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Kategorie: Veranstaltung

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Heimatforschung in der SLUB: 14. Markt für Dresdner Geschichte und Geschichten

Wie passen eine Ausstellung zur Aquarellmalerei und die Militärakademie Friedrich Engels als Lehreinrichtung der NVA zusammen? Oder Briefmarken aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges und Luftbilder militärhistorischer Gebäude und Anlagen in Dresden? Der "Markt für Dresdner Geschichte und Geschichten" bringt diese Themenbereiche am kommenden Wochenende in der SLUB zusammen und rückt das Thema "Die Militärgeschichte der Stadt Dresden" in den Vordergrund.

Heimatforscherinnen und -forscher gewähren dabei einen Einblick in ihre historischen Dokumente und Sammlungen. In zehn Vorträgen werden ausgewählte Themen wie z.B. "Zeugnisse sächsischer Militärgeschichte im Militärhistorischen Museum" (Dr. Gerhard Bauer, Kurator Militärhistorisches Museum der Bundeswehr) oder "Die Albertstadt - Entstehung und Entwicklung bis 1914" (Götz Krüger, Historiker und Publizist) vorgestellt. Außerdem zeigen 43 Stände als Ausstellung die Ergebnisse der Heimatforscherinnen und -forscher. Führungen durch die Ausstellung, die SLUB, das Buchmuseum oder das Kartenmagazin runden das Programm ab. Unter den Ausstellern sind neben zahlreichen Hobbyhistorikern beispielweise auch der Dresdner Verein für Genealogie e.V. und der Verein Archäologische Gesellschaft in Sachsen e.V.

Thema des Marktes

Anlass für diese Themenwahl war der einhundertste Jahrestag des 11. November 1918, als mit der Unterzeichnung des Waffenstillstandsabkommens zwischen den Westmächten und Deutschland, dem Sturz des deutschen Kaisers und der Ausrufung der Republik der erste der beiden großen Kriege des 20. Jahrhunderts beendet wurde. Unter den 142.000 gefallenen und 19.000 vermissten sächsischen Soldaten waren auch 13.880 Dresdner Bürger. Zehn Jahre später veröffentlichte der Schriftsteller Ludwig Renn, 1889 als Arnold Friedrich Vieth von Golßenau in Dresden geboren, mit "Krieg" seinen ersten Antikriegsroman und erlangte Weltruhm.

 


Weitere Informationen

  • Veranstaltungsort: Vortragsaal der SLUB
  • Öffnungszeiten: Samstag 10 bis 17 Uhr, Sonntag 10 bis 15 Uhr
  • Eintritt: 2 Euro für Besucher ab 16 Jahre (Freien Eintritt haben Vereinsmitglieder, geladene Gäste, Sponsoren, Aussteller, die einen Ausstellerausweis vorweisen können und Inhaber des Dresden-Passes.)
  • Programm: Eine detaillierte Auflistung der Aussteller, Vorträge und Führungen finden Sie auf der Website des Vereins "Dresdner Geschichtsmarkt" e.V.

 


Bilder oben: Geschichtsmarkt 2016 (Klaus Brendler) / unten: SLUB mit Banner zum Geschichtsmarkt (Ramona Ahlers-Bergner\SLUB)

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Mit Schreibtischyoga zu guten Texten: Lange Nacht des Schreibens in der SLUB

Schreiben ist leicht. Man muß nur die falschen Wörter weglassen.
Mark Twain

Auch in diesem Jahr ist die SLUB wieder Gastgeber der Langen Nacht des Schreibens (LNdS), die vom Schreibzentrum der TU Dresden in Kooperation mit der Graduiertenakademie der TU Dresden, dem Zentrum für fachübergreifende Bildung an der HTW Dresden und natürlich der SLUB veranstaltet wird. Dieses Jahr sollt ihr vor allem ermutigt werden, vor Ort zu schreiben, denn das ist die ursprüngliche Idee dieser Veranstaltung. Wusstet Ihr eigentlich schon, dass die LNdS im englischsprachigen Raum „long night against procrastination“ heißt und an Schreibzentren weltweit immer am 1. Donnerstag im März stattfindet? Schaut doch mal unter: https://schreibnacht.wordpress.com/.

 

Im großen Lesesaal der SLUB sind deshalb zur LNdS Plätze für alle Schreibenden und ihre Schreibprojekte reserviert. Lasst Euch vom Geist des Schreibens in Gemeinschaft mitreißen und schlagt den inneren Schweinehund für diese Nacht gemeinsam in die Flucht! Falls doch eine Schreibflaute eintritt, kann man sich durch Schreibberatung, Impulsworkshops, Schreibtischyoga, Plausch bei Suppe u. v. m. inspirieren lassen oder in dieser Nacht eine passende Lern- und Schreibgruppe finden.

