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Archiv: Juni 2013

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Königliches Gästebuch für das Weingut Hoflößnitz Radebeul ersteigert und digitalisiert

Zur Weinlese findet man den schönsten Platz Dresdens in Radebeul, im 600 Jahre alten Weingut Hoflößnitz. In dem Lusthaus verbrachten die Kurfürsten von Sachsen und Könige von Polen regelmäßig ihre Wein- und Jagdferien. Die Malereien aus dem 17. Jahrhundert sind bis heute grandios erhalten: das Zimmer der Kurfürstin schmücken Blumen und Allegorien der freien Künste, den Festsaal Bildnisse brasilianischer Vögel und die Räume des Kurfürsten besondere Jagdtrophäen (weiße Hirsche, 30-Ender etc.).

 

Nun konnte die SLUB auf einer Auktion bei Ketterer in Hamburg drei Kostbarkeiten ersteigern. Für ihre Handschriftensammlung erwarb sie das Gästebuch des Weinkellers im Dresdner Schloss mit Eintragungen aus den Jahren 1768 bis 1913. Und für die Stiftung Hoflößnitz Radebeul ersteigerte sie zwei Gästebücher des Weinguts der Jahre 1694 bis 1715 und 1710 bis 1728. Darin haben sich August der Starke, seine Mätressen und die adlige Hofgesellschaft gleich mehrfach verewigt, insgesamt mit ca. 160 Eintragungen. Aurora von Königsmarck, erste offizielle Geliebte des Königs, ihr gemeinsamer Sohn Moritz von Sachsen, der spätere Marschall von Frankreich, zählten dazu, natürlich auch Gräfin Cosel ("Ein bißchen Wein im Kopf trägt Liebe ins Herz") oder Gräfin Dönhoff, Mätresse von 1713 bis 1719 ("ich diene immer den gleichen Herren, meinen Göttern").

 

August der Starke nutzte die Jagden rings um Moritzburg, Coswig und Weinböhla auch zu politischen Treffen. Mit dem Soldatenkönig Friedrich Wilhelm I. von Preußen legte er 1728 Streitigkeiten bei und bereitete ein Handelsabkommen vor. Friedrich der Große war als 16jähriger Kronprinz dabei: "Tout pour Dieu et pour les deux Roys. Frederic" notierte er pflichtgemäß im "Einschreibe-Buch".

 

Fotos: Das Weingut 1667, das Zimmer des Königs im Zustand 2001, die beiden Gästebücher 1694 bis 1728 (SLUB Dresden)

 

Um diese Kostbarkeiten für die Öffentlichkeit zu sichern, haben Stiftung Hoflößnitz und SLUB kooperiert. Eine Kopie des Originals wird künftig im Weingut zu sehen sein, die digitale Kopie ist ab sofort in den digitalen Sammlungen der SLUB frei zugänglich. Dies gilt auch für das Vinicultur-Büchlein von Johann Paul Knohll über den Weinbau entlang der Elbe, gedruckt in Dresden 1667, geschmückt mit einer Ansicht des Weinguts und einem Lobgedicht des Dresdner Dichters und Bibliothekars David Schirmer.

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Zu Gast: boijeot.renauld.turon aus Frankreich

boijeot.renauld.turon sind drei Künstler, kommen aus Frankreich und besuchen bis voraussichtlich Sonntag die Zentralbibliothek der SLUB. Danach bewegen sie sich allmählich mit ihren Holzmöbeln durch die Stadt.

 

384 Stunden heißt ihr Beitrag zum STREET culture@HELLERAU - dem Festival für urbane Kultur und zeitgenössische Kunst. Sie sind herzlich eingeladen!

 

 

 

 

 

Nachtrag: Doppelseite der Aktion "Wegelagerer" mit einer Bildergalerie im Geschäftsbericht 2013 der SLUB, S. 54/55.

 

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Gastvortrag: Chinoiserie am Sächsischen Hof - Mainstream oder Avantgarde?

Seit dem 17. Mai 2013 zeigt unser Buchmuseum die Ausstellung "Pöppelmann 3D. Bücher – Pläne – Raumwelten". Begleitend beginnt heute eine Vortragsreihe, die Teilaspekte der Ausstellung aufgreifen und weitere Einblicke in das Umfeld des Dresdner Hofarchitekten Matthäus Daniel Pöppelmann ermöglichen soll. Die Reihe findet von 20. Juni bis 11. Juli 2013 jeweils donnerstags um 19 Uhr in der SLUB statt. Den Auftakt bestreitet die in Dresden ansässige Kunsthistorikerin PD Dr. Cordula Bischoff mit "Chinoiserie am sächsischen Hof – Mainstream oder Avantgarde?"

