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Archiv: März 2013

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Vom Dresdner Kreuzchor zur Mailänder Scala – eine Matinee und Ausstellung für den Dirigenten Hartmut Haenchen

3000 Konzerte hat er in 55 Jahren weltweit dirigiert, 130 CD´s,  600 Rundfunkaufnahmen und 100 Fernsehaufnahmen produziert, darunter 50 Uraufführungen. Die Rede ist von Hartmut Haenchen, der mit 15 Jahren im Kreuzchor anfing und aktuell Den Fliegenden Holländer in der Scala leitet.

 

Am Sonntag, dem 17. März, 11 Uhr, würdigen die Sächsische Akademie der Künste und die SLUB sein Werk mit einer Matinee. Bei dieser Gelegenheit wird der Maestro der SLUB seinen künstlerischen Vorlass (Plakate, Programme, Aufführungsmaterialien mit Dokumentation) übergeben. Aktuelle Interviews sind in der  Opernwelt und in BIS (S. 52ff.) zu finden. Sein nächstes Konzert mit dem Stockholm Philharmonic Orchesta in Dresden ist leider ausverkauft.

Zur Festveranstaltung und Ausstellungseröffnung an diesem Sonntag sind Musikfreunde herzlich eingeladen – hoffentlich reicht der Platz…

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SLUB übergibt NS-Raubgut an Nachkommen von Sigmund Waldes

Mehr als 70 Jahre nach der Beschlagnahmung durch die Nationalsozialisten haben in der vergangenen Woche 159 Bücher mit ihrer Rückgabe an die Erben von Sigmund Waldes (geb. 1877 in Prag, gest. 1961 in Maspeth/Long Island - USA) ihren Weg zu den rechtmäßigen Eigentümern gefunden.

 

Die Brüder Sigmund und Heinrich Waldes waren als Fabrikanten von Knöpfen mit Werkstätten in Prag, Dresden, Long Island und der Schweiz über Deutschland hinaus tätig und angesehen. Sigmund Waldes war seit 1908 einer der Gesellschafter des Werkes in Dresden, in der Kleinen Plauenschen Gasse Nr. 37/43. Unmittelbar nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialistische Regierung in Deutschland war er nach Paris gegangen und später über Barcelona nach New York ausgewandert, wo er die dortige Filiale übernahm und zum Hauptsitz ausbaute. Sigmund Waldes starb 1961.

 

Begonnen hat der lange Weg der Bücher im Jahr 1938, als die Sammlung bibliophiler Drucke des 19. und 20. Jahrhunderts in Dresden beschlagnahmt und über einen Zwischenhändler im Jahr 1941 an die Sächsische Landesbibliothek verkauft wurde. Mehr als sechs Jahrzehnte später, im Jahr 2001, nutzte die SLUB das Portal www.lostart.de, um die Existenz der Sammlung in der Rubrik Fundmeldungen anzuzeigen, und berichtete in der Fachpresse über die Sammlung im Kontext schon erfolgter Rückgaben jüdischen Eigentums. 

 

Ein Kontakt zu den Erben kam erst Jahre später durch einen in Berlin lebenden amerikanischen Bürger zustande, der über diesen Aufsatz und den Eintrag in lostart.de aufmerksam wurde. Durch diesen Kontakt ist es der SLUB nunmehr möglich, in Entsprechung der Grundsätze der Washingtoner Konferenz aus dem Jahr 1998 in Bezug auf Kunstwerke, die von den Nationalsozialisten beschlagnahmt wurden ("Washington Principles") diese Bücher aus dem jüdischen Eigentum von Sigmund Waldes zu restituieren. Die Übergabe fand in der vergangenen Woche an die Vertreter der Erben in den Räumen der SLUB statt. (Foto)

 

Näheres zur Provenienzforschung in der SLUB und zum Umgang mit NS-Raubgut erfahren Sie unter http://nsraubgut.slub-dresden.de

 

Der Sammlungsleiter Frank Aurich und zwei Vertreter der Erben bei der Übergabe der Bände

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Mal reinschauen – das neue BIS-Magazin ist da!