 

Konzentriertes Schreiben, kreative Pausen und fachübergreifender Austausch – so macht wissenschaftliches Schreiben am Ende noch Spaß… und auch 2018 müsst ihr nicht mit leerem Magen schreiben: Es wird wieder Kaffee, Kuchen und Suppe geben.

 

 

Das Programm zur Langen Nacht des Schreibens am 1. März 2018 findet ihr hier als Download und in der Event-App.

 

 

Für eine bessere Planung der LNdS freuen wir uns immer noch über Anmeldungen unter: www.slubdd.de/lnds18. Die Anmeldung zu den Impulsworkshops erfolgt beim gemeinsamen Start der LNdS um 18 Uhr im Vortragssaal der SLUB. Unter anderem stellen wir hier auch unsere neu erschienene Handreichung zum wissenschaftlichen Arbeiten vor.

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Mit einem Geheimschloss zum Sieg – Gewinnerteam der ersten Smart³Academy gekürt

Eigentlich ist es ein kleiner unscheinbarer Draht, doch dieser hat große Wirkung. Denn er ist aus dem Smart Material FGL (Formgedächtnislegierung) einem veränderlichen Material, das auf Temperaturänderungen reagiert und sich dadurch ausdehnt oder verkürzt. Die Idee dahinter ist simpel und doch hat sie die Jury gestern im Final der ersten Smart³Academy überzeugt und das Team Smart Lock zum Gewinner der ersten Smart³Academy gemacht. Das Team, das aus dem Architekt Stephan Lämmel, dem Konstrukteur Edgar Grüner und dem Student der Luft- und Raumfahrttechnik Nils Hensch besteht, hatte sich zum Ziel gesetzt, ein geheimes Schloss zu entwickeln, dass sich wie von Geisterhand öffnet, wenn beispielsweise eine Kaffeetasse auf die Schreibtischschublade gestellt wird.


Das Video zeigt das Prinzip. Hier wird die Öffnung durch einen Magneten ausgelöst:

 

In den letzten gut vier Monaten arbeiteten auch sechs weitere Teams in der Smart³Academy an innovativen Projekten mit smarten, veränderlichen Materialien, die sie gestern Abend im SLUB Makerspace vorgestellt haben. Von Verdunklungs- und Sonnenschutzlösungen, die auf Licht reagieren, über flexible, aber standfeste Zeltlösungen für Katastrophengebiete bis hin zu Material- und Konstruktionslösungen für dynamisch reagierende Flugzeugflügel war die Jury angetan von der Vielfalt der Projekte. So fiel den Vertretern aus Wissenschaft und Forschung, d.h. vom Fraunhofer IWU/Smart³, der HTW Dresden, von Dresden Exists, vom Technologie Zentrum Dresden sowie von der SLUB die Entscheidung sichtlich schwer, um schließlich das Gewinnerteam zu küren.

 

 

Impressionen vom Finale der Smart³Academy

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Mit Feuer und HighTech Draht kurz vorm Ziel: Finale der Smart³Academy im SLUB Makerspace

Sogenannte "Smart Materials" passen sich selbstständig an veränderte Umweltbedingungen an. Dadurch ermöglichen sie trotz vereinfachter Strukturen eine hohe Funktionalität und somit völlig neue Perspektiven im Produktdesign. Kreative Tüftler, die mit solchen intelligenten Werkstoffen experimentieren wollten, trafen sich in den letzten vier Monaten regelmäßig zur Smart³Academy im SLUB Makerspace unter dem Motto „Smart Materials anwenden –  Erfinde dein intelligentes Produkt“. Welche Erkenntnisse die knapp 20 Teilnehmer gewonnen haben, stellen Sie morgen im Finale vor. In einem Pitch stellen sich die Teams der Jury.

 

 

Das Finale der Smart³Academy findet morgen (21.02.2018) um 17.00 Uhr im SLUB Makerspace statt und ist öffentlich.

 

Die Smart³Academy

Idee der semesterbegleitenden Smart³Academy ist es, die Teilnehmer in praktischen und vielseitigen Sessions mit Smart Materials und den Werkzeugen im SLUB Makerspace vertraut zu machen und dabei gleichzeitig eine neue Anwendung, einen Prototyp, zu entwickeln. Nach einem Meetup im Oktober tüftelten die TU und HTW Studierenden in sieben Teams an neuen Ideen für die Nutzung von smarten Materialien. Sie arbeiteten an intelligenter Verschattung, neuartigen Schlössern bis hin zu Formgedächtnislegierungen (FGL-Mechaniken) für Flugzeuge oder flexiblen Zelten.

