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SLUBlog

Autor: Achim Bonte

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Wikipedianer in der SLUB. Heute Treffen zum Projekt Wikidata

Die freie Enzyklopädie Wikipedia ist das weltweit meistbenutzte Online-Nachschlagewerk und eine der meistbesuchten Webseiten überhaupt (nach Anteil der Visits: 1. Google, 2. Facebook, die beiden sehr dicht beieinander, danach lange nichts, 3. YouTube, 6. Wikipedia). Allein zur deutschsprachigen Ausgabe tragen rund 7.000 AutorInnen regelmäßig bei, darunter zahlreiche Studierende und durchaus auch HochschulprofessorInnen. Entsprechend wies ein Vergleich der Zeitschrift Nature schon vor einigen Jahren nach, dass die Wikipedia-Artikel qualitativ mit etablierten Verlagsprodukten konkurrieren können. Trotzdem soll es noch WissenschaftlerInnen geben, die Wikipedia wegen vorgeblich mangelnder Sachkompetenz entschieden ablehnen.

 

Dass die SLUB das anders sieht, wissen Sie. Unsere semantische Suche im SLUB-Katalog stützt sich auf englische, deutsche und polnische Wikipedia-Artikel, die seit dem letzten Katalogupdate auch in den Titelanzeigen als Hyperlinks angeboten werden. Mit Interesse verfolgen wir zugleich die jüngeren Ableger der Wikipedia wie Wiktionary oder Wikimedia Commons. Die jüngste Initiative, der Aufbau einer zentralen Wissensdatenbank (Wikidata) mit frei verfügbaren Fakteninformationen, könnte für die Bibliotheken im allgemeinen und unsere semantische Suche im besonderen ebenfalls interessant werden. Google ist offenbar auch schon da: Die Entwicklung des Projekts wird unter anderem mit Spenden der Firma Google gefördert.

 

Die rührigen Wikipedianer aus Dresden und Umgebung treffen sich zum Thema heute um 18 Uhr in der SLUB. Der Kreis für Fragen und Diskussionen ist prinzipiell offen. Kollegen aus der SLUB werden dabei sein.

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Über 10.000 digitalisierte Drucke des 17. Jahrhunderts. SLUB erreicht neue Wegmarke

Nach dem Flaggschiffprojekt des Dresdner Digitalisierungszentrums, den Drucken des 18. Jahrhunderts, konnte unser Team in diesen Tagen auch die Bearbeitung des vorherigen Jahrhunderts in den fünfstelligen Ergebnisbereich führen. Nach heutigem Stand werden in den Digitalen Sammlungen 10.008 Bände aus dem 17. Jahrhundert präsentiert.

Das 17. Jahrhundert - das sind Gottfried Wilhelm Leibniz, Johannes Kepler und Christian Thomasius, Heinrich Schütz und Hans Jakob von Grimmelshausen ... Von allen Genannten finden Sie Werke in den Digitalen Sammlungen. Sämtliche Titel sind im SLUB-Katalog verzeichnet. Auf der Grundlage der im Sommer 2009 abgeschlossenen Katalogisierungsarbeit zum Verzeichnis der im deutschen Sprachraum erschienenen Drucke des 17. Jahrhunderts (VD 17) und mit Unterstützung der DFG bearbeiten wir aktuell mehrere Digitalisierungsprojekte aus der Zeit. Mit über 65.000 Titeln hält die SLUB nach der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel und der Bayerischen Staatsbibliothek den drittgrößten Anteil am VD 17. Noch bleibt also etwas zu tun.

Neben der Fortsetzung der Digitalisierungsarbeit wollen wir in den nächsten Wochen den Routinebetrieb für unsere OCR-Bearbeitung etablieren (Schrifterkennung für Scans) und die Präsentationsoberfläche für die Digitalisate um neue Funktionen ergänzen. Dass auf beiden Gebieten etwas zu tun ist, hatten wir hier im Blog ja schon gelegentlich thematisiert. Zumindest heute freuen wir aber erst mal über diesen weiteren Meilenstein. Allen Beteiligten auch von dieser Stelle herzlichen Dank!

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Wo steht die SLUB? Aktuelle Ergebnisse aus der Deutschen Bibliotheksstatistik

Wie exakt vor einem Jahr und auch schon 2009 und 2010 wollen wir Ihnen Anfang Juni wieder anhand ausgewählter Daten aus der Deutschen Bibliotheksstatistik (DBS) den Platz der SLUB unter den deutschen wissenschaftlichen Bibliotheken beschreiben. Unter 250 Universal- und Hochschulbibliotheken, darunter alle großen Landes- und Universitätsbibliotheken, schnitt die SLUB 2011 wie folgt ab (in Klammern jeweils das Ergebnis von 2010):

Buchzugang (ohne Deutsche Nationalbibliothek): Platz 2 (3)

Neuzugang Lehrbuchsammlung: Platz 13 (7)

Laufende Zeitschriften insgesamt: Platz 4 (4)

Laufende Kaufzeitschriften: Platz 7 (7)

 

Benutzerarbeitsplätze: Platz 6 (6)

Zahl der aktiven BenutzerInnen (= Menschen, die wenigstens einmal im Jahr ein Buch entliehen haben): Platz 5 (7)

Bibliotheksbesuche: Platz 6 (7)

 

Entleihungen: Platz 4 (4)

Entleihungen Lehrbuchsammlung: Platz 5 (1)

Abgesehen von dem kleinen, etatbedingten Einbruch in der Lehrbuchsammlung, ist das Ergebnis erneut äußerst günstig. Kaum eine zweite deutsche Bibliothek kann in ähnlicher Leistungsbreite Spitzenplätze aufweisen. Gäbe es einen Exzellenzwettbewerb nur für Bibliotheken (Daumen drücken!, am 15. Juni erfahren wir, ob die TU Dresden zu den deutschen Exzellenzuniversitäten gezählt werden darf), stünde die SLUB unstreitig auf dem Treppchen.

