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Kategorie: Musik

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Luther – einfach sprachlos: Stummfilm(vertonung) zur Reformationsausstellung

Als Begleitprogramm der Sonderausstellung „Wie Luthers Worte fliegen lernten“ wird in der SLUB der Historienfilm „Die Wittenberger Nachtigall“ gezeigt. Er entstand unter der Regie von Erwin Baron und wurde am 1. September 1913 in Berlin uraufgeführt. Der Spielfilm gehört zu den ältesten kinematographischen Zeugnissen über das Leben des Reformators und begleitet Luthers Leben bis zur Hochzeit mit Katharina von Bora.

 

 

Luther im Gespräch mit dem Buchdrucker

 

Da es sich natürlich um einen Stummfilm handelt, ist der wortgewaltige Luther nicht zu hören. Stattdessen greift die SLUB in gewisser Weise auf die damalige Aufführungspraxis  der musikalischen Begleitung zurück – allerdings alles andere als altmodisch: Erleben Sie an diesem Abend den Leipziger Künstler DJ D'dread, der sich seit Jahren mit einem Stilmix verschiedener Genres aus U- und E-Musik auf diesem Gebiet erfolgreich engagiert. Alle Interessenten sind herzlich eingeladen.

 

 

Thesenanschlag Luthers an der Wittenberger Schlosskirche

 

Die Aufführung beginnt am 20. November 19.00 Uhr im Vortragssaal der SLUB. Der Eintritt ist kostenfrei.

 

18.00 Uhr besteht die Möglichkeit, an einer Kuratorenführung durch die Sonderausstellung im Buchmuseum teilzunehmen.

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Konzertprogramme im FID Musik – Experten beraten sich in der SLUB

Konzertprogramme und -daten nehmen in der musikwissenschaftlichen Forschung eine immer größere Rolle ein. So sind in den letzten Jahren verschiedenste Projekte entstanden, die einzelne Quellenkorpora erschließen und unter verschiedenen Forschungsperspektiven in den Blick nehmen – national genauso wie international. Was in Deutschland jedoch bislang fehlt, ist eine zentrale Infrastruktur, die die Ergebnisse dieser Einzelinitiativen unter einem Dach zusammenführt, als zentraler Sucheinstieg fungieren kann und vor allem die zusammengetragenen Daten langfristig sichert und vorhält. Um dieses Desiderat kümmert sich nun die SLUB Dresden im Rahmen des Fachinformationsdienstes Musikwissenschaft, den sie seit Januar 2017 gemeinschaftlich mit der Bayerischen Staatsbibliothek München betreibt.

 

Ziel des DFG-geförderten FID-Programms ist die bestmögliche Unterstützung der Spitzenforschung des Faches – deutschlandweit. Die Musikabteilung der SLUB beteiligt sich mit insgesamt drei Arbeitspaketen an der Ausgestaltung des Angebots und ist Ende Oktober dazu in einen intensiven Austausch mit internationalen Experten getreten: Im Rahmen eines zweitägigen Workshops wurde über die optimale Gestaltung einer Infrastruktur zu Erfassung und Recherche von sogenannten „Music Performance Ephemera“, also Konzertprogrammen, Postern, Rezensionen o.ä., beraten. Ergebnis soll eine Datenbank sein, die sich in Zukunft im Idealfall als ein zentraler Sucheinstieg für Konzertereignisse und ihre Nachweise in ganz Deutschland etabliert – von den Anfängen des Konzertwesens bis hin zur Gegenwart.

 

 

Die Gäste kamen aus aller Welt und vertreten internationale Projekte wie das Leipziger Repertoire Thomaner, Theater und Musik in Weimar, das schweizerische OnStage, das britische JazzCats oder das französische Dezède. Diskutiert wurden unter anderem wünschenswerte Sucheinstiege, Formatfragen, das Potential von Normdaten und der mögliche Einsatz von Citizen Science bzw. Crowdsourcing. Der Ertrag der intensiven Diskussionen und Gespräche fließt nun in die Konzeption der Datenbank ein. Seien Sie gespannt auf das Ergebnis!

 

Fotos: SLUB Dresden / Ramona Ahlers-Bergner

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Vortrag zur Entstehung der lutherischen Kirchenmusik – Prof. Dr. Konrad Küster zu Gast in der SLUB

Nun freut euch, lieben Christen gmein, Und laßt uns fröhlich springen, Daß wir getrost und all in ein Mit Lust und Liebe singen, Was Gott an uns gewendet hat Und seine süße Wundertat Gar teur hat ers erworben.

