Stadt besuchen die Gäste die SLUB, wo sie Einblick in die musikalischen Quellenbestände und die modernen Services unserer Bibliothek erhalten. 

 

Zum Schluss: Was wird für Sie der Höhepunkt der Tagung werden?

>>BW: Am Donnerstagabend, 26.7.2018, 20 Uhr wird im erst kürzlich neu eröffneten Paulinum der Universität Leipzig ein Konzert  "Katholische Kirchenmusik am Dresdner Hof", ausgeführt vom Sächsischen Vocalensembles und der Batzdorfer Hofkapelle, unter der Leitung von Matthias Jung, stattfinden. Wir haben die Gelegenheit genutzt, ein wenig bekanntes aber für Dresden typisches Repertoire auszuwählen, das verdeutlicht, wie sich der Hof zu Beginn des 18. Jahrhunderts als kulturelles Zentrum unter den Höfen Europas etablieren wollte. Es macht einfach Spaß, wenn unsere Quellen zum Erklingen kommen - und das mit tollen Ensembles, an einem einmaligen (wenn auch alles andere als katholischem (Lächeln) ) Ort, vor einem interessierten internationalen Publikum. Es handelt sich - das sollte ich noch betonen - um ein öffentliches Konzert. Karten gibt es an der Abendkasse. 

Donnerstag, 26.7.2018, 20 Uhr,
Paulinum – Aula und Universitätskirche St. Pauli, Leipzig

 

 

 

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SLUB-Tipp: Wenn Bücher ihre Geschichte erzählen könnten...

...dann hätten einige von einem sehr bewegten, dramatischen "Leben" zu berichten. Doch oftmals bekommen genau diese Werke, die nicht mehr "schön" sind, nicht die Aufmerksamkeit, die es ihnen eigentlich zu zollen gälte.

In der aktuellen Ausstellung "Museum of Untold Stories", die derzeit im Japanischen Palais in Dresden stattfindet, schenkt man nun genau diesen, oft übersehenen Objekten, Beachtung. Weniger, indem man sie ausstellt, sondern vorrangig, indem man ihre Geschichte erzählt. Denn manchmal sind es erst die kleinen und gr0ßen Begebenheiten um die Dinge, die diese interessant werden lassen. So basiert das "Museum of Untold Stories" auf Geschichten, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) mit Ausstellungsobjekten unterschiedlicher Art und Herkunft erlebt haben. 81 individuelle Geschichten wurden so zusammengetragen, darunter eine, die auch die Historie der SLUB und ihrer Bestände nachzeichnet.

 

"Nr. 17 - Das Japanische Palais und die Bücher" lautet der Titel der Geschichte von Gilbert Lupfer, Leiter der Abteilung Forschung und wissenschaftliche Kooperation in den SKD,  die er in diese Ausstellung eingebracht hat.

In Vitrine 16 wird sie veranschaulicht: Bücher mit fehlenden Einbänden, Ruß auf den Seiten, angebrannten und verkohlten Rändern. Es sind im Krieg durch Feuer bzw. Wasser zerstörte Werke, die einst aus der Ruine des Japanischen Palais geborgen werden konnten. Tausende von Büchern wurden damals in jener Bombennacht im Februar 1945 vollständig zerstört und gingen verloren - einige konnten gerettet werden. Diese eindrucksvollen Zeugnisse sind noch heute im Bestand der SLUB. 2018 kommen nun einige von ihnen noch einmal an den Ort zurück, wo einst die kurfürstliche Landesbibliothek (1786-1945) ihren Sitz hatte und in jenen Raum, in dem sie 1945 beinahe zerstört worden wären.

Deutlich sind auf ihnen beispielsweise die Bucheignerzeichen der Privatbibliotheken von Heinrich von Bünau und Heinrich von Brühl zu sehen, die im 18. Jahrhundert für die damals noch kurfürstliche Bibliothek erworben wurden. Brand-, Schmutz und Wasserschäden, ja sogar eine Glasscherbe von zersprungenen Fenstern kam zum Vorschein. Viele dieser Bände waren im Keller des ehemaligen Bibliotheksgebäudes untergebracht. Zwar hatten sie zunächst die Bombenangriffe überstanden, waren dann aber dem Wetter schutzlos ausgesetzt, weil die Kellerfenster durch den Luftdruck der explodierenden Bomben zersplittert waren.

