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Kategorie: Citizen Science

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Digitale historische Tourenbücher fürs Stadtradeln

Beim diesjährigen Stadtradeln geht es bis 11. Juli wieder darum, für Dresden gemeinsam möglichst viele Radkilometer zu sammeln. Auch die SLUB ist mit einem Team dabei. Für zusätzliche Fahrstrecke bieten wir mehrere digitalisierte historische Tourenbücher für Radfahrer, mit denen Sie Stadtradel-Umwege oder Wochenendtouren planen können.

 

Tourenbuch des Gau 21 "Sachsen"

 

Die darin beschriebenen Wege, Straßen und Entfernungen müssten heute weitgehend die gleichen sein wie vor 120 Jahren. Auf die meist im hinteren Teil der Tourenbücher verzeichneten Werbeanzeigen von Hotels, Gasthäuser, Fahrradfabriken und Fahrradläden sollten Sie sich indes nicht mehr verlassen. Diese Inserate sind trotzdem sehr interessant, denn sie 'berichten' vom Beginn der Fahrradkultur in Sachsen und davon, wie Radsportbegeisterte und die profitierenden Geschäfte damals kommunizierten, um Interesse zu wecken und Kundschaft zu gewinnen.

 

Touren-Buch des Sächsischen Radfahrer-Bundes

 

Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts entstand und wuchs die Radsportbewegung. Erste Damen-Radrennen wurden organisiert, in Leipzig entstand 1891 der Sächsische Radfahrerbund. Tourenbücher und Karten für Radfahrer boten vor allem Streckenangaben für die Tourenplanung – anfangs noch kurz und knapp, später auch mit detaillierteren Ortsbeschreibungen und historischen Erläuterungen. Handliche Navigationsgeräte, Touren-Apps, Open Street Map und GPS gab es ja noch nicht.

 

Ist das Radfahren gesund? Offenbar ist diese Frage so alt wie das Fahrrad. Am besten, Sie radeln einfach los. Berichte, ob unsere digitalen historischen Tourenbücher auch heute noch zum Ziel führen, sind willkommen. Viel Spaß beim (Stadt-)Radeln!

 

Die historischen Tourenbücher und -karten der SLUB:

 

Ergänzungen

 

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eScience Lecture: Citizen Science in der Kunstgeschichte

Mit dem Thema "Citizen Science", also der Beteiligung von Laien auf spielerische Art und Weise in die Erhebung und Auswertung wissenschaftlicher Daten, beschäftigt sich die kommende eScience Saxony Lecture am 19. Februar 2015.

 

Wie das "Zocken für die Wissenschaft" (so DIE ZEIT vom 21.09.2013) bei der Erschließung digitaler Bildbestände helfen und welche Herausforderungen und Chancen sich für die Kunstgeschichte aber etwa auch für das Museumsmarketing stellen, wird Prof. Dr. Hubertus Kohle, Institut für Kunstgeschichte der LMU München am Beispiel des Projekts ARTigo berichten.

 

www.artigo.org ist ein Crowdsourcing-Spiel zur Gewinnung von Metadaten für Kunstwerke. Im Vortrag werden Idee und Praxis des Spiels vorgestellt und über die weitreichenden Möglichkeiten im Bereich Datenbank-Erschließung, Datenanalyse und für das Museumsmarketing gesprochen.

 

Beginn ist diesmal 18.30 Uhr. Wer nicht vor Ort sein kann, hat wieder die Möglichkeit, den Vortrag als Livestream hier im Internet zu verfolgen und im Chatroom als "Gast" mitzudiskutieren.

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Landespreis für Heimatforschung. Bei uns finden Sie Anregungen und Quellen

Auch in diesem Jahr schreibt das Sächsische Staatsministerium für Kultus und Sport wieder einen "Landespreis für Heimatforschung" aus, der sich ausdrücklich an Laienforscherinnen und -forscher richtet und neben drei Hauptpreisen auch drei Schülerpreise und einen Jugendförderpreis (TeilnehmerInnen bis 30! Jahre) vorsieht. Die GewinnerInnen des letzten Jahres sehen Sie hier.

Die SLUB nimmt nicht nur an der Jury dieses Wettbewerbs teil, sondern bietet Ihnen als Ihre Sächsische Landesbibliothek auch vielfältige Ideen und Quellen für eine erfolgreiche Teilnahme. Wichtige elektronisch verfügbare Informationen zu Geschichte, Kultur und Landeskunde Sachsens finden Sie gebündelt unter Sachsen.digital, dem gemeinsamen Angebot von zehn großen Wissenschafts- und Kultureinrichtungen im Freistaat.

Highlights in Sachsen.digital sind zum Beispiel die historischen Sächsischen Landtagsprotokolle, das Kartenforum, das digitale Historische Ortsverzeichnis oder die Sächsische Biografie nebst einem umfangreichen Personen-Wiki.

Aktiv mitmachen bei Sachsen.digital dürfen übrigens nicht nur staatliche Wissenschafts- und Kultureinrichtungen, sondern auch historische Vereine und Privatpersonen. Auch wenn Sie im Wettbewerb nicht auf dem Treppchen landen, sollten Sie Ihre landeskundliche Arbeit bei uns im Dokumenten- und Publikationsserver Qucosa kostenfrei und dauerhaft weltweit veröffentlichen.