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Kategorie: Lesen

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Zwischen Fakt und Fiktion: Isabelle Lehn liest aus ihrem Debütroman

„Isabelle Lehn hat einen packenden Psychoroman geschrieben, der seine Kraft dadurch entwickelt, dass er über den Wahnsinn des Krieges nur in der Möglichkeitsform spricht.“ (Simon Strauß, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 26.11.2016)

 Auch andere Feuilletonisten sind voll des Lobes über die junge Autorin:

 

„Isabelle Lehn überrascht mit ihrem Debüt-Roman „Binde zwei Vögel zusammen“, der sich in einem absolut realistischen Szenario, in Wahn- und Traumwelten verliert und […] sehr bündig und folgerichtig von den großen politischen Konflikten unserer Zeit erzählt." (Jörg Schieke, MDR-Kultur, 26.07.2016)

 

Isabelle Lehn (Foto: Sascha Kokot) wurde 1979 in Bonn geboren und lebt in Leipzig. Sie studierte in Tübingen und Leicester Allgemeine Rhetorik, Ethnologie und Erziehungswissenschaft mit Arbeitsschwerpunkten zu Propagandaforschung, Massenkommunikation und Medienwirkungen und wurde 2011 im Fach Rhetorik promoviert. Parallel zur Promotion absolvierte sie ein Studium am Deutschen Literaturinstitut Leipzig, wo sie nach Lehraufträgen und Gastdozenturen von 2013 bis 2017 als Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Forschungsprojekt „Literarische Schreibprozesse“ arbeitete.

 

 

 

Ihr Debütroman „Binde zwei Vögel zusammen“, der sich mit der Verunsicherung der Menschen durch Medien und Weltgeschehen beschäftigt, stand 2016 auf der Shortlist für den Ingeborg-Bachmann-Preis und wurde 2017 mit dem Förderpreis des Schubart-Literaturpreises ausgezeichnet.

 

Seien Sie herzlich eingeladen, wenn Isabelle Lehn am Mittwoch, den 15. November 2017, mit ihrem Werk in der SLUB zu Gast ist und es im Gespräch mit Patrick Beck (Literaturforum e.V.) vorstellt. Es besteht anschließend die Möglichkeit, der Autorin Fragen zu stellen und sich ihr Buch signieren zu lassen.

 

Die Lesung findet im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Literaturforum Bibliothek - Autoren aus Sachsen in sächsischen Bibliotheken" statt. Der Landesverband Sachsen im Deutschen Bibliotheksverband e.V. realisiert dieses Projekt als Gemeinschaftsarbeit mit dem Sächsischen Literaturrat e.V. und unter finanzieller Unterstützung des Sächsischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst.

 

Lesung und Gespräch: Isabelle Lehn "Binde zwei Vögel zusammen", Mittwoch, 15.11.2017 19:00 Uhr - 20:30 Uhr, Vortragssaal (1. OG der Zentralbibliothek, Zellescher Weg 18), Eintritt frei

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Mit der AfD in die Herbstferien - Buchempfehlung "Endland"

Während die einen sich für das neue Semester startklar machen, gehen die anderen in die Herbstferien. Aus dem SLUB-Fachreferat Kinder- und Jugendbuch kommt deshalb zum Ferienbeginn eine Buchempfehlung für junge Leser sowie für Lehrkräfte im Fach Deutsch oder Politik – und zugleich für alle, die sich nach der U18-Wahl in Sachsen fragen: Warum wählen unsere Kinder die AfD in vielen Wahlkreisen zur stärksten Partei?

 

„Sich ein Land vorzustellen, in dem die AFD die Macht hat? Ein interessantes Gedankenexperiment!“, befand DIE ZEIT in ihrer Rezension des Jugendromans Endland wenige Tage vor der Bundestagswahl. Heute sehen wir dieses Szenario in greifbare Nähe gerückt. Der Journalist und promovierte Politikwissenschaftler Martin Schäuble führt es uns vor Augen.

 

Sein dystopischer Science-Fiction-Thriller spielt in Endland, das sich in den drei Jahren, nachdem die Partei Nationale Alternative an die Regierung gewählt wurde, bereits deutlich verändert hat. Der junge Soldat Anton bewacht die Grenzmauer, die Endland nun umschließt. Begeistert von der Nationalen Alternative und vom Selbstbewusstsein seines Landes radikalisiert er sich zunehmend. Seinem besten Freund Noah ist diese Politik verhasst, die Flüchtlingen keinen Schutz mehr bietet. Im letzten noch verbliebenen Flüchtlingslager Endlands lebt Fana, die nach ihrer Flucht aus Äthiopien ausgerechnet auf Anton trifft und sich mit ihm anfreundet. Als Anton einen tödlichen Anschlag auf die Flüchtlingsunterkunft ausführen soll, ist er gezwungen, sich zu entscheiden: für eine nationale Ideologie oder für seine Freunde.