"BIS - Das Magazin der Bibliotheken in Sachsen" nimmt Sie mit auf eine Bücherreise von Damaskus nach Leipzig oder berichtet über Werner Schmidt, den Museumsdirektor, Künstlerfreund und Sammler. In der SLUB befindet sich der schriftliche Nachlass des 2010 verstorbenen ehemaligen Generaldirektors der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden. Der Nachlass wird nach seiner Erfassung und Erschließung Kunsthistorikern und Interessenten zur Verfügung stehen.
Dass sich auch in kleinen Städten Großes tut, dafür sorgen die städtischen Bibliotheken in Sachsen mit der Nutzung historischer Gebäude für ihre Bibliotheken. Der Umbau ist oft schwierig und aufwendig aber er lohnt sich, wie man auch in diesem Heft lesen kann.
Nicht nur zum Lesen sondern auch zum Sehen waren die Illustrierten Zeitungen der 20er Jahre gedacht. Digital neu aufgelegt, können Sie nun darin stöbern und staunen, wie reichhaltig und einfallsreich illustriert diese Magazine waren. BIS berichtet über dieses Projekt.

 

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Bitte recht freundlich. Vortrag zu Usability, Freitag, 8.3.

Die SLUB engagiert sich schon lange, um Ihnen eine hohe Benutzerfreundlichkeit zu bieten. Wenn Sie unseren Katalog benutzen, dann sollen Sie effektiv und effizient ans Ziel kommen und obendrein zufrieden mit dem Nutzungserlebnis sein. Kurz: Wir wollen Ihnen eine hohe Usability bieten.

Damit uns das gelingt, tauschen wir uns regelmäßig mit ExpertInnen auf diesem Gebiet aus. Am Freitag, 8. März um 9.00 Uhr begrüßen wir Patrick Harms in Dresden zu einem Vortrag über Usability-Engineering. Er ist Doktorand an der Informatik in Göttingen und popularisiert seine wissenschaftlichen Erkenntnisse auch schonmal als Gesangseinlage, so wie beim Vorentscheid zum Science Slam:

 

Bei uns wird es ein wenig ernster zugehen. Der Vortrag gibt einen Einstieg in das Thema Usability Engineering, der insbesondere Studierende der Informatik interessieren dürfte, die bislang noch nicht mit dem Thema befasst waren. Im Anschluss an den Vortrag wird ein Workshop stattfinden, in dem wir mit dem Referenten unsere Usability-Maßnahmen für den SLUB-Katalog diskutieren.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch im Vortragssaal der SLUB am 8. März um 9.00 Uhr!

Wer tiefer in das Thema einsteigen möchte, sollte sich schon einmal den World Usability Day (14.11.2013) vormerken, zu dem das Medienzentrum jährlich einen Ableger in Dresden organisiert.

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… mit Feder, Pinsel und Bleistift. Architektur- und Ingenieurzeichnungen aus fünf Jahrhunderten

Seit dem heutigen Tag präsentieren wir im Portal für Architektur- und Ingenieurzeichnungen in der Bilddatenbank der Deutschen Fotothek auch die digitalisierten Zeichnungen und Pläne aus der Sammlung des Architekturmuseums der Technischen Universität München. Mehr als 38.000 Blatt ergänzen nun das bereits vorhandene Angebot. In diesem Bestand enthalten sind u.a. auch Zeichnungen der beiden bedeutendsten Baumeister der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts im Königreich Bayern: Leo von Klenze (1784-1864) und Friedrich von Gärtner (1791-1847). Alle Blätter konnten im Rahmen des DFG-Projektes DigitAM  bearbeitet werden, welches das Architekturmuseum in Kooperation mit der Universitätsbibliothek der TU-München realisiert hat. Insgesamt stehen jetzt 107.000 Pläne und Zeichnungen in unserem Portal online zur Verfügung. Neben den Münchner Blättern, die des Architekturmuseums der TU Berlin sowie Zeichnungen der Renaissancezeit aus mehr als zwei Dutzend deutschen Sammlungen, selbstverständlich der Bestand der SLUB und in Auswahl Blätter des Sächsischen Staatsarchivs Dresden.

 

Die Zeichnungen als Primärquellen spiegeln auf eindrucksvolle Weise sowohl die Entwicklung des Bau- und Ingenieurwesens wider, als auch die sich wandelnden Nutzungsanforderungen. Sie präsentieren architektonische Idealentwürfe verschiedener Epochen, aber auch die Zeichnung als Mittel der Dokumentation historischer Architekturen. Am weiteren Ausbau des Fachportals arbeiten wir.

 

Kommentare

Ein interessanter Abend
22.11.2017 08:50
hak
20.11.2017 10:31
Mastodon
17.11.2017 13:10
Seid ihr auch auf Mastodon (ev...
17.11.2017 12:12
Zukunft?
08.11.2017 11:00

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