1. SLUB Dresden
  2. SLUBlog

SLUBlog

Ansichten: 150
0

Viele Fragen zu Forschungsdaten an die neue Kontaktstelle

Als Beitrag zur internationalen Open Access Week 2017 stellte sich am Mittwoch letzter Woche die Kontaktstelle Forschungsdaten Forschenden der TU Dresden vor. Neben der Möglichkeit, sich einen Überblick zum Thema Forschungsdaten zu verschaffen, wurde auch das Diskussionsangebot von Vielen genutzt: An vier Tischen nahm das Team der Kontaktstelle Fragen zu den Themengebieten Open-Access-Publikation von Forschungsdaten, Tools und Services, rechtliche Aspekte und insbesondere Datenschutz entgegen. "Die Veranstalter scheinen damit einen Nerv getroffen zu haben", so eine Teilnehmerin.

 

Bilder: SLUB Dresden / Jan Polowinski & Matti Stöhr

 

Die Kontaktstelle Forschungsdaten ist ein gemeinsamer Service der SLUB Dresden und von mehreren Partnern an der TU Dresden.

 

Neben der Unterstützung im Bereich Forschungsdatenmanagement bietet die SLUB Forschenden zahlreiche weitere Open-Science-Services, z. B. zu den Themen Open Access, Bibliometrie, Citizen Science und Open Educational Resources, die ebenfalls im Rahmen der Open Access Week vorgestellt wurden.

 

Welche Fragen beschäftigen Sie zum Thema Forschungsdaten? Stellen Sie Ihre Fragen gerne direkt als Kommentar, oder schreiben Sie uns unter kontaktstelle-forschungsdaten@tu-dresden.de.

Ansichten: 138
0

Buchpräsentation zur Arbeiterfotografie

Am kommenden Dienstag, 7. November, um 19.00 Uhr wird im Vortragssaal der SLUB der vom Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde e.V. (ISGV) herausgegebene Aufsatzband zur Tagung "Arbeiter | Kultur | Geschichte. Arbeiterfotografie der Weimarer Republik im Museum" vom März 2015 vorgestellt. Dazu sind Sie herzlich eingeladen!

 

 

Das Buch markiert den Abschluss des fünfjährigen DFG-Projekts "Das Auge des Arbeiters" am ISGV, in dessen Rahmen auch der Bestand Arbeiterfotografie in der Deutschen Fotothek digitalisiert werden konnte. Das Forschungsprojekt mündete in eine in Kooperation mit den Kunstsammlungen Zwickau, dem Käthe Kollwitz Museum Köln und dem Stadtmuseum Dresden (SMD) entwickelte Ausstellung, in der auch zahlreiche Aufnahmen aus der Deutschen Fotothek gezeigt worden sind.

 

Mit dem 500-seitigen Tagungsband ist im Leipziger Universitätsverlag nun ein gewichtiges Werk erschienen, welches  – wie das Inhaltsverzeichnis zeigt – die Thematik Arbeiterfotografie unter ganz unterschiedlichen Perspektiven erörtert, darunter ein Aufsatz zum Thema „Bildpolitik. Erwerbungs- und Erschließungsstrategien der Deutschen Fotothek“ von Karolin Schmahl.

 

Verbunden mit der Buchvorstellung ist die Präsentation des Arbeiterkalenders, einer bedeutenden Quelle für die Bildpolitik der Komintern, die der internationalen Forschung über die Digitalen Sammlungen der SLUB nun erstmals online zugänglich ist.

 

Es begrüßen Dr. Achim Bonte (SLUB), Dr. Erika Eschebach (SMD) und Prof. Dr. Winfried Müller sowie PD Dr. Ira Spieker (beide ISGV). Den Tagungsband stellt Dr. Holger Starke (SMD) vor, Dr. Jens Bove (Deutsche Fotothek) die Datenbank und Wolfgang Hesse (Dresden/Lübeck) den Arbeiterkalender.

 

Anschließend besteht bei Brezeln und Getränken Gelegenheit zum Gespräch.

