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Kategorie: Tschechien

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Genealogische Spurensuche in Böhmen und Mähren – Infoabend zur Familienforschung am 25.4. in der SLUB

 

Woher komme ich? Was haben meine Vorfahren geleistet, erlebt und erlitten? Wie und vor allem wo haben sie gelebt? Für alle, die mehr über die eigene Familiengeschichte erfahren möchten, bietet die SLUB gemeinsam mit dem Dresdner Verein für Genealogie e.V. regelmäßig Veranstaltungen und Beratungen an. Am Donnerstag, dem 25.4.2019, steht die Frage nach dem Wo im Mittelpunkt – es geht auf genealogische Spurensuche nach Böhmen und Mähren. In Tschechien lassen sich viele Fragen nach der eigenen Herkunft relativ leicht online beantworten, ohne dass man an der fremden Sprache scheitert. Experten zeigen, wie und vermitteln die wichtigsten Tipps und Tricks für Familienforscherinnen und –forscher und alle, die es werden möchten.

 

Dr. Karl Köblitz und Peter Wilschek vom Dresdner Verein für Genealogie e.V. geben einen Überblick zu Recherchemöglichkeiten im Nachbarland und verfügbaren Quellen. Im Mittelpunkt stehen die Kirchenbücher als Hauptquelle der Familienforschung. Die beiden Experten zeigen anhand von Beispielen Methodik, Möglichkeiten und Grenzen dieser Quellen auf. Die staatlichen Gebietsarchive, in denen die digitalisierten Kirchenbücher und viele andere Quellen lagern, werden online vorgestellt und ihre Besonderheiten erläutert. Die tschechischen Archive können rund um die Uhr und kostenlos vom heimischen Computer aus besucht werden. Eine Suche im Nachbarland vor Ort dient dann als Ergänzung, um noch nicht digitalisierte Unterlagen einzusehen.

 

Genealogische Spurensuche in Böhmen und Mähren - Veranstaltung im Rahmen der Kooperation der SLUB mit dem Dresdner Verein für Genealogie e.V.
25.4.2019 um 18:00 Uhr
Klemperer-Saal der SLUB
Eintritt frei

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Winterbergs letzte Reise: Autorenlesung und Gespräch mit Jaroslav Rudiš

Ein alter Sudetendeutscher und ein alkoholabhängiger Sterbebegleiter reisen durch Ostmitteleuropa auf der Suche nach einer verlorenen Liebe und verfolgt von den Traumata ihrer Vergangenheit.

 

Lesung, Gespräch & Signierstunde: Jaroslav Rudiš und sein neuer Roman "Winterbergs letzte Reise"

Dienstag, 16. April 2019, 19:00 Uhr
Klemperer-Saal
der SLUB Dresden
Eintritt frei

Jaroslav Rudiš, geboren 1972, war einer der gefragtesten Schriftsteller auf der diesjährigen Leipziger Buchmesse. Er lebt in Prag als Schriftsteller, Musiker, Drehbuchautor und Dramatiker. In Deutschland erlangte er Bekanntheit unter anderem mit den Romanen "Der Himmel unter Berlin", "Grandhotel" und zuletzt "Nationalstraße". 

 

 

Populär geworden ist er ebenfalls durch die Comicfigur Alois Nebel. Die Verfilmung dieser von Jaromír Švejdík illustrierten Graphic Novel wurde 2012 mit dem Europäischen Filmpreis in der Kategorie 'Bester Animationsfilm' ausgezeichnet. 

 

Gemeinsam mit Jaromír Švejdík macht Rudiš auch die Texte von Franz Kafka musikalisch erlebbar, in Konzerten und Theaterabenden auf Tschechisch und Deutsch mit dem Projekt "Kafka Band"

 

 

Bisher erschienen seine Romane auf Tschechisch und wurden dann für die deutsche Ausgabe übersetzt.

Seinen neuesten Roman, „Winterbergs letzte Reise“, hat er auf Deutsch geschrieben - und war damit in diesem Jahr für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert.

 

Einer der Protagonisten ist Jan Kraus, geboren in Vimperk, dem früheren Winterberg im Böhmerwald. Er begleitet in Berlin Schwerkranke in den letzten Tagen ihres Lebens bei dem, was er "Überfahrt" nennt . Mit einem seiner Patienten, einem Sudetendeutschen, der nach dem Krieg vertrieben wurde, unternimmt er eine gemeinsame Reise zu gemeinsamen Wurzeln und tiefen persönlichen Geheimnissen. 

 

"Winterbergs letzte Reise ist ein großer europäischer Roman." Er "erinnert an die beste Prosa Thomas Bernhards - und auch an dessen Humor", so Joachim Dicks / NDR Kultur (25.02.2019).

 

Mit diesem Buch kommt der Autor nächsten Dienstag zu uns: Wir freuen uns auf die allererste Lesung aus "Winterbergs letzte Reise" in Dresden! Die Veranstaltung ist öffentlich und der Eintritt frei!

 

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Sachsen, die SLUB und Tschechien. Ein kostbares Buch mit vielen interessanten Kapiteln

 

Anlässlich des Tschechischen Kulturjahres und des nächste Woche startenden Gastlandauftritts der Tschechischen Republik bei der Leipziger Buchmesse lohnt es sich wieder einmal, auf die großen Erfolge der langjährigen engen Zusammenarbeit zwischen Sachsen und Tschechien hinzuweisen, die sich auch in der SLUB vielfältig manifestieren. Auf der Basis der „Sammlung Vloemans“, einer der international bedeutendsten Kollektionen zur tschechischen Avantgarde-Buchkunst, zeigen wir aktuell zum Beispiel eine Kabinettausstellung im Deutschen Buch- und Schriftmuseum in Leipzig. Eine größere Ausstellung zum selben Thema, gefördert vom Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds und begleitet von einem Vortragsprogramm tschechischer und deutscher Expert*innen, hatte bereits 2017 breiter bekannt gemacht, mit welch ungeheurer Könnerschaft, Kreativität und Experimentierfreude Typografie und Buchkunst der 1920er und 1930er Jahre bei unseren Nachbarn betrieben wurden.

