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Kategorie: Ausstellungen

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Luther – einfach sprachlos: Stummfilm(vertonung) zur Reformationsausstellung

Als Begleitprogramm der Sonderausstellung „Wie Luthers Worte fliegen lernten“ wird in der SLUB der Historienfilm „Die Wittenberger Nachtigall“ gezeigt. Er entstand unter der Regie von Erwin Baron und wurde am 1. September 1913 in Berlin uraufgeführt. Der Spielfilm gehört zu den ältesten kinematographischen Zeugnissen über das Leben des Reformators und begleitet Luthers Leben bis zur Hochzeit mit Katharina von Bora.

 

 

Luther im Gespräch mit dem Buchdrucker

 

Da es sich natürlich um einen Stummfilm handelt, ist der wortgewaltige Luther nicht zu hören. Stattdessen greift die SLUB in gewisser Weise auf die damalige Aufführungspraxis  der musikalischen Begleitung zurück – allerdings alles andere als altmodisch: Erleben Sie an diesem Abend den Leipziger Künstler DJ D'dread, der sich seit Jahren mit einem Stilmix verschiedener Genres aus U- und E-Musik auf diesem Gebiet erfolgreich engagiert. Alle Interessenten sind herzlich eingeladen.

 

 

Thesenanschlag Luthers an der Wittenberger Schlosskirche

 

Die Aufführung beginnt am 20. November 19.00 Uhr im Vortragssaal der SLUB. Der Eintritt ist kostenfrei.

 

18.00 Uhr besteht die Möglichkeit, an einer Kuratorenführung durch die Sonderausstellung im Buchmuseum teilzunehmen.

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Buchpräsentation zur Arbeiterfotografie

Am kommenden Dienstag, 7. November, um 19.00 Uhr wird im Vortragssaal der SLUB der vom Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde e.V. (ISGV) herausgegebene Aufsatzband zur Tagung "Arbeiter | Kultur | Geschichte. Arbeiterfotografie der Weimarer Republik im Museum" vom März 2015 vorgestellt. Dazu sind Sie herzlich eingeladen!

 

 

Das Buch markiert den Abschluss des fünfjährigen DFG-Projekts "Das Auge des Arbeiters" am ISGV, in dessen Rahmen auch der Bestand Arbeiterfotografie in der Deutschen Fotothek digitalisiert werden konnte. Das Forschungsprojekt mündete in eine in Kooperation mit den Kunstsammlungen Zwickau, dem Käthe Kollwitz Museum Köln und dem Stadtmuseum Dresden (SMD) entwickelte Ausstellung, in der auch zahlreiche Aufnahmen aus der Deutschen Fotothek gezeigt worden sind.

 

Mit dem 500-seitigen Tagungsband ist im Leipziger Universitätsverlag nun ein gewichtiges Werk erschienen, welches  – wie das Inhaltsverzeichnis zeigt – die Thematik Arbeiterfotografie unter ganz unterschiedlichen Perspektiven erörtert, darunter ein Aufsatz zum Thema „Bildpolitik. Erwerbungs- und Erschließungsstrategien der Deutschen Fotothek“ von Karolin Schmahl.

 

Verbunden mit der Buchvorstellung ist die Präsentation des Arbeiterkalenders, einer bedeutenden Quelle für die Bildpolitik der Komintern, die der internationalen Forschung über die Digitalen Sammlungen der SLUB nun erstmals online zugänglich ist.

 

Es begrüßen Dr. Achim Bonte (SLUB), Dr. Erika Eschebach (SMD) und Prof. Dr. Winfried Müller sowie PD Dr. Ira Spieker (beide ISGV). Den Tagungsband stellt Dr. Holger Starke (SMD) vor, Dr. Jens Bove (Deutsche Fotothek) die Datenbank und Wolfgang Hesse (Dresden/Lübeck) den Arbeiterkalender.

 

Anschließend besteht bei Brezeln und Getränken Gelegenheit zum Gespräch.