Ansichten: 197
0

Herausforderung Reformation – Zum 31. Oktober 2017

Morgen ist es so weit, der 500. Jahrestag des Thesenanschlags. Luther hat mit seinen 95 Thesen an Kardinal Albrecht von Brandenburg mutig eine Reform der Kirche eingefordert – und eine Reform, eine Revolution des gesamten Staates, der Bildung, der Sprache, der Musik, der Medien ausgelöst, die uns bis heute prägt.

 

Die SLUB-Ausstellung gibt in ihrem Kern mit 31 Luther-Originalhandschriften und 64 Handschriften prominenter Zeitgenossen Einblicke in die Suche nach neuen Erkenntnissen und Wegen und in das enge Briefnetzwerk der Reformatoren. Die vorreformatorische Psalmenvorlesung von 1513 bis 1515 zeigt Luthers theologischen Aufbruch, seine „Warnung an seine lieben Deutschen“ von 1531 verdeutlicht mit dem Aufruf zum Widerstand gegen die altgläubige Obrigkeit den politischen Sprengstoff seines Wirkens.

 

Im SLUB-Museum rings um die Schatzkammer sind dann die frühesten Flugschriften zu sehen, mit denen die handschriftlichen Notizen Luthers, seiner Freunde und Gegner in rasender Geschwindigkeit verbreitet wurden. Herabwürdigungen, Polemiken, Verspottungen inklusive. Wie nah und zugleich fremd die Reformationszeit uns heute ist, verdeutlicht Luthers Kalender der Weltgeschichte (im Ausstellungsbuch die Nr. 43): für ihn dauerte die Schöpfung nur insgesamt 6000 Jahre, von denen 5500 Jahre abgelaufen seien. Luther glaubte also an das baldige Ende der Welt und hatte es deshalb eilig mit der Durchsetzung der Reformation.

 

Luthers Weltchronik: nach 5500 Jahren der Schöpfung sah er das Weltende nahen und hatte es eilig mit der Reformation (Ausstellungsbuch Nr. 43).

 

Luther forderte Schulen und Bibliotheken zu errichten, damit sich die Christen selbst bilden und die Bibel lesen lernten. Der evangelische Pfarrerssohn Lessing baute darauf auf und setzte sich 250 Jahre später für Aufklärung und Toleranz ein: Die Wahrheit zu besitzen könne jeder leicht behaupten, sich der Mühe der Suche nach Wahrheit zu unterziehen und sich durch vernünftiges und menschenfreundliches Verhalten, durch praktisches Handeln seines Glaubens würdig erweisen, das sei die bleibende Herausforderung – und ist es bis heute.

 

Zum Erbe der Reformation zählt, Menschen Bildung, Selbst- und Gottvertrauen zu ermöglichen, sie nicht „mitzunehmen“, wie es heute gutgemeint oft heißt, sondern die besten Voraussetzungen zu schaffen, dass sich der Mensch in Freiheit und Verantwortung selbst aufklären kann. Gibt es ein anspruchsvolleres, grandioseres Bildungsziel im Internetzeitalter?

Ansichten: 160
1

Vortrag zur Entstehung der lutherischen Kirchenmusik – Prof. Dr. Konrad Küster zu Gast in der SLUB

Nun freut euch, lieben Christen gmein, Und laßt uns fröhlich springen, Daß wir getrost und all in ein Mit Lust und Liebe singen, Was Gott an uns gewendet hat Und seine süße Wundertat Gar teur hat ers erworben.

(Martin Luther, in: Achtliederbuch, Nürnberg 1523/1524)

 

Bekanntermaßen schlug Martin Luther vor 500 Jahren seine Disputatio pro declaratione virtutis indulgentiarum wider die Missbrauchstendenzen der päpstlichen Kirche an die Wittenberger Schlosskirchentür und befeuerte damit einen Streit zwischen verschiedenen konfessionellen Ansichten, der bald weit über Mitteldeutschland hinaus die Gemüter durch alle sozialen Schichten hindurch erhitzen sollte. Ihre rasche Verbreitung verdanken Luthers Thesen und Ideen sicher neuen Medientechniken wie dem Buchdruck – in nicht zu unterschätzendem Maß aber auch dem bewussten und gezielten Einsatz verschiedener Medientypen. Neben der bildhaften Darstellung der neuen Lehre kommt hier der Musik eine besonders wichtige Rolle zu. In und mit ihr transportierte Inhalte, ihr Einsatz an verschiedenen Orten mit je verschiedenen Ambitionen, ihre auf die jeweiligen Kontexte abgestimmte Funktion – in diesem Zusammenspiel mehrerer Faktoren wurde Musik zu einem wesentlichen Träger der reformatorischen Ideen.

