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Kategorie: Politik

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Trolle bitte nicht füttern!? Jetzt anmelden für Workshop zum Umgang mit Hate Speech

Wer profitiert eigentlich von Shitstorms und wie erwehrt man sich eines Mobs von Trollen? Philip Kreißel vom ichbinhier e.V. erklärt nächsten Montag (17.06.19) in einem kostenfreien Workshop, wie Sie die Ruhe bewahren und gleichzeitig dagegenhalten können.

 

 

 

Die Facebook-Aktionsgruppe #ichbinhier wurde im Dezember 2016 von Hannes Ley nach dem schwedischen Vorbild #jagärhär ins Leben gerufen. Dieser Gruppe geht es darum, digitale Zivilcourage zu mobilisieren und sich für eine bessere Diskussionskultur in den sozialen Medien zu engagieren. Das Mittel zum Zweck heißt Verbredung zum gemeinsamen Counter Speech - Gegenrede. Zur Unterstützung der Aktionsgruppe und damit in Verbindung stehender Bildungs- und Medienprojekte gründete sich im Sommer 2017 der ichbinhier e.V., dem auch Philip Kreißel angehört. Nächsten Montag bietet er bei uns einen Workshop zu diesem gefragten Thema an: Wann empfiehlt sich welche Reaktion auf Hasskommentare in den sozialen Medien und inwiefern können sich deeskalierende kommunikative Maßnahmen positiv auf das Diskussionsklima und die Debattenkultur im Netz auswirken?

 

Wenn Sie am Workshop teilnehmen möchten, dann können Sie sich jetzt hier anmelden, doch Sie müssen einigermaßen schnell sein, denn es sind nur noch wenige Plätze frei!   

 

Zur Person: Philip Kreißel studiert Politikwissenschaften und Informatik in Leipzig. Er ist Datenanalyst mit Social Media-Schwerpunkt. Seit 2017 arbeitet er ehrenamtlich für die Counter Speech-Facebook-Aktionsgruppe #ichbinhier. Mit dem ISD Global veröffentlichte er die Studie "Hass auf Knopfdruck" über die gezielte Manipulation deutscher Facebook-Kommentarspalten durch rechtsextreme Trollfabriken und koordinierte Hasskampagnen.

 

Wann? Montag, 17.06.2019 16:30 Uhr - 18:00 Uhr. Wo? Bereichsbibliothek DrePunct, Zellescher Weg 17

 
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"Integriert doch erstmal uns": Petra Köpping präsentiert ihre Streitschrift für den Osten

Am 05.06. ist die sächsische Integrations- und Gleichstellungsministerin bei uns zu Gast und spricht über die schwierige deutsche Ost-West-Beziehung, der sie letztes Jahr ein Buch gewidmet hat. Die Tatsache, dass dieses inzwischen bereits in der 5. Auflage vorliegt, spricht für seine ungebrochene Relevanz.

 

 

 

Petra Köpping hat am Rande der Dresdner Pegida-Demonstrationen hartnäckig das Gespräch mit Teilnehmenden gesucht und immer wieder diesen denkwürdigen Satz gehört: "Integriert doch erst mal uns!" Die Frage, welches Trauma hinter dieser Forderung steckt, hat sie zum Anlass genommen, sich genauer zu erkundigen und sich in die Demütigungen und Kränkungen einzufühlen, die aus einigen ehemaligen DDR-BürgerInnen 'Wutbürger' gemacht zu haben scheinen.


Und somit geht es in ihrem Buch um Ostdeutsche, die sich mit einigem Recht über kulturelle Verwerfungen und wirtschaftliche Ungerechtigkeiten der Nachwendezeit beklagen. Nicht alle hat sie bei Pegida getroffen. In den unbewältigten Erniedrigungen, Lebensbrüchen und Entwurzelungen der 1990er Jahre sieht Köpping die entscheidende Ursache für den verbreiteten Frust im Osten. Deshalb thematisiert ihre 'Streitschrift' offen die bis heute nachwirkenden Erschütterungen und fordert eine gesamtdeutsche Aufarbeitung der turbulenten Nachwendezeit.