Viele Ideen wurden erdacht, einige wieder verworfen und neu gestartet. Ein umfangreiches Begleitprogramm mit Künstlern (the Constitute), Lernprogrammen zur Makerspace Technik (z.B. Geräteführerscheine), aber auch Impulstreffen zur Ideenfindung mit der Wissensarchitektur der TU oder Workshops zu Themen wie "Innovative Geschäftsmodelle" mit Dr. Schiedgen von der Fachhochschule Dresden rahmte die Academy. Input gab es auch von den Teilnehmern der Aktionswoche "Physical Computing". Hier hatten lokale Maker und Studenten zusammen in einer Intensivwoche die Smart Materials mit Arduino kombiniert. Was bei der Arbeit im #Rosenwerk und im SLUB Makerspace herausgekommen ist, fand ebenfalls Eingang in die Projekte der Smart³Academy Teams.

Was ist dabei herausgekommen?

Ziel der Smart³Academy war neben einem intensiven, fächerübergreifenden Austausch zwischen den Teilnehmer zunächst zu lernen, wie genau die Smart Materials funktionieren und dimensioniert werden und dann eine eigene Idee möglichst weit voran zu bringen. Die Projekte sollten ursprünglich schon Ende Januar final präsentiert werden. Da den Teams aber noch etwas Zeit fehlte, um ihre Modelle zu perfektionieren, wurde die erste Smart³Academy um vier Wochen verlängert. Morgen findet nun das Finale im SLUB Makerspace statt, bei dem Teams ihre Prototypen und Projekte vorstellen. Die Jury entscheidet schließlich über das beste Projekt und verleiht danach den "Smart³Academy Award". In der Jury sitzen Vertreter aus Wissenschaft und Forschung, d.h. von der TU Dresden, der HTW Dresden, aber auch von Dresden Exists und vom Technologie Zentrum Dresden.

Kooperationspartner

Die Veranstaltungsreihe wurde gemeinsam mit unseren Makerspace Kooperationspartnern Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik IWU, dem Innovationsnetzwerk smart³ und der Wissensarchitektur der TU Dresden durchgeführt.

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Weltoffenes Dresden: Gedenken, diskutieren, aufeinander zugehen

Der 13. Februar ist für Dresden in jedem Jahr eine neue Herausforderung. Stilles Gedenken an die Kriegstoten und an die Zerstörung der Stadt mischt sich mit der Aufarbeitung der Gewaltgeschichte, aber auch mit Demonstrationen von Neonazi-Gruppen und Holocaust-Leugnern sowie gewaltbereiten Antifa-Gegendemonstranten. So wird Dresden in jedem Jahr zur Bühne gesellschaftlicher Konflikte. Und neuerdings gibt es mit Flüchtlingen und Minderheiten auch wieder Sündenböcke, die herhalten müssen, um von eigenen Versäumnissen abzulenken.

 

Um Orte zum gemeinsamen Gedenken zu schaffen, aber auch um ein Zeichen für Weltoffenheit und Vielfalt in der Landeshauptstadt zu setzen, lädt die Initiative "Weltoffenes Dresden" zu einem Kulturfestival ein. Unter dem Motto "Erinnern und Vergessen" sind alle eingeladen, auf den Plätzen in der Innenstadt aufeinander zuzugehen, zu gedenken, zu erinnern und kreativ nach vorn zu schauen.

 

Vom 10. bis 19. Februar 2018 stehen gelbe Container auf Theaterplatz, Neumarkt, Altmarkt und Postplatz und bieten ein vielfältiges Programm. Auch die SLUB ist hier mit dabei.

 

Sie sind herzlich zu den Aktionen der vielen Kulturpartner eingeladen, allen voran zu zwei Lesungen unseres Generaldirektors Prof. Dr. Thomas Bürger, die beide im gelben Container auf dem Neumarkt stattfinden.

 

Prof. Dr. Thomas Bürger liest:

10. Februar 2018 | 17.00 - 17.30 Uhr |
      Jonas Mekas: "Ich hatte keinen Ort. Aus deutschen Asyllagern 1945"

13. Februar 2018 | 18.30 - 19.00 Uhr |
      Victor Klemperer: "Vertrieben in der eigenen Stadt"

 

Vor der Lesung am 13. Februar 2018 wird wieder die alljährliche Menschenkette um die Altstadt stattfinden - als Aufruf und Mahnung gewaltfrei, friedlich und mitmenschlich zu leben und sich gemeinsam gegen den Missbrauch des Gedenktages durch radikale Kräfte zu stellen. Der Auftakt zur Menschenkette findet ab 17.00 Uhr am Neuen Rathaus, Goldene Pforte statt. Danach wird sich die Menschenkette um 18.00 Uhr zum Geläut der Dresdner Kirchenglocken schließen. Wir möchten Sie herzlich einladen, sich daran zu beteiligen.

 

Weitere Informationen: