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Kategorie: Digital Humanities

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Das Zeitungsportal der Deutschen Digitalen Bibliothek: Ein Projekt zur Zusammenführung aller digitalisierten Bestände!

Die Deutsche Digitale Bibliothek (DDB) ist eine Plattform in öffentlicher Verantwortung, die Objekte aus Kultur- und Wissenseinrichtungen zusammenführt, vernetzt und allgemein zugänglich macht. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert nun ein Projekt, in dem als Teil und auf der Basis der DDB ein nationales Zeitungsportal errichtet werden soll. Mittelfristig soll dieses Portal alle in Deutschland frei verfügbaren digitalisierten Zeitungsbestände präsentieren und nutzbar machen.

 

 

 

Das Förderprogramm, mit dem die Digitalisierung und Erschließung von Zeitungsbeständen finanziell unterstützt werden soll, basiert auf einem Masterplan, an dem die SLUB im Rahmen des DFG-Pilotprojekts „Digitalisierung historischer Zeitungen“ federführend mitgearbeitet hat. Ebenfalls mit Mitteln der DFG werden diese Bestände jetzt in einem aufwändigen Kooperationsprojekt zusammengeführt. Es geht darum, ein Portal zu entwickeln, das einen zentralen und nutzerfreundlichen Zugang zu den bereits digitalisierten Zeitungsbeständen realisiert, eine übergreifende Volltextsuche ermöglicht und die Recherche über verschiedene Einstiegspunkte erlaubt. Dahinter verbirgt sich aus Nutzersicht eine enorme Verbesserung, denn dieses Feature - der Einstieg über eine Kalendernavigation, in der bestimmte Daten oder Zeiträume angewählt werden können - lassen die Digitalen Sammlungen der SLUB bisher vermissen. Hier muss die Recherche derzeit noch mit einer konkreten Werkauswahl beginnen, bevor sich die jeweilige Kalenderansicht öffnet.

 

Unsere Kollegen sind in diesem Großprojekt vor allem mit der Entwicklung einer integrierten Anzeigenkomponente (Viewer) befasst: Die Nutzer sollen die Möglichkeit haben, die Bestände innerhalb der Portalumgebung zur Ansicht und zum Durchblättern aufzurufen. Zum Einsatz kommt dabei die bei uns entwickelte moderne Präsentationstechnologie Kitodo.Presentation, die nun noch weiter für die Darstellung von Zeitungen qualifiziert wird. Die Integration der Software in das Portal der DDB erfolgt nach dem Vorbild des (ebenfalls auf Kitodo basierenden und von der SLUB betriebenen) DFG-Viewers.

 

Das Projekt hat bisher noch keinen konkreten Namen und wird sicher erst am Ende der ersten Förderphase eine sichtbare bzw. klickbare Gestalt annehmen. Der angestrebte Funktionsumfang orientiert sich an Vorbildern wie ANNO - dem virtuellen Zeitungslesesaal der Österreichischen Nationalbibliothek - und lässt Großes erwarten.

Wir freuen uns auf diese Herausforderung und halten Sie über Fortschritte auf dem Laufenden!

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DFG-Projekt „Digitale Edition der Korrespondenz August Wilhelm Schlegels“ um 18 Monate verlängert

Bild: Portrait August Wilhelm von SchlegelBereits im Jahr 1873 wurde der schriftliche Nachlass des Romantikers August Wilhelm Schlegel von der damals Königlichen Bibliothek Dresden erworben und konnte im Jahr 1998 um weitere Originalbriefe, die sich auf Schloss Coppet am Genfer See befanden, erweitert werden.

In einem gemeinsamen – von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten – Projekt mit der Phillipps-Universität Marburg und dem Trier Center for Digital Humanities wird seit 2012 die Korrespondenz August Wilhelm Schlegels aus dem Bestand der SLUB Dresden und zahlreicher weiterer Einrichtungen digitalisiert, transkribiert und elektronisch herausgegeben.

 

Um noch zusätzliche Briefe zu edieren und weitere Features, wie zum Beispiel ein Tool zur Annotation der Briefe, zur elektronischen Edition hinzuzufügen, bewilligte die DFG den Antrag auf Fortsetzung des Projektes bis 31.03.2020. In ihrem Gutachten bescheinigt die DFG der Edition ihren Pilotcharakter, der „in hohem Maße forschungsfördernd für die intellectual history der romantischen und nachromantischen Epoche“ ist und lobt die exzellenten bisher erreichten Ergebnisse.

