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Kategorie: Digitale Bibliothek

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Tag der Lehre: SLUB präsentiert Angebote für die Digitalen Geisteswissenschaften

Die SLUB Dresden versteht sich als wichtiger Ort der Wissensvermittlung mit starker Verbundenheit zu Forschung und Lehre. Zum Tag der Lehre der TU Dresden am 15. November 2017 im Hörsaalzentrum präsentiert sie sich deshalb mit ihren Lehrangeboten zu den Digitalen Geisteswissenschaften. Schirmherr der ganztägigen Veranstaltung ist Prof. Dr. Hans Georg Krauthäuser, Prorektor für Bildung und Internationales der TUD.

 

Das Programm zum Tag der Lehre verspricht Austausch und Vernetzung unter den Beteiligten sowie Inspiration und Motivation für die Gestaltung von Lehre und Lernen. In den Sessions werden u. a. neue Lernumgebungen wie AMCS (Auditorium Mobile Classroom Service) vorgestellt, die an der TU Dresden entwickelt wurden, aber auch didaktische Fragen diskutiert.

 

Eine "Galerie der Lehr-Lern-Vielfalt" und eine "Messe der Akteure" flankieren als "Open Space" die Agenda. Als einer dieser Akteure in der universitären Bildungslandschaft präsentiert sich die SLUB im Foyer des Hörsaalzentrums (Standnummer 107) von 14:30 bis 17:00 Uhr mit ihren Lehrangeboten für die Digital Humanities.

 

Alle Lehrenden und Studierenden sowie alle an Lehre und Lernen Interessierten sind herzlich eingeladen, sich in Vorträgen, verschiedene Sessions, Präsentationen und einer Podiumsdiskussion mit dem Thema "Vielfalt in Lehre und Lernen" zu beschäftigen und am Stand der SLUB vorbeizuschauen.

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Glücksfall für die SLUB: Erwerbung verschollen geglaubter Winckelmann-Briefe

 

Im Februar 2017 konnte die SLUB Dresden aus dem Antiquariatshandel einen bisher verschollen geglaubten Teil der Korrespondenz zwischen dem klassischen Archäologen und Begründer der Kunstwissenschaft Johann Joachim Winckelmann (1717–1768), dessen Geburtstag sich in diesem Jahr zum 300. Mal jährt, und dem Grafen Joseph Anton Gabaleon von Wackerbarth-Salmour (1685–1761), Erzieher und Oberhofmeister des sächsischen Kurprinzen Friedrich Christian, erwerben. Dank großzügiger Förderung der Ernst von Siemens Kunststiftung und der Kulturstiftung der Länder wurde dieser Ankauf möglich.

 

 

 

 

 

 

 

Das Briefkonvolut aus der Zeit zwischen Dezember 1759 und Februar 1761 umfasst sieben eigenhändige italienische Briefe Winckelmanns aus Rom, wo dieser seit seinem Weggang aus Dresden 1755 lebte, sowie die Konzepte zu fünf französischen und einem italienischen Antwortschreiben des Grafen aus München, wo sich das sächsische Kurprinzenpaar 1759 bis 1762 aufhielt.

 

 

In den Briefen geht es um Neufunde antiker Skulpturen, Gemmen und Medaillen, um einige von Winckelmanns Schriften und um seine Sympathien und Antipathien gegenüber Gönnern, Kollegen und Künstlern. Der Briefwechsel ist aufschlussreich für das Verhältnis zwischen Winckelmann und dem sächsischen Hof.

 

Vom 25. bis 28. September 2017 sind ein Teil der Briefe sowie Erstausgaben einiger Schriften Johann Joachim Winckelmanns in der Schatzkammer des Buchmuseums der SLUB ausgestellt.

Öffnungszeiten: täglich 10 bis 18 Uhr. Eintritt frei.

 

Sämtliche Briefe sind online in den Digitalen Sammlungen der SLUB zugänglich: http://digital.slub-dresden.de/id49251724X     

 

Vorankündigung: Für 2018, dem 250. Todesjahr Winckelmanns, ist eine größere Ausstellung im Buchmuseum der SLUB geplant. Genauere Informationen folgen hier im SLUBlog.

