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Kategorie: Veranstaltung

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Kommen Gehen Bleiben. Ausstellung zu Migrationsgeschichte(n) aus Sachsen

Geschichte und Migration sind seit jeher eng miteinander verbunden. Auswanderung, Vertreibung und Flucht sind dabei nur einige Gründe, die Menschen dazu bewegt haben zu migrieren oder migrieren zu müssen. Die Anlässe, warum Menschen unterwegs (gewesen) sind, sind genauso vielfältig wie die Menschen selbst. Auch in unseren Breiten war und ist dies so. Eine Wanderausstellung widmet sich deshalb dem Thema Migrationsgeschichte(n) in Sachsen. Studierende des Instituts für Geschichte der TU Dresden unter Leitung von Dr. Swen Steinberg haben sich dafür intensiv mit individuellen sächsischen Migrationsgeschichten auseinandergesetzt und diese in Zusammenarbeit mit dem Geschäftsbereich der Sächsischen Staatsministerin für Gleichstellung und Integration zusammengetragen.

 

Die Wanderausstellung der Migrationsgeschichte(n) ist noch bis zum 28. Februar 2018 im Foyer der Zentralbibliothek zu sehen. Die feierliche Eröffnung fand am 06. Februar 2018 statt.

 

Staatsministerin Petra Köpping (4.v.l.) und Leiter des Projektes Dr. Swen Steinberg (l.) mit der studentischen Projektgruppe (Foto: Simon Gude/SLUB)

 

 

Prof. Dr. Thomas Bürger, Generaldirektor der SLUB, zur Begrüßung der Gäste
(Foto: Simon Gude/SLUB)

 

 

(Foto: Simon Gude/SLUB)

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Heute Abend: Pecha Kucha Night in der SLUB!

Pecha Kucha – Was ist das eigentlich? – Pecha Kucha kommt aus dem Japanischen und bedeutet „wirres Geplauder“ oder „Stimmengewirr“. Die Intention der Veranstaltung bestand ursprünglich darin, jungen, kreativ Tätigen eine Plattform zu geben, um ihre Projekte der Öffentlichkeit in einem informellen Rahmen vorzustellen. Mittlerweile gibt es das Veranstaltungsformat in über 900 Städten.

 

Wie funktioniert das? – Jedem Redner wird eine Power-Point-Präsentation von 20 Bildern zugestanden, jedes aber nur 20 Sekunden gezeigt. 6 Minuten 40 Sekunden Ruhm, bevor der nächste Vortrag startet.

 

Wer kann sich beteiligen? – Gesucht werden Redner mit Beiträgen aus den unterschiedlichsten Bereichen, egal ob es sich um Künstlerisches, Wissenschaftliches oder ganz Alltägliches handelt, wichtig ist nur, dass Begeisterung mitschwingt!

 

Wann und wo? – Seit mehreren Jahren findet die Pecha Kucha Night in einem regelmäßigen Rhythmus an verschiedenen Orten in Dresden statt. Am 25.01.2018 gastiert Pecha Kucha in der SLUB.

 

Und jetzt? – Wünschen wir den Präsentierenden viel Erfolg und den Zuhörern viel Spaß!

Weitere Information gibt es auch unter: http://www.pechakucha.org/cities/dresden

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Mit Luther an der deutschen Sprache werkeln – Vortrag im Rahmen der Reformationsausstellung

Zu einem Vortrag von Prof. Dr. Alexander Lasch im Rahmen der Sonderausstellung „Wie Luthers Worte fliegen lernten. Handschriften und Flugschriften der Reformationszeit“ am kommenden Mittwoch in der SLUB möchten wir Sie herzlich einladen.

 

Der Vortrag gewährt Einblicke in die „Baustelle des Frühneuhochdeutschen: Luthers Revisionen der eigenen Bibelübersetzung“.

