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Kategorie: Veranstaltung

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Auf Zeitreise mit der SLUB beim Offenen Regierungsviertel am 10.06.18

Lust auf Veränderung? Wir nehmen Sie mit auf eine Reise in die Vergangenheit, wenn Sie am Sonntag das Offene Regierungsviertel in Dresden unseren Stand beim Tag der offenen Tür  im Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst (SMWK) besuchen. 

 

Vor Ort präsentiert Generaldirektor Prof. Dr. Thomas Bürger „Sachsen.digital“, das Landesdigitalisierungsprogramm für Kultur und Wissenschaft. Ob Adressbücher, Karten, Fotografien, Musikalien oder Landtagsprotokolle - immer mehr Zeugnisse der sächsischen Geschichte sind in unseren digitalen Sammlungen verfügbar. So auch aus dem Friedensjahr 1918, in dem der Erste Weltkrieg beendet wurde und auf das SMWK an diesem Tag einen besonderen Blick wirft.

 

Damals wurde beispielsweise der heutige Sitz des SMWK für die Dreikönigsschule genutzt und lag in der Wasserstraße.

 

Zeitreise 1918: Die Dreikönigsschule in der Wasserstr., heute Wissenschaftsministerium in der Wigardstr.

Zeitreise 1918: Die Dreikönigsschule in der Wasserstr., heute Wissenschaftsministerium in der Wigardstr.

Reiserouten

Vor Ort zeigen wir Ihnen, wie Sie mit unseren digitalisierten Quellen selbst auf Zeitreise gehen können, auch über das Jahr 1918 hinaus. Wir halten verschiedene Reiserouten für Sie parat und gehen auch individuell auf Ihre Reisewünsche ein.

 

Ihre Reise könnte z.B. zurück in Ihre persönliche Vergangenheit gehen: Suchen Sie im virtuellen Kartenforum nach historischen Karten aus Ihrem Geburtsjahr oder schauen Sie sich an, wie sich die Stadt Dresden seit dem entwickelt hat, indem Sie alte und aktuelle Karten übereinander blenden. Oder wandern Sie virtuell in der 3D-Ansicht durch die Sächsische Schweiz um 1732 zu Zeiten Ihrer Vorfahren.

 

Screenshot Virtuelle Kartenforum - Einblick in die Sächsische Schweiz

 

Ihre Zeitreise könnte aber auch in die Textilregion rund um Zwickau um 1900 gehen, wo wir Ihnen zeigen können, welche Muster damals dort für die Teppichwebkunst genutzt oder welche Spitzen hergestellt wurden - z.B. im Buch alter kunstvoller Spitzen oder in den Blättern für textile Kunst.

 

Seite aus "Blätter für textile Kunst" Seite aus "Alte kunstvolle Spitzen"

Auch Münzsammlern machen wir ein Reiseangebot: Stöbern Sie in der Geschichte des Geldes von ihrem Beginn im 6./7. Jahrhundert v. Chr. bis zum frühen 20. Jahrhundert und erhalten Sie einen Einblick in die internationale Währungsgeschichte in universalhistorischer Perspektive.

 

Welches ist Ihr Reiseziel? Kommen Sie vorbei, finden Sie es heraus und machen Sie sich auf Ihre persönlichen Zeitreise durch unsere digitalen Quellen. Wir stehen Ihnen als Reisebegleitung gerne zur Verfügung.

                     

 

Der Stand der SLUB befindet sich im SMWK
(Wigardstraße 17, 01097 Dresden)
Programmflyer zum Download
Ausführliches Programm

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"Leben und Sterben des Herrn Winckelmann" - (Krimi-)Lesung mit Thomas Oláh am 6. Juni 2018

Bereits vor einer Woche eröffnete unsere Winckelmann-Ausstellung „Man denkt noch beständig in Dresden auf mich“. Ein paar Eindrücke von der Eröffnung können Sie auf unserem Facebook-Kanal gewinnen, falls Sie nicht selbst dabei sein konnten.