(Martin Luther, in: Achtliederbuch, Nürnberg 1523/1524)

 

Bekanntermaßen schlug Martin Luther vor 500 Jahren seine Disputatio pro declaratione virtutis indulgentiarum wider die Missbrauchstendenzen der päpstlichen Kirche an die Wittenberger Schlosskirchentür und befeuerte damit einen Streit zwischen verschiedenen konfessionellen Ansichten, der bald weit über Mitteldeutschland hinaus die Gemüter durch alle sozialen Schichten hindurch erhitzen sollte. Ihre rasche Verbreitung verdanken Luthers Thesen und Ideen sicher neuen Medientechniken wie dem Buchdruck – in nicht zu unterschätzendem Maß aber auch dem bewussten und gezielten Einsatz verschiedener Medientypen. Neben der bildhaften Darstellung der neuen Lehre kommt hier der Musik eine besonders wichtige Rolle zu. In und mit ihr transportierte Inhalte, ihr Einsatz an verschiedenen Orten mit je verschiedenen Ambitionen, ihre auf die jeweiligen Kontexte abgestimmte Funktion – in diesem Zusammenspiel mehrerer Faktoren wurde Musik zu einem wesentlichen Träger der reformatorischen Ideen.

 

 

 

In welchem Maß sie bei der Etablierung der neuen Lehre eingesetzt wurde, beschreibt nicht zuletzt einer der besten Kenner der evangelischen Kirchenmusik, Konrad Küster, in seinem jüngsten Buch „Musik im Namen Luthers“.

 

Musik als wichtiges Element der Reformation taucht deshalb selbstverständlich auch in der derzeit im Buchmuseum der SLUB gezeigten Ausstellung "Wie Luthers Worte fliegen lernten. Handschriften und Flugschriften der Reformation" auf.

 

Und: mit einem musikalischen Thema, wird nun die die Ausstellung begleitende Vortragsreihe eingeleitet:

 

Am Mittwoch, den 1. November 2017, wird Prof. Dr.  Konrad Küster um 17 Uhr im Vortragssaal der SLUB zu „Wie die lutherische Kirchenmusik entstand – Sächsische Musikquellen des Reformationsjahrhunderts“ referieren.

 

Der Freiburger Musikwissenschaftler gehört zu den ausgewiesenen Experten auf dem Gebiet der protestantischen Musik, wobei sich seine profunden Kenntnisse nicht zuletzt auf die musikalischen Quellen der SLUB Dresden beziehen. Nicht nur sein aktuelles Buch beschäftigt sich mit „Musik im Namen Luthers“, Konrad Küster zählt auch zu den Beiträgern der Online-Ausstellung „95 Autographe der Reformationszeit“. Sein Vortrag wird einen Einblick in die Kontexte und Bedingheiten der frühen protestantischen Kirchenmusik, wie sie sich in den überlieferten Zeugnissen ablesen lassen, geben und bietet eine so seltene wie schöne Gelegenheit über die Klänge der Reformation ins Gespräch zu kommen.

 

Seien Sie dazu herzlich eingeladen!

 

Im Anschluss an den Vortrag werden die Kuratoren durch die Ausstellung führen. Der Eintritt zu Vortrag und Führung ist frei.

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Wahrheit in Wort und Musik der Reformationszeit: Quellenpräsentation zu Luthers Wirken

500 Jahre nach Luthers kritischer Auseinandersetzung mit der römischen Kirche in seinen 95 Thesen bewahrt die SLUB Dresden kostbare Schätze aus der Lutherzeit.
Im Rahmen des Heinrich Schütz Musikfests 2017 zeigen SLUB-Mitarbeiter am Mittwoch, den 11. Oktober um 17 Uhr im Talleyrandzimmer Handschriften und Drucke, die Luthers Wirken und seinen musikalischen Wellenschlag veranschaulichen. Besucher können die Bestseller des 16. Jahrhunderts im Original erleben und sehen, wie die Tagespolitik in die Musik Eingang fand.

 

"Wahrheit in Wort und Musik der Reformationszeit" - Präsentation von und Gespräch über Quellen der SLUB
Zentralbibliothek, Zellescher Weg 18, Talleyrand-Zimmer
Eintritt frei, um Anmeldung wird gebeten

 

Die Quellenpräsentation ist zugleich ein kleiner Vorgeschmack auf die am 26. Oktober 2017 beginnende Ausstellung „Wie Luthers Worte fliegen lernten. Handschriften und Flugschriften der Reformationszeit“ im Buchmuseum der SLUB.


