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SLUBlog

Kategorie: Veranstaltung

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SLUB gedenkt Jahrestag der Bücherverbrennungen: Ausstellung im Foyer

Als am 10. Mai 1933 die Werke Erich Kästners, Alfred Döblins oder Heinrich Manns in einen lodernden Scheiterhaufen aus Büchern geworfen worden, war dies nicht das erste Mal, dass in Dresden Bücher brannten. Bereits kurz nach der „Machtergreifung“ der Nationalsozialisten kam es in der Stadt am 7. und 8. März 1933 zu scheinbar spontanen Bücherverbrennungen. Die deutschlandweiten Bücherverbrennungen am 10. Mai 1933 waren eine konzertierte Aktion der Deutschen Studentenschaft unter Führung des Nationalsozialistischen Deutschen Studentenbundes, die mit der Veröffentlichung von „12 Thesen wider den undeutschen Geist“ am 12. April 1933 ihren Anfang nahm. Diese „Thesen“ wurden deutschlandweit an Universitäten plakatiert und in Zeitungen abgedruckt.

Gedenklesung

Anlässlich des 85. Jahrestages der Bücherverbrennung fand gestern eine Gedenklesung im Foyer der Zentralbibliothek statt, bei der sowohl Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der SLUB als auch Gäste Textstellen aus Werken der damals verfolgten Autoren vortrugen. So standen beispielsweise Auszüge aus Victor Klemperers Tagebüchern, Erich Kästners „Fabian“, Alex Weddings „Ede und Unku“ und Tucholskys „Lerne lachen ohne zu weinen“ auf dem Programm der etwa 2-stündigen Lesung.

 

 

Ausstellung

In zwei Vitrinen im Foyer der Zentralbibliothek zeigen wir derzeit außerdem Erstausgaben und frühe Ausgaben der damals verbrannten Werke aus einer Dresdner Privatsammlung. Ausgestellt sind beispielsweise "Hiob" von Joseph Roth, "Berlin Alexanderplatz" von Alfred Döblin, "Fabian" von Erich Kästner und Anna Seghers "Aufstand der Fischer von St. Barbara" in ihren originalen Umschlägen mit Hintergrundinformationen zu den Autoren.

 

 

 

Die Ausstellung ist noch bis zum 25. Mai 2018 im Foyer der Zentralbibliothek zu den üblichen Öffnungszeiten zu besichtigen.

 

Bilder: SLUB Dresden/Ramona Ahlers-Bergner

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Wie der Hirsch schreiet - Vokalmusik aus den sächsischen Landes- und Fürstenschulen

Wie der Hirsch schreiet nach frischem Wasser" - die Vertonung des 42. Psalms durch Johann Schelle (1648-1701) steht sinnbildlich für das Verlangen nicht nur der einzelnen Seele nach Gott, sondern auch nach adäquaten Ausdrucksformen dieser Sehnsucht.
Vor allem Musik gilt dabei seit jeher neben dem Wort als mächtiges Mittel zu spiritueller Kommunikation und Interaktion.
So wundert es nicht, dass Kurfürst Moritz - nachdem die Lehre Luthers seit 1539 in Sachsen auch ganz offiziell unterstützt wurde - kurz nach Antritt seiner Herrschaft mit der Gründung dreier Landesschulen (1543-1550) ein großangelegtes Bildungsprogramm umsetzte. Dieses diente dem wissenschaftlichen Nachwuchs für politische, theologische und pädagogische Ämter und räumte der Musik eine ganz besondere Rolle ein. Musik nämlich half den Schülern zwar auch, die lateinische Sprache zu lernen, sie half ihnen aber in erster Linie, Gottesdienste - im großen liturgischen wie im kleinen privaten Rahmen - sinnlich und sinnfällig zu feiern.

 

Musikalien der Fürsten- und Landesschule Grimma in der SLUB

Zeugnis dieser reformationshistorisch bedeutenden Musikpraxis legen große Sammlungen und Bibliotheken mit Schulmusikalien ab. Eine der wichtigsten überlieferten Musikalienbibliotheken stammt aus der Fürsten- und Landesschule Grimma und wurde seit Ende des 19. Jahrhunderts schrittweise in die heutige Musikabteilung der SLUB Dresden übernommen. In ihr wird der große Reichtum mitteldeutscher Schul-Musikpflege des 16. bis 20. Jahrhunderts deutlich, einer Musikpflege, die sich jahrhundertelang höchst aktuellen Kompositionen italienischer, mitteldeutscher, aber auch weiter reichender Provenienzen widmete.