 

Wir freuen uns sehr über die positive Resonanz von Publikum und Presse, die uns bis heute erreicht hat - und sind weiterhin neugierig! Waren Sie schon in der Ausstellung? Welche sind Ihre Eindrücke? Gibt es ein Lieblingsexponat? Hat Sie etwas Bestimmtes überrascht, verwundert oder auch geärgert? Erzählen Sie uns davon! Am besten direkt hier als Blog-Kommentar, aber gern auch über unsere anderen Kanäle.

 

Wer gern mehr erfährt, als das was Exponate und Erläuterungstafeln verraten, dem seien unsere Führungen durch die Ausstellung ans Herz gelegt. Diese finden immer samstags um 14 Uhr und zusätzlich um 17 Uhr am 8.6. (Todestag Winckelmanns), 27.6., 11.7. und 8.8. oder um 18 Uhr am 6.6. und 29.8.2018 statt.

 

Lesung mit Thomas Oláh

 

Quelle: http://www.edition-ausblick.at/gallery/thomas-olah-wozu-mich-das-gluck-noch-brauchen-wird/Außerdem laden wir Sie herzlich zur Lesung mit dem Wiener Autor Thomas Oláh ein, der sich der Person des Alterumswissenschaftlers und Bibliothekars durch Rekonstruktion des Mordes an Winckelmann annähert. Sein Verlag fasst das Buch "Wozu mich das Glück noch brauchen wird?" mit diesen Worten zusammen:

 

 

„Ein Kriminalkommissar macht aktenkundig, was an Aussagen zu gewinnen war: Von Winckelmann selbst, der den Anschlag um einige Stunden überlebt hat, von dessen römischem Gönner Kardinal Albani, dem sehr an der Hinterlassenschaft des Opfers gelegen ist, vom Reisegefährten Cavaceppi, der Winckelmann im Streit zurückließ, von einem gewissen wegen Betrugs verurteilten Casanova und vom Mörder, der von seinen wahren Motiven nichts erkennen läßt. Aus sechs Monologen setzt sich ein sprachfunkelndes Bild zusammen, das einen kaleidoskopischen Blick auf das Leben europäischer Kunst und Kultur der Mitte des 18. Jahrhunderts zwischen Rom, Dresden und Wien eröffnet.“

 

Thomas Oláh lebt und arbeitet in Berlin und Wien im Bestreben, künstlerische Praxis und theoretische Reflexion zu verbinden, als Kostüm- und Bühnenbildner einerseits, als Kulturhistoriker mit Schwerpunkt Modetheorie / Geschichte des Körpers andererseits.

Arbeiten u. a. fürs TV mit Leander Haußmann „Kabale und Liebe“, mit Andreas Prochaska „Maximilian“, fürs Kino mit Oskar Roehler „Jud Süss“, mit Philipp Stölzl „Der Medicus“, mit Detlev Buck „Die Vermessung der Welt“, mit Shirin Neshat „Women without Men“ (Silberner Löwe in Venedig), mit Brad
Anderson „Stonehearst Asylum“; am Theater u. a. mit Franz Wittenbrink „Eh Wurscht“ am Theater in der Josefstadt, „Hamlet“ beim Helsingør Festival in D.nemark und die Ken-Loach-Erstaufführung von „It’s a Free World“ in Wien.
Österreichischer Filmpreis für „Die Vermessung der Welt“ 2013,  mehrere Nominierungen zum Deutschen Filmpreis. Zuletzt erschien „Ares und das Band der Charis. Militärische Elemente in der Mode“ im
Praesens Verlag, Wien.

 

Die Lesung beginnt am 6. Juni 2018 um 19 Uhr im Vortragssaal.
Der Eintritt ist frei.

 

 

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Schauen, Fragen, Testen: SLUB stellt sich zum UNI-TAG am 2. Juni vor

Am übernächsten Samstag, dem 2. Juni 2018, findet der alljährliche Uni-Tag statt, der in diesem Jahr unter dem Motto "Schauen, Fragen, Testen" Studieninteressierte, Studierende, Absolventen, Eltern und Lehrer an die TU Dresden zum "Tag der offenen Tür" einlädt.

