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Heimat.Heute – Dresdner Schreibwerkstatt mit Kurt Drawert fördert literarischen Nachwuchs

Heimat: ein schillernder Begriff voller Sehnsucht, aber auch politischer Macht. Was bedeutet es heute, von Heimat zu sprechen? Ist Heimat ein Ort oder eine Sprache, ein kollektives Gefühl, Utopie oder Verwerfung? Schließt Heimat ein geeintes Europa und eine offene Welt ein? Die Frage, was Heimat ausmacht, beschäftigt Philosophen, Künstler, Politiker, Schriftsteller, aber auch Bürgerinnen und Bürger immer wieder aufs Neue.

 

 

 

Unter dem Motto "Neue Heimat Dresden 2025" bewirbt sich die sächsische Landeshauptstadt um den Titel "Kulturhauptstadt Europas 2025". Im Rahmen dieser Bewerbung veranstaltet die SLUB gemeinsam mit dem Kulturhauptstadtbüro Dresden 2025 eine literarische Schreibwerkstatt. Das Ziel: Nachwuchsautorinnen und -autoren unterstützen. Das Thema: Heimat.Heute.

 

Der Schriftsteller Kurt Drawert, unter anderem Lessingpreisträger des Freistaates Sachsen und Dresdner Stadtschreiber, wird die Schreibwerkstatt gemeinsam mit der Literaturwissenschaftlerin Julia Meyer (SLUB) leiten. Jetzt wurde das Auswahlverfahren eröffnet, bis zum 30. April 2019 können sich interessierte Autorinnen und Autoren bewerben. Am 15. Juni 2019 werden dann die ausgewählten Kandidatinnen und Kandidaten bekanntgegeben. Die Schreibwerkstatt findet an vier Wochenenden von September 2019 bis Mai 2020 in Dresden statt.

 

Kreative Schreibübungen zum Thema Heimat.Heute bilden einen Teil der Workshops. Darüber hinaus arbeiten die Autorinnen und Autoren themenübergreifend an ihren eigenen Schreibprojekten und entwickeln diese unter der fachlichen Anleitung weiter, bestenfalls bis zur Publikationsreife. Die entstehenden Werke – Essay, Prosa oder Lyrik – werden intermedial veröffentlicht und in einer Abschlusslesung präsentiert. Geplant ist außerdem eine Anthologie mit den besten Beiträgen zum Thema.

 

 

„In unserer Bibliothek recherchieren die Besucherinnen und Besucher nicht nur nach Literatur, sondern sie fassen im nächsten Schritt ihre Forschungsergebnisse in Textform zusammen. Um sie bei diesem Schreibprozess zu unterstützen, entwickeln wir mit dem SLUB TextLab einen auf die speziellen Bedürfnisse der Textarbeit zugeschnittenen Schreibort mit entsprechenden Beratungsangeboten. Die SLUB steht grundsätzlich allen Besuchern offen und schlägt damit eine Brücke zwischen Wissenschaft und Stadtgesellschaft, sodass in unseren Schreibwerkstätten nicht nur wissenschaftliche, sondern auch literarische Texte entstehen. Ganz besonders freuen wir uns nun auf die Zusammenarbeit mit dem Dresdner Stadtschreiber Kurt Drawert, da er selbst als junger Autor und damaliger Mitarbeiter in der Sächsischen Landesbibliothek tätig war und dort seine schriftstellerische Karriere ihren Anfang nahm. So wollen wir nicht nur gemeinsam mit Nachwuchsautorinnen und -autoren Texte über Heimat schreiben, darüber hinaus wünschen wir uns, ihnen eine Heimat zu werden.“, sagt Julia Meyer.

 

 

Sie haben Interesse an der Schreibwerkstatt? Den vollständigen Ausschreibungstext mit allen Informationen zur Bewerbung können Sie hier herunterladen. Sagen Sie es gern weiter!

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Schneller anfangen, besser vorwärts kommen: Beim Schreibevent des Jahres wird Euch geholfen!

Zu langsam für Eure Deadline? Keinen roten Faden im Text? Angst vor dem leeren Blatt? Egal, was Euer Problem ist, Ihr seid nicht allein! Das Schreibzentrum der TU Dresden (SZD) lädt wieder zur Langen Nacht des Schreibens (LNDS) in die SLUB.

 

Unter dem Motto „Write through the night“ unterstützen wir Euch dabei, neuen Mut zu fassen und nützliche Strategien zu entwickeln: Konzentriertes Schreiben in Gemeinschaft, Motivation, Inspiration und Tipps gegen Aufschieberitis - alles das kriegt Ihr am Donnerstag (7. März 2019) von 17-24 Uhr bei uns!