 

Wir freuen uns auf Petra Köpping, die im Gespräch mit dem sächsischen Landtagsabgeordeneten Albrecht Pallas ihr Buch nächsten Mittwoch um 19:00 Uhr im Klemperersaal der SLUB vorstellen wird. Die Veranstaltung ist öffentlich und der Eintritt wie immer frei! Mitdiskutieren sehr erwünscht...

 

 

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Fake News: endlich auch in der SLUB!

Unbequeme Ansichten muss eine Demokratie aushalten. Wenn aber Falschinformationen benutzt werden, um sie zu verbreiten, dann hört der Spaß auf. Diesbezüglich gibt es einen breiten gesellschaftlichen Konsens. Aber was folgt daraus? Woran sind gefälschte Meldungen zu erkennen? Wie kann die berühmte 'öffentliche Meinung' vor diesen Manipulationen geschützt werden? Nicht zuletzt: Wer entscheidet darüber, was "fake" und was Fakt ist?

 

 

 

Die Europawahl steht kurz bevor und gibt immer wieder Anlass zu 'News' über 'Fake News'. Dass bewusst platzierte Falschmeldungen für politische Meinungsmache und propagandistische Zwecke benutzt werden, ist keine Erfindung des Internetzeitalters. Trotzdem eröffnen sich in der digitalen Gerüchteküche und in den sozialen Medien für dieses traditionsreiche Geschäft ganz neue Möglichkeiten - und diese rechtfertigen neue Begrifflichkeiten und provozieren neue Debatten. Spätestens seit den amerikanischen Präsidentschaftswahlen 2016, die Donald Trump zu Amt und Würden verholfen haben, steht die Frage im Raum, ob Fake News Wahlen nicht nur beeinflussen, sondern evtl. sogar entscheiden können. Erst kürzlich meldete die Tagesschau, Facebook habe im Vorfeld der Europawahlen hunderte Fake-Profile abgeschaltet, über die gezielt vor allem EU-feindliche und rechts-populistische Desinformationen verbreitet worden seien.

Unter Berufung auf die Ergebnisse einer repräsentativen Bevölkerungsbefragung berichtete heise online, eine überwältigende Mehrheit der Deutschen rechne fest mit Manipulationen durch Falschmeldungen bei den bevorstehenden Europawahlen. Demgegenüber traue sich fast die Hälfte der Befragten nicht zu, Fake News sicher als solche identifizieren zu können. Hier sehen wir eine Aufgabe für uns als Bibliothek, denn der Zugang zu seriösen Quellen und die Beratung im Hinblick auf Recherchetools und Rechercheskills gehören zu unserem Kerngeschäft. 

 

Deshalb widmen wir diesem Thema eine Veranstaltungsreihe unter dem Titel "What the Fake?!", die am 6. Juni mit einer hochkarätig besetzten Podiumsdisskussion startet. Zu Gast sind Karolin Schwarz, Gründerin der Initiative Hoaxmap, Kristin Becker vom ARD-Hauptstadtstudio (Mitglied der Gründungsredaktion des ARD-faktenfinders), Lutz Hagen, Professor für Politische und Wirtschaftskommunikation an der TU Dresden und Annette Rehfeld-Staudt, Leiterin des Referats Politische Bildung Online der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung. Die Moderation übernimmt der Journalist und Medienexperte Peter Stawowy.

slub.gespräch: Wie Fake News und Desinformation öffentliche Diskurse beeinflussen. 6. Juni 2019 18:30 Uhr Klemperer-Saal, öffentliche Veranstaltung/keine Anmeldung erforderlich

 

Die weiteren Veranstaltungen der Reihe "What the Fake?!" im Überblick:

11. Juni 2019 18:00 Uhr Makerspace M2

Workshop Echt jetzt? Fake News erkennen und praktisch begegnen. Bitte melden Sie sich für diesen Workshop unter oeffentlichkeitsarbeit@slub-dresden.de an.

17. Juni 2019 16:30 Uhr Makerspace M2

Workshop Hate Speech, Shitstorms und wie man dagegenhält. Bitte melden Sie sich für diesen Workshop unter oeffentlichkeitsarbeit@slub-dresden.de an.