                                              


Da Studieren ohne Bibliothek so gut wie nicht denkbar ist, bietet auch die SLUB spezielle Führungen für Interessierte an. Neben einer allgemeinen Führung durch das Haus, bei der wir Ihnen die Zentralbibliothek zeigen und unsere Angebote und Services vorstellen, gewähren wir auch einen Einblick in unseren Makerspace, einem offenen Kreativraum für Menschen, die ihre Ideen und Do-It-Yourself-Projekte bspw. mit 3D-Druckern oder Laser-Cuttern realisieren möchten.

  • 10.30 Uhr: Studieren in und mit der SLUB - Wir zeigen Ihnen die besten Plätze
    (Treffpunkt Foyer der SLUB, Zellescher Weg 18)
  • 11.30 Uhr: Makerspace der SLUB - Entdecken Sie die Werkstatt für praktisches Arbeiten in der Bibliothek
    (Treffpunkt Foyer der Bereichsbibliothek DrePunct, Zellescher Weg 17)
  • 13.30 Uhr: Studieren in und mit der SLUB - Wir zeigen Ihnen die besten Plätze
    (Treffpunkt Foyer der SLUB, Zellescher Weg 18)

Bitte melden Sie sich zu den Führungen bis zum 31. Mai 2018 unter den hinterlegten Links an.


Außerdem können Sie am 2. Juni 2018 um 14 Uhr an einer Führung durch die Ausstellung "Man denkt noch beständig in Dresden auf mich." Winckelmann - Bibliothekar und Altertumswissenschaftler" teilnehmen. Treffpunkt ist im Foyer der Zentralbibliothek.


Weiterführende Informationen:

Web-Auftritt zum UNI-Tag
Event-App zum Download


Wir freuen uns auf Sie - Suchen Sie sich schon jetzt Ihren Lieblingsplatz aus, z.B. in unserem neuen SLUB-Forum.

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SLUB gedenkt Jahrestag der Bücherverbrennungen: Ausstellung im Foyer

Als am 10. Mai 1933 die Werke Erich Kästners, Alfred Döblins oder Heinrich Manns in einen lodernden Scheiterhaufen aus Büchern geworfen worden, war dies nicht das erste Mal, dass in Dresden Bücher brannten. Bereits kurz nach der „Machtergreifung“ der Nationalsozialisten kam es in der Stadt am 7. und 8. März 1933 zu scheinbar spontanen Bücherverbrennungen. Die deutschlandweiten Bücherverbrennungen am 10. Mai 1933 waren eine konzertierte Aktion der Deutschen Studentenschaft unter Führung des Nationalsozialistischen Deutschen Studentenbundes, die mit der Veröffentlichung von „12 Thesen wider den undeutschen Geist“ am 12. April 1933 ihren Anfang nahm. Diese „Thesen“ wurden deutschlandweit an Universitäten plakatiert und in Zeitungen abgedruckt.

Gedenklesung

Anlässlich des 85. Jahrestages der Bücherverbrennung fand gestern eine Gedenklesung im Foyer der Zentralbibliothek statt, bei der sowohl Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der SLUB als auch Gäste Textstellen aus Werken der damals verfolgten Autoren vortrugen. So standen beispielsweise Auszüge aus Victor Klemperers Tagebüchern, Erich Kästners „Fabian“, Alex Weddings „Ede und Unku“ und Tucholskys „Lerne lachen ohne zu weinen“ auf dem Programm der etwa 2-stündigen Lesung.

 

 

Ausstellung

In zwei Vitrinen im Foyer der Zentralbibliothek zeigen wir derzeit außerdem Erstausgaben und frühe Ausgaben der damals verbrannten Werke aus einer Dresdner Privatsammlung. Ausgestellt sind beispielsweise "Hiob" von Joseph Roth, "Berlin Alexanderplatz" von Alfred Döblin, "Fabian" von Erich Kästner und Anna Seghers "Aufstand der Fischer von St. Barbara" in ihren originalen Umschlägen mit Hintergrundinformationen zu den Autoren.