 

Alexander Lasch, der seinen akademischen Werdegang in Dresden begann und seit Beginn des Wintersemesters 2017 die Professur für Germanistische Linguistik und Sprachgeschichte an der TU Dresden innehat, sagt dazu:

 

„Der Übersetzer, Autor und Mensch Luther erscheint, das zeigt auch das vergangene Reformationsjubiläum, trotz aller berechtigten Kritik meist als eine übergroße Figur, die die Frühe Neuzeit und vor allem das Frühneuhochdeutsche maßgeblich prägte. Dabei wird zum einen gern übersehen, dass für seinen Erfolg spezifische Voraussetzungen notwendig waren. Zum anderen war er wohl auch nicht allein für die durchschlagende Wirkung seiner Schriften verantwortlich. Vielmehr sollte man vom Erfolg der 'Lutherwerkstätten' sprechen, die medial, inhaltlich und sprachlich einzigartige Druckzeugnisse auf einer 'Baustelle des Frühneuhochdeutschen' hervorbrachten – mit Sicherheit mit Luther als unruhiger Inspirationsquelle.“

 

Die Veranstaltung beginnt am 10. Januar um 19 Uhr im Vortragssaal der SLUB. Seien Sie herzlich eingeladen!

 

Um 18 Uhr besteht die Möglichkeit, an einer Kuratorenführung durch die Sonderausstellung im Buchmuseum teilzunehmen.

 

Der Eintritt ist jeweils frei.

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Onnea, Suomi! – Finnland wird 100

Während wir Deutschen heute Morgen in unsere geputzten Stiefel geschaut haben und darauf hofften, dass der Nikolaus uns kleine Überraschungen darin hinterlassen hat, feiern an diesem 6. Dezember etwa 5,5 Millionen Finnen zum einhundertsten Mal ihren Unabhängigkeitstag, den itsenäisyyspäivä. Etwa 1.800 Finnen haben zu diesem Anlass eine Einladung von ihrem Präsidenten, Sauli Niinistö, erhalten und werden den Abend beim traditionellen Empfang im Präsidentenpalast verbringen. Der Empfang wird live im ersten Fernsehen übertragen und ist die meist gesehene Sendung des Jahres. Neben den Mitgliedern der Staatregierung, zahlreichen inländischen und ausländischen Amts- und Würdenträgern sind auch Prominente aus Kultur, Wirtschaft und Sport geladen.

 

(Copyright: Suomi 100_Leena Koskela)

 

Wer zuhause feiert, der stellt sein Fernsehgerät an und zwischen 18 und 21 Uhr zudem zwei blau-weiße Kerzen ins Fenster. Die Herkunft dieser beliebten Tradition ist nicht genau geklärt. Der Nationalfeiertag ist, wie in allen skandinavischen Ländern ein „Flaggentag“. Außerdem werden landesweit Fackelzüge organisiert und Gottesdienste besucht.

 

Seinen hundertsten Geburtstag feiert Finnland mit einer Party, die eigentlich schon im Januar begonnen hat und weltweit stattfindet. Das globale Festprogramm kann man auf dieser Seite verfolgen. In diesen Tagen erstrahlen viele Denkmäler und Wahrzeichen in blau-weißem Licht, zum Beispiel das Kolosseum in Rom oder die Christusstatue in Rio de Janeiro. Auch in Dresden veranstaltet die finnische Gemeinde einzelne Events zum runden Geburtstag ihres Landes.

 

Bibliothekenland Finnland

 

Die Finnen lieben ihre Bibliotheken und nutzen diese intensiv. Das hat nicht nur damit zu tun, dass das Bibliothekswesen in Finnland bei der Pflege und Erhaltung von Volksbildung, nationaler Kultur und Sprache seit je her eine große Rolle spielt. Die finnischen Bibliotheken richten sich auch stark nach den sich verändernden Bedürfnissen ihrer Besucher, einige verstehen sich sogar als „Erlebnisbibliotheken“.

 

(Copyright: Suomi100 _Katja Lösönen)

 

Die Besucher würdigen dieses Bemühen mit jährlich ca. 17 Entleihungen pro Einwohner (vgl. Deutschland: 5,5 Entleihungen pro Einwohner) und mit 9 Bibliotheksbesuchen pro Jahr und Einwohner (vgl. Deutschland: 1,4 Besuche). In ihren Bibliotheken nutzen die Besucher selbstverständlich einen Breitbandzugang ins Internet, denn auch da investiert Finnland seit Jahren massiv und ist somit in Europa Digitalisierungsmeister.