 

 

Frau Bischoff ist seit 2004 freie Ausstellungskuratorin der Staatlichen Kunstsamm­lungen Dresden, lehrt als Privatdozentin am Institut für Kunst- und Musikwissenschaft der TU Dresden und hat selbst einige vielbeachtete Ausstellungen vor allem auch in Asien kuratiert. Der Vortrag beginnt am Donnerstag, den 20. Juni 2013 um 19 Uhr im Vortragssaal der SLUB Dresden. Der Eintritt ist frei.

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Wo ist der zweitbeste Platz zum Lernen? Ihre Empfehlung ist gefragt.

 "Wo ein Körper ist, kann kein anderer sein." Diese Regel der klassischen Physik gilt auch in der SLUB, besonders in der Prüfungszeit.

 

 

 

Außer unseren bekannten Appellen, keine Plätze zu besetzen und rücksichtsvoll miteinander umzugehen wollen wir angesichts der Arbeitsplatznot in der SLUB erneut das große Engagement und die Kreativität von Ihnen allen bemühen: Bitte schreiben und kommentieren Sie hier im SLUBlog zweitbeste Orte für die Prüfungszeit - zum Lernen, Schreiben oder für Gruppen. Dass unsere Öffnungszeiten und die stetig wachsende Vielfalt an Arbeitsplätzen kaum zu toppen sind, setzen wir dabei einfach voraus. :)

 

In den heißen Prüfungswochen benötigen wir aber Ventile - Freiräume, die für alle bessere Lernbedingungen schaffen.

 

Mit einem (hoffentlich ergiebigen) Überblick nützlicher, ruhiger, kommunikativer und inspirierender Lernorte auf dem Campus und andernorts wollen wir helfen, passende Orte für Prüfungsvorbereitung, Recherche oder Abschlussarbeit zu finden. Manche Räume auf dem Campus sind nur zeitweise frei... Solche Details sind hilfreich. Bitte teilen Sie Ihr Wissen - hier und jetzt!

 

Foto: SLUB/Deutsche Fotothek, Uwe Gerig - Leser in London

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Große Bekenntnisse zu Open Access und Open Data

G8-Staaten unterstützen freien Zugang zu wissenschaftlichen Forschungsergebnissennach oben

Am 12. Juni trafen sich in London die Wissenschaftsministerinnen und Wissenschaftsminister der acht großen Industrienationen, um zu beraten, wie Transparenz, Kohärenz und Koordination der weltweiten wissenschaftlichen Forschung verbessert werden kann.

In der Erklärung der G8-Staaten heißt es, dass durch den schnellen und weltweiten Zugang zu Forschungsergebnissen über das Internet globale Herausforderungen besser bewältigt werden können und die sozialen und ökonomischen Vorteile, die aus Forschung resultieren, maximiert werden.

Daher sehen sich die G8-Staaten dazu verpflichtet, den freien Zugang zu wissenschaftlichen Publikationen (Open Access) und den freien Zugang zu wissenschaftlichen Forschungsdaten (Open Data) zu fördern.

Damit werden auch die Bemühungen der SLUB und der TU Dresden der letzten Jahre bestätigt, wissenschaftliche Ergebnisse frei im Internet zur Verfügung zu stellen. So hat die TU Dresden im letzten Jahr eine Open Access-Resolution verfasst, um stärker für dieses Thema zu sensibilisieren.

Die SLUB Dresden unterstützt die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler dabei tatkräftig, wie beispielsweise bei der Rechteprüfung für eine Open Access-Zweitveröffentlichung oder mit der Organisation des Publikationsfonds der TU Dresden für die Finanzierung von Artikeln in Open Access-Zeitschriften. Der Bibliometrie-Service der SLUB berät unter anderem auch zum Ranking  und zur Auswahl geeigneter Open Access-Zeitschriften für die Veröffentlichung, um stärker im Fachgebiet wahrgenommen zu werden.


Auch im Bereich Linked Open Data haben wir kürzlich im SLUBlog von den neuen Forschungsprojekt der SLUB berichtet bei welchem Katalogdaten frei im Netz verfügbar gemacht werden und die bibliografischen Daten semantisch angereichert werden.

Das Bekenntnis der G8-Ministerinnen und Minister zeigt uns also ein weiteres Mal, dass wir an der SLUB den richtigen Weg eingeschlagen haben und ermutigt uns, weitere Ressourcen für die Förderung von Open Access und Open Data zu investieren.

Kommentare

Ein interessanter Abend
22.11.2017 08:50
hak
20.11.2017 10:31
Mastodon
17.11.2017 13:10
Seid ihr auch auf Mastodon (ev...
17.11.2017 12:12
Zukunft?
08.11.2017 11:00

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