Bild: Brief von Friedrich Tieck an August Wilhelm Schlegel, Rück- und Vorderseite

 

Um den Briefwechsel auch außerhalb der Editionswebsite recherchierbar zu machen, ist die Briefedition mittlerweile nicht mehr nur über die eigene Website, sondern auch über den an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften entwickelten Webservice correspSearch verfügbar. Dieser Dienst ermöglicht eine zentrale Recherche nach den Briefmetadaten in verschiedensten Briefverzeichnissen. So können schnell verschiedene Verzeichnisse nach Absender, Empfänger, Schreibort und -datum durchsucht werden. Neben der Schlegel-Edition findet man hier auch weitere bedeutende Editionen, wie die edition humboldt digital oder die digitale Neuausgabe der Briefe von Jean Paul.

 

Veranstaltungshinweis

Buchvorstellung und Gespräch: Die kritische Ausgabe von A.W. Schlegels Hamlet-Manuskript
26.03.2019 | 19.00 Uhr | Klemperer-Saal Zentralbibliothek SLUB Dresden

Die Germanistin und Präsidentin der E.T.A. Hoffmann-Gesellschaft, Dr. Kaltërina Latifi, ermöglicht mit dieser Edition interessante Einblicke in die Übersetzerwerkstatt Schlegels. Sein Hamlet-Manuskript wird in der SLUB aufbewahrt.

 

Weiterführende Informationen

 

Das Projekt wird gefördert durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft - Projektnummer 204094077

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Offen und vernetzt: Forschungsdaten in den Kulturwissenschaften

Der Rohstoff des 21. Jahrhunderts sind Daten. Google, Amazon, Facebook und Co. leben von unseren Daten –  und dies bekanntlich nicht schlecht. Und Sie bestimmen immer mehr unseren Alltag. Die wissenschaftlichen Fachdisziplinen wiederum pflegen sehr unterschiedliche, teils offene, teils schwer zugängliche Datenkulturen. Durch Erhebungen, Messungen, Simulationen, bildgebende Verfahren etc. entstehen – etwa in den Lebenswissenschaften, in den Sozial- und Geowissenschaften oder in der Astronomie – gigantische Datenmengen, die künftig im Rahmen einer Nationalen Forschungsdateninfrastruktur (NFDI) besser erschlossen und enger vernetzt werden sollen.

 

Der Forschungsdatenzyklus und verwandte ThemengebieteAuch die Kultur- und Geisteswissenschaften widmen den auf Daten aufbauenden neuen digitalen Auswertungsmöglichkeiten mehr Aufmerksamkeit. Die Gedächtniseinrichtungen Bibliothek, Archiv und Museum spielen dabei eine wichtige Rolle: Sie digitalisieren große Teile ihrer analogen Sammlungen, um sie zugänglich zu machen, zu vernetzen, neue Forschungsmethoden zu ermöglichen.

 

Die SLUB trägt zur Forschungsdatenkultur auf verschiedenen Ebenen bei: Sie digitalisiert Handschriften und Bücher, Zeitungen und Zeitschriften, Karten und Grafiken, Fotos und Karten und liefert hochwertige Metadaten und zunehmend auch Volltexte. Sie unterstützt Open Access, elektronisches Publizieren, den gesamten Forschungskreislauf von der Idee bis zur Publikation von Texten, Bildern und Daten und deren Langzeitsicherung. Zur Entwicklung innovativer und nachhaltiger Werkzeuge und Services arbeitet sie mit Partnerbibliotheken und Universitäten eng zusammen.

 

 

Wer heute studiert, sollte sich neben fachlichem Wissen auch ein gutes IT-Basis-Wissen aneignen. Und neugierig sein, was neue Techniken an neuen Arbeitsmöglichkeiten eröffnen. Die Digital Humanities benötigen qualifiziertes Personal z.B. für Digitale Editionen, für die Weiterentwicklung  qualifizierter semantischer Suchen in den unabsehbar großen Datenmengen und für viele weitere neue Herausforderungen.

Die datenbasierte Erforschung von Vergangenheit und Gegenwart hat eine große Zukunft. Vieles ist noch im Werden. Das schafft Unsicherheiten, bietet aber auch große Chancen, sich mit Ideen und Taten einzubringen.

 


Dieses Thema wurde von Prof. Dr. Thomas Bürger auch beim 107. Deutschen Bibliothekartag im Juni in Berlin präsentiert.
Die Folien zum Votrag können Sie hier herunterladen.

