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La Grande Bellezza - SLUB zeigt Sorrentinis Liebeserklärung an Rom

Am kommenden Donnerstag, den 24.1. um 19 Uhr, zeigt die SLUB im Begleitprogramm der Ausstellung „Blühe, Deutsches Florenz – Dresden und Italien“ im Klemperer-Saal den mehrfach preisgekrönten Film „La Grande Bellezza“ (Die große Schönheit) aus dem Jahre 2013. So gewann der Film des italienischen Regisseurs Paolo Sorrentini 2014 den Oscar® in der Kategorie „bester fremdsprachiger Film“.

Im Mittelpunkt steht die Kritik an der italienischen Society, die vor der atemberaubenden Kulisse Roms spielt, durchaus bewusst auf die Traditionen u.a. von Fellinis „Dolce Vita“ (Das süße Leben) von 1960 zurückgreifend. Die Kamera fängt Gebäude, Plätze, Springbrunnen und Landschaft ein, die schon Jahrhunderte zuvor Adlige ebenso angezogen hatten wie Musiker, Schriftsteller oder einfach nur italophile Reisende, die den geographischen „Stiefel“ besuchten. Zeugnisse dieser Italien-Begeisterung sind zur Zeit in der Schatzkammer des Buchmuseums zu sehen, die an diesem Tag bis 19 Uhr geöffnet ist.

Weitere Informationen zu unserer Ausstellung, Öffnungszeiten und Führungstermine finden Sie auch auf der Seite des Buchmuseums. Der Eintritt zu Film und Ausstellung ist frei.

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Von Dresden nach Moskau und zurück - kriegsbedingt verlagerte Werke aus der SLUB werden digitalisiert

 

Hochkarätige Konzerte, Ausstellungen, ein Jazz-Festival, Lesungen, Diskussionen und Kongresse - beim International Cultural Forum in Sankt Petersburg sind an diesem Wochenende tausende Kulturschaffende aus aller Welt und prominente Vertreter aus Wirtschaft und Politik versammelt. Mit dabei: die SLUB. Generaldirektor Achim Bonte und Vadim V. Duda, Generaldirektor der Russischen Staatsbibliothek Moskau, haben im Rahmen des Forums einen wegweisenden Kooperationsvertrag unterzeichnet. Erstmals werden dadurch kriegsbedingt verlagerte Dresdner Bibliotheksbestände digital allgemein zugänglich.

 

SLUB-Generaldirektor Achim Bonte und der Generaldirektor der Russischen Staatsbibliothek Moskau, Vadim V. Duda, unterzeichnen den Kooperationsvertrag. ©International Cultural Forum

 

Ein neues Kapitel in den deutsch-russischen Beziehungen

 

Infolge des Zweiten Weltkriegs beschlagnahmte die sowjetische Trophäenkommission ab 1945 zahlreiche Werke aus dem Bestand der Sächsischen Landesbibliothek. Die Objekte wurden zum größten Teil aus den Ausweichlagern in den sächsischen Schlössern und Rittergütern direkt über den Güterbahnhof Radeberg nach Russland gebracht. Ihr Verbleib ist bis heute nicht durchweg bekannt. Seit einigen Jahren arbeiten Vertreter deutscher und russischer Bibliotheken gemeinsam daran, die kriegsbedingt verlagerten Bestände zu lokalisieren und zu erschließen. Mit dem nun unterzeichneten Kooperationsvertrag zur Digitalisierung von 250 Musikhandschriften ist der SLUB und der Russischen Staatsbibliothek Moskau ein entscheidender nächster Schritt in der Zusammenarbeit gelungen.

 

„Damit gelingt es einer deutschen Bibliothek erstmals, in Folge des Zweiten Weltkriegs nach Russland gelangte Werke über den Weg der gemeinsamen Erschließung und Digitalisierung wieder allgemein zugänglich zu machen. Wir sind zuversichtlich, dass dieses erste Digitalisierungsprojekt für künftige Vorhaben strukturbildend wirkt.“, freut sich Achim Bonte. "Wir hoffen, weitere Musikalien, aber auch Texthandschriften, Inkunabeln und ausgewählte Drucke des 16.-18. Jahrhunderts gemeinsam erschließen zu können."

 

 

Über siebzig Jahre nach Kriegsende schlagen die beteiligten Stellen damit ein neues Kapitel in den deutsch-russischen Beziehungen auf. Nachdem der deutsche Überfall auf die Sowjetunion unendliches Leid über das Land gebracht und viele russische Kulturgüter zerstört hatte, bedeutete die Rückgabe verschiedener Museums- und Bibliothekssammlungen an die DDR zwischen 1955 und 1959 eine Geste der Versöhnung. Darunter waren die Kunstschätze der Dresdner Gemäldegalerie und des Grünen Gewölbes sowie ausgewählte Materialien der Sächsischen Landesbibliothek. Die nun beschlossene Digitalisierung wird begleitet vom beiderseitigen Wunsch nach einem vertieften wissenschaftlichen und kulturellen Austausch.

