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SLUBlog

Autor: Cynthia Meißner

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Ministerpräsident Kretschmer in der SLUB

In der voll besetzten Zentralbibliothek informierte sich Ministerpräsident Kretschmer über die Entwicklung der Bibliotheken in Deutschland. Die neue Lernlandschaft im SLUB-Forum interessierte ihn ebenso wie die Fortschritte im Landesdigitalisierungsprogramm. „Die Digitalisierung in Zusammenarbeit mit Vereinen und Initiativen aus den sächsischen Regionen für alle im Freistaat gewinnbringend zu nutzen, ist ein überzeugender Ansatz, Wissenschaft, Kultur und Bildung in neuer Qualität zu verbinden. Die Initiative sollten wir unterstützen und gemeinsam an ihrem Erfolg arbeiten“, so Kretschmer.

 

Bibliotheken müssen attraktive Lernorte und zugleich nachhaltige Zentren digitaler Vernetzung sein, waren sich Michael Kretschmer und Thomas Bürger einig. Die Digitalisierung von Information und Wissen sei eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung: „Wenn alle Institutionen noch enger kooperieren und dabei mit den vielen Nutzergruppen zusammenarbeiten, werden auch neue Formen gesellschaftlichen Zusammenhalts entstehen“, zeigte sich Bürger überzeugt.

 

Der Ministerpräsident dankte Generaldirektor Thomas Bürger, der am 31. Juli aus dem aktiven Dienst ausscheidet, für sein 20-jähriges Engagement. Bürger warb für eine zügige Sanierung der Zentralbibliothek: „Wir sind Opfer unseres Erfolgs: angesichts der 104 Öffnungsstunden pro Woche und der mehr als 20 Mio. Besucher in 15 Jahren muss schnell mit Sanierungsarbeiten begonnen werden.“

 

 

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5 Tipps für eine angenehme Prüfungszeit

Der Platz vor der Zentralbibliothek der SLUB gleicht in den letzten Tagen vor allem am Nachmittag meist einer "Blechwüste". Jedes freie Plätzchen wird zum Abstellen von Fahrrädern genutzt. Ein klares Indiz dafür, dass wieder Prüfungszeit ist.

 

Damit das Arbeiten in unserer Bibliothek für Sie trotzdem gut erträglich ist, haben wir gemeinsam mit der Leiterin des Referates Informationsservice der SLUB, Sylvia Schöne, 5 Tipps für Sie zusammengestellt.

 

1. Platz für alle

Weil es in der Zentralbibliothek wieder gut gefüllt ist, haben wir unsere roten Klappstühle aus dem Lager geholt. Damit können Sie auch bequem neben oder zwischen den Regalen lesen oder recherchieren. Und wie in jeder Prüfungszeit gilt auch jetzt wieder: zeitiges Kommen sichert gute Plätze.

Sollte es doch einmal eng werden, halten auch unsere weiteren Standorte viele ruhige Arbeitsplätze bereit – warum also nicht einfach mal „Fremdgehen“? Das kann auch der Konzentration gut tun.

 

2. Mach mal Pause

Da jede gute Arbeit mal eine Verschnaufpause und sprichwörtlich „frischen Wind“ braucht, empfehlen wir Ihnen dringend an die frische Luft zu gehen - unsere Liegestühle laden zu einer entspannten Pause oder auch einem kleinen Powernap ein. Kleiner Geheimtipp: Liegestuhl nehmen und hinter den zweiten Gebäudeteil gehen - dort ist es besonders ruhig und es gibt immer ein Stückchen Schatten.

 

Damit Ihr Arbeitsplatz in der Zeit nicht besetzt wird, stehen Ihnen wieder unsere Pausenscheiben zur Verfügung.