 

 

 

Die Lange Nacht des Schreibens aka "Long Night against Procrastination" am ersten Donnerstag im März ist eine feste Größe im Veranstaltungskalender vieler Hochschulen und Universitäten weltweit. Die Idee dahinter: Gemeinsamkeit fördert die Motivation.

 

Wir bieten Euch den Rahmen für ein positives Schreiberlebnis! In Schwung bringen könnt Ihr Euch ab 17:00 mit einem von sechs Impuls-Workshops. Im Anschluss findet Ihr Euch in unterschiedlichen Schreibgruppen zusammen und legt los - die Schreibtutoren/-innen des SZD leiten Euch an. In unserem Klemperersaal gibt es den ganzen Abend über verschiedene Informations- und Unterhaltungsangebote: Ihr könnt eine individuelle Schreibberatung in Anspruch nehmen und/oder bei Schreibtischyoga, Suppe oder Kaffee entspannen.

 

Unsere SLUB-Kollegen erwarten Euch ebenfalls dort am #SLUBWissensbar-Helpdesk und freuen sich darauf, Euch das Leben leichter zu machen - zum Beispiel mit Hinweisen zum Recherchieren, Zitieren und Verwalten von Literatur. Kommt vorbei und bringt viele Fragen mit!

 

Hier findet Ihr das ganze Programm!

 

 

 

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Über die Sehnsucht nach einer "konservativen Revolution" - ein Autorengespräch 'Zur rechten Zeit'

Vier renommierte HistorikerInnen betrachten die Wiederkehr des Nationalismus und begründen ihre damit zusammenhängende Sorge um das demokratische und aufklärerische Selbstverständnis der Bundesrepublik. Nächsten Mittwoch kommen sie in die SLUB und stellen ihr gemeinsames Buch vor!

 

 

 

Das Buch, das gerade erst im Ullstein Verlag erschienen ist, kommt hoffentlich "zur rechten Zeit"! Es handelt von der Sehnsucht nach einer „konservativen Revolution", welche die Autoren in der gesamten deutschen Nachkriegsgeschichte am Werk sehen und mit der sie sich die aktuelle "Rückkehr des Nationalismus" und die jüngsten Erfolge der Rechtspopulisten erklären.

Dass der Nationalismus - ein im 19. Jahrhundert entstandenes politisches Konzept - wieder derart attraktiv geworden sei, stelle "eine ebenso gefährliche wie erklärungsbedürftige Entwicklung dar", heißt es in der Einleitung, womit das wesentliche Anliegen dieses Buches bereits grob umrissen ist: Es geht darum, die neue alte Leidenschaft für nationale Identität im zeithistorischen Kontext plausibel zu machen und gleichzeitig präzise vor Augen zu führen, was dadurch auf dem Spiel steht - die liberale Demokratie und das Ideal einer menschenfreundlichen Gesellschaft.

 

Wir freuen uns auf das Buch und den Austausch mit Prof. Dr. Norbert Frei, PD Dr. Christina Morina, Dr. Franka Maubach und Dr. Maik Tändler! Moderieren wird Oliver Reinhard, Kultur-Redakteur der Sächsischen Zeitung, der sich kürzlich auf Facebook dazu bekannte, auf diesen Job "extrem gespannt" zu sein, was uns in der Gewissheit bestärkt, dass wir mit einer interessanten Diskussion rechnen dürfen!

 


Kommen Sie am 6. März um 19:00 Uhr in den Klemperer-Saal und seien Sie dabei: Die Veranstaltung ist öffentlich und der Eintritt wie üblich frei!

 

 

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Das Zeitungsportal der Deutschen Digitalen Bibliothek: Ein Projekt zur Zusammenführung aller digitalisierten Bestände!

Die Deutsche Digitale Bibliothek (DDB) ist eine Plattform in öffentlicher Verantwortung, die Objekte aus Kultur- und Wissenseinrichtungen zusammenführt, vernetzt und allgemein zugänglich macht. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert nun ein Projekt, in dem als Teil und auf der Basis der DDB ein nationales Zeitungsportal errichtet werden soll. Mittelfristig soll dieses Portal alle in Deutschland frei verfügbaren digitalisierten Zeitungsbestände präsentieren und nutzbar machen.

