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Archiv: Juni 2014

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SLUB-Ausstellung zeigt 142 Jahre Prager Straße

Unter dem Titel "Der Kurfürstendamm Dresdens – die Prager Straße in Fotografien 1871 bis 2013" eröffnet die Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden (SLUB) am 25. Juni 2014 eine von Katrin Nitzschke und Perk Loesch kuratierte Ausstellung.

 

Präsentiert werden Fotografien als Momentaufnahmen deutscher Geschichte – von der Blütezeit der Gründerjahre bis zur Zerstörung 1945, vom Wiederaufbau und der friedlichen Revolution 1989 bis zur Gegenwart. Die rund 80 historischen Fotografien zeigen die rasante architektonische Entwicklung der historischen Prachtmeile Dresdens. Sie stammen zum größten Teil aus den Sammlungen der Deutschen Fotothek in der SLUB.

 

Die Ausstellung ist vom 26. Juni bis 29. September 2014, täglich 10 – 18 Uhr, im Buchmuseum der SLUB zu sehen. Im Lehmstedt Verlag erscheint dazu der Bildband "Die Prager Straße in Dresden: Geschichte einer Prachtstraße" (196 S., zahlr. Abb., 19,90 Euro).

 

Zur Ausstellungseröffnung am 25. Juni 2014, 19 Uhr, im Vortragssaal der Sächsischen Landesbibliothek –  Staats- und Universitätsbibliothek Dresden (SLUB) , Zellescher Weg 18, sind alle Interessierten herzlich eingeladen. Der Eintritt zur Veranstaltung und Ausstellung ist frei.

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Publikation zur Arbeiterfotografie um 1930 erschienen

Das Auge des Arbeiters. Arbeiterfotografie und Kunst um 1930

arthistoricum.net listet für die Suche nach „Arbeiterfotografie“ rund 2.500 Treffer, darunter 2.400 Fotografien aus dem Bestand der Deutschen Fotothek der SLUB Dresden. Wesentliche Teile dieses Bildmaterials konnten im Rahmen eines dreijährigen DFG-Projekt 2009-2012 am Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde digitalisiert und erschlossen werden.

 

Die Ergebnisse dieser bislang umfangreichsten und detailliertesten Forschung zur visuellen Kultur der Arbeiterbewegung in der Weimarer Republik sind vor wenigen Tagen in der von Wolfgang Hesse herausgegebenen Publikation „Das Auge des Arbeiters. Arbeiterfotografie und Kunst um 1930“ (Spector Books, Leipzig) erschienen.

 

In der Zeit der Weimarer Republik beginnen Arbeiter, in Amateurfotografien eindrucksvoll ihre Lebenswirklichkeiten darzustellen und den Kampf der Arbeiterbewegung zu dokumentieren. Die Beträge des Bandes „Das Auge des Arbeiters“ diskutieren die in den 1920er Jahren neu entstehende Bildkultur der Arbeiterfotografie und setzen sie ins Verhältnis zur zeitgenössischen Grafik und Malerei, insbesondere zu den Werken der Neuen Sachlichkeit und des Kritischen Realismus. Die Publikation enthält zudem ein Bestandsverzeichnis der 400 Fotografien des Leipziger Bauarbeiters und Bauhausschülers Albert Hennig (1907-1998) aus den Kunstsammlungen Zwickau, die in arthistoricum.net vollständig online recherchierbar sind.

 

Die Publikation ist zugleich Begleitbuch zur gleichnamigen Ausstellung, die noch bis 3. August 2014 in den Kunstsammlungen Zwickau, im Max-Pechstein-Museum gezeigt wird und über die wir im SLUBlog bereits im Mai berichtet hatten. Weitere Stationen sind das Käthe-Kollwitz Museum in Köln (August-Oktober 2014)  und das Stadtmuseum Dresden (März-Juni 2015).

 

 

 

Hans Bresler, Freital: Lesende Frau. Die Schwägerin des Fotografen beim Lesen der Zeitschrift "Der Arbeiter-Fotograf", 1928. Mehr lesen... 

 

Für den FID-Sammelschwerpunkt „Fotografie“ erwarb die SLUB 2013 im Zusammenhang mit diesem Projekt antiquarisch die Zeitschrift "Der Arbeiter-Fotograf". Dieser für die Fotografie- und Mediengeschichte der Weimarer Republik bedeutende Titel wurde digitalisiert und online für die Forschung bereitgestellt. 

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Die erste digitale Briefedition der SLUB ist online.

Um Briefausgaben zu bedeutenden Persönlichkeiten zu veröffentlichen, benötigte man früher viele Jahre, manchmal Jahrzehnte. Gedruckte Editionen konnten ja erst veröffentlicht werden, wenn alle Briefe zusammengetragen, geordnet, ediert und kommentiert waren. Alternativ wurden Briefwechsel häufig "in Raten" gedruckt, verteilt über viele Publikationen.

 

Bei der Digitalen Edition der Korrespondenz August Wilhelm Schlegels haben wir mit Förderung der Deutschen Forschungsgemeinschaft bewusst einen anderen Weg gewählt. Nach knapp zwei Jahren können wir eine Beta-Version mit 3.500 Originalbriefen aus mehr als 40 Archiven und Bibliotheken digital ins Netz stellen, darunter 3.000 aus dem Nachlass in der SLUB. Ferner wurden rund 2.400 bereits gedruckte Briefe digitalisiert und als Volltexte durchsuchbar gemacht, wozu viele Verlage vorher ihre Zustimmung gegeben haben.

