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Archiv: März 2014

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You name it! – Namenssuche mit Herz

Die erst kürzlich der Zweigbibliothek Medizin gespendeten Schädelmodelle und Skelette sind sehr beliebt und regelmäßig verliehen. Auch die DNN berichtete im Großformat.

 

Doch die Erfolgsgeschichte geht noch weiter: Kurz nach der offiziellen Übergabe und dem Start des Schädelverleihs spendete Nathanya Wieler dieses zusätzliche Modell eines menschlichen Herzens, das nun auch für Studienzwecke zur Verfügung steht. Vielen Dank!

 

 

Ein Herz haben sie nun auch in der Medizin. Für die beiden Skelette bitten die Initiatoren der Initiative "Förderfonds Lehre" und der Fachschaftsrat Medizin/ Zahnmedizin außerdem um kreative Namensvorschläge: "Wir suchen für unsere männlichen Skelette Einzel- oder Doppelnamen, witzig oder ernst, poetisch oder flach, alles ist erlaubt. Vorschläge bitte in die in der Zweigbibliothek Medizin ausliegende Liste oder an steven.grosse@medforum-dresden.de senden. Am Ende gibt es eine Abstimmung und den Täufern winkt ein kleiner Preis. Spenden Sie für den studentischen Förderfonds Lehre der Fakultät! Jeder Beitrag kommt der Ausbildung künftiger Medizinerinnen und Mediziner in Dresden zu Gute."

 

Ihre Ideen für die beiden Namenlosen sind auch hier im SLUBlog herzlich willkommen!


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Einladung zur Dresden Summer School 2014

"Macht, Wissen, Teilhabe. Sammlungsinstitutionen im 21. Jahrhundert" ist das Thema der Dresden Summer School 2014, zu der wir im September gemeinsam mit der TU Dresden, dem Deutschen Hygiene-Museum Dresden, dem Militärhistorischen Museum der Bundeswehr, und den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden einladen.

 

Das zweiwöchige Programm umfasst Vorträge, Workshops und Podiumsdiskussionen sowie Gespräche in den einzelnen Häusern, ihren Sammlungen, Ausstellungen und Depots. Im begleitenden ‚Laboratorium‘ greifen die TeilnehmerInnen Fragestellungen aus dem Programm auf und entwickeln eigenständig konkrete Lösungsvorschläge und Konzepte, die zum Abschluss der Summer School öffentlich präsentiert werden. Eingeladen sind NachwuchswissenschaftlerInnen der Architektur, des Archiv-, Bibliotheks-, Informations- und Dokumentationswesen, der Ethnologie, Germanistik, Geschichte, Kunstgeschichte, Museologie, Philosophie, Politikwissenschaft, Soziologie und verwandte Fächer – sowie junge Museumsfachleute. Bewerbungsschluss ist der 16. Mai 2014.

 

Museen und Bibliotheken sind Institutionen des Sammelns und immer auch Institutionen der Macht. Historisch dienten sie unter anderem dazu, Herrschaftsansprüche durch das Zusammentragen kostbarer, künstlerisch, exotisch oder wissenschaftlich bedeutsamer Objekte nach außen hin sichtbar werden zu lassen. In der Folge entwickelten sich Museen und Bibliotheken zu öffentlichen Einrichtungen, die Ordnungen des Wissens repräsentieren: Sie sind nicht nur Spiegel vorherrschender Praktiken des Sammelns und des Zeigens, sie erzeugen auch Deutungen gesellschaftlicher Wirklichkeiten. Institutionen des Sammelns sind mithin machtvolle Akteure, die über die Auswahl und Präsentation von Artefakten das Wissen der Gesellschaft von sich und der Welt mit prägen. Diese gewachsene ‚Deutungshoheit‘ wird allerdings aktuell durch Entwicklungen der Globalisierung und Digitalisierung transformiert. Zugleich verändern sich auch die Beziehungen der sammelnden Institutionen zu den sie umgebenden Gesellschaften.