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Herausforderung Reformation – Zum 31. Oktober 2017

Morgen ist es so weit, der 500. Jahrestag des Thesenanschlags. Luther hat mit seinen 95 Thesen an Kardinal Albrecht von Brandenburg mutig eine Reform der Kirche eingefordert – und eine Reform, eine Revolution des gesamten Staates, der Bildung, der Sprache, der Musik, der Medien ausgelöst, die uns bis heute prägt.

 

Die SLUB-Ausstellung gibt in ihrem Kern mit 31 Luther-Originalhandschriften und 64 Handschriften prominenter Zeitgenossen Einblicke in die Suche nach neuen Erkenntnissen und Wegen und in das enge Briefnetzwerk der Reformatoren. Die vorreformatorische Psalmenvorlesung von 1513 bis 1515 zeigt Luthers theologischen Aufbruch, seine „Warnung an seine lieben Deutschen“ von 1531 verdeutlicht mit dem Aufruf zum Widerstand gegen die altgläubige Obrigkeit den politischen Sprengstoff seines Wirkens.

 

Im SLUB-Museum rings um die Schatzkammer sind dann die frühesten Flugschriften zu sehen, mit denen die handschriftlichen Notizen Luthers, seiner Freunde und Gegner in rasender Geschwindigkeit verbreitet wurden. Herabwürdigungen, Polemiken, Verspottungen inklusive. Wie nah und zugleich fremd die Reformationszeit uns heute ist, verdeutlicht Luthers Kalender der Weltgeschichte (im Ausstellungsbuch die Nr. 43): für ihn dauerte die Schöpfung nur insgesamt 6000 Jahre, von denen 5500 Jahre abgelaufen seien. Luther glaubte also an das baldige Ende der Welt und hatte es deshalb eilig mit der Durchsetzung der Reformation.

 

Luthers Weltchronik: nach 5500 Jahren der Schöpfung sah er das Weltende nahen und hatte es eilig mit der Reformation (Ausstellungsbuch Nr. 43).

 

Luther forderte Schulen und Bibliotheken zu errichten, damit sich die Christen selbst bilden und die Bibel lesen lernten. Der evangelische Pfarrerssohn Lessing baute darauf auf und setzte sich 250 Jahre später für Aufklärung und Toleranz ein: Die Wahrheit zu besitzen könne jeder leicht behaupten, sich der Mühe der Suche nach Wahrheit zu unterziehen und sich durch vernünftiges und menschenfreundliches Verhalten, durch praktisches Handeln seines Glaubens würdig erweisen, das sei die bleibende Herausforderung – und ist es bis heute.

 

Zum Erbe der Reformation zählt, Menschen Bildung, Selbst- und Gottvertrauen zu ermöglichen, sie nicht „mitzunehmen“, wie es heute gutgemeint oft heißt, sondern die besten Voraussetzungen zu schaffen, dass sich der Mensch in Freiheit und Verantwortung selbst aufklären kann. Gibt es ein anspruchsvolleres, grandioseres Bildungsziel im Internetzeitalter?

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Unbekannte Melanchthon-Handschrift entdeckt

Bei den Vorbereitungen zur heute Abend öffnenden Ausstellung im Buchmuseum „Wie Luthers Worte fliegen lernten. Handschriften und Flugschriften der Reformation“ ist eine bisher völlig unbekannte, eigenhändige Widmung Philipp Melanchthons entdeckt worden.

 

Hierbei handelt es sich um eine Dedikation des Wittenberger Reformators auf dem Titelblatt einer gedruckten Nürnberger Predigt Jacob Runges für Andreas Wanckel. Der lateinische Text lautet: »[V]enera[n]do d. Andreae pastori Ecclesiae Smidberg[ensis]« (Dem ehrwürdigen Herrn Andreas, Pfarrer der Kirche in Schmiedeberg). Der aus Pommern stammende Runge war Schüler Melanchthons und auch Andreas Wanckel war 1535 in Wittenberg immatrikuliert worden.

 

Unter den Autographen, die im Rahmen der Ausstellung in der Schatzkammer bis Ende Januar 2018 präsentiert werden, befinden sich neben Handschriften Melanchthons auch Manuskripte bzw. Briefe Martin Luthers und Johannes Bugenhagens. Diese berühmten Autographe werden durch Niederschriften weniger bekannter Zeitgenossen ergänzt und ergeben so ein interessantes Bild der Vernetzung im reformatorischen Zeitalter.

