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Kategorie: Linked Open Data

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"Open-Access-Tage? Hat das was mit dem Tag der offenen Tür zu tun?"

Als ich einer Freundin beim Mittagessen erzählte, dass ich bei der Vorbereitung der Open-Access-Tage mitarbeite, war das ihre erste Frage: "Hat das was mit dem Tag der offenen Tür zu tun?" Ich war ganz verblüfft. Auf den Gedanken, dass Open-Access-Tage an den Tag der offenen Tür denken lassen, war ich bisher noch nicht gekommen. Gleichwohl macht diese Assoziation eines deutlich: Mit dem Thema Open Access rennt man zur Zeit offensichtlich alles – bloß keine offenen Türen – ein.

 

Das ist schade. Denn der Grundgedanke von Open Access spricht allen aus dem Herzen, die einen geldbeutelunabhängigen Zugang zu wissenschaftlicher Information anstreben. Es geht darum, dass wissenschaftliche Publikationen unter Bedingungen veröffentlicht werden, die es jedem gestatten, diese Veröffentlichungen im Internet zu lesen, zu verlinken und nachzunutzen - und zwar ohne, dass dafür noch einmal bezahlt werden muss. Davon profitieren nicht nur die Lesenden, sondern auch die Wissenschaftler. Zum einen erleichtert es den fachlichen Austausch und zum anderen erhöht es die Sichtbarkeit derjenigen Forscher, die nicht in den prominenten und deshalb häufig sehr teuren Wissenschaftsverlagen veröffentlichen.

 

Doch auch wenn die öffentliche Resonanz des Themas noch etwas mager ausfällt: Es gibt in Deutschland und in vielen anderen Ländern eine sehr engagierte Community, die daran arbeitet, Open Access in der Wissenschaftslandschaft stärker zu verankern. Im deutschsprachigen Raum trifft sich die Bewegung alljährlich zu den Open-Access-Tagen. Das 11. Treffen findet nun in Dresden statt. Drei Institutionen haben die Tagung unter dem Dach von DRESDEN-concept e.V. organisiert: die Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek (SLUB  Dresden), das Helmholtz-Zentrum Dresden – Rossendorf (HZDR) und die Technische Universität Dresden (TUD). Erwartet werden über 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus dem In- und Ausland – darunter Wissenschaftler aller Fachrichtungen, Verlagsvertreter und Unterstützer des wissenschaftlichen Forschungs- und Kommunikationsprozesses an Bibliotheken sowie in Forschungsinstituten und Fördereinrichtungen.

 

Während der 11. Open-Access-Tage werden Themen behandelt wie Finanzierungsmodelle und Publikationsinfrastrukturen für Open-Access-Bücher, der nationale Open-Access-Kontaktpunkt OA2020-DE, Forschungsdatenmanagement im Kontext von Open Access sowie Open Education als gemeinsames Zukunftsprojekt für Hochschulen und Bibliotheken. Letzteres wird gerade im Rahmen des Forschungsprojekts OERSax, einem interdisziplinären Projekt mehrerer sächsischer Hochschulen, erforscht. Dabei geht es vor allem um die rechtlichen Rahmenbedingungen für frei zugängliche Lehr- und Lernmaterialien.

 

Ebenfalls angedacht sind spontane Sessions, bei denen Themen diskutiert werden können, die nicht auf dem Tagungsprogramm stehen. Vielleicht sprechen die Teilnehmenden dort auch darüber, wie man Open Access stärker in den Köpfen verankern kann. Und wer weiß: Vielleicht rennt man in wenigen Jahren zumindest bei  Studierenden und Forschenden offene Türen ein, wenn am Mittagstisch über Open Access geredet wird. Immerhin: bei der Bundesregierung scheint das schon der Fall zu sein. Die hat sich nämlich in der Digitalen Agenda 2014-2017 klar zu Open Access bekannt. Mehr dazu vom 11. bis 13. September bei den Open-Access-Tagen in den Räumen der SLUB sowie im Trefftz-Bau der TUD.

 

Hier geht's zur Anmeldung

 

Der an der TU Dresden promovierte Historiker Dr. Benedikt Krüger unterstützt im Rahmen seines Praktikums an der SLUB unter anderem die Vorbereitung und Durchführung der diesjährigen Open-Access-Tage, ehe er im Herbst ein Refendariat an der Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek – Niedersächsische Landesbibliothek beginnt.

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Suchen und Finden im SLUB-Katalog – ein universeller Suchraum

Im vergangenen Jahr hat die SLUB einen neuen Bibliothekskatalog entwickelt und in Betrieb genommen. In intensiver Detailarbeit haben unsere Entwickler und Bibliothekare gemeinsam einen universellen Suchraum entwickelt, in dem vielfältige Datenquellen zusammenfließen. Zahlreiche Hinweise von Nutzerinnen und Nutzer wurden dabei berücksichtigt. Wir berichteten hier.

