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Kategorie: Veranstaltung

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Veranstaltungsreihe zum Thema Digitalisierung von Konrad-Adenauer-Stiftung und SLUB startet am 3. Mai

Die Digitalisierung erobert unser Leben: Jegliche Information ist dank Internet nur einen Klick entfernt, der moderne Kühlschrank versendet Erinnerungen, sobald ein Lebensmittel knapp wird, selbstfahrende Autos sollen uns in Zukunft den stressigen Weg zur Arbeit erleichtern. Der technologische Wandel ist allgegenwärtig und begegnet uns in allen Lebensbereichen. Fast immer empfinden wir den technischen Fortschritt als Verbesserung – doch ist das tatsächlich so?

 

Welche Chancen, Herausforderungen und Risiken sind mit einer digitalisierten Gesellschaft verbunden? Wie digital soll unser Leben in Zukunft aussehen? Wo liegen die Grenzen der Digitalisierung und wo weitere Potenziale? In vier Themenblöcken wird sich die Veranstaltungsreihe "Segen oder Fluch? Wie die Digitalisierung uns verändert den Auswirkungen der Digitalisierung auf die Gesellschaft, das menschliche Verhalten, unsere Sprache und unser Wissen widmen.

 

 

Zum Auftakt am 03. Mai 2018 diskutieren der Sächsische Justizminister Sebastian Gemkow und die Informatikerin und F.A.Z.-Kolumnistin Constanze Kurz zum Thema: "Bitcoin, E-Akte, WannaCry – Wie Digitalisierung unser Zusammenleben verändert". In ihren Kurzvorträgen geben sie zunächst einen Einblick, wie die zunehmende Digitalisierung unser gesellschaftliches Zusammenleben verändert. Danach gibt es für das Publikum die Möglichkeit, Fragen zu stellen und sich so in die Diskussion mit einzubringen. Es moderiert der Generaldirektor der SLUB, Prof. Dr. Thomas Bürger. Beginn ist 18.30 Uhr.

 

Weitere Veranstaltungen der Reihe

 

  • 17.05.2018
    Digitalisierung und Verhalten: Smartphone, Laptop, Google, Facebook – Verlernen wir, zu denken?

    Mit Prof. Dr. Manfred Spitzer, Psychiater, Ulm


  • 31.05.2018
    Digitalisierung und Sprache: #, @, :) – Verstehen wir uns noch?

    Mit Prof. Dr. Ludwig M. Eichinger, Direktor des Instituts für Deutsche Sprache, Mannheim
  • 14.06.2018
    Digitalisierung und Wissen: Siri, Wiki, Google – Wie die Digitalisierung unser Weltbild verändert

    Mit Prof. Dr. Gerhard Weber, TU Dresden und Prof. Dr. Volker Banholz, TU Dresden/ TH Nürnberg

 

 

Alle Veranstaltungen finden im Vortragssaal der SLUB statt. Beginn ist jeweils 18.30 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Um sich einen Platz zu sichern, empfiehlt sich eine Reservierung/Anmeldung unter kas-sachsen@kas.de

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Gedenklesung in der SLUB: Anmeldung verlängert

Es ist ein dunkler Tag in der Geschichte Deutschlands - jener Tag im Mai 1933, an dem tausende Bücher verbrannt wurden: als "Höhepunkt" der Aktion "Wider den undeutschen Geist", die systematisch oppositionelle und unliebsame Schriftsteller im Dritten Reich diffamierte. Werke von Kästner, Tucholsky, Freud und vielen anderen bekannten oder weniger bekannten Autoren fielen damals den Flammen zum Opfer, u.a. nur unweit der SLUB am Bismarckturm in Dresden-Räcknitz.

 

Anlässlich des 85. Jahrestages der Bücherverbrennung findet nun am 9. Mai 2018 eine Gedenklesung in der SLUB statt, für die sich Mitwirkende noch bis 4.5. melden können, um einen Auszug aus einem der damals verbrannten Werke zu lesen. Mit der Verlängerung der Anmeldefrist kommen wir den Wünschen einiger interessierter Leser nach.

 

 

 

Bitte melden Sie sich bei Interesse unter oeffentlichkeitsarbeit@slub-dresden.de und geben Sie an, aus welchem Werk Sie eine Textstelle von etwa zehn Minuten Lesedauer lesen möchten. Aber auch Spontan-Leser sind willkommen: Alternativ stellen wir in der SLUB Textpassagen zur Verfügung, die von Interessierten dann vor Ort vorgetragen werden können.

 

An dieser Stelle möchten wir uns ganz herzlich für die bereits bei uns eingegangenen Anmeldungen bedanken!

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Spector Books erhält sächsischen Verlagspreis am heutigen Tag des Buches

Der Leipziger Verlag Spector Books ist anders: die Bücher, die Webseite, das Sortiment. Er verbindet auf sehr originelle Weise die Arbeit von Künstlern, Autoren, Designern, Druckern und Buchbindern. Nun erhält er den sächsischen Verlagspreis: „Im Wissen um die Bedeutung engster Verknüpfung von Inhalt und Form stehen die Verleger und die Verlegerin Anne König, Jan Wenzel und Markus Dressen mit ihrer Arbeit sowohl in der grafischen Tradition der Buchstadt Leipzig als auch für deren Experimentierfreudigkeit“, begründete die siebenköpfige Jury ihre Wahl.


Zum vielseitigen Verlagsangebot zählen zum Beispiel Jonas Mekas „Ich hatte keinen anderen Ort“, der Bericht des litauischen, in New York lebenden Filmemachers über seine Flucht durch Nazi- und Nachkriegs-Deutschland als displaced person, oder das von Armin Linke gestaltete Buch über das Schicksal von Flüchtlingen heute („Lampedusa. Bildgeschichten vom Rande Europas“).