 

 

 

In welchem Maß sie bei der Etablierung der neuen Lehre eingesetzt wurde, beschreibt nicht zuletzt einer der besten Kenner der evangelischen Kirchenmusik, Konrad Küster, in seinem jüngsten Buch „Musik im Namen Luthers“.

 

Musik als wichtiges Element der Reformation taucht deshalb selbstverständlich auch in der derzeit im Buchmuseum der SLUB gezeigten Ausstellung "Wie Luthers Worte fliegen lernten. Handschriften und Flugschriften der Reformation" auf.

 

Und: mit einem musikalischen Thema, wird nun die die Ausstellung begleitende Vortragsreihe eingeleitet:

 

Am Mittwoch, den 1. November 2017, wird Prof. Dr.  Konrad Küster um 17 Uhr im Vortragssaal der SLUB zu „Wie die lutherische Kirchenmusik entstand – Sächsische Musikquellen des Reformationsjahrhunderts“ referieren.

 

Der Freiburger Musikwissenschaftler gehört zu den ausgewiesenen Experten auf dem Gebiet der protestantischen Musik, wobei sich seine profunden Kenntnisse nicht zuletzt auf die musikalischen Quellen der SLUB Dresden beziehen. Nicht nur sein aktuelles Buch beschäftigt sich mit „Musik im Namen Luthers“, Konrad Küster zählt auch zu den Beiträgern der Online-Ausstellung „95 Autographe der Reformationszeit“. Sein Vortrag wird einen Einblick in die Kontexte und Bedingheiten der frühen protestantischen Kirchenmusik, wie sie sich in den überlieferten Zeugnissen ablesen lassen, geben und bietet eine so seltene wie schöne Gelegenheit über die Klänge der Reformation ins Gespräch zu kommen.

 

Seien Sie dazu herzlich eingeladen!

 

Im Anschluss an den Vortrag werden die Kuratoren durch die Ausstellung führen. Der Eintritt zu Vortrag und Führung ist frei.

Ansichten: 158
0

Unbekannte Melanchthon-Handschrift entdeckt

Bei den Vorbereitungen zur heute Abend öffnenden Ausstellung im Buchmuseum „Wie Luthers Worte fliegen lernten. Handschriften und Flugschriften der Reformation“ ist eine bisher völlig unbekannte, eigenhändige Widmung Philipp Melanchthons entdeckt worden.

 

Hierbei handelt es sich um eine Dedikation des Wittenberger Reformators auf dem Titelblatt einer gedruckten Nürnberger Predigt Jacob Runges für Andreas Wanckel. Der lateinische Text lautet: »[V]enera[n]do d. Andreae pastori Ecclesiae Smidberg[ensis]« (Dem ehrwürdigen Herrn Andreas, Pfarrer der Kirche in Schmiedeberg). Der aus Pommern stammende Runge war Schüler Melanchthons und auch Andreas Wanckel war 1535 in Wittenberg immatrikuliert worden.

 

Unter den Autographen, die im Rahmen der Ausstellung in der Schatzkammer bis Ende Januar 2018 präsentiert werden, befinden sich neben Handschriften Melanchthons auch Manuskripte bzw. Briefe Martin Luthers und Johannes Bugenhagens. Diese berühmten Autographe werden durch Niederschriften weniger bekannter Zeitgenossen ergänzt und ergeben so ein interessantes Bild der Vernetzung im reformatorischen Zeitalter.

 

Die feierliche Eröffnung der Ausstellung findet am Donnerstag, dem 26. Oktober 2017, 19 Uhr, im Vortragssaal der SLUB statt.

Die Ausstellung ist vom 27. Oktober 2017 bis 29. Januar 2018 täglich von 10 bis 18 Uhr im Buchmuseum zu sehen.

Kommentare

Social Media

Youtube Flickr

Kopieren Sie diesen Link in Ihren RSS-Reader

RSS 2.0 Nachrichten