 

Musikalien des Dresdner Hofes

 

Bild: Kompositionsautograph der Kurfürstin Amalie von Sachsen (C) SLUB Dresden, Barbara WiermannBei den überwiegend aus dem 18. und frühen 19. Jahrhundert stammenden Handschriften, die nun digitalisiert werden, handelt es sich um Musikalien des sächsischen Hofes - unter anderem Aufführungsmaterialien des königlichen Musiklebens in Warschau, Handschriften aus der Privatsammlung der Musikmäzenatin Kurfürstin Maria Antonia Walpurgis oder Kompositionsautographe der Prinzessin Amalie von Sachsen.

 

Die entstehenden Digitalisate werden im internationalen Quellenlexikon der Musik, RISM, erschlossen und mit den in der SLUB überlieferten und bereits digital zugänglichen Hofmusikalien zusammengeführt. Wissenschaftler, Musiker und alle Interessierten erhalten somit einen nochmals vollständigeren Blick auf die Musikpflege des Dresdner Hofes. Erschließung und Digitalisierung werden in den nächsten Monaten in Moskau und Dresden durch gemeinsame öffentliche Veranstaltungen begleitet.

 

Auch an dieser Stelle halten wir Sie selbstverständlich auf dem Laufenden.

 

Empfehlungen zum Thema:

Fünf Tage – Fünf Nächte
, deutsch-sowjetisches Nachkriegsdrama - Leo Arnstam (Hauptregie), Heinz Thiel und Anatoli Golowanow, DEFA und Mosfilm 1961. Der Film behandelt die Übernahme der Werke der Dresdner Gemäldegalerie „Alte Meister“ durch die Sowjetische Trophäenkommission aus einem Blickwinkel des Jahres 1961. Exemplar der SLUB

Aktuelle Ausstellung der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden: Kunstbesitz. Kunstverlust. Objekte und ihre Herkunft (noch bis 25.3.2019). Weitere Informationen finden Sie hier.

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Zwei musische Kurfürsten: Konzert und Quellenpräsentation mit Musik aus der Kammer Maria Antonia Walpurgis`und ihres Sohnes Friedrich August III.

"er [sei] so geschickt in der Musik [,] daß er auf dem Claviere sehr fertig und meisterhaft vom Blatte weg accompagnirte" - so lobte Charles Burney im Tagebuch seiner musikalischen Reisen Friedrich August III., Kurfürst in Sachsen und ein passionierter Klavierspieler. Niedergeschlagen hat sich Friedrich Augusts Vorliebe für Klaviermusik aber nicht nur in den Referenzen kunstverständiger Zeitgenossen, sondern vor allem in einer großen planvoll angelegten Sammlung von Musikalien für Tasteninstrument: in 150 Drucken und weit über 450 Handschriften sind Clavierkonzerte aus der privaten Sammlung des Kurfürsten in der SLUB überliefert. Etliche der über 340 Konzerte sind zudem für zwei Claviere bearbeitet - was darauf hinweist, dass regelmäßig in der Kammer in kleiner Besetzung groß dimensionierte Claviermusik erklang - nicht ausgeschlossen, dass Friedrich August selbst an einem der Instrumente saß.

 

 

Geprägt wurde Friedrich August III. durch die vielfältigen musikalischen Aktivitäten am Hof von früher Kindheit an, besaß doch schon seine Mutter Maria Antonia Walpurgis eine ausgesprochen hohe musikalische Begabung. Was Friedrich August III. das Clavier, das galt Maria Antonia Walpurgis die Stimme. Vor allem die Gattung der Oper nutzte sie, nicht zuletzt, um politisch wirksam zu werden. Neben dieser (hof-)öffentlichen Demonstration von Potenz über die Musik gehörte Musik aber auch fast täglich im intimeren Raum ihrer Kammer zum Hofleben dazu.

 

 

 

 

 

Diese kurfürstliche Kammermusik steht im Mittelpunkt eines Konzertes mit der Sopranistin Barbara Christina Steude und dem Leipziger CembaloDuo (Hildegard Saretz, Michaela Hasselt) am 13. April 2018, 19.30 Uhr im Vortragssaal der SLUB.

 

Auf historischen Instrumenten erklingen Werke von Peter August, Joseph Schuster, Johann Gottlieb Naumann, Giovanni Battista di Ferrandini, Nicola Porpora und Joseph Haydn, ausgewählte Quellen werden in Vitrinen präsentiert.