Die Grimmaer Sammlung wird sukzessive im Rahmen des Landesdigitalisierungsprogramms online zugänglich und bietet damit der Musikforschung aber auch der Musikpraxis leichten Zugriff auf bisher womöglich wenig bekannte Facetten unserer Musikgeschichte.

Ein Programm des renommierten Sächsischen Vocalensembles stellt am kommenden Freitag, den 4. Mai 2018 in seinem Konzert um 20 Uhr in der Annenkirche Dresden Kompositionen aus den Sammlungen der sächsischen Landes- und Fürstenschulen in den Mittelpunkt und lädt ein, die Vielfalt und Komplexität schulischen Musizierens des 16. bis 18. Jahrhunderts zu erhören.

Auch wenn der Zugriff auf sehr viele Werke durch die Digitalisierung leicht wird: einige der Musikalien sind durch die Zeitläufte so stark mitgenommen worden, dass sie vor einer Digitalisierung restauratorisch behandelt werden müssen - ja, dass ihr Erhalt sogar ganz bedroht ist. Tintenfraß, aber auch äußere Einflüsse im Zuge von Kriegen und Katastrophen gefährden die Benutzbarkeit der Quellen unter Umständen irreversibel.


Durch die an der SLUB beheimatete Landesstelle für Bestandserhaltung kommen neueste Erkenntnisse der Restaurierung auch den Grimmaer Quellen zu Gute, wir freuen uns deshalb über jede Zuwendung, die den Erhalt der wertvollen und unikalen Zeugnisse der sächsischen Musikgeschichte unterstützt.

 

 

 

 

Wie der Hirsch schreiet - Vokalmusik aus den sächsischen Landesschulen / Konzert mit dem Sächsischen Vocalensemble / Freitag, 4. Mai 2018, 20 Uhr, Annenkirche Dresden

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Veranstaltungsreihe zum Thema Digitalisierung von Konrad-Adenauer-Stiftung und SLUB startet am 3. Mai

Die Digitalisierung erobert unser Leben: Jegliche Information ist dank Internet nur einen Klick entfernt, der moderne Kühlschrank versendet Erinnerungen, sobald ein Lebensmittel knapp wird, selbstfahrende Autos sollen uns in Zukunft den stressigen Weg zur Arbeit erleichtern. Der technologische Wandel ist allgegenwärtig und begegnet uns in allen Lebensbereichen. Fast immer empfinden wir den technischen Fortschritt als Verbesserung – doch ist das tatsächlich so?

 

Welche Chancen, Herausforderungen und Risiken sind mit einer digitalisierten Gesellschaft verbunden? Wie digital soll unser Leben in Zukunft aussehen? Wo liegen die Grenzen der Digitalisierung und wo weitere Potenziale? In vier Themenblöcken wird sich die Veranstaltungsreihe "Segen oder Fluch? Wie die Digitalisierung uns verändert den Auswirkungen der Digitalisierung auf die Gesellschaft, das menschliche Verhalten, unsere Sprache und unser Wissen widmen.

 

 

Zum Auftakt am 03. Mai 2018 diskutieren der Sächsische Justizminister Sebastian Gemkow und die Informatikerin und F.A.Z.-Kolumnistin Constanze Kurz zum Thema: "Bitcoin, E-Akte, WannaCry – Wie Digitalisierung unser Zusammenleben verändert". In ihren Kurzvorträgen geben sie zunächst einen Einblick, wie die zunehmende Digitalisierung unser gesellschaftliches Zusammenleben verändert. Danach gibt es für das Publikum die Möglichkeit, Fragen zu stellen und sich so in die Diskussion mit einzubringen. Es moderiert der Generaldirektor der SLUB, Prof. Dr. Thomas Bürger. Beginn ist 18.30 Uhr.

 

Weitere Veranstaltungen der Reihe

 

  • 17.05.2018
    Digitalisierung und Verhalten: Smartphone, Laptop, Google, Facebook – Verlernen wir, zu denken?