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Forschungsdesign 4.0 – Tagung über Datengenerierung und Wissenstransfer

Vom 19.-21. April diskutieren auf Einladung des ISGV rund 100 Kulturwissenschaftler*innen im Vortragssaal der SLUB über digitale Wissenschaft. Nach einem reichlichen Jahrzehnt der Digitalisierung zeichnet sich eine neue Phase und Qualität von Digitalität ab. Sie unterstützt und prägt alle Prozesse der Wissensproduktion von der Ideenfindung und Quellensammlung über die Methoden des Forschens und Teilens bis hin zur Dokumentation, (Open Access-) Publikation und Langzeitsicherung.

 

Doch wie finden im Alltag viele noch unverbundene Projekte und Initiativen zueinander? Ira Spieker, Kulturanthropologin und Ethnologin am Institut für Geschichte und Volkskunde (ISGV) und Tagungsleiterin, hat 22 Referentinnen und Referenten insbesondere aus der Landesgeschichte gebeten, methodische, organisatorische und projektpraktische Erfahrungen zu teilen und Möglichkeiten der „Wissensproduktion 4.0“ zu diskutieren.

 

Offensichtlich ist schon jetzt: Forschergruppen und Infrastruktureinrichtungen wie Archive, Bibliotheken, Museen und Rechenzentren müssen sich unter- und miteinander kreativ und verlässlich verbünden, wenn der Sprung ins Forschungsdesign 4.0 nachhaltig gelingen soll.

 

Bund und Länder wollen - den Empfehlungen des Rats für Informationsinfrastrukturen (RfII) folgend - noch in diesem Jahr den Weg für eine Nationale Forschungsdateninfrastruktur (NFDI) freimachen. Die Idee ist, dass sich Fachcommunities und Infrastrukturen auf starke Bündnisse verständigen und erfolgreiche Initiativen und Projekte national verstetigt und in internationalen Kontexten vernetzt und ausgebaut werden können. Das kluge Kombinieren und Ausbalancieren von wissenschaftlicher Konkurrenz und Kooperation, von Innovation und Nachhaltigkeit, von fachlicher und infrastruktureller Expertise wird also für das Zustandekommen der NFDI und ihr Gelingen ausschlaggebend sein.

Die Tagung lädt an den Digital Humanities Interessierte ein, die Chancen und Herausforderungen digitaler Wissensproduktion und -vernetzung anzunehmen und mitzugestalten.

Die Konferenz Forschungsdesign 4.0 - Datengenerierung und Wissenstransfer in interdisziplinärer Perspektive des ISGV e.V. findet vom 19.-21. April 2018 im Vortragssaal der SLUB statt.

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Tag der Lehre: SLUB präsentiert Angebote für die Digitalen Geisteswissenschaften

Die SLUB Dresden versteht sich als wichtiger Ort der Wissensvermittlung mit starker Verbundenheit zu Forschung und Lehre. Zum Tag der Lehre der TU Dresden am 15. November 2017 im Hörsaalzentrum präsentiert sie sich deshalb mit ihren Lehrangeboten zu den Digitalen Geisteswissenschaften. Schirmherr der ganztägigen Veranstaltung ist Prof. Dr. Hans Georg Krauthäuser, Prorektor für Bildung und Internationales der TUD.

 

Das Programm zum Tag der Lehre verspricht Austausch und Vernetzung unter den Beteiligten sowie Inspiration und Motivation für die Gestaltung von Lehre und Lernen. In den Sessions werden u. a. neue Lernumgebungen wie AMCS (Auditorium Mobile Classroom Service) vorgestellt, die an der TU Dresden entwickelt wurden, aber auch didaktische Fragen diskutiert.

 

Eine "Galerie der Lehr-Lern-Vielfalt" und eine "Messe der Akteure" flankieren als "Open Space" die Agenda. Als einer dieser Akteure in der universitären Bildungslandschaft präsentiert sich die SLUB im Foyer des Hörsaalzentrums (Standnummer 107) von 14:30 bis 17:00 Uhr mit ihren Lehrangeboten für die Digital Humanities.

 

Alle Lehrenden und Studierenden sowie alle an Lehre und Lernen Interessierten sind herzlich eingeladen, sich in Vorträgen, verschiedene Sessions, Präsentationen und einer Podiumsdiskussion mit dem Thema "Vielfalt in Lehre und Lernen" zu beschäftigen und am Stand der SLUB vorbeizuschauen.