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Kategorie: Vortrag

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Future Mobility Camp zu Gast: Zwischen E-Mobilität, Stellplatzpflicht und Ride-Sharing

Ein Verspätungsschal der Bahn regte erst kürzlich die Debatte zur Zuverlässigkeit von Zügen an und nicht nur die Diesel-Affäre, der Ausbau des geschützten Radwegnetzes oder die Sharing-Angebote für Fahrzeuge geben Anlass zur Diskussion der zukünftigen Entwicklung unseres Verkehrssystems. Am 18. und 19.01. lädt die Tagung Future Mobility Camp in Kooperation mit der SLUB und dem Fachinformationsdienst Mobilitäts- und Verkehrsforschung (FID move) zum Austausch über die zahlreichen Herausforderungen und Möglichkeiten der Mobilität von morgen ein.

 

Bild: Matthias Fuchs, FID moveVorab hat Mitorganisator und Leiter des FID move, Matthias Fuchs (MF), an der SLUB einige Fragen beantwortet.

Was kann man sich konkret unter dem Future Mobility Camp (FMC) vorstellen?

>>MF: Das seit 2013 existierende FMC legt seinen Fokus auf den Themenbereich Mobilität und Verkehr und die damit verbundenen, aktuellen Entwicklungen und Herausforderungen in Gesellschaft, Wissenschaft und Praxis. Das Besondere ist, dass das FMC als Barcamp organisiert wird. Das bedeutet, dass wir den Rahmen für die Veranstaltung vorgeben und die Teilnehmenden dann vor Ort die Möglichkeit bekommen, sich mit Ihrem Thema für eine der zahlreichen Session zu bewerben, um diese dann Zusammen mit den Anderen mit Leben zu befüllen. Wir schaffen so eine offene und lebendige Plattform, bei der über 100 Fachleute als auch Laien zusammenkommen.

Welche zentralen Themen erwarten Sie?

>>MF: Ich denke, dass sich viele Fragen mit der konkreten Umsetzung der Verkehrswende beschäftigen werden, also der Weiterentwicklung unseres Verkehrssystems mit dem Ziel, effizientere und nachhaltigere Formen der Mobilität und Logistik umzusetzen. So könnte ich mir vorstellen, dass Themen im Zusammenhang mit der Elektromobilität oder die zunehmende Digitalisierung und Vernetzung der Verkehrsträger in Verbindung mit Konzepten wie der Smart-City ebenso präsent sein werden wie der künftige Umgang mit dem Radverkehr in der Verkehrs- und Stadtplanung. 

Was wird uns künftig im Bereich Mobilität und Verkehr beschäftigen?

Bild: Fahrende Straßenbahn in der Nacht>>MF: Neben den "Klassikern" wie der Erhaltung von Verkehrsinfrastruktur und der konkreten Umsetzung und Ausgestaltung der Verkehrswende werden wir sicherlich diskutieren, wie die Herausforderung aber auch die Notwendigkeit, unser Verkehrssystem und unsere Mobilitätskultur ganzheitlich und im Kontext der gesellschaftlichen Entwicklungen zu betrachten und zu formen, angegangen werden kann. Solche Lösungen erfordern das interdisziplinäre Zusammen-Denken und -Arbeiten - einen Ansatz, denn wir ja hier beim FMC auch verfolgen. 

Zur Tagung gehört auch eine Stadtrundfahrt mit der Tram: Warum nicht mit Bus oder zu Fuß?

>>MF: Da Dresden immer eine Reise wert ist und es hier zahlreiche interessante Aspekte und Ausprägungen eines Verkehrssystems zu entdecken gibt, kamen wir schnell auf die Idee einer geführten Rundfahrt durch die Stadt und nehmen unsere Teilnehmer mit auf eine Entdeckungsreise auf dem sogenannten "26er Ring". Neben der historischen Bedeutung dieser Umfahrung des Innenstadtbereichs bietet sich die Straßenbahn zudem als bequemes Verkehrsmittel an, in dem auch gerne gefachsimpelt und genetzwerkt werden darf. Die Fahrt ist damit Impuls, Rundfahrt und Netzwerkveranstaltung in einem.

 

Weitere Informationen

> Zur Website des Future Mobility Camp
> Zur Seite des FID Mobilitäts- und Verkehrsforschung

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Schon jetzt in den Kalender eintragen: Die SLUB-Highlights der nächsten Monate

Das Jahr neigt sich langsam dem Ende, der Kalender für 2019 ist vielleicht schon gekauft, die Adventssaison ist eröffnet (zumindest hat der Dresdner Striezelmarkt seine Tore geöffnet) und in wenigen Wochen sitzen wir wie "alle Jahre wieder" mit unseren Familien und Freunden unter dem Tannenbaum. Aber natürlich gibt es auch Veranstaltungen jenseits des Heiligen Festes!