27. Juni 2019 18:30 Uhr Klemperer-Saal

slub.gespräch Was kann die Wissenschaft gegen Fake Science, Raubverlage und Plagiate tun? öffentliche Veranstaltung/keine Anmeldung erforderlich

 

Alle Veranstaltungen finden in Kooperation mit der Sächsischen Bibliotheksgesellschaft statt.

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Über die Sehnsucht nach einer "konservativen Revolution" - ein Autorengespräch 'Zur rechten Zeit'

Vier renommierte HistorikerInnen betrachten die Wiederkehr des Nationalismus und begründen ihre damit zusammenhängende Sorge um das demokratische und aufklärerische Selbstverständnis der Bundesrepublik. Nächsten Mittwoch kommen sie in die SLUB und stellen ihr gemeinsames Buch vor!

 

 

 

Das Buch, das gerade erst im Ullstein Verlag erschienen ist, kommt hoffentlich "zur rechten Zeit"! Es handelt von der Sehnsucht nach einer „konservativen Revolution", welche die Autoren in der gesamten deutschen Nachkriegsgeschichte am Werk sehen und mit der sie sich die aktuelle "Rückkehr des Nationalismus" und die jüngsten Erfolge der Rechtspopulisten erklären.

Dass der Nationalismus - ein im 19. Jahrhundert entstandenes politisches Konzept - wieder derart attraktiv geworden sei, stelle "eine ebenso gefährliche wie erklärungsbedürftige Entwicklung dar", heißt es in der Einleitung, womit das wesentliche Anliegen dieses Buches bereits grob umrissen ist: Es geht darum, die neue alte Leidenschaft für nationale Identität im zeithistorischen Kontext plausibel zu machen und gleichzeitig präzise vor Augen zu führen, was dadurch auf dem Spiel steht - die liberale Demokratie und das Ideal einer menschenfreundlichen Gesellschaft.

 

Wir freuen uns auf das Buch und den Austausch mit Prof. Dr. Norbert Frei, PD Dr. Christina Morina, Dr. Franka Maubach und Dr. Maik Tändler! Moderieren wird Oliver Reinhard, Kultur-Redakteur der Sächsischen Zeitung, der sich kürzlich auf Facebook dazu bekannte, auf diesen Job "extrem gespannt" zu sein, was uns in der Gewissheit bestärkt, dass wir mit einer interessanten Diskussion rechnen dürfen!

 


Kommen Sie am 6. März um 19:00 Uhr in den Klemperer-Saal und seien Sie dabei: Die Veranstaltung ist öffentlich und der Eintritt wie üblich frei!

 

 

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Ministerpräsident Kretschmer in der SLUB

In der voll besetzten Zentralbibliothek informierte sich Ministerpräsident Kretschmer über die Entwicklung der Bibliotheken in Deutschland. Die neue Lernlandschaft im SLUB-Forum interessierte ihn ebenso wie die Fortschritte im Landesdigitalisierungsprogramm. „Die Digitalisierung in Zusammenarbeit mit Vereinen und Initiativen aus den sächsischen Regionen für alle im Freistaat gewinnbringend zu nutzen, ist ein überzeugender Ansatz, Wissenschaft, Kultur und Bildung in neuer Qualität zu verbinden. Die Initiative sollten wir unterstützen und gemeinsam an ihrem Erfolg arbeiten“, so Kretschmer.

 

Bibliotheken müssen attraktive Lernorte und zugleich nachhaltige Zentren digitaler Vernetzung sein, waren sich Michael Kretschmer und Thomas Bürger einig. Die Digitalisierung von Information und Wissen sei eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung: „Wenn alle Institutionen noch enger kooperieren und dabei mit den vielen Nutzergruppen zusammenarbeiten, werden auch neue Formen gesellschaftlichen Zusammenhalts entstehen“, zeigte sich Bürger überzeugt.

 

Der Ministerpräsident dankte Generaldirektor Thomas Bürger, der am 31. Juli aus dem aktiven Dienst ausscheidet, für sein 20-jähriges Engagement. Bürger warb für eine zügige Sanierung der Zentralbibliothek: „Wir sind Opfer unseres Erfolgs: angesichts der 104 Öffnungsstunden pro Woche und der mehr als 20 Mio. Besucher in 15 Jahren muss schnell mit Sanierungsarbeiten begonnen werden.“