 

Welchen Einfluss haben Digitalisierung und Globalisierung auf bestehende Wissensordnungen und deren Vermittlung, wie verändern sich die Formen der Teilhabe? Wie lässt sich die Rolle und Bedeutung von Museen und Bibliotheken angesichts dieser grundlegenden Veränderungen beschreiben und definieren? Die Dresden Summer School 2014 will historische Verschiebungen im Gefüge von Macht, Wissen und Teilhabe anhand der Geschichte bedeutender Dresdner Sammlungs- und Ausstellungsinstitutionen untersuchen. Gleichzeitig sollen mit WissenschaftlerInnen und VertreterInnen der Institutionen gemeinsam Perspektiven erarbeitet werden, wie bisherige Wissensordnungen angesichts von Globalisierung und Digitalisierung modifiziert, neu strukturiert und dargestellt werden können.

 

Das Weblog der Dresden Summer School 2012 wird weitergeführt. Auf Qucosa finden Sie die Dokumentation "Von der Vitrine zum Web 2.0 - Museen, Bibliotheken und Archive im digitalen Zeitalter".

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Onlinebefragung: Sind Sie mit unseren Angeboten zufrieden?

Wir möchten die Informations- und Kursangebote der SLUB weiter verbessern. Bitte beteiligen Sie sich an unserer Onlinebefragung http://slubdd.de/befragung.

 

Bieten wir die richtigen Themen und sind Sie mit unseren Angeboten zufrieden? Für welche Bereiche wünschen Sie sich Vertiefung? Und wo sehen Sie zusätzlichen Bedarf? Mit Ihren Antworten helfen Sie uns, Informations- und Kursangebote genau auf Ihre Wünsche und Bedürfnisse abzustimmen.

 

Für den Fragebogen benötigen Sie ca. 10 bis 15 Minuten Zeit. Ihre Antworten werden anonym erhoben, gespeichert und ausgewertet. Die Befragung endet am 18. April 2014.

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Schuhe von Toten – Ausstellung zur Shoa im MHM noch bis 8. April

Im Konzentrationslager Majdanek musste ein zwölfjähriges Mädchen die Schuhe der Toten sortieren, bevor es selbst umgebracht wurde. "…kleine Schuhe, Kinderschuhe, Herrenschuhe, Mädchenschuhe… warum, warum, warum?", schrieb es in einem Gedicht. Das Militärhistorische Museum der Bundeswehr (MHM) in Dresden, von Daniel Libeskind 2004 bis 2011 programmatisch umgebaut, präsentiert die Ausstellung "Schuhe von Toten – Dresden und die Shoa" noch bis zum 8. April. Es werden Schlaglichter auf 22 Dresdner Biografien geworfen, mit Filmen, Fotos und Dokumenten.

 

 

Foto: 15 von Millionen – Schuhe der Ermordeten aus dem Konzentrationslager Majdanek

 

Ruth Jahrreiß geb. Mannheim ignorierte das Ausgehverbot für Juden, wurde verhaftet und in Auschwitz 1942 ermordet. Als ihr Mann davon erfuhr, ließ er eine Todesanzeige in den Dresdner Nachrichten drucken, dass ihm seine "innigstgeliebte Frau … grausam entrissen" wurde. Daraufhin wurde der "arische" Anwalt verhaftet, weil er "die Verfehlungen seiner Frau gebilligt habe". Eine von 22 Geschichten, eine von sechs Millionen Einzelgeschichten. An Ruth Jahrreiß erinnert ein Stolperstein vor der heutigen Schurichtstr. 3 unweit der SLUB.

 

Aus der SLUB sind zwei Blätter aus den Tagebüchern Victor Klemperers ausgestellt. Wohl niemand hat die Manipulation der Sprache im "Dritten Reich" und die Erniedrigungen des Alltags so gewissenhaft festgehalten wie der Dresdner Literaturprofessor. Am 13. Februar 1945, Stunden vor der Zerstörung Dresdens, beschrieb er, wie 70- und 7-jährige zum Arbeitseinsatz (!) befohlen wurden – zum "Marsch in den Tod". Der Katalog zur Ausstellung ist in mehreren Exemplaren in der SLUB verfügbar, wegen der beeindruckenden Porträts lohnt es sich unbedingt, ihn dauerhaft zu besitzen (20 EUR). Die SLUB arbeitet mit dem Militärhistorischen Museum im Rahmen des Verbundes DRESDEN-concept zusammen.