 

www.august-wilhelm-schlegel.de

 

Die Projektpartner sind die SLUB, das Kompetenzzentrum für elektronische Erschließungs- und Publikationsverfahren an der Universität Trier und Privatdozent Dr. Jochen Strobel an der Universität Marburg (vorher TU Dresden). An der SLUB wurden im Vorfeld rund 3.000 gebundene Briefe in der Restaurierungswerkstatt ausgebunden, dabei Schäden von Kriegseinwirkungen 1945 beseitigt. Es folgte die Verzeichnung in der nationalen Autographen-Datenbank Kalliope und die Digitalisierung im Dresdner Digitalisierungszentrum. Über Standardschnittstellen sind Daten und Images in die erfolgreich weiterentwickelte virtuelle Editionsumgebung in Trier transferiert worden. In den nächsten vier Jahren wird Dr. Claudia Bamberg an der Universität Marburg, unterstützt durch studentische Hilfskräfte, die Transkription, Textauszeichnung und Verlinkung der Briefe fortsetzen.

 

Dies alles geschieht transparent im Netz und in der Erwartung, dass künftig durch den Einbau interaktiver Tools sich auch Wissenschaftler und Interessierte direkt durch Mitarbeit oder Kommentierungen beteiligen können. Auch werden aktuell Verfahren in Kooperation erprobt, nun auch handschriftliche Briefe maschinenlesbar in Volltexte umzuwandeln. Alle technischen Tools sind nachnutzbar, um die Zusammenarbeit zwischen Personen und Institutionen im Netz nachhaltig zu erleichtern. Anregungen und Kritik sind jederzeit willkommen.

 

Das Interesse an dem Dresdner Nachlass August Wilhelm Schlegels, der als Literaturpapst um 1800, Begründer der Romanistik und Indologie, Rektor der Universität Bonn und Shakespeare-Übersetzer renommiert war, ist mit Forschungsprojekten an deutschen, englischen und indischen Universitäten deutlich angestiegen. Mit dem Auf- und Ausbau digital-vernetzter Infrastrukturen will die SLUB die Digital Humanities, die kulturwissenschaftliche Forschung in und mit Bibliotheken stärken.

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Wer hat Lust auf ein Fotoshooting in der Zentralbibliothek?

Für die Öffentlichkeitsarbeit der SLUB benötigen wir regelmäßig frische und lebendige Bilder, die wir gern mit Ihnen, den Nutzerinnen und Nutzern, produzieren möchten. Der erste Fototermin wird am 26. Juni ab 13 Uhr stattfinden. Wer mitmachen will, schreibe bitte bis 24. Juni an oeffentlichkeitsarbeit@slub-dresden.de. Weitere Details und Absprachen folgen dann per E-Mail oder telefonisch.

 

 

2009 sind im Rahmen eines Fotowettbewerbs tolle Bilder eingegangen, die wir heute noch gern nutzen. 

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SLUB zieht erste Bilanz zum "Makerspace" – Abschlussveranstaltung am 19. Juni ab 16 Uhr im DrePunct

Nach einer zweimonatigen Testphase zieht die SLUB gemeinsam mit den Projektpartnern – der FabLab Dresden-Community und der TU Dresden – ein Resümee zum „Makerspace“. Der als offene Werkstatt für, Workshops, Do-It-Yourself-Projekte und neue Ideen geschaffene Kreativraum in der Bereichsbibliothek DrePunct war in den vergangenen neun Wochen Plattform für zahlreiche Begegnungen.

 

„Ziel des Projektes war es, Begeisterung für gemeinsames Gestalten und innovative Methoden und Techniken zu wecken sowie den offenen Zugang und die freie Weitergabe von Wissen zu fördern und Experten unterschiedlicher Fachdisziplinen miteinander zu vernetzen“, so Lukas Oehm, Projektleiter und Fachreferent für Maschinenwesen und Werkstoffwissenschaft an der SLUB. „Seit April haben wir im Makerspace vielseitige Kurse, Veranstaltungen und Projekte initiiert. Zwischen 3D-Druckern und Lasercutter entstanden dabei ausgefallene Modelle, Prototypen, neue Netzwerke und spannende Ideen“, berichtet der Projektleiter. Vom selbst gebauten Fahrradanhänger über Modelle von Powertools (Akkuschrauber, Winkelschleifer, Bohrmaschine und Co.) bis hin zu einem DIY-Scanner.

 

Was macht ein Makerspace in einer Bibliothek?

Bibliotheken vermitteln Wissen und helfen, neues Wissen zu schaffen und zu strukturieren. Traditionell geschah dies vor allem mit Texten, in Büchern und Lesesälen. Doch die Digitale Revolution verändert Bibliotheken. Elektronische Medien, vernetzte und interaktive Lernräume werden immer wichtiger. Makerspaces und öffentliche Bibliotheken teilen dabei gleiche Ziele: die Wissensvermittlung in aktivierenden Lernumgebungen.

 

Dass ein Makerspace für den Campus in der SLUB funktioniert, haben die Initiativen FabLab Dresden, Werk.Stadt.Laden, die SLUB und die Lehrstühle für Technisches Design, Mediengestaltung, Wissensarchitektur und Kommunikationsakustik der TU Dresden in der zurückliegenden Testphase erfolgreich gezeigt.

 

Eindrücke der neunwöchigen Projektzeit gibt es unter http://slubdd.de/makerspace und http://fablabdd.de/metafab/.