 

 

 

Die Ausstellung ist noch bis zum 25. Mai 2018 im Foyer der Zentralbibliothek zu den üblichen Öffnungszeiten zu besichtigen.

 

Bilder: SLUB Dresden/Ramona Ahlers-Bergner

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Wie der Hirsch schreiet - Vokalmusik aus den sächsischen Landes- und Fürstenschulen

Wie der Hirsch schreiet nach frischem Wasser" - die Vertonung des 42. Psalms durch Johann Schelle (1648-1701) steht sinnbildlich für das Verlangen nicht nur der einzelnen Seele nach Gott, sondern auch nach adäquaten Ausdrucksformen dieser Sehnsucht.
Vor allem Musik gilt dabei seit jeher neben dem Wort als mächtiges Mittel zu spiritueller Kommunikation und Interaktion.
So wundert es nicht, dass Kurfürst Moritz - nachdem die Lehre Luthers seit 1539 in Sachsen auch ganz offiziell unterstützt wurde - kurz nach Antritt seiner Herrschaft mit der Gründung dreier Landesschulen (1543-1550) ein großangelegtes Bildungsprogramm umsetzte. Dieses diente dem wissenschaftlichen Nachwuchs für politische, theologische und pädagogische Ämter und räumte der Musik eine ganz besondere Rolle ein. Musik nämlich half den Schülern zwar auch, die lateinische Sprache zu lernen, sie half ihnen aber in erster Linie, Gottesdienste - im großen liturgischen wie im kleinen privaten Rahmen - sinnlich und sinnfällig zu feiern.

 

Musikalien der Fürsten- und Landesschule Grimma in der SLUB

Zeugnis dieser reformationshistorisch bedeutenden Musikpraxis legen große Sammlungen und Bibliotheken mit Schulmusikalien ab. Eine der wichtigsten überlieferten Musikalienbibliotheken stammt aus der Fürsten- und Landesschule Grimma und wurde seit Ende des 19. Jahrhunderts schrittweise in die heutige Musikabteilung der SLUB Dresden übernommen. In ihr wird der große Reichtum mitteldeutscher Schul-Musikpflege des 16. bis 20. Jahrhunderts deutlich, einer Musikpflege, die sich jahrhundertelang höchst aktuellen Kompositionen italienischer, mitteldeutscher, aber auch weiter reichender Provenienzen widmete.

Die Grimmaer Sammlung wird sukzessive im Rahmen des Landesdigitalisierungsprogramms online zugänglich und bietet damit der Musikforschung aber auch der Musikpraxis leichten Zugriff auf bisher womöglich wenig bekannte Facetten unserer Musikgeschichte.

Ein Programm des renommierten Sächsischen Vocalensembles stellt am kommenden Freitag, den 4. Mai 2018 in seinem Konzert um 20 Uhr in der Annenkirche Dresden Kompositionen aus den Sammlungen der sächsischen Landes- und Fürstenschulen in den Mittelpunkt und lädt ein, die Vielfalt und Komplexität schulischen Musizierens des 16. bis 18. Jahrhunderts zu erhören.

Auch wenn der Zugriff auf sehr viele Werke durch die Digitalisierung leicht wird: einige der Musikalien sind durch die Zeitläufte so stark mitgenommen worden, dass sie vor einer Digitalisierung restauratorisch behandelt werden müssen - ja, dass ihr Erhalt sogar ganz bedroht ist. Tintenfraß, aber auch äußere Einflüsse im Zuge von Kriegen und Katastrophen gefährden die Benutzbarkeit der Quellen unter Umständen irreversibel.


Durch die an der SLUB beheimatete Landesstelle für Bestandserhaltung kommen neueste Erkenntnisse der Restaurierung auch den Grimmaer Quellen zu Gute, wir freuen uns deshalb über jede Zuwendung, die den Erhalt der wertvollen und unikalen Zeugnisse der sächsischen Musikgeschichte unterstützt.

 

 

 

 

Wie der Hirsch schreiet - Vokalmusik aus den sächsischen Landesschulen / Konzert mit dem Sächsischen Vocalensemble / Freitag, 4. Mai 2018, 20 Uhr, Annenkirche Dresden