 

Martin Schäuble, dessen Bücher wie Die Geschichte der Israelis und Palästinenser oder Black Box Dschihad stets auf den Empfehlungslisten für Jugendliteratur stehen, ist als Journalist an seinen Themen ganz nah dran. Er erlernte sein schriftstellerisches Handwerk als Volontär der Chemnitzer Freien Presse, wo er anschließend als Nachrichtenredakteur schrieb. Auch wenn der inzwischen vielfach prämierte Sachbuchautor nun bereits seinen zweiten Jugendroman vorlegt, verzichtet er beim Schreiben fiktiver Texte nie auf journalistische Recherche.

 

In Interviews für den Hanser Verlag sowie für den Radiosender rbb berichtet Schäuble ausführlich von seinen Vorbereitungen für „Endland“: „Ich habe in den rechten Milieus recherchiert, Pegida besucht, an Parteiveranstaltungen teilgenommen, mit Sympathisanten gesprochen und mit Mitgliedern. Ich bin nach Äthiopien gereist und habe dort wie hier mit Flüchtlingen aus den verschiedensten Ländern gesprochen.“

 

Wer mag, führt Schäubles "Gedankenexperiment“ weiter aus und fragt nach der Rolle wissenschaftlicher Bibliotheken wie der SLUB in Endland. Welche Maßnahmen werden wir dort ergreifen, um das „Deutsche Leitbild“ als bildungs- und kulturpolitischen Auftrag umzusetzen? Ob wir als Landesbibliothek weiterhin sämtliche Publikationen aus Sachsen archivieren? Als sogenanntes „Pflichtexemplar“ kam die 2001 im Eigenverlag veröffentlichte Studie von Martin Schäuble über die Sächsische Schweiz in unseren Bestand. Der Titel Rausgehasst. Rassismus und Neonazi-Terror in einer Touristenidylle ist zwar nicht im Buchhandel lieferbar und wird weder auf der Website des Autors noch in seinem Wikipedia-Artikel genannt, steht aber in der SLUB ausleihbar für Sie bereit.

 

Mit diesen Lektüreempfehlungen wünschen wir allen Schülern, Lehrern und Eltern schöne Herbstferien. Vielleicht gehen Sie mal wieder in der Sächsischen Schweiz wandern? Berg Heil!

 

Autorenfoto: www.stephan-roehl.de

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Bergfest in der Prüfungszeit: Wir haben den (roten) Klappstuhl ausgegraben!

Dicht an dicht belegte Fahrradständer vor, voll ausgelastete Arbeitsplätze in der SLUB – so sieht derzeit der gewohnte Anblick zur Halbzeit der Prüfungsphase aus. Die Besucherzahlen sind, wie erwartet, deutlich angestiegen mit Beginn der Klausuren, sodass auch die zusätzlich bereitgestellten roten Klappstühle rege genutzt werden.

 

Die gute Nachricht: Noch bis zum 6. August sind wir länger für Sie da! Die Zentralbibliothek hat sonntags zwei Stunden länger (bis 20 Uhr) geöffnet. Darüber hinaus bieten die Zweigbibliothek Rechtswissenschaft sowie die Bereichsbibliothek DrePunct zusätzlich Sonntagsöffnungszeiten von 10 bis 18 Uhr an. Auch die Zweigbibliothek Forstwesen ist täglich zwei Stunden länger offen (bis einschließlich 11. August). Die erweiterten Öffnungszeiten während der Prüfungszeit finden Sie hier im Überblick.

 

Haben Sie zum Lernen schon die Zweig- und Bereichsbibliotheken ausprobiert? Sie bieten ebenfalls ideale Arbeitsbedingungen und sind als attraktive Lernorte eine echte Alternative zur meist stark frequentierten Zentralbibliothek. Für Ruhepausen auf der SLUB-Wiese haben wir übrigens nochmal aufgestockt bei den beliebten Liegestühlen. Sie stehen unseren Nutzern nun noch zahlreicher zum Entspannen zur Verfügung - sollten aber bitte nach Benutzung wieder an ihren Ablageort neben der Biblounge im 1. Obergeschoss zurückgebracht werden.

 

 

Noch ein Hinweis an die gesamte Bibliotheks-Community: Bitte nehmen Sie während der stark frequentierten Prüfungszeit besonders Rücksicht auf die anderen Nutzer und achten Sie neben einer ruhigen Arbeitsatmosphäre auch auf Ordnung und Sauberkeit. Die Einhaltung der SLUB-Rules kommt allen Besuchern zugute.