Nach Nordrhein-Westfalen ist Sachsen das zweite Bundesland, das einen eigenen Verlagspreis für unabhängige Verlage auslobt. Die Verleihung findet am Welttag des Buches statt: Seit 1995 wird der 23. April als UNESCO-Festtag für das Lesen begangen (Shakespeare und Cervantes sollen am 23. April 1616 gestorben sein).

 

Die Gast-Rede im Alten Rathaus Leipzig hält Denis Scheck, den Preis überreicht Ministerin Dr. Eva-Maria Stange.

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Forschungsdesign 4.0 – Tagung über Datengenerierung und Wissenstransfer

Vom 19.-21. April diskutieren auf Einladung des ISGV rund 100 Kulturwissenschaftler*innen im Vortragssaal der SLUB über digitale Wissenschaft. Nach einem reichlichen Jahrzehnt der Digitalisierung zeichnet sich eine neue Phase und Qualität von Digitalität ab. Sie unterstützt und prägt alle Prozesse der Wissensproduktion von der Ideenfindung und Quellensammlung über die Methoden des Forschens und Teilens bis hin zur Dokumentation, (Open Access-) Publikation und Langzeitsicherung.

 

Doch wie finden im Alltag viele noch unverbundene Projekte und Initiativen zueinander? Ira Spieker, Kulturanthropologin und Ethnologin am Institut für Geschichte und Volkskunde (ISGV) und Tagungsleiterin, hat 22 Referentinnen und Referenten insbesondere aus der Landesgeschichte gebeten, methodische, organisatorische und projektpraktische Erfahrungen zu teilen und Möglichkeiten der „Wissensproduktion 4.0“ zu diskutieren.

 

Offensichtlich ist schon jetzt: Forschergruppen und Infrastruktureinrichtungen wie Archive, Bibliotheken, Museen und Rechenzentren müssen sich unter- und miteinander kreativ und verlässlich verbünden, wenn der Sprung ins Forschungsdesign 4.0 nachhaltig gelingen soll.

 

Bund und Länder wollen - den Empfehlungen des Rats für Informationsinfrastrukturen (RfII) folgend - noch in diesem Jahr den Weg für eine Nationale Forschungsdateninfrastruktur (NFDI) freimachen. Die Idee ist, dass sich Fachcommunities und Infrastrukturen auf starke Bündnisse verständigen und erfolgreiche Initiativen und Projekte national verstetigt und in internationalen Kontexten vernetzt und ausgebaut werden können. Das kluge Kombinieren und Ausbalancieren von wissenschaftlicher Konkurrenz und Kooperation, von Innovation und Nachhaltigkeit, von fachlicher und infrastruktureller Expertise wird also für das Zustandekommen der NFDI und ihr Gelingen ausschlaggebend sein.

Die Tagung lädt an den Digital Humanities Interessierte ein, die Chancen und Herausforderungen digitaler Wissensproduktion und -vernetzung anzunehmen und mitzugestalten.

Die Konferenz Forschungsdesign 4.0 - Datengenerierung und Wissenstransfer in interdisziplinärer Perspektive des ISGV e.V. findet vom 19.-21. April 2018 im Vortragssaal der SLUB statt.

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Vorleser für Gedenklesung gesucht: Die deutschen Bücherverbrennungen am 10. Mai 1933

Am 10. Mai jährt sich zum 85. Mal der Tag öffentlicher Bücherverbrennungen in Deutschland. Sie bildeten den Höhepunkt der Aktion "Wider den undeutschen Geist", mit der die systematische Verfolgung oppositioneller und unliebsamer Schriftsteller im Dritten Reich begann. Unter Verlesung sogenannter "Feuersprüche" wurden auch heute noch bekannte und viel gelesene Texte von Erich Kästner, Heinrich Mann, Karl Marx, Sigmund Freud oder Kurt Tucholsky ins Feuer geworfen, aber auch solche, die inzwischen weitgehend vergessen sind. In Dresden fand die von der "Deutschen Studentenschaft" organisierte Bücherverbrennung nur unweit der Sächsischen Landesbibliothek- Staats- und Universitätsbibliothek Dresden (SLUB) an der Bismarcksäule statt.

 

Gedenklesung in der SLUB

 

Die SLUB wird am 9. Mai 2018 mit einer öffentlichen Lesung und Ausstellung einiger der verbrannten Bücher an diesen dunklen Tag deutscher Geschichte erinnern und sucht dafür Mitwirkende, die nacheinander jeweils einen damals verbrannten Lieblingstext kurz vorstellen wollen. Die Lesung beginnt um 11 Uhr im Hauptfoyer der SLUB, Zellescher Weg 18 und endet je nach Umfang der Beteiligung an dieser besonderen Gedenkveranstaltung.

 

Interessierte Vorleserinnen und Vorleser schicken bitte bis zum 30.04.2018 unter Angabe von Autor und Werk, aus dem Sie lesen wollen, sowie bevorzugter Lesezeit eine Mail an oeffentlichkeitsarbeit@slub-dresden.de.

 

Die gewählte Textstelle sollte rund 10 Minuten Lesezeit benötigen. Auch wer selbst kein Werk vorschlagen möchte, ist als Mitwirkender herzlich willkommen. Die Bibliothek stellt vor Ort eine Auswahl an Texten bereit. Die Lesung findet im Hauptfoyer der SLUB und endet je nach Umfang der Beteiligung an dieser besonderen Gedenkveranstaltung.

 

 

Wer sich über die verbrannten Bücher von 1933 informieren will, findet hier eine vollständige Liste.