Die beste Medizin gegen vorweihnachtlichen Stress ist, so finden wir, ein Kinobesuch. Deswegen zeigen wir Ihnen am 20.12. zur Erholung vom Geschenke-Shopping das Kurzfilmprogramm "Made in Germany: Stadtleben". Die Veranstaltung findet im Rahmen des Kurzfilmtages statt.

Für alle, die sich aber durchaus gern in Weihnachtsstimmung bringen lassen wollen, denen sei unser Adventskonzert am 12.12. empfohlen. Dann interpretiert der Chor der Jugendkantorei des Wurzener Domes u.a. Motetten des Kreuzorganisten Herbert Collum. Seien Sie herzlich willkommen!

Ein Ausblick auf 2019

Bild: Qatar National LibraryAuch wenn 2019 noch weit entfernt scheint, so lohnt auch jetzt schon ein Blick in unser Programm für Januar bis März: Eine spannende Diskussion zur Rolle der Bibliotheken und ihrer Architektur im digitalen Zeitalter können Sie am 17.1. bei uns verfolgen. Auf dem Podium sitzen neben den Bibliothekaren Prof. Dr. Claudia Lux (HU Berlin) , Dr. Achim Bonte (Generaldirektor SLUB Dresden) auch die beiden Architekten Rem Koolhaas (Niederlande) und Georg Gewers (Stuttgart).

Ende Januar starten wir in eine vierteilige Konzertreihe zum Thema "Musik der DDR". Im Februar gastiert erneut der Geschichtsmarkt in unseren Räumen, auf den wir uns ebenso freuen, wie auf die Lange Nacht des Schreibens, die in diesem Jahr auf den 7. März fällt.

Immer sehenswert sind die Ausstellungen in unserem Buchmuseum und in der Schatzkammer: Aktuell präsentiert die Deutsche Fotothek einen Teil ihrer umfangreichen Fotoalben-Sammlung und in der Schatzkammer können Sie eine Auswahl von Zeugnissen des Kulturaustausches zwischen Dresden und Italien bewundern. Lassen Sie sich gerne auch durch unsere Ausstellungen führen und erfahren Sie die eine oder andere Geschichte hinter den Exponaten. Die anstehenden Termine unserer kostenlosen Führungen finden Sie hier.

Immer gut informiert

Bild: SLUB Veranstaltungskalender Weitere Informationen lesen Sie im soeben erschienenen Programmheft. Es liegt ab 1.12. in der Zentralbibliothek der SLUB, unseren Zweigstellen sowie an vielen Bunte Medien-Ständern aus. Achten Sie auf das rote Quadrat! Bitte informieren Sie sich auch auf unserer Website und auf Facebook über weitere Veranstaltungen oder kurzfristige Änderungen. Für 2019 sind bereits viele weitere Veranstaltungen und Veranstaltungsreihen in Planung. Sie dürfen gespannt bleiben!

 

Sie möchten unser Programmheft bequem nach Hause bekommen?
Bitte schreiben Sie uns Ihre Postadresse an oeffentlichkeitsarbeit@slub-dresden.de.

Oder doch nur direkt ins Mailpostfach?
Teilen Sie uns dafür bitte Ihre E-Mail-Adresse mit und geben an, ob wir diese Adresse auch für die Zusendung weiterer Veranstaltungsinformationen (wie Einladungen zu Konzerten oder Ausstellungseröffnungen) verwenden dürfen. Vielen Dank!

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"Blühe, deutsches Florenz!" Dresden und Italien in der SLUB

Bild: Seite aus [Storia di Alessandro Magno] - Mscr.Dresd.Ob.47Ganz im Zeichen der Verbundenheit von Dresden und Italien steht diese Woche in der SLUB Dresden. Prächtig verzierte Handschriften mit farbintensiven Ranken, kolorierte Kupferstiche und Notenschriften sind Zeugnis dieser besonderen Beziehung: Ihnen wird die neue Ausstellung "Blühe, deutsches Florenz" in der Schatzkammer des Buchmuseums gewidmet. Eine Tagung zu italienischsprachigen Handschriften setzt sich wissenschaftlich mit diesen Quellen auseinander.