Nr. 17 – Die Geschichten von 16 Büchern, die Teil der Geschichte der SLUB sind.

 

 

 

 

 

 

 

 

Informationen zur Ausstellung: Museum of Untold Stories (noch bis 26. August 2018), Japanisches Palais
Geöffnet: täglich 10 - 20 Uhr, So 10-18 Uhr, Montag geschlossen, Eintritt frei

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SLUB-Geschichten: Von einer Adress-Recherche zur Ausstellung

Tagtäglich erreichen uns viele Nutzeranfragen am Telefon, per Mail oder auch postalisch - von der Nachfrage zu Öffnungszeiten, über die Auskunft wo ein bestimmtes Buch zu finden ist, oder wie man zur Fotothek gelangt. So unscheinbar diese Anfragen auch scheinen mögen, erfährt jede volle Beachtung und eine Antwort. Oftmals ist die Frage nach der ersten Antwort erledigt, manchmal aber entwickeln sich daraus kleinere oder größere SLUB-Geschichten - teilweise amüsant, manche hochinteressant und hin und wieder entwickeln sich daraus langjährige Kooperationen.

 

SLUB-Mitarbeiterin Bärbel Krause ist eine dieser Geschichten besonders im Gedächtnis geblieben und daran wollen wir Sie teilhaben lassen:

 

"Im Januar 2013 erhielten wir einen Brief aus Burscheid (Nähe Köln). Gesucht wurden Adressen von Georg Lührig und seiner Frau Else. Der Hinweis auf unsere digitalen Dresdner Adressbücher war einfach – doch dann kam die Recherche in Fahrt. Georg Lührig (1868-1957) war ein bedeutender Dresdner Künstler - Maler und Grafiker - und Professor an der Kunstakademie. Seine Werke wurden bei zahlreichen Ausstellungen, nicht nur in Dresden gezeigt und seine Nachfahren wollten sein Leben nun nachzeichnen und aufarbeiten.Über fünf Jahre habe ich mit Inge Knoblauch, verschwägert mit der Familie von Georg Lührig, Kontakt gehalten, sie bei der Recherche nach Rezensionen und Zeitungsartikeln, in denen Lührigs Werke und Ausstellungen besprochen wurden, sowie biografischen Notizen unterstützt. Ergebnis der langjährigen Aufarbeitung ist eine Ausstellung zum künstlerischen Schaffen Georg Lührigs, der in diesem Jahr 150 Jahre alt geworden wäre, in den Städtischen Sammlungen Freital auf Schloss Burgk. Auf der Vernissage zur Sonderausstellung im Mai diesen Jahres konnte ich Frau Knoblauch und die Familie von Georg Lührig kennenlernen.

 

 

Zur Ausstellung erschien ebenso ein Katalog, der als Pflichtexemplar sicher den Weg in die SLUB findet und schon bald unseren Nutzerinnen und Nutzern zur Verfügung stehen wird."

 

 

Gut zu wissen...

Das heutige Gymnasium Cotta ziert ein Fresko, das einst Lührig schuf und den Berggeist des Riesengebirges Rübezahl darstellte. Nach dessen Zerstörung im Krieg, wurde es 1949 beim Wiederaufbau der Schule von einem anderen Künstler in Sgraffito-Technik gestaltet. Im Volksmund aber weiter trägt sich daher der Name »Rübezahlschule«, der also eigentlich auf Lührig zurückgeführt werden kann.