 

 

 

Das Förderprogramm, mit dem die Digitalisierung und Erschließung von Zeitungsbeständen finanziell unterstützt werden soll, basiert auf einem Masterplan, an dem die SLUB im Rahmen des DFG-Pilotprojekts „Digitalisierung historischer Zeitungen“ federführend mitgearbeitet hat. Ebenfalls mit Mitteln der DFG werden diese Bestände jetzt in einem aufwändigen Kooperationsprojekt zusammengeführt. Es geht darum, ein Portal zu entwickeln, das einen zentralen und nutzerfreundlichen Zugang zu den bereits digitalisierten Zeitungsbeständen realisiert, eine übergreifende Volltextsuche ermöglicht und die Recherche über verschiedene Einstiegspunkte erlaubt. Dahinter verbirgt sich aus Nutzersicht eine enorme Verbesserung, denn dieses Feature - der Einstieg über eine Kalendernavigation, in der bestimmte Daten oder Zeiträume angewählt werden können - lassen die Digitalen Sammlungen der SLUB bisher vermissen. Hier muss die Recherche derzeit noch mit einer konkreten Werkauswahl beginnen, bevor sich die jeweilige Kalenderansicht öffnet.

 

Unsere Kollegen sind in diesem Großprojekt vor allem mit der Entwicklung einer integrierten Anzeigenkomponente (Viewer) befasst: Die Nutzer sollen die Möglichkeit haben, die Bestände innerhalb der Portalumgebung zur Ansicht und zum Durchblättern aufzurufen. Zum Einsatz kommt dabei die bei uns entwickelte moderne Präsentationstechnologie Kitodo.Presentation, die nun noch weiter für die Darstellung von Zeitungen qualifiziert wird. Die Integration der Software in das Portal der DDB erfolgt nach dem Vorbild des (ebenfalls auf Kitodo basierenden und von der SLUB betriebenen) DFG-Viewers.

 

Das Projekt hat bisher noch keinen konkreten Namen und wird sicher erst am Ende der ersten Förderphase eine sichtbare bzw. klickbare Gestalt annehmen. Der angestrebte Funktionsumfang orientiert sich an Vorbildern wie ANNO - dem virtuellen Zeitungslesesaal der Österreichischen Nationalbibliothek - und lässt Großes erwarten.

Wir freuen uns auf diese Herausforderung und halten Sie über Fortschritte auf dem Laufenden!

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Sport frei in der SLUB: 15. Markt für Dresdner Geschichte und Geschichten zum Thema Sport und Tourismus

 

Die Bäume auf dem Wall stehen noch - ansonsten erinnert nichts mehr an den Sportplatz, auf dem sich heute das Hauptgebäude der SLUB befindet. Am Wochenende (23./24. Februar) kommt der Sport zumindest für zwei Tage zurück in die Bibliothek, wenn sich der 15. Markt für Dresdner Geschichte und Geschichten den Themenfeldern Sport und Tourismus in Dresden und Umgebung widmet. Ehrenamtliche Historikerinnen und Historiker präsentieren hier die Ergebnisse ihrer Erforschung der Orts- und Regionalgeschichte – oftmals mit Hilfe von Quellen aus der SLUB. Die Bandbreite der Forschungsfelder reicht von Dresdner Ausflugsgaststätten im Stadtzentrum über den Segelflugsport auf den Dresdner Elbwiesen und Hotel- und Tourismusgeschichte(n) aus der DDR-Zeit bis hin zu Sportvereinen in der Dresdner Johannstadt.

 

Mehr als 40 Aussteller haben sich für die Posterpräsentation angemeldet. In Vorträgen werden einzelne Fragen vertieft, etwa die nach der Bedeutung von offener Datendokumentation und Zugänglichkeit von Forschungsergebnissen auch in der ehrenamtlichen Forschung. Den Auftaktvortrag am 23. Februar um 10:30 Uhr hält Joachim Schindler zur 150-jährigen Geschichte des organisierten Tourismus in Dresden und Umgebung. Seine Bücher zur Geschichte von Wandern und Bergsteigen in der Sächsischen Schweiz finden sich auch im SLUB-Bestand, im vergangenen Jahr wurde Schindler - selbst passionierter Bergsteiger - mit dem Sächsischen Landespreis für Heimatforschung ausgezeichnet. Führungen durch die Ausstellung, die SLUB und das Buchmuseum runden das Programm ab. Kommen Sie vorbei!

 

 

Veranstaltungsort: Klemperer-Saal der SLUB

Öffnungszeiten
: Samstag 23. Februar 10 bis 17 Uhr, Sonntag 24. Februar 10 bis 15 Uhr

Eintritt
: 2 Euro für Besucher ab 16 Jahre (Freien Eintritt haben Vereinsmitglieder, geladene Gäste, Sponsoren, Aussteller, die einen Ausstellerausweis vorweisen können und Inhaber des Dresden-Passes.)

Programm
: Eine detaillierte Auflistung der Aussteller, Vorträge und Führungen finden Sie auf der Website des Vereins "Dresdner Geschichtsmarkt" e.V.