Brief Martin Luthers und Johannes Bugenhagens an Anton Lauterbach, 11. November 1540.

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Konzert: "Roma Trapiantata"

"Roma trapiantata" - Konzert - Gespräch - Quellenpräsentation, Freitag, 25. August 2017, 19.30 Uhr, SLUB-Vortragssaal, Eintritt frei

 

„Jetzt herrscht in der Kirchen gar eine spanneue Sing-Art, aber ausschweifig, gebrochen, täntzerlich und gar am wenigsten andächtig; mehr reimet sie sich zum Theater und Tantzplatz als zur Kirche.”

 

In diesem Sinne bedauerte der Oberhofprediger Martin Geier 1672 in seiner Leichenpredigt auf den Dresdner Hofkapellmeister Heinrich Schütz den Stilwandel in der Dresdner Hofmusik nach 1656. Denn: war die Musik unter der mehrere Jahrzehnte dauernden Leitung Heinrich Schützens geprägt von einem kontrapunktisch-polyphonen Klangideal, wie Schütz es in den groß dimensionierten Doppelchören auf seinen Reisen in Italien kennengelernt hatte, so drang unter Johann Georg II, Kurfürst seit 1656, ein neuer Ton nach Dresden.

 

Der affektgeladene italienische Barock mit seinen expressiven melodischen Wendungen, den tänzerischen Rhythmen und Metren, der Betonung des Solistischen, brachte nicht nur die Oper über die Alpen, sondern eroberte ebenso Kammer und Kirche an den transalpinen Höfen. Auf ihren Kavaliersreisen entdeckten junge Adlige aus ganz Europa diese moderne Musik und bestellten italienische Kompositionen in großem Umfang, aber auch italienische Musiker an ihre Heimathöfe. Rom wirkte besonders attraktiv und die Nachfrage nach Werken römischer Komponisten wie Giacomo Carissimi stieg an den europäischen Residenzen rasch.

 

Auch der sächsische Kurprinz Johann Georg II, von dem allerdings keine Reise nach Italien überliefert ist, zeigte ein ausgeprägtes Gespür für die Musik und besonders fähige Musiker seiner Zeit. Schon für seine kurprinzliche Kapelle – parallel zur Hofkapelle unter Heinrich Schütz – engagierte er italienische Musiker und verpflanzte den römischen Barockstil nach Dresden.

 

Vor allem unter den Kapellmeistern Vincenzo Albrici und Marco Giuseppe Peranda gedieh das theatralisch-italienische Idiom prächtig. Die Dresdner Hofmusik befand sich auf der Höhe der Zeit, beschäftigte einige der fruchtbarsten und besten Musiker Europas und zeigte damit – wenige Jahre nach dem Ende des 30-jährigen Krieges – die starke kulturelle Potenz des sächsischen Hofes. Über die Dresdner Festkultur, aber auch  durch Reisen verbreitete sich der Ruf der Dresdner Hofmusik rasch: Albrici beispielsweise hielt sich – als sächsicher Hofkapellmeister – mehrmals für längere Zeit in England und Nordeuropa auf und trug den sächsisch geprägten italienischen Stil gleichermaßen weiter, wie er andere Einflüsse in ihn aufnahm.

 

 

Die meisten Noten dieser italienisch geprägten “Hochzeit” der Dresdner Hofmusik sind im Siebenjährigen Krieg verloren gegangen und die Werke nur in Abschriften, zum Glück aufgrund der großen Beliebtheit des Repertoires weit verbreitet, erhalten.

 

Aus den Dresdner höfischen Musikalienbeständen in der SLUB überliefert ist aber ein kleiner Band mit Werken vor allem von Vincenzo Albrici. Die enthaltenen Stücke – für einen kleinen Kreis gedachte Kammermusik – führen eindrücklich vor Ohren, wie römisch fundierte Musik in Dresden gedieh: expressiv und ausdrucksstark werden Schönheit, Liebe und Glück besungen. 

 

Einige der Stücke liegen nun in einer wissenschaftlichen Ausgabe vor – willkommener Anlass, sie, gepaart mit weiteren Beispielen der italienisch geprägten Barockmusik, im Vortragssaal der SLUB zum Klingen zu bringen.

 

Kommentare

hak
20.11.2017 10:31
Mastodon
17.11.2017 13:10
Seid ihr auch auf Mastodon (ev...
17.11.2017 12:12
Zukunft?
08.11.2017 11:00
Kurs "Nordwest", dann: "Südost...
08.11.2017 08:11

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