 

Ausstellung "Georg Lührig (1868 - 1957) - Natur und Symbol"

Freital Schloss Burgk, Dienstag - Freitag 13:00 - 16:00 Uhr sowie Samstag und Sonntag 10:00 - 17:00 Uhr geöffnet

Weitere Informationen finden Sie hier

 

Bild 1: Georg Lührig, Selbstbildnis (SLUB/Deutsche Fotothek)

Bild 2: Ausstellungskatalog zu "Georg Lührig (1868 - 1957) - Natur und Symbol" (SLUB Dresden)

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Kulinaria in der SLUB: Wie Siebecks Nachlass nach Dresden kam

Ein weiteres bedeutendes Konvolut ergänzt seit kurzem die Sammlungen der SLUB: Der Nachlass des Gastronomiekritikers Wolfram Siebeck (1928–2016), der mit Unterstützung der TU Dresden erworbenen wurde. Etwa 770 herausragende internationalen Speise- und Menükarten, 200 frühe Zeichnungen Siebecks für Zeitungen und Illustrierte, zahlreiche Manuskripte, Briefwechsel mit Lesern und Verlegern, sowie über 1400 Bücher - teilweise mit Widmungen an ihn - gehören dazu.

 

Der Nachlass zeichnet den Zeitraum der kulinarischen Entwicklung seit den 1960er Jahren ab, als das Deutsche Küchenwunder den Lebensstil der Deutschen veränderte.

 

„Keiner habe die Lebenskultur des Landes mehr verändert“, schrieb DIE ZEIT in einem Sonderheft zu Wolfram Siebecks (1928–2016) 80. Geburtstag im Jahr 2008.

 

Siebeck hat seit dieser Zeit mit ungezählten Kolumnen und Beiträgen in twen (seit 1958), im stern, in der Wochenzeitung DIE ZEIT, im Feinschmecker sowie mit etwa 40 Büchern die Geschmacksbildung in der Bundesrepublik Deutschland geprägt. Als Autor, Journalist und Kritiker setzte er Maßstäbe zur Verbesserung der Lebens- und Esskultur und eröffnete ein Verständnis für Frankreichs und Europas Kochkunst.

 

„Damit verfügt Dresden über einen der ersten Bestände in öffentlichem Besitz, mit dem die Entwicklung der deutschen Gourmetküche nach dem Zweiten Weltkrieg dokumentiert ist. Ich freue mich, dass Bibliothek und Universität gemeinsam die Sammlung erschließen und für 2020 eine Ausstellung Wolfram Siebeck. 50 Jahre Deutsches Küchenwunder vorbereiten.“

Prof. Dr. Thomas Bürger, Generaldirektor der SLUB

 

Das Siebeck-Archiv steht nun neben der Bibliotheca Gastronomica des Sammlers Walter Putz der Öffentlichkeit als Spezialsammlung zur Geschichte der kulinarischen Entwicklung zur Verfügung und wird schrittweise digitalisiert.

 

Doch warum genau sollte der Nachlass nach Dresden kommen?

 

Barbara und Wolfram Siebeck hatten bereits 2014 die SLUB Dresden als Aufbewahrungsort für den Nachlass bestimmt. Überzeugt hatte sie der umfangreiche Bestand gastronomischer Handschriften und Bücher aus fünf Jahrhunderten und die Dresdner Studien zur kulinarischen Ästhetik von Prof. Josef Matzerath und seinen Doktoranden an der Technischen Universität Dresden. Beide, Siebeck und Matzerath, hatten historische Menus von sächsischen Spitzenköchen neu interpretieren lassen und gemeinsam das Buch „Hofmenüs für heute“ 2013 verfasst. Nach dem Tod Siebecks im Jahr 2016 wurde sein Nachlass 2018 von Schloss Mahlberg nach Dresden gebracht.

 

 

Barbara Siebeck zeigt die Arbeitsbibliothek Wolfram Siebecks

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Prof. Bürger und Prof. Matzerath packten mit an und holten den Nachlass persönlich ab

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Transport der Kartons mit Ordnern aus dem Siebeck-Archiv im SLUB-Bus gen Dresden

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Erster Einblick ins Magazin   der SLUB, wo der Nachlass aktuell geordnet und  aufgestellt wird

 

 

 

 

 

 

 

Der nun vorerst im Magazin gelagerte Nachlass wird nun Stück für Stück aufgearbeitet. In Kürze geben wir Ihnen hier im Blog einen Einblick in die neuen Schätze in der SLUB.

 

Pressemitteilung und Pressebilder