 

Fotos: SLUB Dresden / Ramona Ahlers-Bergner

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Historisches Ortsnamenbuch von Sachsen – jetzt digital

Sechzehn Jahre nach seiner Erstveröffentlichung liegt das Historische Ortsnamenbuch von Sachsen in einer Onlineausgabe auf Qucosa vor. Das Hilfsmittel der Orts- und Regionalforschung ist somit als pdf-Datei durchsuchbar.

 

Das von der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig (SAW) in der wichtigen regionalgeschichtlichen Reihe „Quellen und Forschungen zur sächsischen Geschichte“ herausgegebene dreibändige Werk stellt die Entwicklungsgeschichte von ca. 5.300 Siedlungs- und Wüstungsnamen dar, die in den Grenzen des heutigen Freistaates Sachsen überliefert wurden. Hinzu kommt der Namensbestand des thüringischen Kreises Altenburg (Altenburger Land), der siedlungs- und territorialgeschichtlich jahrhundertelang zum wettinischen Territorialstaat gehörte.

 

 

Ehemaliges Ortseingangsschild von Chemnitz (damals Karl-Marx-Stadt), aufgenommen im Sächsischen Industriemuseum Chemnitz / Kolossos @ Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0

 

In den ersten beiden Bänden wird die Geschichte jedes Namens mit möglichst lückenloser Belegkette dargestellt: von den ältesten Schreibungen über weitere Formen bis zur heutigen Gestalt einschließlich mundartlicher Lautung. Geboten werden Informationen zu Herkunft, Wortbildung, Etymologie und Typologie, zur Sprachgeschichte, zur Integration altsorbischer Toponyme sowie zu soziolinguistischen Merkmalen der Ortsnamen. Der dritte Band enthält auswertende Register, die das lexikalische Material erschließen.

 

Das Ortsnamenbuch ergänzt die Datenbankausgabe des Historischen Ortsverzeichnisses von Sachsen (HOV), die vom Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde (ISGV) betrieben wird. Das HOV weist fast 6.000 Stichwörter auf und verzeichnet neben den historischen Ortsnamenformen historisch-statistische Angaben zu den Siedlungen: geografischen Lage, verwaltungsmäßige Zugehörigkeit und Bevölkerungsentwicklung. Gemeinsam verdeutlichen die Werke die komplexe Siedlungsgeschichte Sachsens seit dem Mittelalter mit den wechselseitigen Bezügen von slawischer und deutscher Besiedlung.

 

Neben dem Historischen Ortsnamenbuch sind weitere aktuelle Publikationen der SAW auf Qucosa verfügbar, zum Beispiel die Edition der Briefe des bedeutenden Theologen Philipp Jacob Spener, eine „Chronologie der Naturwissenschaften“ und die Reihe „Studien zur Entwicklung von Mathematik und Physik in ihren Wechselwirkungen“. Weitere folgen. Seit 2009 findet sich in den Digitalen Sammlungen der SLUB die Kollektion der historischen Abhandlungen der Akademie der Wissenschaften der Jahre 1850 bis 1945.

 

Susanne Baudisch: Historisches Ortsverzeichnis und Historisches Ortsnamenbuch von Sachsen. Zwei Lexika - ein Wissenssystem

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Nun für Archivgut optimiert: Neue Version des DFG-Viewers verfügbar

Im Rahmen eines von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Projekts haben die SLUB, das Landesarchiv Baden-Württemberg sowie das Landesarchiv Nordrhein-Westfalen den DFG-Viewer, ein digitales Werkzeug für die Präsentation von Archivalien, optimiert.

 

Neben einer verbesserten Darstellung archivischer Medienarten wie Fotografien, Amtsbüchern und Akten, ist es nun auch möglich, Großformate wie Urkunden und Karten mit höherer Performanz zu präsentieren. Dafür wurde das MODS-Anwendungsprofil des DFG-Viewers um archivfachliche Elemente erweitert.

 

Um insbesondere schwer lesbare Materialien im DFG-Viewer besser erkennbar zu machen, wurde zudem die Anzeige um eine Reihe visueller Funktionen ergänzt. Sie können nun Kontrast und Helligkeit der Digitalisate selbst bearbeiten, um z.B. die Papierstruktur und andere physische Oberflächenmerkmale sichtbar zu machen. Das ist auch bei der Betrachtung qualitativ schwächerer Scans nützlich.