 

Ausstellung "Blühe, deutsches Florenz"

 

„Schön ist Dresden,
dieses deutsche Florenz‚
das muß ihm der blasse Neid lassen!“


Ernst Barlach am 17.4.1891 an Friedrich Düsel (Ernst Barlach: Die Briefe. 2. Band. München: Piper, 1969, S. 162)

 

Als »deutsches Florenz« bezeichnete der Dichter und Philosoph Johann Gottfried von Herder die Kunststadt Dresden und prägte damit ihren bis heute verwendeten Beinamen »Elbflorenz«. Die vielfältigen Beziehungen zwischen Dresden und Italien zeigen sich aber nicht nur in den Kunstsammlungen und der Architektur, sondern finden sich auch in den Beständen der SLUB wieder. In der Ausstellung "Blühe, Deutsches Florenz. Dresden und Italien" zeigen wir ausgewählte Schätze aus sieben Jahrhunderten. Darunter sind eine zum Unesco-Weltdokumentenerbe zählende Handschrift aus dem 15. Jahrhundert, Musikquellen aus der Frühzeit der Dresdner Hofkapelle, die Manuskripte der Dante-Übersetzung von König Johann von Sachsen und diverse Reiseberichte. Seien Sie gespannt!
Die Ausstellung wird morgen Abend eröffnet und ist ab 8. November 2018 täglich zu sehen.

 

Die italienischsprachigen Handschriften der SLUB Dresden

 

Bild: Visual zur TagungMit insgesamt etwa 370 Codices Italici verfügt die SLUB über eine Handschriftensammlung von hohem kulturgeschichtlichem Rang. Sie zeugen davon, dass italienische Kunst und Kultur vor allem im 17. und 18. Jahrhundert am Dresdner Hof ein enormes Prestige hatten und die italienische Sprache zu dieser Zeit auf hohem Niveau gesprochen, geschrieben und gelesen wurde. Die in Zusammenarbeit mit dem Institut für Romanistik und dem Italien-Zentrum der Technischen Universität Dresden stattfindende Tagung „Die italienischsprachigen Handschriften der SLUB Dresden – neue Perspektiven der Forschung“ widmet sich der Geschichte der Handschriftensammlung und analysiert die Inhalte einzelner Handschriften des Mittelalters und der Neuzeit.
Im öffentlichen Eröffnungsvortrag bespricht Prof. Dr. Eef Overgaauw, Leiter der Handschriftenabteilung der Staatsbibliothek zu Berlin, Dantes „Divina commedia“ (Göttliche Komödie) in Berlin und Dresden. Das Ensemble "Leipziger Concert" umrahmt mit Werken von Carlo Farina und Tomaso Albinoni den Abend musikalisch. Sie sind herzlich eingeladen!

Öffentliche Abendveranstaltung
07.11.2018 | 18.30 Uhr | Klemperer-Saal der SLUB Dresden

Ausstellung "Blühe, deutsches Florenz"
08.11.2018 bis  5.5.2019 | Schatzkammer des Buchmusems der SLUB Dresden

 

 

Die Tagung „Die italienischsprachigen Handschriften der SLUB Dresden – neue Perspektiven der Forschung“ wird durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) sowie durch die Gesellschaft der Freunde und Förderer der SLUB e.V.  (GFF) gefördert.

 

 

 

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Bruch|Stücke – Datenbank zur Reichspogromnacht 1938 in Sachsen wird vorgestellt

Bild: Gedenkstein am Platz der 1938 zerstörten Dresdner Synagoge (SLUB/Deutsche Fotothek)Zum achtzigsten Mal jähren sich im November 2018 die Ereignisse der antisemitischen Novemberpogrome. In ihrer reichsweiten Organisation wie in ihrem Exzesscharakter stellten sie eine neue Eskalationsstufe der Ausgrenzung und Verfolgung dar. Auch in Sachsen kam es an mehr als fünfzig Orten zu antijüdischen Kundgebungen und Zerstörungen von Synagogen, Wohnungen und Geschäften. Vor allem aber betrafen die Übergriffe jene Menschen, die nach nationalsozialistischen Kriterien als Juden verfolgt waren: Sie wurden verhaftet, misshandelt und in einigen Fällen getötet.