Die neuen Zahlen belegen zugleich den hier ja schon öfter beschriebenen sukzessiven Rückzug der Papierbibliothek zugunsten digitaler Medien. Die Vergleichbarkeit im wichtigen Bereich der elektronischen Mediennutzung ist in der bisher veröffentlichten vorläufigen Version der Statistik noch nicht über jeden Zweifel erhaben. Demnach rangieren wir beim Zugriff auf elektronische Zeitschriften und Datenbanken auf Platz 1 bzw. Platz 2, was uns angesichts der umfassenden Integration unserer lizenzierten Quellen in den SLUB-Katalog auch plausibel scheint, aber doch noch mal überprüft werden soll. Da auch die zentral gemessene (und damit methodisch gesichertste) Zahl der "Virtuellen Besuche" im Webangebot derzeit noch fehlt, liefern wir zum Leistungsvergleich bei den digitalen Medien in Kürze noch einen Nachtrag. Zweifelsfrei ist, dass unsere absolute Zahl von 2,72 Mio. Volltextzugriffen auf lizenzierte E-Medien die Entleihungen bereits deutlich übersteigt; ebenso, dass eine hausinterne Digitalisierungsleistung von über 3 Millionen Scans anderenorts nicht übertroffen wurde.

Weitere Fakten und Hintergrundinformationen zum letzten Jahr finden Sie in unserem kürzlich erschienenen Geschäftsbericht. Fragen und Anregungen zur Bibliotheksentwicklung wie immer gern über dieses Blog.

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Dresden Summer School 2012 "Museen, Bibliotheken und Archive im digitalen Zeitalter". Bewerbungsschluss 15. Juni

Die TU Dresden, die kulturwissenschaftlichen Einrichtungen des Wissenschaftsverbunds DRESDEN-Concept und das Militärhistorische Museum in Dresden laden für den 1. bis 12. Oktober 20 DoktorandInnen und PostdoktorandInnen zur internationalen Summer School ein. In vier Sektionen soll es in Vorträgen, Workshops und Führungen um die notwendige Transformation der traditionellen Gedächtniseinrichtungen Archiv, Bibliothek und Museum gehen.

Selbstverständlich darf die SLUB bei diesem spannenden Thema nicht fehlen. Eine Vortragsfolge wird bei uns im Haus stattfinden, zudem sind Kollegen als Referenten dabei. Alle Informationen zu Programm, Anmeldung und Förderer finden Sie hier. Bis zum 15. Juni können Sie sich als WissenschaftlerIn einer beliebigen Fachrichtung um einen Platz an der Summer School bewerben. Eine wichtige Voraussetzung der Veranstalter: "Bereitschaft zur aktiven Teilnahme am Blog der Summer School". Damit sollten alle etwas von der Veranstaltung haben. Wir melden uns hier noch mal, wenn die Veranstaltung terminlich etwas näher gerückt ist.

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Mitten im Medienwandel. Geschäftsbericht 2011 erschienen

Nach einem ersten "Jahresrückblick via SLUBlog" am 3. Januar können wir Ihnen seit einigen Tagen den offiziellen Geschäftsbericht der SLUB für 2011 vorlegen. Die reich illustrierte Broschüre ist online in Qucosa, unserem Dokumenten- und Publikationsserver, verfügbar. Die Printversion wird an EntscheiderInnen in Politik, Wirtschaft und Verwaltung sowie andere Informationseinrichtungen verschickt. Eine begrenzte Stückzahl halten wir auch an unseren Infopunkten bereit.

"Besucherrekord und Digitalisierungsboom" hatten wir das entsprechende Blog-Post für den Geschäftsbericht 2010 überschrieben. Das gilt auch dieses Jahr. Die Jahresleistung des Dresdner Digitalisierungszentrums erhöhte sich nochmals auf nun über 3 Millionen Images und hat sich damit binnen drei Jahren mehr als verdreifacht. Die medientypologische Vielfalt der Dresdner digitalen Kollektionen ist deutschlandweit unübertroffen. Zugleich stieg auch die Zahl der Bibliotheksbesuche um fast 10% auf 2,24 Millionen. Offensichtlich ist es für Sie kein Widerspruch, einerseits möglichst viele Inhalte digital und mobil nachzufragen und andererseits einen zentralen Ort aufzusuchen, an dem sich Lernen und Forschen anregend materialisiert. An beiden Baustellen werden wir engagiert weiterarbeiten und bitten Sie dabei um Ihre Beteiligung: Mit Kritik, Vorschlägen, Zuspruch ...

Das letzte Jahr brachte unter anderem die multilinguale semantische Suche SLUBsemantics und die Einbindung von 200.000 E-Books in den SLUB-Katalog, die Gründung des Dresdner Notfallsverbunds zum Kulturgutschutz, den umfassenden Relaunch unserer Bilddatenbank, neue Liegestühle für die Bibliothekswiese sowie die Installation der ersten öffentlichen Fahrradluftpumpe Dresdens. Für besonderes Engagement und tolle Ideen gebührt vielen KollegInnen und BenutzerInnen herzlicher Dank, nicht zuletzt unseren zahlreichen ehrenamtlichen HelferInnen. Fragen und Anregungen zu unseren Resultaten und Abläufen stets gern per Mail oder direkt an dieser Stelle.