 

Glücklich sind wir auch über unsere besonders guten Beziehungen zur Mährischen Landesbibliothek in Brno, die wir im letzten Jahr in einem Kooperationsvertrag besiegelten. Die zweitgrößte Bibliothek der Tschechischen Republik passt hinsichtlich Auftrag und Aufgaben vortrefflich zur SLUB. Mit wechselseitigen Besuchen und Verabredungen auf operativer Ebene sorgen wir dafür, dass es in der Zusammenarbeit nicht nur beim Austausch von Freundlichkeiten bleibt, sondern echte grenzüberschreitende Zusammenarbeit entsteht.

 

Zahlreiche weitere Kooperationsmöglichkeiten ergeben sich im Rahmen des Netzwerks DRESDEN-concept, das erst im letzten Jahr eine neue Initiative zum vertieften wissenschaftlichen Austausch zwischen Prag und Dresden startete oder zwischen den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden und der Prager Nationalgalerie einen Kulturzug verkehren ließ.

 

Nach alledem ist praktisch selbstverständlich, dass wir am kommenden Dienstag, am Vorabend der Buchmesseeröffnung, auch die durchreisenden tschechischen Autor*innen bei ihrem „Zwischenstopp“ in Dresden begrüßen werden. Wir freuen uns auf diese Veranstaltung sowie alle weiteren Gespräche und Projekte in der nächsten Woche und danken den tschechischen Freunden Tomáš Kubíček und Martin Krafl für die hervorragende Zusammenarbeit.

 

 

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Dresden – Böhmen – Prag. Neues Dresdner Heft wird in der SLUB vorgestellt

Weit ist es nicht nach Böhmen. Zwar bildet der Erzgebirgskamm eine der ältesten und stabilsten Grenzen Europas - das Leben gerade der Menschen in der Grenzregion war aber von grenzüberschreitenden Beziehungen und Gemeinsamkeiten geprägt. Die historischen Ereignisse des 20. Jahrhunderts machen es nicht immer leicht, dass Deutsche und Tschechen unbefangen zueinander kommen. Umso erfreulicher ist es zu wissen, wie viele Alltags- und Arbeitskontakte zwischen Dresden und Prag, zwischen Sachsen und Böhmen dennoch bestehen - und wie diese seit 1989 intensiver geworden sind.

Die "Dresdner Hefte" schauen in ihrer Ausgabe 135 über den sächsischen Horizont hinaus ins Böhmische. Dabei liegt der zeitliche Schwerpunkt auf den letzten etwa 120 Jahren der Nachbarschaftsbeziehungen. Kontakte zwischen Schriftstellern und Musikern werden ebenso thematisiert wie die intensiven Beziehungen zivilgesellschaftlicher Akteure. Kulturelle Institutionen wie die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden oder das Collegium Bohemicum in Ústí nad Labem berichten über ihre Projekte mit den jeweiligen Nachbarn. Der Prager Frühling und dessen jähes Ende haben auf ihre Weise den Kontakt geprägt. Und es sind schließlich Gräber auf dem Friedhof Střekov (Schreckenstein), die uns an die Geschichte der vergangenen deutsch-böhmischen Lebensgemeinschaft erinnern.

Das Heft - an dem mit Konstantin Hermann und Martin Munke auch zwei SLUB-Mitarbeiter beteiligt sind - wird am 17. Oktober 2018 um 19 Uhr im Klemperer-Saal der SLUB vorgestellt. Justus H. Ulbricht, Redakteur der Dresdner Hefte und Geschäftsführer des Dresdner Geschichtsvereins, diskutiert mit der Künstlerin Susan Donath, dem Geschäftsführer der Euroregion Elbe/Labe, Rüdiger Kubsch, und dem Schriftsteller Jens Wonneberger über ihre Beiträge. Wir laden Sie herzlich ein, dabei zu sein! Der Eintritt ist frei.

Dresden – Böhmen – Prag. Szenen einer Nachbarschaft
Mittwoch, 17. Oktober 2018 um 19 Uhr
im Klemperer-Saal der SLUB

Dresdner Hefte 1-50 mit Volltext in Digitalen Sammlungen

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Kunst in der Mittagspause: Ursonate to go

Die Mensagänger des Siedepunktes kamen am Mittag des 8. August 2017 in den Genuss einer ganz besonderen Vorspeise: Sie konnten direkt von der Warteschlange aus die Aufführung der Ursonate von Kurt Schwitters vor der Bereichsbibliothek DrePunct genießen, die die tschechischen Künstler PhDr. Jaromír Typlt (links im Bild) und Dr. Pavel Novotný dort zu Gehör brachten.

 

Das dadaistische Klanggedicht sorgte zunächst durchaus für irritierte Gesichter, ließ dann aber viele Essensuchende den knurrenden Magen vergessen und amüsiert und fasziniert zugleich einen Platz auf den Treppen vor der Mensa und Bibliothek einnehmen.

 

 

Anlass der Aufführung war die derzeit stattfindende Ausstellung zur Tschechischen Avantgardebuchkunst, die noch bis zum 31. August 2017 im Buchmuseum der SLUB zu sehen ist.

 

Foto: SLUB Dresden / Ramona Ahlers-Bergner