 

 

3. Sie sind nicht allein

Nicht nur zahlreiche Kommilitonen teilen mit Ihnen das gleiche Schicksal, zu recherchieren, zu lesen, zu schreiben und zu lernen – auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der SLUB sind für Sie da und beraten Sie gerne individuell zu Ihren Schreib-/Forschungsvorhaben in unserer Wissensbar. Machen Sie einen Termin zur Beratung aus: egal ob für den Forschungsbericht oder die Hausarbeit in den Geistes- und Sozialwissenschaften, Natur- oder Ingenieurwissenschaften, Fragen zur Recherche oder zum wissenschaftlichen Arbeiten allgemein.

 

4. Hauptsache kein Plagiat

Zentraler Bestandteil des wissenschaftlichen Arbeitens ist das Belegen von Quellen. Dass das nicht immer einfach ist, ist wohl jedem bekannt, der schon einmal eine solche Arbeit geschrieben hat. Auf unserem YouTube-Kanal bringen wir Licht ins Dunkel und erklären Ihnen in der Reihe SLUBcast, kurz und bündig beispielsweise warum Zitieren notwendig ist, welche Arten von Zitaten es gibt und wie man sich für den richtigen Zitierstil entscheidet.

 

5. Besser schmeckt es draußen

Für alle entspannter wird die Prüfungszeit, wenn Sie darauf verzichten, Lebensmittel und Getränke wie Mate mit in die SLUB zu bringen: Knackende Äpfel, der Geruch von Käsebroten oder Nudelsalat und das Zischen der Cola-Flasche sind für keinen angenehm. Besser schmeckt es außerdem in entspannter Atmosphäre jenseits des Schreibtisches. Bitte bringen Sie daher nur Ihre Wasserflasche mit an den Arbeitsplatz - Ihre Kommilitonen und unsere Medien werden Ihnen dankbar sein!

 

 

Haben auch Sie noch den einen oder anderen Geheimtipp – dann verraten Sie ihn uns und Ihren Mitstreitern – hier als Kommentar oder auf unserem Twitter-Kanal.

 

Vom 9. Juli bis 10. August 2018 haben wir am Sonntag wieder bis 20 Uhr für Sie geöffnet.

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Feierliche Verabschiedung von Thomas Bürger und Amtsübergabe an Achim Bonte

Heute wurde der derzeitige Generaldirektor der SLUB, Prof. Dr. Thomas Bürger, mit einem Festakt feierlich in den Ruhestand verabschiedet. Im Beisein von zahlreichen Gästen aus Wissenschaft, Kultur und Politik wurde das Amt des Generaldirektors zugleich zum 1. August 2018 an Dr. Achim Bonte übergeben.

 

 Dr. Achim Bonte und Prof. Thomas Bürger

 

Thomas Bürger blickte in seiner Ansprache auf seine 20-jährige Tätigkeit in der SLUB zurück - zunächst als Stellvertreter des Generaldirektors und seit 2003 als Generaldirektor:

 

„20 Jahre sind in einer über 460-jährigen Bibliotheksgeschichte nur eine kurze Episode. Aber es waren spannende Jahre der Innovation und Kooperation. Die Dankbarkeit an die tüchtigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter steht an erster Stelle. Ich bin zuversichtlich, dass mein Nachfolger den Ausbau der digitalen Vernetzung erfolgreich voranbringt. Die Bibliothek wird im digitalen Zeitalter Spinne im Netz von Information und Wissen sein.“, sagte Thomas Bürger in seiner Ansprache.