 

Der Dresdner Historiker Daniel Ristau hat in den vergangenen Jahren im Rahmen des Forschungsprojekts Bruch|Stücke diese Ereignisse für Sachsen recherchiert, in den historischen Kontext und in die Forschungsdiskussion eingeordnet.  In Zusammenarbeit mit der SLUB ist daraus eine Datenbank entstanden, in der Quellen und Literatur zu den Pogromen erfasst sind. Das neue Recherchewerkzeug führt die verfügbaren Forschungsarbeiten und Veröffentlichungen zusammen und schafft über die digitale Oberfläche eine Vereinigung der bislang meist lokal beschränkten und teils weltweit verstreuten autobiografischen Literatur sowie der Forschungsliteratur. Zugleich wird so ein Beitrag zum Gedenken an die Pogrome geleistet. Am 1. November 2018 wird die Datenbank in der SLUB der Öffentlichkeit vorgestellt. Das Online-Angebot wird über das neue Regionalportal Saxorum der SLUB präsentiert und sukzessive ergänzt. Auf seiner Grundlage können Interessierte die (lokale) Erforschung der sächsischen Novemberpogrome selbstständig weiterverfolgen. Die Datenbank richtet sich dabei insbesondere auch an Multiplikatoren der Kinder- und Erwachsenenbildung und ergänzt die gleichnamige Ausstellung, die seit Anfang Oktober parallel in Dresden, Chemnitz und Leipzig zu sehen ist.

 

BRUCH|Stücke. Gebündeltes Wissen: Eine Datenbank zu den Novemberpogromen in Sachsen 1938
01. November 2018 | 19.00 Uhr | Klemperer-Saal
Der Eintritt ist frei

 

Weitere Informationen :

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Wo haben meine Vorfahren gelebt? Antworten geben die Bestände der SLUB

Wohl jeder von uns kennt es: Als Kind bei den Großeltern zu Besuch, machte es Spaß, nach alten Schätzen zu suchen. Bei der Großmutter auf dem Schoss mit einem verstaubten Karton in der Hand – darin vergilbte Postkarten, Fotos mit weiß gebogenem Rand, alte Briefe, Zeitungsartikel, Kartenausschnitte, ein alter Stammbaum – erzählte sie an langen Herbstabenden die Geschichten, die sich hinter diesen Stücken verbargen: den Anlass des Fotos, wer die Personen mit Hut waren, die keine Miene verzogen und wie der kleine Hund hieß, der der Familie zu Füßen liegt. Dies alles faszinierte uns als Kind und ließ uns in längst vergangenen Tagen schwelgen.

 

Jahrzehnte später beim Aufräumen des Kellers oder Dachbodens finden wir die Kisten und Kästchen mit den Schätzen und den damit verbundenen Erinnerungen unserer Kindheit wieder. Doch der Zusammenhang fehlt. Wer war das doch nochmal auf dem Bild? Die handschriftliche Notiz in Sütterlinschrift auf der Rückseite verrät uns nur die Namen und das Jahr. Doch in welchem familiären Verhältnis stehen wir selbst zu diesen Personen und wie sah die Stadt damals aus, in der diese, unsere Vorfahren gelebt haben? Die Geschichte ist für uns sehr lückenhaft und doch lässt sie sich erzählen: mit Recherchen in genealogischen Quellen.

 

Familienforschung vorgestellt

Im Rahmen der Kooperation der SLUB mit dem Dresdner Verein für Genealogie e.V. laden wir Sie diesen Donnerstag in die SLUB ein und möchten mit Ihnen auf die Frage "Wo haben meine Vorfahren gelebt?" Antwort finden. Zunächst stellt Dr. Georg Zimmermann, Leiter der Kartensammlung der SLUB, dazu das ‚Kartenforum‘ und das ‚Virtuelle Kartenforum 2.0‘ vor. Neben wertvollen historischen Objekten enthält die Kartensammlung vor allem Karten von Sachsen sowie topographische Kartenwerke von Deutschland und Europa und zahlreiche Ortsansichten, die hochauflösend digitalisiert und im Kartenforum angeboten werden. Das Virtuelle Kartenforum 2.0 bietet Zugriff auf die alten Karten und ermöglicht den Nutzern diese auf aktuelle Pläne zu projizieren und damit auf anschauliche Weise die topografischen Gegebenheiten zu vergleichen.

 

 

Andreas Löser, stellvertretender Vorsitzender des Dresdner Vereins für Genealogie e.V. erläutert im Anschluss an einem praktischen Beispiel die Recherche in ausgewählten genealogischen Quellen der SLUB. Neben den Historischen Adressbüchern aus Sachsen wird kurz die Datenbank Ancestry vorgestellt.

 

Sind auch Sie Ihrer Vergangenheit auf der Spur? Dann freuen wir uns über Ihren Besuch!

 

Vortrag "Wo haben meine Vorfahren gelebt?"

Donnerstag, 18. Oktober 2018, 18:30 Uhr im Klemperer-Saal der SLUB, Zellescher Weg 18, 1. Etage

Der Eintritt ist frei. Um Anmeldung wird gebeten.