 

Wer ein Stückchen Finnland in der SLUB sucht, kann leicht fündig werden. Allein unter dem Stichwort „Suomi“ (dt.: Finnland) findet die Katalogsuche über 2.000 Medien. Darunter sind alte Aufnahmen in der Fotothek, die die Forstwirtschaft und Flößerei Finnlands dokumentieren, ebenso zu finden wie Werke des einzigen finnischen Literaturnobelpreisträgers Frans Eemil Sillanpää. Die meisten davon, bspw. der Welterfolg „Silja, die Magd“, in deutscher Übersetzung, aber „Eines Mannes Weg“ kann auch im Original gelesen werden. („Miehen tie“) Luetaan! Lesen Sie los!

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Bibliotheken nehmen mit OER Fahrt auf für mehr offene Bildung – mit Digitalisaten und Wissen der SLUB

Festivalstimmung in Berlin: Beim OERcamp Ost vom 27. bis 29. November 2017 diskutierten und tauschten sich Praktiker aus der Open Educational Resources (OER) - Bewegung zu ihren Projekten aus. Hervorragende Beispiele aus Schulen, Hochschulen und der Erwachsenenweiterbildung wurden mit dem OER-Award ausgezeichnet. Auch die SLUB stellt Kursmaterialien offen zur Nachnutzung zur Verfügung und berät bereits zu diesem Thema in der Wissensbar

 

Auch wir BibliothekarInnen - sowohl Einsteiger als auch Praktiker - waren in den Workshops aktiv und schlossen uns im neuen „OER Librarian Network, Chapter Germany“ zusammen:

 

„Ziel der Initiative ist es, Bibliothekarinnen und Bibliothekare, die sich für OER interessieren oder bereits mit OER arbeiten, zu vernetzen um Informationen und Erfahrungen auszutauschen und gemeinsame Antworten auf Fragen zu finden, die sich in der Schnittmenge von Open Education und Bibliothek ergeben.“

 

International sind Bibliotheken bei der OER-Bewegung wichtige Stakeholder. In Deutschland sind sie jedoch derzeit noch keine treibenden Kräfte. Hier wollen wir im Dienste unserer Nutzer in Studium, Lehre, Aus- und Weiterbildung aufholen. Über Lehrbücher und Internetfunde steht Lehrenden und Lernenden viel Wissen zur Verfügung, doch ist es mühsam, dieses Wissen im Informationsdschungel zu finden. Wir unterstützen Projekte, die OER erstellen, verändern, sammeln und benutzen. 

 

Und das passiert hierzulande bereits aktuell im noch jungen Aktionsfeld "Open Education":

  • Unter dem Label HISTOdigitaLE – Geschichtslernen anders denken arbeiten mehrere Projekte der Universität Leipzig an einer Plattform für freie Unterrichtsmaterialien, welche auch von Studierenden erstellt wurden, z.B. für die Geschichtsdidaktik.
  • Das Thüringer Schulportal entwickelt mit Digitalisaten der SLUB Dresden Arbeitsblätter, bspw. zum Thema Erzbergbau im Mittelalter.
  • Einzelne Akteure und Projekte der TU Dresden sind in der OER World Map vertreten.


 

Eine bundesweite Übersicht über die Projekte und frei verwendbare OER bietet der zum OER-Camp veröffentlichte "OER-Atlas 2017 – Open Educational Resources – Deutschsprachige Angebote und Projekte im Überblick“. Die SLUB ist mit ihren Kursen "Geräteführerschein SLUB Makerspace" und "Von der Idee zur Facharbeit: ein Einstieg ins wissenschaftliche Arbeiten für Schüler" darin vertreten.

 

 

 

In Sachsen treibt die Initiative OERsax die Erschließung von OER für sächsische Schulen und Hochschulen voran. An dem Projekt sind maßgeblich die TU Dresden, die TU Bergakademie Freiberg und die Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden beteiligt. Gemeinsam mit der SLUB veranstaltet die Projektinitiative vom 15. bis 18. Januar 2018 die ersten sächsischen OER-Tage. Das Programm reicht von Fachvorträgen über Workshops bis hin zu Webinaren. Interessierte an offenen Bildungsmaterialien sind herzlich eingeladen!

 

Daniela Dobeleit und Jens Bemme