 

Der designierte Generaldirektor der SLUB, Achim Bonte, freut sich auf die Herausforderungen und Chancen seines neuen Amtes:

 

„Mit dem großartigen Team der SLUB kann es gelingen, den Vermittlungs- und Bildungsauftrag des Hauses auch im digitalen Zeitalter attraktiv weiter zu entwickeln und Dresden in der Bundesliga der deutschen wissenschaftlichen Bibliotheken ganz oben zu halten. Mit einem Strategieprozess ‚SLUB 2025‘ werden wir den Weg der SLUB nach innen und außen in den kommenden Monaten noch deutlicher bestimmen. Aktive Benutzerbeteiligung, Internationalität und kooperative Infrastrukturentwicklung mit offenen Entwicklungswerkzeugen sind nach meiner persönlichen Überzeugung wichtige Wegmarken in diesem Prozess.“

 

Im Festakt würdigten die Sächsische Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst, Dr. Eva-Maria Stange, der Rektor der Technischen Universität Dresden, Prof. Dr.-Ing. habil. Hans Müller-Steinhagen und Dr. Michael Knoche, Direktor der Herzogin Anna Amalia Bibliothek a.D. das Wirken des scheidenden Generaldirektors und sprachen dem Nachfolger ihre Glückwünsche zum neuen Amt aus.

 

Prof. Dr. Thomas Bürger und Staatsministerin Dr. Eva-Maria Stange

 

Bilder: SLUB Dresden/ Ramona Ahlers-Bergner

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Zwerge auf den Schultern von Riesen: Ein Doktorhut aus dem Makerspace

Doktorhut ist nicht gleich Dr. Hut! Das Exemplar, das wir Ihnen heute hier vorstellen, ist ein ganz besonderes: Neben Bücherstapeln und einem gefüllten Regal steht der aufgeklappte Laptop; weiteres Werkzeug liegt schon bereit. Am Rande sitzt ein Riese - der Denker - mit einer Figur auf den Schultern: ein Zwerg, vielleicht ein(e) DoktorandIn? Im Vordergrund steht der Schriftzug "Qucosa", unser Hinweis auf die große Bedeutung von Open Science für die Verbreitung neuester Forschungsergebnisse.

 

Foto: SLUB/ Ramona Ahlers-Bergner. Objekte, CC-BY : Parametric Wrench by MBCook; Rodin's The Thinker by lampmaker; RPG Book Shelf by donald_stouffer.

 

Dieser 3D-Druck auf dem sonst schlichten Doktorhut symbolisiert das Gleichnis "Zwerge auf den Schulten von Riesen". Als Sinnbild steht es für wissenschaftliche Arbeiten – auch für Dissertationen: Aufbauend auf wissenschaftlichen Erkenntnissen entstehen neue Forschungsfragen und neues Wissen. So zeigt sich, wie sich die aktuelle Wissenschaft zu den Leistungen früherer Generationen positionieren lässt: Indem zum großen Wissensschatz, der über Jahrhunderte entstanden ist, immer wieder ein Beitrag hinzukommt, durch den wiederum Fortschritt zustande kommt und Weitsicht ermöglicht wird. Notwendige Mittel sind zunächst wissenschaftlich relevante Quellen, das Werkzeug dazu, neue Projekte umzusetzen, ein Laptop diese niederzuschreiben und schließlich Qucosa, um die neuen Ergebnisse zu publizieren.

 

Doch wofür braucht es nun einen solchen Doktorhut, der dieses Gleichnis plastisch darstellt? Entstanden im SLUB Makerspace, wird er heute als Publikumspreis des Dr.-Hut-Wettbewerbs beim Sommerfest der Graduiertenakademie der TU Dresden verliehen. Dort wird aus sieben Hutkandidaten "Dr. Hut 2018" gekürt. Wir hoffen wie jedes Jahr, dass die siegreiche Dissertation längst auf Qucosa zu finden ist, wie zum Beispiel diese Arbeit von Dr. Christin Henzen: Usability-Patterns für Webanwendungen in Geodateninfrastrukturen.

 

Literatur:
Robert King Merton: "Auf den Schultern von Riesen: Ein Leitfaden durch das Labyrinth der Gelehrsamkeit" – in der SLUB verfügbar.