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Seltene Künstlerzeitschriften der DDR ersteigert

Die Sammlung originalgrafischer Künstlerzeitschriften der DDR und Wendezeit in der SLUB ist seit kurzem um einige interessante Stücke reicher. Bei der Sonderauktion "25 Jahre Mauerfall" des Berliner Auktionshauses Jeschke van Vliet konnten die letzte noch im Bestand fehlende Ausgabe des Mail-Art-Projekts UNI/vers(;) sowie vier Bodensatzbücher von Wolfgang Henne ersteigert werden.

 

 

Die Sammelmappen von UNI/vers(;)Visual and Experimental poetry portfolio, in Halle herausgegeben von dem chilenisch-deutschen Künstler Guillermo Deisler (1940-1995), enthalten Originalgrafiken vieler internationaler Künstler. Der Neuzugang Ausgabe Nr. 8 (1990) enthält vor allem Collagen, z. B. von G. & A. Wendelberger, J. Kowalski, U. Tarlatt, G. Deisler, B. Capatti, R. Vitale oder S. Nishumura.

 

Wolfgang Hennes Bodensatzbücher sind geprägt durch Serigraphien, Farblitografien und Linolschnitte. Ergänzt werden sie durch Seiten aus gemustertem Geschenkpapier und Collagen, z. B. unter Verwendung von Formularen oder Alltagsobjekten. Meist ist lediglich eine handschriftliche Textseite pro Heftedition enthalten, die collagiert und überzeichnet sein kann. Das neu erworbene Bodensatzbuch VIII enthält u. a. Fotodokumente einer Aktion, die Henne kurz vor Eröffnung der X. Kunstausstellung der DDR vor dem Dresdner Albertinum gemeinsam mit Michael Kunert durchführte.

 

Wolfgang Henne: Bodensatzbuch VII, Februar 1988, Ex. Nr. 13 von 25, Serigrafie

 

Seit den frühen 1980er Jahren entstanden solche Kleinzeitschriften in der DDR, vor allem in Dresden, Berlin und Leipzig. Schriftsteller, Maler und Graphiker, die den starren Forderungen der sozialistischen Kulturpolitik nicht mehr zu folgen bereit und aus der offiziellen Kulturförderung ausgeschlossen waren, schufen sich mit diesen originalgraphischen Heften Kommunikationsplattformen, über die sie Kontakte zu Gleichgesinnten pflegen und experimentelle Formen kreativer Zusammenarbeit aufbauen konnten. Bemerkenswert daran ist: Diese subversiven Künstlernetzwerke ähneln unseren heutigen sprichwörtlich "sozialen Netzwerken" in mancherlei Hinsicht. Sie arbeiteten kollaborativ und prozessorientiert – auch ohne Internet und Digitalisierung. In der DDR waren diese Aktivitäten jenseits des offiziellen Kulturbetriebs politisch nicht erwünscht und erforderten Risikobereitschaft. Einige mitwirkenden Künstler wurden inhaftiert oder ausgewiesen.

 

Die SLUB wird im Rahmen des DFG-geförderten Fachinformationsdienstes Kunst in den kommenden zwei Jahren neben den schon in arthistoricum.net digital erschlossenen Künstlerzeitschriften weitere originalgrafische, im Eigenverlag herausgegeben Materialien zur DDR-Kunst für die Forschung verfügbar machen. Durch ihre niedrige Auflagenhöhe besitzen sie heute einen außergewöhnlichen Seltenheitswert.

Kommentare

Ein interessanter Abend
22.11.2017 08:50
hak
20.11.2017 10:31
Mastodon
17.11.2017 13:10
Seid ihr auch auf Mastodon (ev...
17.11.2017 12:12
Zukunft?
08.11.2017 11:00

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