 

 

Wir wünschen Ihnen eine angenehme und produktive Lernumgebung sowie weiterhin viel Erfolg bei den Prüfungen!

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Kunst findet immer ein Forum: Vortrag zum tschechischen Buchumschlag der 60er Jahre

Am Mittwoch, den 12. Juli 2017, ist mit Zdenek Primus (Prag) ein weiterer Experte für die bildende Kunst des 20. Jahrhunderts zu Gast in der Ausstellung „Tschechische Avantgardebuchkunst. Die Sammlung Vloemans.“.

 

Sein Vortrag unter dem Titel „Kunst ist Abstraktion. Der tschechische Buchumschlag der sechziger Jahre“ setzt die These voraus, dass Kunst stets einen natürlichen Weg zur Etablierung einer Plattform findet - obwohl ihr aufgrund gesellschaftlicher und politischer Repressionen eine freie Entfaltung versagt bleibt. Im Falle der tschechischen Kunst der späten 50er und 60er Jahre waren Bücher das Medium der Wahl: Durch die unfreien kulturellen Bedingungen erklärt sich die damalige Hinwendung zu kleinformatigen, gleichermaßen unauffälligen wie unübersehbaren Kunstwerken in Gestalt von Buchumschlägen. Auf diese Weise verwirklichten und artikulierten sich die gleichen Künstler, deren Gemälde und Plastiken in der Öffentlichkeit unsichtbar blieben, weil sie nicht präsentiert werden durften. Diesen Sachverhalt wird der Vortrag verdeutlichen und veranschaulichen, indem er beleuchtet, inwiefern die betreffenden Buchumschläge das freie, allerdings verborgene Schaffen der damaligen Künstler spiegeln.

 

 

Sie sind herzlich eingeladen: Die Veranstaltung im Vortragssaal der SLUB beginnt 19:00 Uhr, sie ist öffentlich und der Eintritt ist frei. Im Anschluss an den Vortrag besteht Gelegenheit zum Gespräch und zu einer öffentlichen Führung durch die Ausstellung.

 

Mit diesem Vortrag endet der Vortragszyklus „Tschechische Avantgardebuchkunst“. Die Ausstellung selbst, die vom Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds gefördert wird, ist noch bis zum 31. August 2017 täglich von 10 bis 18 Uhr im Buchmuseum der SLUB zu sehen.

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Prüfungszeit: erweiterte Öffnungszeiten und zusätzliche Lernorte

Mit den Sommerferien steht auch die Prüfungszeit vor der Tür. Um dem – während der „heißen Phase“ besonders großen – Nutzerandrang gerecht werden, öffnen wir in der Zeit vom 2. Juli bis zum 6. August länger für Sie: So steht Ihnen die Zentralbibliothek sonntags zwei Stunden länger (bis 20 Uhr) offen. Außerdem bieten die Zweigbibliothek Rechtswissenschaft sowie die Bereichsbibliothek DrePunct zusätzlich Sonntagsöffnungszeiten von 10 bis 18 Uhr an.

 

 

 

Auch die Zweigbibliothek Forstwesen hat in der Zeit von 3. Juli bis 11. August täglich zwei Stunden länger geöffnet. Die erweiterten Öffnungszeiten während der intensiven Prüfungszeit finden Sie hier im Überblick.

 

Unsere roten Klappstühle kommen ab nächster Woche ebenfalls wieder zum Einsatz. Auf diese Weise findet jeder, auch bei großem Andrang, in der SLUB noch einen Sitzplatz. Bitte nehmen Sie in dieser Zeit besonders Rücksicht auf Ihre Kommilitonen. Und nutzen Sie doch zum Lesen und Lernen auch einmal die Zweig- und Bereichsbibliotheken – sie bieten ebenfalls ideale Arbeitsbedingungen und sind als attraktive Lernorte eine echte Alternative zur meist stark frequentierten Zentralbibliothek.

 

Welche Orte bieten Ihrer Meinung nach die besten Bedingungen zur Vorbereitung auf die bevorstehenden Prüfungen? Welche Zeiten können Sie besonders empfehlen zum Lernen? Ihre Hinweise sind jederzeit herzlich willkommen – gern auch als Kommentar zu diesem Post.

 

Wir wünschen Ihnen eine produktive Lernumgebung und viel Erfolg bei den Prüfungen!

Kommentare

Ein interessanter Abend
22.11.2017 08:50
hak
20.11.2017 10:31
Mastodon
17.11.2017 13:10
Seid ihr auch auf Mastodon (ev...
17.11.2017 12:12
Zukunft?
08.11.2017 11:00

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