 

 

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All I wanna do is bicycle: Was den Makerspace und Fahrradliebhaber verbindet

"Wer sein Radl liebt, der schiebt. Wer sein Fahrrad ehrt, der fährt" sagt man, "I want to ride my bicycle, I want to ride it now" heißt es im Song "Bicycle Race" von Queen: Radfahren ist ein Thema, das uns immer wieder begleitet v.a. im Sommer - im Urlaub, zur Picknick-Wiese oder auf dem Weg zur Arbeit. Doch einfach nur Fahrradfahren ist für drei junge Herren nicht genug - sie arbeiten auch an verschiedenen Projekten rund um ihre Leidenschaft: tüffteln zum einen an Gadgets, die das Radfahren noch angenehmer und sicherer machen und betrachten es zum anderen auch in seiner Historie.

 

Im kommenden Meet Up! im SLUB Makerspace am 05. Juli 2018 stehen ab 17 Uhr drei spannende Berichte rund um das Fahrradfahren auf dem Programm.

 

Mit Arduino, einer aus Soft- und Hardware bestehenden Physical-Computing-Plattform, und 3D-Druck die Fahrradwelt smarter und sicherer machen, ist das Ziel von Martin Kätzmer und Jonas Bechtel.

Wer kennt es nicht: man ist abends unterwegs, das vordere Licht geht aus und auch das Rücklicht wirft nur einen kleinen roten Schein. Um trotzdem sicher ans Ziel zu kommen, könnte eine rundum sichtbare aktive Beleuchtung helfen, die aus dem 3D-Drucker stammt. Die Idee dahinter wird Martin Kätzmer am kommenden Donnerstag genauer erläutern.

 

Jonas Bechtel befasst sich mit dem Fahrrad als Verkehrsmittel und möchte Ampeldaten dafür verfügbar machen. Dafür nutzt er Arduino als Plattform. Schon in seiner Diplomarbeit ging es um ein "Funksystem für einen Fahrrad-Verband". Seine Idee dabei ist es, die Verkehrsteuerung der Bahn auf das Fahrrad zu übertragen, z.B. bei Fahrradbewegungen wie der Critical Mass.

 

Bild: Lala Aufsberg:"Mit Fahrrad und Kamera in die Natur", 1937 (SLUB/Deutsche Fotothek/df_ab_0010245)Aber nicht nur die moderne Technik taugt dazu, einen neuen Blick auf das "Radeln" zu werfen. SLUB-Mitarbeiter Jens Bemme hat sich in Kat Jungnickels mehrjährige Forschung zu Patenten der frühen Radfahrerinnenbekleidung in England vertieft und stellt ihr neues Buch Bikes & Bloomers vor. Hier lassen sich beeindruckende Beispiele für die Bedeutung von Making in der Soziologie und Geschichtswissenschaft finden. Außerdem hat er mit seinem Team nachgeradelt.de erfolgreich bei Coding da Vinci Ost in Leipzig teilgenommen und eine Webanwendung erstellt, die historische Radtouren in die heutige Zeit übersetzt und erlebbar macht. Diese Arbeit beruht auf Datensätzen der SLUB und der Deutschen Fotothek und bietet Makern interessante Anknüpfungspunkte.

 

Das Thema Radfahren begleitete den SLUB Makerspace aber nicht nur in den aktuellen Projekten:  Schon 2014 wurde zusammen mit dem FabLabDD ein Open Source Lastenanhänger gebaut und vorgestellt.

 

Wir freuen uns auf Sie! Wenn auch Sie spannende Projekte rund um das Radfahren verfolgen, sind Sie herzlich eingeladen Ihre Ideen vor Ort zu besprechen und die Möglichkeiten des SLUB Makerspace zu entdecken.

 

Meet Up! All I wanna do is bicycle
am 5.7.2018, 17 bis 19.30 Uhr im Makerspace M2 (Zellescher Weg 17, 01069 Dresden)
Teilnahme ohne Vorkenntnisse möglich | Eintritt frei |
Anmeldung nicht erforderlich