Nun sind zwei Videos erschienen, die sowohl einen "hinter-den-Kulissen-Blick" in die Katalogentwicklung bieten als auch die Mehrwerte des SLUB-Katalogs veranschaulichen.

Viel Spaß beim Anschauen!

Und wenn's gefällt, gern teilen!

 

 

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Neue Wege bei Personendaten: Personen.Wiki der SLUB wird in Gemeinsame Normdatei GND überführt

Seit zehn Jahren werden im Personen.Wiki der SLUB Dresden Informationen über Personen mit Bezug zu Sachsen gesammelt. Das Wiki ist ein Seitenprodukt der Sächsischen Bibliographie, die als Literaturdatenbank mit aktuell mehr als 409.000 Nachweisen einen Einstieg in die landeskundliche Forschung bietet und laufend erweitert wird. Im Wiki fanden auch Personen Aufnahme, die im Zusammenhang mit der im Fachkatalog Technikgeschichte der SLUB verzeichneten Literatur stehen. Unter tätiger Mithilfe der Community sind über die Jahre fast 20.000 Datensätze entstanden, mit teilweise nur hier verfügbaren Angaben zu Personen des öffentlichen Lebens im Freistaat und im historischen Sachsen.


Personen.Wiki-Eintrag zu Jakob Jatzwauk (1885-1951), einem der Bearbeiter der "Bibliographie der sächsischen Geschichte" an der Sächsischen Landesbibliothek

 

Zehn Jahre sind im Internetzeitalter eine lange Zeit, in der es viele technologische Neuerungen gab. Gerade bei der Verwaltung von Personendaten ist es in der jüngeren Vergangenheit zu großen Veränderungen gekommen – Stichwort „Linked Open Data“, also die Entwicklung eines Netzes von Daten aus verschiedenen Quellen, die automatisch zusammengeführt und weiterverwendet werden können. Leider ist die Struktur des Wiki wenig geeignet, von anderen Webangeboten nachgenutzt und dynamisch verknüpft zu werden. Aufgrund des enormen technischen Änderungsbedarfs haben wir uns daher nach reichlicher Überlegung dazu entschlossen, die Arbeit am Personen-Wiki einzustellen und die Seite zum 31. Oktober 2016 abzuschalten. Stattdessen werden die MitarbeiterInnen der Sächsischen Bibliographie noch stärker als bisher der Gemeinsamen Normdatei (GND) zuarbeiten, dem zentralen Instrument zur Vernetzung unterschiedlicher Informationsressourcen in Deutschland. Bibliotheken, Archive und Museen arbeiten hier gemeinschaftlich, um in ihren Katalogen einheitliche und verknüpfbare Daten anzubieten. Die Personeninformationen des Wiki bleiben selbstverständlich erhalten und werden, wo noch nicht geschehen, nach und nach in die GND eingespeist. Recherchierbar sind und bleiben sie dann auch über die Sächsische Bibliographie. Eine archivierte Fassung des Wiki (die teilweise unvollständig sein kann) ist im Internet Archive abrufbar.

 

Maßgeblich verantwortlich für den Auf- und Ausbau des Wiki war der seinerzeitige Sachsen-Referent an der SLUB, Michael Letocha, unter dessen Leitung - gemeinsam mit seiner Kollegin Kristina Lippold - ein wichtiges und weithin anerkanntes landeskundliches Informationsangebot aufgebaut werden konnte. Vielen Dank dafür! Unser herzlicher Dank gilt außerdem allen NutzerInnen, die mit ihrer Expertise und ihrem Enthusiasmus zu den Artikeln beigetragen haben. Dies stellt ein wichtiges Beispiel für den Wert bürgerschaftlichen wissenschaftlichen Engagements dar. Gerne nehmen wir Ihre Hinweise auch in Zukunft entgegen, um bestehende Datensätze verbessern und bisher noch nicht erfasste Personen mit sächsischem Bezug in der GND anlegen zu können. Die Mitarbeiter des Referats Saxonica sind per Mail unter sachsen@slub-dresden.de zu erreichen. Gerne stehen wir auch für persönliche Gespräche zur Verfügung, etwa in einem Termin unserer Wissensbar oder nach persönlicher Absprache. Wir freuen uns auf Ihre Anregungen und werden an dieser Stelle über Fortschritte berichten.

 

Lesetipp: Michael Letocha, Das Personen-Wiki der SLUB

Kommentare

hak
20.11.2017 10:31
Mastodon
17.11.2017 13:10
Seid ihr auch auf Mastodon (ev...
17.11.2017 12:12
Zukunft?
08.11.2017 11:00
Kurs "Nordwest", dann: "Südost...
08.11.2017 08:11

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