 

 

Zusätzlich ist es möglich, die Invertierung des vollständigen Farbspektrums eines Digitalisats darzustellen, was insbesondere für die Lesbarkeit von Mikrofilmdigitalisaten entscheidend ist. Um beispielweise Randbemerkungen, quer gedruckte Tabellen oder Abbildungen richtig ausrichten zu können, können Sie das Digitalisat nun auch stufenlos drehen. Darüber hinaus wurde der Viewer in den letzten Monaten umfassend grafisch überarbeitet und für Mobilgeräte optimiert, wobei auf eine weitgehende Barrierearmut und international verständliche Symbolsprache geachtet wurde. Die beschriebenen Funktionen stehen auch für alle im DFG-Viewer betrachteten Digitalisate zur Verfügung.

 

Der Browser-Webdienst verfügt über eine OAI-PMH-Schnittstelle zum Austausch von Meta- und Strukturdaten im METS/MODS- und METS/TEI-Format. Mithilfe dieser Daten wird die Anzeige eines digitalen Mediums angereichert und dessen innere Struktur korrekt abgebildet. Die neue Version des DFG-Viewers wird nun bereits von mehreren Archiven und im Archivportal-D eingesetzt.

 

Mehr Informationen erhalten Sie unter DFG-Viewer oder Landesarchiv Baden-Württemberg. Beispiele sind hier abrufbar.

 

Nadine Seidu (M.A), Landesarchiv Baden-Württemberg

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SLUB-Schätze auf Reisen: Aufbruch ins romantische Universum

Am 5. September jährte sich der Geburtstag von August Wilhelm Schlegel (1767–1845) zum 250. Mal. Die SLUB hat besonderen Grund zum Gedenken an den namhaften romantischen Philologen, Literaturwissenschaftler, Kritiker und Übersetzer, besitzt sie doch seit 1873 den größten Teil seines umfangreichen schriftlichen Nachlasses, darunter rund 650 Briefe von und 3.100 Briefe an Schlegel sowie Manuskripte zu Gedichten, Übersetzungen, Vorlesungen, Kritiken und wissenschaftlichen Beiträgen.

 

19 Stücke sind seit 5. September und noch bis zum 12. November 2017 in der Sonderausstellung „Aufbruch ins romantische Universum – August Wilhelm Schlegel“ im Frankfurter Goethehaus des Freien Deutschen Hochstifts zu sehen. Beispielsweise einer der beiden Kartons, in denen 1925 auf Schloss Coppet am Genfer See, dem Wohnsitz der Madame de Staël, 585 Briefe aufgefunden worden sind, die 1998 mit Sondermitteln des Freistaates Sachsen für die SLUB ersteigert werden konnten. Auf die Reise nach Frankfurt haben sich zudem einige Briefe von und an Schlegel sowie die Manuskripte zur Übersetzung von Shakespeares „Romeo und Julia“ und zu Vorlesungen über das akademische Studium begeben.

 

Nicht nur die ausgestellten Briefe, sondern die gesamte überlieferte Korrespondenz Schlegels wird derzeit samt Transkription in einer digitalen Edition online zugänglich gemacht, die in einem mehrjährigen, von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Projekt in Zusammenarbeit mit der Philipps-Universität Marburg und dem Trier Center for Digital Humanities entsteht.

 

 

 

Kalliope-Verbund: Übersicht über den Nachlass und Ergänzung 1998

literaturkritik.de: Romantiker, Wissenschaftler, Europäer: August Wilhelm Schlegel zum 250. Geburtstag

Ausstellungskatalog: Aufbruch ins romantische Universum – August WilhelmSchlegel / hrg. von Claudia Bamberg und Cornelia Ilbrig. Göttinger Verlag der Kunst GmbH 2017.

Kommentare

hak
20.11.2017 10:31
Mastodon
17.11.2017 13:10
Seid ihr auch auf Mastodon (ev...
17.11.2017 12:12
Zukunft?
08.11.2017 11:00
Kurs "Nordwest", dann: "Südost...
08.11.2017 08:11

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