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Von nun an mit Gesicht: Sächsische Tageszeitungen jetzt auch als E-Paper mit Bildern einsehbar

Ab sofort können Sächsische Tageszeitungen, die an mindestens fünf Tagen in der Woche erscheinen, wie z.B. die Sächsische Zeitung, die Dresdner Morgenpost oder die Leipziger Volkszeitung ab dem siebten Tag nach Erscheinen der Originalausgabe in der SLUB eingesehen und gelesen werden. Durch die Verfügbarkeit der Zeitungen als E-Paper ist es nun auch möglich, die Artikel eingebettet in die Originalausgabe mit allen Bildern zu lesen und nicht mehr nur die reinen Textversionen zu finden. Wer einen bestimmten Artikel sucht, findet einzelne Zeitungstitel und Ausgaben im SLUB-Katalog, bzw. in der Zeitschriftendatenbank. Für eine inhaltliche Recherche steht die Datenbank WISO Presse, bzw. der Suchschlitz auf unserer Homepage zur Verfügung.
 

 

Mit der Bereitstellung der Sächsischen Tageszeitungen als E-Paper-Ausgaben erfüllt die SLUB ihren gesetzlichen Sammelauftrag, gemäß Sächsischem Pressegesetz (SächsPresseG §11, vom 01.01.2014). Die Sammlung von regionalen Tageszeitungen ist seit Jahrzehnten ein wichtiger Bestandteil der Sammeltätigkeit der SLUB als Landesbibliothek des Freistaates Sachsen. Tageszeitungen bieten u.a. Historikern und landeskundlich Interessierten einen großen Forschungsschatz.

Einen ähnlichen Sammelauftrag hat auch die Deutsche Nationalbibliothek, die bereits seit 2010 E-Paper-Ausgaben zur Verfügung stellt. In einem deutschlandweit gemeinsamen Projekt der DNB mit 12 Regionalbibliotheken und Zeitungsverlegern konnten Bearbeitungssynergien genutzt werden, um die Ablieferungspflicht von E-Papern in Sachsen kostengünstig zu realisieren. Dabei werden die gesammelten Zeitungen der DNB genutzt. Mittels eines virtuellen Sprunges in den "Service Regionale Bereitstellung" wird der Zugriff auf die jeweiligen regionalen Tageszeitungen in den Bundesländern ermöglicht. Die E-Paper-Ausgaben im PDF-Format ab ca. 2014 sind jedoch nur in Räumlichkeiten der SLUB an öffentlichen PC-Arbeitsplätzen zu lesen. Gleichzeitige Parallelzugriffe sind nicht möglich.

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Kunst findet immer ein Forum: Vortrag zum tschechischen Buchumschlag der 60er Jahre

Am Mittwoch, den 12. Juli 2017, ist mit Zdenek Primus (Prag) ein weiterer Experte für die bildende Kunst des 20. Jahrhunderts zu Gast in der Ausstellung „Tschechische Avantgardebuchkunst. Die Sammlung Vloemans.“.

 

Sein Vortrag unter dem Titel „Kunst ist Abstraktion. Der tschechische Buchumschlag der sechziger Jahre“ setzt die These voraus, dass Kunst stets einen natürlichen Weg zur Etablierung einer Plattform findet - obwohl ihr aufgrund gesellschaftlicher und politischer Repressionen eine freie Entfaltung versagt bleibt. Im Falle der tschechischen Kunst der späten 50er und 60er Jahre waren Bücher das Medium der Wahl: Durch die unfreien kulturellen Bedingungen erklärt sich die damalige Hinwendung zu kleinformatigen, gleichermaßen unauffälligen wie unübersehbaren Kunstwerken in Gestalt von Buchumschlägen. Auf diese Weise verwirklichten und artikulierten sich die gleichen Künstler, deren Gemälde und Plastiken in der Öffentlichkeit unsichtbar blieben, weil sie nicht präsentiert werden durften. Diesen Sachverhalt wird der Vortrag verdeutlichen und veranschaulichen, indem er beleuchtet, inwiefern die betreffenden Buchumschläge das freie, allerdings verborgene Schaffen der damaligen Künstler spiegeln.

 

 

Sie sind herzlich eingeladen: Die Veranstaltung im Vortragssaal der SLUB beginnt 19:00 Uhr, sie ist öffentlich und der Eintritt ist frei. Im Anschluss an den Vortrag besteht Gelegenheit zum Gespräch und zu einer öffentlichen Führung durch die Ausstellung.

 

Mit diesem Vortrag endet der Vortragszyklus „Tschechische Avantgardebuchkunst“. Die Ausstellung selbst, die vom Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds gefördert wird, ist noch bis zum 31. August 2017 täglich von 10 bis 18 Uhr im Buchmuseum der SLUB zu sehen.