 

Die feierliche Eröffnung der Ausstellung findet am Donnerstag, dem 26. Oktober 2017, 19 Uhr, im Vortragssaal der SLUB statt.

Die Ausstellung ist vom 27. Oktober 2017 bis 29. Januar 2018 täglich von 10 bis 18 Uhr im Buchmuseum zu sehen.

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Ausstellungseröffnung am 26.10. mit einzigartigen Hand- und Flugschriften aus Luthers Zeit

Über 95 Wochen, von Januar 2016 bis zum Reformationsjubiläum im Oktober 2017, präsentiert die SLUB in der Online-Ausstellung „95 Autographe der Reformationszeit“ Woche für Woche eine Originalhandschrift Luthers und seiner Mitstreiter in Bild und Kommentar. Die Quellen – Manuskripte wie Briefe – bezeugen nicht nur das reformatorische Wirken, sondern lassen tief in den Alltag und die Beziehungen der Menschen blicken.

 

Nun zeigt die Ausstellung „Wie Luthers Worte fliegen lernten. Handschriften und Flugschriften der Reformation“ in der Schatzkammer des Buchmuseums eine große Anzahl von Originalhandschriften Martin Luthers und seiner Mitstreiter – eigenhändige Manuskripte und insbesondere Briefe –, wie sie in dieser Fülle zuletzt 1917 in der damaligen Königlichen Landesbibliothek im Japanischen Palais ausgestellt wurden. Ohne die revolutionäre Weiterentwicklung des Buchdrucks wäre der Erfolg der reformatorischen Bewegung nicht denkbar gewesen. Wie sich Luthers Schriften über das Medium der Flugschrift verbreiteten („fliegen lernten“), zeigt begleitend im Buchmuseum eine reich an Originalen ausgestattete Schau aus den Sammlungen der SLUB.

 

 

 

Die feierliche Eröffnung der Ausstellung findet am Donnerstag, dem 26. Oktober 2017, 19 Uhr, im Vortragssaal der SLUB statt.

 

Neben Grußworten von Prof. Dr. Thomas Bürger (Generaldirektor der SLUB), Dr. Ronald Werner (Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst) sowie Landesbischof Dr. Carsten Rentzing (Evangelisch-Lutherische Landeskirche Sachsens) sprechen PD Dr. Hans-Peter Hasse (Institut für Evangelische Theologie der TU Dresden) sowie Jana Kocourek, Dominik Stoltz und Katrin Nitzschke (Kuratoren der SLUB). Musikalisch begleitet wird die Eröffnung vom Collegium canorum Lobaviense unter der Leitung von KMD Christian Kühne.

 

Im Rahmen der Feierlichkeit wird außerdem der im Sax-Verlag Markkleeberg erschienene Katalogband „Manu propria – Mit eigener Hand. 95 Autographe der Reformationszeit“ (ISBN 978-3-86729-207-8) präsentiert, der die Ausstellungsstücke in der Schatzkammer zum Thema hat. Die Publikation wurde großzügig gefördert von der Gesellschaft der Freunde und Förderer der SLUB e. V. und der Evangelischen Landeskirche Sachsens. 

 

Die Ausstellung ist vom 27. Oktober 2017 bis 29. Januar 2018 täglich von 10 bis 18 Uhr im Buchmuseum zu sehen.

Kuratorenführungen durch die Ausstellung:
1.11.2017, 20.11.2017, 29.11.2017, 10.1.2018 und 24.1.2018 jeweils 18 Uhr
8.11.2017, 13.12.2017 und 17.1.2018 jeweils 17 Uhr

 

Der Eintritt und die Führungen sind kostenfrei.

Kommentare

Ein interessanter Abend
22.11.2017 08:50
hak
20.11.2017 10:31
Mastodon
17.11.2017 13:10
Seid ihr auch auf Mastodon (ev...
17.11.2017 12:12
Zukunft?
08.11.2017 11:00

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