    Mit Prof. Dr. Manfred Spitzer, Psychiater, Ulm


  • 31.05.2018
    Digitalisierung und Sprache: #, @, :) – Verstehen wir uns noch?

    Mit Prof. Dr. Ludwig M. Eichinger, Direktor des Instituts für Deutsche Sprache, Mannheim
  • 14.06.2018
    Digitalisierung und Wissen: Siri, Wiki, Google – Wie die Digitalisierung unser Weltbild verändert

    Mit Prof. Dr. Gerhard Weber, TU Dresden und Prof. Dr. Volker Banholz, TU Dresden/ TH Nürnberg

 

 

Alle Veranstaltungen finden im Vortragssaal der SLUB statt. Beginn ist jeweils 18.30 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Um sich einen Platz zu sichern, empfiehlt sich eine Reservierung/Anmeldung unter kas-sachsen@kas.de

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Gedenklesung in der SLUB: Anmeldung verlängert

Es ist ein dunkler Tag in der Geschichte Deutschlands - jener Tag im Mai 1933, an dem tausende Bücher verbrannt wurden: als "Höhepunkt" der Aktion "Wider den undeutschen Geist", die systematisch oppositionelle und unliebsame Schriftsteller im Dritten Reich diffamierte. Werke von Kästner, Tucholsky, Freud und vielen anderen bekannten oder weniger bekannten Autoren fielen damals den Flammen zum Opfer, u.a. nur unweit der SLUB am Bismarckturm in Dresden-Räcknitz.

 

Anlässlich des 85. Jahrestages der Bücherverbrennung findet nun am 9. Mai 2018 eine Gedenklesung in der SLUB statt, für die sich Mitwirkende noch bis 4.5. melden können, um einen Auszug aus einem der damals verbrannten Werke zu lesen. Mit der Verlängerung der Anmeldefrist kommen wir den Wünschen einiger interessierter Leser nach.

 

 

 

Bitte melden Sie sich bei Interesse unter oeffentlichkeitsarbeit@slub-dresden.de und geben Sie an, aus welchem Werk Sie eine Textstelle von etwa zehn Minuten Lesedauer lesen möchten. Aber auch Spontan-Leser sind willkommen: Alternativ stellen wir in der SLUB Textpassagen zur Verfügung, die von Interessierten dann vor Ort vorgetragen werden können.

 

An dieser Stelle möchten wir uns ganz herzlich für die bereits bei uns eingegangenen Anmeldungen bedanken!

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Spector Books erhält sächsischen Verlagspreis am heutigen Tag des Buches

Der Leipziger Verlag Spector Books ist anders: die Bücher, die Webseite, das Sortiment. Er verbindet auf sehr originelle Weise die Arbeit von Künstlern, Autoren, Designern, Druckern und Buchbindern. Nun erhält er den sächsischen Verlagspreis: „Im Wissen um die Bedeutung engster Verknüpfung von Inhalt und Form stehen die Verleger und die Verlegerin Anne König, Jan Wenzel und Markus Dressen mit ihrer Arbeit sowohl in der grafischen Tradition der Buchstadt Leipzig als auch für deren Experimentierfreudigkeit“, begründete die siebenköpfige Jury ihre Wahl.


Zum vielseitigen Verlagsangebot zählen zum Beispiel Jonas Mekas „Ich hatte keinen anderen Ort“, der Bericht des litauischen, in New York lebenden Filmemachers über seine Flucht durch Nazi- und Nachkriegs-Deutschland als displaced person, oder das von Armin Linke gestaltete Buch über das Schicksal von Flüchtlingen heute („Lampedusa. Bildgeschichten vom Rande Europas“).




Nach Nordrhein-Westfalen ist Sachsen das zweite Bundesland, das einen eigenen Verlagspreis für unabhängige Verlage auslobt. Die Verleihung findet am Welttag des Buches statt: Seit 1995 wird der 23. April als UNESCO-Festtag für das Lesen begangen (Shakespeare und Cervantes sollen am 23. April 1616 gestorben sein).

 

Die Gast-Rede im Alten Rathaus Leipzig hält Denis Scheck, den Preis überreicht Ministerin Dr. Eva-Maria Stange.

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